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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2026

Eine klassische „Es ist kompliziert“-Beziehung mit einem Buch

Bluttochter – Die Schwarzen Juwelen
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Manchmal braucht die Dunkelheit einen zweiten Anlauf. Mein Weg in die Welt von Anne Bishops „Die Schwarzen Juwelen“ war ehrlich gesagt, alles andere als leicht. Wer hier einen lockeren Einstieg erwartet, ...

Manchmal braucht die Dunkelheit einen zweiten Anlauf. Mein Weg in die Welt von Anne Bishops „Die Schwarzen Juwelen“ war ehrlich gesagt, alles andere als leicht. Wer hier einen lockeren Einstieg erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt.

Der Beginn fühlte sich für mich zunächst recht holprig an, da das Worldbuilding und das komplexe Magiesystem eine Konzentration forderten, die ich anfangs nicht aufbringen konnte. Normalerweise ist meine Strategie bei Fantasy, einfach weiterzulesen, bis sich die Puzzleteile von selbst zusammensetzen. Doch hier stieß ich an meine Grenzen, da jedes Detail zu essenziell schien, um es nur oberflächlich zu streifen.

Erst nach einer kleinen Pause und dem Anstoß einer Bookie-Freundin gab ich der Geschichte eine zweite Chance. Und tatsächlich: Es wurde besser und die Zusammenhänge klarer. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, denn ich finde es grundsätzlich schade, wenn man ein Buch erst über eine lange Strecke „bezwingen“ muss, bevor es einen wirklich packt. Was mich jedoch absolut fasziniert hat, ist die total düstere Atmosphäre. Bishop schafft eine Welt, die packend, schwer und herrlich dunkel ist.

Mein Fazit:
Ein komplexes Werk, das Geduld erfordert. Für mich ist es eine Reihe, die ich erst in den tiefen, dunklen Wintermonaten weiterverfolgen werde. Dann, wenn die Stimmung draußen perfekt mit der Schwere der Geschichte harmoniert. 3,8/5

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Ein spannender Reihenauftakt

Nightshade
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Dark Academia ist hier Programm: Schauplatz ist eine Elite-Uni, an der sich der Nachwuchs der Mafia und zwielichtiger Geschäftsmänner tummelt. Dank des flüssigen Schreibstils, der mit Charme und einer ...

Dark Academia ist hier Programm: Schauplatz ist eine Elite-Uni, an der sich der Nachwuchs der Mafia und zwielichtiger Geschäftsmänner tummelt. Dank des flüssigen Schreibstils, der mit Charme und einer Prise Sarkasmus überzeugt, gelingt der Einstieg in diese düstere Welt mühelos.

Ophelia ist als mittellose Studentin keineswegs ein Opfer. Trotz eines Stalkers beweist sie Stärke und Schlagfertigkeit und hat einige, sehr liebenswerte Angewohnheiten. Ihre Abneigung gegen Alex schwindet allmählich, was vor allem an seinem Charakter liegt: Selten trifft man in Büchern auf einen „Rich Kid - Bad Boy“, dar so bodenlos verliebt und gleichzeitig verletzlich ist.

Die Chemie zwischen den beiden ist feurig, und der Slow Burn entfaltet hier seine volle Wirkung. Besonders cool ist die „Grumpy x Grumpy“-Dynamik, die bei Ophelia in ihrer Trauer und bei Alex in der Verantwortung für seine Familie wurzelt.

Zum Finale hin wird es doch was wild. Es geschehen krasse Dinge ala Mafiastyle, die Ophelia für meinen Geschmack fast ein wenig zu schnell verdaut...Doch der finale Knall ist so gewaltig, dass man gar nicht anders kann, als sofort zur Fortsetzung greifen zu wollen.

Ein wirklich spannender Reihenauftakt. Aber, wer fiese Cliffhanger nicht mag, der sollte bis zum Herbst warten.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Kein Mainstream

The Icebound Kingdom
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The Icebound Kingdom von Juno Reeves ist so ein Buch, das man aufschlägt und sofort merkt: Das hier läuft nicht nach Standard‑Romantasy‑Formel. Die Welt fühlt sich an wie ein Wintermärchen, das jemand ...

