Cover-Bild Opfer 2117. Der achte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q

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23,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Der Audio Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 10.10.2019
  • ISBN: 9783742412850
Jussi Adler-Olsen

Opfer 2117. Der achte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q

Ungekürzte Lesung mit Wolfram Koch (2 mp3-CDs)
Wolfram Koch (Sprecher), Hannes Thiess (Übersetzer)

Auf Zypern wird eine Tote aus dem Wasser geborgen. Offenbar eine Geflüchtete aus dem Nahen Osten. Auf der sogenannten »Tafel der Schande« in Barcelona, wo die aktuelle Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge angezeigt wird, ist sie das »Opfer 2117«. Doch die alte Frau ist nicht ertrunken, sondern wurde ermordet. In Kopenhagen spielt der 22-jährige Alexander das Computerspiel »Kill Sublime«. Das Foto des »Opfers 2117« hängt direkt vor ihm. Sein Hass auf die Gesellschaft, die gegenüber dem Elend der Welt gleichgültig ist, ist so groß, dass er beschließt, für diese Frau Rache zu nehmen, sobald er in »Kill Sublime« Level 2117 erreicht hat. Können Carl Mørck und Assad ihn rechtzeitig aufhalten?

Ungekürzte Lesung mit Wolfram Koch
2 mp3-CDs | ca. 18 h 8 min

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2019

Assads Vergangenheit

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Es wird ein neues Opfer an die Küste Zyperns gespült, welches in der "Tafel der Schande" die Nummer 2117 einnimmt. Dieses Opfer 2117 löst in einem Jugendlichen den Drang aus, seinen bevorstehenden Amoklauf ...

Es wird ein neues Opfer an die Küste Zyperns gespült, welches in der "Tafel der Schande" die Nummer 2117 einnimmt. Dieses Opfer 2117 löst in einem Jugendlichen den Drang aus, seinen bevorstehenden Amoklauf genau dieser Frau zu widmen, um ihr die verdiente Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Er will daher in seinem Ego-Shooter-Spiel so lange weiterkämpfen, bis er das Level 2117 erreicht hat und dann sein Samurai-Schwert sprechen lassen. Gleichzeitig Wird Assad durch ein Foto des Opfers 2117 mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, denn diese Frau spielte eine große Rolle in seinem Leben...
"Opfer 2117" ist mittlerweile der achte Band der erfolgreichen Reihe um das Sonderdezernat Q. Die vorherigen Bände konnten mich schon begeistern, so dass ich mit hohen Erwartungen in das neue Buch von Jussi Adler-Olsen gestartet bin. Sein bildreicher und sehr flüssig zu lesender Schreibstil konnte mich auch schnell wieder gefangen nehmen. Der achte Band ist ein besonderer, da er sich intensiv mit der dramatischen Vergangenheit von Assad auseinandersetzt. Er unterscheidet sich damit stark von seinen Vorgängern, was auf der einen Seite sicherlich interessant ist, auf der anderen Seite, habe ich die Recherchen in den sogenannten Cold-Cases ein wenig vermisst. Der parallele Handlungsstrang um den Jugendlichen, der seinen Amoklauf plant, lassen ein wenig die "Normalität" einkehren, aber meine Erwartungen an den Thriller konnten so nicht ganz erfüllt werden. Die dramatische Zuspitzung der Geschehnisse ist spannend zu lesen und die Vergangenheit des mir ans Herz gewachsenen Assad hat mich natürlich auch nicht kalt gelassen, aber ich hoffe, dass beim sicherlich erscheinenden neunten Band ein Cold Case wieder die Hauptrolle übernimmt.
In der Hörbuchfassung wurde die Geschichte von Wolfram Koch gelesen, was aus meiner Sicht eine sehr gelungene Umsetzung war. Seiner ruhigen und gut betonenden Stimme konnte ich mühelos folgen und sie machte das Hörbuch zu einem spannenden Hörerlebnis.
Insgesamt ist "Opfer 2117" eine gelungene, wenn aus meiner Sicht auch nicht gänzlich überzeugende, Fortsetzung dieser besonderen skandinavischen Krimi-Reihe. Es lässt auf weitere Fälle für das Sonderdezernat Q hoffen, so dass ich das Hörbuch gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.

