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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2026

Dunkle Geheimnisse und Vintage Vibes

Society of Death. Von Rache verführt
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Society of Death wirft seine Leserinnen mitten hinein ins Jahr 1875, in eine Welt voller gesellschaftlicher Schranken, geheimer Bruderschaften und tödlicher Intrigen. Im Zentrum stehen zwei Figuren, die ...

Society of Death wirft seine Leserinnen mitten hinein ins Jahr 1875, in eine Welt voller gesellschaftlicher Schranken, geheimer Bruderschaften und tödlicher Intrigen. Im Zentrum stehen zwei Figuren, die kaum unterschiedlicher sein könnten und deren Ungleichgewicht das Buch zugleich reizvoll und frustrierend macht.

Kommen wir zu Victoria. Eine ​Frau gegen die Welt. Ihr Traum, Medizin zu studieren, prallt an den Mauern einer Zeit ab, die Frauen lieber schweigen sieht. Doch sie trotzt, kämpft, forscht und trägt die emotionale Seite der Geschichte. Als ihr Bruder stirbt, ist ihre Entschlossenheit das Rätsel um seinen Tod zu lösen der Motor des Romans und hat mich trotz meiner Peobleme mit dem männlichen Charakter dran bleiben lassen.

Denn Emery ist… schwierig. Für die Anerkennung einer zweifelhaften Bruderschaft unterzieht er sich Ritualen, die mehr nach Selbstverleugnung als nach Charakterstärke klingen. Sein fehlendes Rückgrat machte ihn schwer erträglich, und dennoch nimmt sein Erzählstrang enorm viel Raum ein.

​Und während Emery immer tiefer in die Bruderschaft abrutscht, beginnt Victoria, genau diese Strukturen zu hinterfragen und zu durchleuchten. Beide bewegen sich auf denselben Abgrund zu, aber seltsam aneinander vorbei.
Ihre Verbindung blieb für mich blass und machte es mir schwer, die romantische Komponente ernst zu nehmen.

Trotzdem hat das Buch etwas Seltsames, das einen festhält. Dunkle Geheimnisse, ein Mord, eine moralisch fragwürdige Bruderschaft und der verträumte, leicht vintage angehauchte Schreibstil macht das Ganze überraschend atmosphärisch. Man liest weiter, weil man Antworten braucht und wissen will, wie tief diese Schatten wirklich reichen. Und genau das macht Society of Death spannender, als man anfangs erwartet.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Crazy, unerwartet, gut

Pen Pal
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Eines vorab: Die meisten haben Recht! Vergesst den Klappentext. Er lässt uns etwas völlig anderes vermuten, also lasst euch davon nicht lenken oder erst recht, nur um am Ende wo ganz anders zu landen. ...

Eines vorab: Die meisten haben Recht! Vergesst den Klappentext. Er lässt uns etwas völlig anderes vermuten, also lasst euch davon nicht lenken oder erst recht, nur um am Ende wo ganz anders zu landen. Mehr kann und will ich eigentlich gar nicht verraten, denn durch dieses Buch muss man einfach selbst durch.

Hier ist mein Fazit:
Der Grusel (später im Buch): 5 Sterne. Es gab Momente, da hatte ich richtig Gänsehaut.
Der Plot-Twist: Mindestens 4 Sterne. Damit habe ich so nicht gerechnet.
Der Spice: 3 Sterne. Es gab ordentlich „Bums und Wums“ und für mich war es am Ende fast ein bisschen zu viel des Guten. Aber schwamm drüber, das Gesamtpaket stimmt.

Es war eine interessante Reise durch alle Hürden, aber ich bereue nichts. Wer es düster mag, viel Spice verträgt und sich auf einen Mix aus Paranormal-Thriller und Dark Romance einlassen will (das am Ende doch irgendwie aus der Reihe tanzt): Tut es.

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Spannend bis zum Schluss

Harpers Ferry. Lose Me Once
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Emery und Luke verlieben sich in Harpers Ferry, doch ein tragisches Ereignis reißt sie nach kurzer Zeit auseinander. Während Emery die Gegenwart erzählt und Luke die Vergangenheit, fügen sich die beiden ...

Emery und Luke verlieben sich in Harpers Ferry, doch ein tragisches Ereignis reißt sie nach kurzer Zeit auseinander. Während Emery die Gegenwart erzählt und Luke die Vergangenheit, fügen sich die beiden Zeitstränge langsam zu einem Bild zusammen und ich hatte wirklich keine Ahnung, was passiert sein könnte. Also ja… zwei Tage, Buch durch.

Lukes POV hat mich der Liebe zwischen den beiden richtig nah gebracht, weil wir ihr Kennenlernen durch seine Augen erleben. Emery dagegen trägt die Last jener Nacht, die alles verändert hat, voller Wehmut, Sehnsucht und Verdrängung. Als sie zurückkehrt, muss sie sich endlich dem stellen, was sie hinter sich lassen wollte.