The Icebound Kingdom von Juno Reeves ist so ein Buch, das man aufschlägt und sofort merkt: Das hier läuft nicht nach Standard‑Romantasy‑Formel. Die Welt fühlt sich an wie ein Wintermärchen, das jemand mit einem dunkleren, erwachseneren Pinsel nachgezeichnet hat. Calispino, dieses Dorf im ewigen Eis, wirkt wie ein Ort, an dem jede Entscheidung Konsequenzen hat...das darf auch unsere Protagonistin am eigenen Leib erfahren.

Izra ist keine klassische Heldin, die zufällig in ein Abenteuer stolpert. Sie ist verletzt, und vor allem sehr unterschätzt. Als Yolando, der windgeborene Halbbruder des Dunklen Fürsten, ihr einen Deal anbietet, kippt die Geschichte in ein Spiel aus Täuschung, Macht und Anziehung. Nichts ist eindeutig, niemand ist wirklich vertrauenswürdig, und genau das macht es sehr interessant.

Intimität und Vertrauen werden zum zentralen Thema. Kontrolle und Einvernehmlichkeit sind ein Teil von Izras Identität und sie darf sich entwickeln und lernen, dass nichts ihr falsch ist.

The Icebound Kingdom ist kein Buch für Leser die es glattgebügelt mögen. Es ist für alle, die Lust auf etwas Unkonventionelles haben, auf eine Romantasy, die mutig genug ist, Grenzen zu verschieben und dabei trotzdem emotional zu bleiben. Wer genau das sucht, wird hier definitiv fündig, auch wenn das Ende nicht unbedingt endgültig scheint.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

3,5/5 Für mich leider etwas schwach

Oxen. Interregnum
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Es war ein schönes Gefühl, Niels Oxen und Co. wieder bei ihren Ermittlungen zu begleiten, doch dieses Mal bin ich zwiegespalten. Jensen beherrscht sein Handwerk ohne Frage und sein Schreibstil mag ich ...

Es war ein schönes Gefühl, Niels Oxen und Co. wieder bei ihren Ermittlungen zu begleiten, doch dieses Mal bin ich zwiegespalten. Jensen beherrscht sein Handwerk ohne Frage und sein Schreibstil mag ich sehr, doch die Geschichte selbst konnte mich nicht ganz abholen.

Der Erzählton war sehr ruhig, wodurch mir die typischen Thriller-Elemente und der gewohnte Nervenkitzel fehlten. Das führte leider zu einigen Längen. Zudem ist dieser Band definitiv nichts für Quereinsteiger: Ohne Vorwissen aus den Vorgängern wird es an vielen Stellen verwirrend.

Für mich insgesamt ein schwächerer Teil der Reihe. Atmosphärisch gut, aber leider mit zu wenig Drive.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Game Changers Reihe: der Name ist Programm

Heated Rivalry
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Ich habe schon früher M/M Romance gelesen, aber dieses Buch hat alles verändert. Seitdem lebe ich quasi im „Cottage“! Anders kann ich es gar nicht ausdrücken.

​Eigentlich weiß ich gar nicht, wo ich anfangen ...

Ich habe schon früher M/M Romance gelesen, aber dieses Buch hat alles verändert. Seitdem lebe ich quasi im „Cottage“! Anders kann ich es gar nicht ausdrücken.

​Eigentlich weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Es ist nicht der Schreibstil, der mich umgehauen hat, obwohl er schon flüssig ist. Es ist auch nicht der gottlose Smut wobei ich zugeben muss, dass ich gestaunt und vielleicht sogar das eine oder andere gelernt habe.

Es ist das, was dazwischen liegt.

Es ist die heimliche Sehnsucht, die gestohlenen Blicke und die flüchtigen Momente über all die Jahre hinweg. Jahre! Es ist das zerbrechliche Glück, das sich die beiden am Rande ihrer Karrieren erkämpfen. Und es sind die Augenblicke, in denen beide erkennen, dass zwischen ihnen so viel mehr existiert als nur verbotener S*x zwischen Rivalen.

Rozanov und Hollander sind für mich das, was ich Liebe nenne. Die Geduld zu warten, zu hoffen, sich zu arrangieren. Gleichzeitig ist es unfassbar aufwühlend, genau diese Zurückhaltung mitzuerleben. Weil es so tiefgreifend unfair ist.

Aber wie Mama Hollander sagt:
»Wir haben ein Problem, also lösen wir es!« Und ich kann The Long Game kaum abwarten.

Oh wie ich dieses Buch Liebe! Rachel Reid, danke dafür.

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