Veröffentlicht am 13.11.2019

Endlich ist das Geheimnis von Assad geklärt

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Der achte Band um Karl Morck und das Sonderdezernat Q beginnt mit der Sensationsgier etlicher Menschen. Am Strand von Zypern stellen sich Journalisten auf und lamentieren über die hohe Zahl von Geflüchteten, ...

Der achte Band um Karl Morck und das Sonderdezernat Q beginnt mit der Sensationsgier etlicher Menschen. Am Strand von Zypern stellen sich Journalisten auf und lamentieren über die hohe Zahl von Geflüchteten, die im Mittelmeer verstorben sind. Ganz groß halten sie die Kameras auf die gebrochenen Augen der Toten. Viele Urlauber sammelten sich am Strand um möglichst nah am Geschehen zu sein. Gleichzeitig wird in Barcelona eine Tafel installiert, die jedes Opfer zählt. Eine ältere Frau gilt als Tote Nr. 2117 und nicht nur sie wird von Sensationsjournalisten großartig gezeigt.

Doch, was hat die Frau, also das Opfer Nr. 2117 mit dem Dezernat Q zu tun? Ganz einfach, schnell stellt sich heraus, dass sie ermordet wurde und Assad diese Frau kannte. Gleichzeitig spielt ein Junge an seinem PC ein Ballerspiel und möchte dieses Opfer Nr. 2117 rächen. Nur noch ein Level trennt ihn von seinem tödlichen Plan.

Endlich erfuhr ich, welches Schicksal Assad zu dem machte, was er heute ist. Die Ungewissheit ist nach dem Hören des Buches vorbei. Die Ermittler reisen sogar bis Frankfurt, um diesen emotionalen Fall zu lösen. Er ist nicht nur spannend sondern punktet durch die Beschreibung von Not und Elend der Ertrunkenen im Mittelmeer. Der Sprecher Wolfram Koch las ruhig und verstand es meiner Meinung nach bestens, die unterschiedlichen Stimmen zu repräsentieren. Zudem vermittelte er gekonnt die Emotionen der beteiligten Personen. Ein gelungenes Buch von Jussi Adler-Olsen, dass mir mal wieder gut gefiel. Die Lesung ist ungekürzt und dauert 18 Stunden und 8 Minuten.

Veröffentlicht am 02.11.2019

Der Schleier lüftet sich ...

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Auf diese Fortsetzung habe ich mich schon sehr gefreut, denn die Reihe um Carl Mørck, Assad, Rose und Gordon gehört zu meinen absoluten Favoriten.
Im letzten Teil musste Rose ja arg leiden und umso mehr ...

Auf diese Fortsetzung habe ich mich schon sehr gefreut, denn die Reihe um Carl Mørck, Assad, Rose und Gordon gehört zu meinen absoluten Favoriten.
Im letzten Teil musste Rose ja arg leiden und umso mehr hat es mich gefreut, dass sie in diesem Band wieder mit dabei ist und das Team unterstützt.
Auch auf alle anderen liebgewonnenen Figuren muss man nicht verzichten, eher im Gegenteil: es gibt Entwicklungen, die sogar sehr positiv sind für die Arbeit des Sonderdezernats Q.
Wer die Vorgängerbände nicht kennt, dem kann ich nur raten, sie noch zu lesen. Es lohnt sich, denn Jussi Adler-Olsen schreibt einfach phantastisch, sehr lebendig und mit einem tollen Humor. Man kann sich alternativ natürlich auch die Filme ansehen, um das Team kennenzulernen. Im Dezember erscheint bereits die vierte Verfilmung und diese sind super gelungen was die Besetzung betrifft.
Ein Film kann aber natürlich niemals ein Buch ersetzen, so ist es klar, dass dort alles viel ausführlicher beschrieben werden kann. Besonders das private Leben von Carl und seinem Team lernt man in den Büchern viel besser kennen und so wissen eingefleischte Fans, dass es vor allem in Assads Vergangenheit große schwarze Flecken gibt.
In diesem Buch erfahren wir aber seine ganze tragische Geschichte, was ich sehr interessant und berührend fand.

Assads Vergangenheit und das Leben in einem von Terror und Unterdrückung gebeutelten Land bilden somit einen Großteil des achten Teils der Reihe. Aber auch die weiteren Handlungsstränge, die sehr geschickt miteinander verwoben sind, da sich alles um das "Opfer 2117" dreht, beschäftigen sich mit der Flüchtlingsthematik und dem Umgang der Menschen im Allgemeinen damit. Auch das Thema Terror spielt eine große Rolle und wird eindrucksvoll beschrieben.

