Eine klassische „Es ist kompliziert“-Beziehung mit einem Buch
Bluttochter – Die Schwarzen JuwelenManchmal braucht die Dunkelheit einen zweiten Anlauf. Mein Weg in die Welt von Anne Bishops „Die Schwarzen Juwelen“ war ehrlich gesagt, alles andere als leicht. Wer hier einen lockeren Einstieg erwartet, ...
Manchmal braucht die Dunkelheit einen zweiten Anlauf. Mein Weg in die Welt von Anne Bishops „Die Schwarzen Juwelen“ war ehrlich gesagt, alles andere als leicht. Wer hier einen lockeren Einstieg erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt.
Der Beginn fühlte sich für mich zunächst recht holprig an, da das Worldbuilding und das komplexe Magiesystem eine Konzentration forderten, die ich anfangs nicht aufbringen konnte. Normalerweise ist meine Strategie bei Fantasy, einfach weiterzulesen, bis sich die Puzzleteile von selbst zusammensetzen. Doch hier stieß ich an meine Grenzen, da jedes Detail zu essenziell schien, um es nur oberflächlich zu streifen.
Erst nach einer kleinen Pause und dem Anstoß einer Bookie-Freundin gab ich der Geschichte eine zweite Chance. Und tatsächlich: Es wurde besser und die Zusammenhänge klarer. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, denn ich finde es grundsätzlich schade, wenn man ein Buch erst über eine lange Strecke „bezwingen“ muss, bevor es einen wirklich packt. Was mich jedoch absolut fasziniert hat, ist die total düstere Atmosphäre. Bishop schafft eine Welt, die packend, schwer und herrlich dunkel ist.
Mein Fazit:
Ein komplexes Werk, das Geduld erfordert. Für mich ist es eine Reihe, die ich erst in den tiefen, dunklen Wintermonaten weiterverfolgen werde. Dann, wenn die Stimmung draußen perfekt mit der Schwere der Geschichte harmoniert. 3,8/5