Small-Town-Setting? Hat mich natürlich sofort abgeholt. Schrullige, liebevolle Bewohner? Direkt ein Stein im Brett.
Die Liebesgeschichte lebt von unausgesprochenen Dingen, Schmerz, Vergebung und davon, dass die beiden einiges überwinden müssen.
Der Suspense-Anteil zieht sich spannend durchs ganze Buch und ich war der Auflösung wirklich nie nahe. Christina hat mich komplett an der Nase herumgeführt.

Das Ende hat mich überrascht, aber es passte zur Stadt, zur Stimmung und ich konnte gut damit abschließen.

Fazit: toller Schreibstil, Crime‑Spannung, eine berührende Second‑Chance‑Love und ein paar sehr schöne Spice‑Momente. Eine richtig gelungene Mischung.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Ein Highlight

House of the Beast
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Dieses Buch lässt mich wehmütig zurück. Michelle Wong hat eine wunderschöne und zugleich grausame Geschichte über Rache, Einsamkeit und die Sehnsucht nach Liebe geschrieben. Sie erzählt all das märchenhaft, ...

Dieses Buch lässt mich wehmütig zurück. Michelle Wong hat eine wunderschöne und zugleich grausame Geschichte über Rache, Einsamkeit und die Sehnsucht nach Liebe geschrieben. Sie erzählt all das märchenhaft, manchmal brutal, immer kunstvoll wie ein düsteres Gemälde.

Alma ist ein außergewöhnliches Mädchen, das ihren eigenen Weg geht und dabei viel lernen muss. Doch die härteste Lektion wartet noch auf sie… sie weiß es nicht, und ich wusste es auch nicht. Ich bin an allem, was geschieht, genauso zerbrochen wie sie.
Und Aster? Ein Monster, ein Freund, besitzergreifend und ich will ihn nicht lieben, aber ich tue es. Ich lasse auch ihn in mein Herz, nur damit er es mir bricht.

Dieses Buch ist nicht romantisch. Es ist schmerzhaft schön. Durchzogen von wundervollen Zeichnungen der Autorin selbst. Ich bin traurig, tief berührt, und diese Reise hat sich gelohnt, auch wenn sie hier und da komplex wird, besonders in Bezug auf die Götter.

Der Schreibstil ist ein Traum: künstlerisch, malerisch, poetisch und fließend wie ein Fluss. Ich habe mich sehr wohl damit gefühlt.

Fazit:
Ich kann euch dieses Buch empfehlen, wenn ihr keine klassische Romantasy erwartet und bereit seid, ein Ende zu akzeptieren, das nachvollziehbar ist, auch wenn es euch herausfordert, euren Frieden damit zu schließen.

Für mich war es ein Highlight.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Hat sich gelohnt

Level Two: Hearts at Play
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Ich bin ohne Band 1 eingestiegen und kam trotzdem super zurecht, fürs Gesamtgefühl hole ich den ersten Teil aber definitiv nach.

Das Gaming-Setting hat mich positiv überrascht: Obwohl ich selbst nicht ...

Ich bin ohne Band 1 eingestiegen und kam trotzdem super zurecht, fürs Gesamtgefühl hole ich den ersten Teil aber definitiv nach.

Das Gaming-Setting hat mich positiv überrascht: Obwohl ich selbst nicht zocke, war genug nerdige Atmosphäre da, um mich komplett mitzunehmen.

Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren ist ein klassisches heiß-kalt-Spiel. Spannend zu verfolgen, wie sich die Online- und Offline-Welten der Figuren verweben und weil gerade Fanfictions in aller Munde sind, war sie hier auch ein witziges Gimmick.

Neben der Romance greift das Buch auch schwierigere Themen wie belastende Familienverhältnisse auf. Das verleiht der Geschichte zwar mehr Tiefe, aber ich persönlich hätte diese zusätzliche Schwere nicht unbedingt gebraucht. Kann mir aber gut vorstellen, dass genau das auch bei Lesern Pluspunkte einbringen kann.

Der Schreibstil hat mich angenehm durch die Seiten getragen und das, obwohl das Buch dicker ist, als ich es aus dem Bereich gewohnt bin. Die Autorin schreibt flüssig und mit einem guten Gespür für Emotionen, sodass die Länge nicht wirklich eine Hürde war.

Fazit:
Level Two ist eine gelungene Mischung aus Gaming-Vibes, Romance und emotionalen Untertönen. Trotz Quereinstieg bin ich gut reingekommen und hatte durchgehend Spaß an der Geschichte. Eine klare 🎮 und Leseempfehlung.

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