Kein Mainstream
The Icebound Kingdom von Juno Reeves ist so ein Buch, das man aufschlägt und sofort merkt: Das hier läuft nicht nach Standard‑Romantasy‑Formel. Die Welt fühlt sich an wie ein Wintermärchen, das jemand ...
The Icebound Kingdom von Juno Reeves ist so ein Buch, das man aufschlägt und sofort merkt: Das hier läuft nicht nach Standard‑Romantasy‑Formel. Die Welt fühlt sich an wie ein Wintermärchen, das jemand mit einem dunkleren, erwachseneren Pinsel nachgezeichnet hat. Calispino, dieses Dorf im ewigen Eis, wirkt wie ein Ort, an dem jede Entscheidung Konsequenzen hat...das darf auch unsere Protagonistin am eigenen Leib erfahren.
Izra ist keine klassische Heldin, die zufällig in ein Abenteuer stolpert. Sie ist verletzt, und vor allem sehr unterschätzt. Als Yolando, der windgeborene Halbbruder des Dunklen Fürsten, ihr einen Deal anbietet, kippt die Geschichte in ein Spiel aus Täuschung, Macht und Anziehung. Nichts ist eindeutig, niemand ist wirklich vertrauenswürdig, und genau das macht es sehr interessant.
Intimität und Vertrauen werden zum zentralen Thema. Kontrolle und Einvernehmlichkeit sind ein Teil von Izras Identität und sie darf sich entwickeln und lernen, dass nichts ihr falsch ist.
The Icebound Kingdom ist kein Buch für Leser die es glattgebügelt mögen. Es ist für alle, die Lust auf etwas Unkonventionelles haben, auf eine Romantasy, die mutig genug ist, Grenzen zu verschieben und dabei trotzdem emotional zu bleiben. Wer genau das sucht, wird hier definitiv fündig, auch wenn das Ende nicht unbedingt endgültig scheint.