Wolfram Koch liest dieses Buch wie gewohnt prima, er hat eine so angenehme Stimme und seine ruhige betonte Art passt optimal zu dieser Reihe.
Die ungekürzte Version hat allerdings eine Spieldauer von über 18 Stunden und das war mir dann doch stellenweise einfach etwas zu langatmig. Wenn man selbst liest, hat man das Tempo in der Hand, kann Passagen, in denen nicht so viel passiert, auch mal etwas großzügiger überfliegen.


Aufgrund der Tatsache, dass man zu einem sehr frühen Zeitpunkt die Bösewichte in der Geschichte bereits sehr gut kennt und man nur noch abwarten kann, was am Ende passiert, fehlte mir einfach ein bisschen Spannung.
Normalerweise kann man sehr gut miträtseln und versuchen, mit Carl & Co. die Geheimnisse zu lüften, hier sieht man bereits zu Beginn fast die ganze Katastrophe, die sich anbahnt und es ist die Frage, in wie weit man alles verhindern kann.

Trotzdem ist das Buch natürlich ein absolutes Muss für Fans der Reihe, denn wir erfahren so viel Neues aus dem Privatleben vieler lieb gewonnener Personen. Es ist - wie der letzte Teil mit Roses Schicksal - ein emotionales Buch, das berührt, manchmal zum Schmunzeln bringt und natürlich auch prima unterhält. Unbedingt lesen!

Veröffentlicht am 30.10.2019

Assads persönliche Hölle

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„Opfer 2117“ ist der achte Fall für Carl Mørck und das Sonderdezernat Q. Oft versuchen Autoren mehr oder minder erfolgreich, an vergangene Erfolge anzuknüpfen. Bei Jussi Adler-Olsen ist es tatsächlich ...

„Opfer 2117“ ist der achte Fall für Carl Mørck und das Sonderdezernat Q. Oft versuchen Autoren mehr oder minder erfolgreich, an vergangene Erfolge anzuknüpfen. Bei Jussi Adler-Olsen ist es tatsächlich so, dass seine Bücher immer besser werden. Dieser Fall ist nicht nur ausgesprochen spannend, sondern der Wortwitz des Autors ist ebenfalls ein Vergnügen.
In „Opfer 2117“ erfahren wir viel über Assads Vergangenheit. Der Terrorist Galib, ein Feind aus Assads Vergangenheit, hält Assads Familie in seiner Gewalt und droht mit ihrer Ermordung. Allerdings ist sein größtes Anliegen, dass Assad Zeuge der Auslöschung seiner Familie ist, weshalb er Assad an den Schauplatz des geplanten Anschlags mitten in Berlin lockt. Die Schilderungen, welche Mittel der Terrorist ergreift, um sein Ziel zu erreichen, sind sehr realistisch und gehen unter die Haut.
Zeitgleich erhalten Rose und Gordon vom Sonderdezernat Q seltsame Telefonanrufe eines jungen Mannes, der damit droht, ein Massaker zu begehen, sobald er ein bestimmtes Level bei seinem Computerspiel erreicht. Angeblich war sein erstes Opfer sein Vater, doch weitere sollen bald folgen. Rose und Gordon versuchen fieberhaft, auf die Spur des Gamers zu kommen, bevor dieser seinen perfiden Plan in die Tat umsetzen kann.
Beide Handlungsstränge sind ausgesprochen spannend. Ich habe das Buch als Hörbuch, hervorragend gelesen von Wolfram Koch, gehört und trotz 18 Stunden Hörzeit war mir keine Minute langweilig. Im Gegenteil, am Ende des Hörbuchs fiel es mir schwer, mich von Carl Mørck, Rose und Assad zu verabschieden. Das Buch behandelt brandaktuelle Themen: Fanatismus und Terrorismus mit all seinen menschenverachtenden Auswüchsen, sowie Wohlstandsverwahrlosung, gepaart mit Spielsucht und Gewaltphantasien, um nur ein paar zu nennen.
Ich hoffe, dass es nicht allzu lange dauert, bis der 9. Fall für das Sonderdezernat Q erscheint. Ich kann dieses (Hör) Buch allen empfehlen, die auf der Suche nach aktueller und spannender Unterhaltung sind.