Cover-Bild Die Wahrheit, wie Delly sie sieht
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 280
  • Ersterscheinung: 03.02.2014
  • ISBN: 9783446245136
  • Empfohlenes Alter: ab 11 Jahren
Katherine Hannigan

Die Wahrheit, wie Delly sie sieht

Susanne Hornfeck (Übersetzer)

Die elfjährige Delly ist anders als andere Mädchen: neugierig, unerschrocken und erfinderisch – und sie liebt Überraschungen. Sie lässt Tiere frei, wenn sie ihr leidtun. Sie beleidigt andere, ohne es zu merken. Sie leiht sich Sachen aus, weil ein Abenteuer lockt. Und sie prügelt sich schon mal, falls ihr jemand widerspricht. Bis Ferris in die Klasse kommt. Ferris ist auch anders: Sie spricht nicht und will nicht berührt werden. Alle respektieren das, nur Delly will wissen, warum. Doch sie muss erst lernen, Ferris’ Schweigen in Vertrauen zu verwandeln, bis diese sich öffnet. Als es geschieht, ist es die größte Überraschung, die Delly je erlebt hat. Und der Beginn einer großen Freundschaft.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2017

Ein ganz besonderes Buch

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Der Klappentext von "Die Wahrheit, wie Delly sie sieht" liest sich vielversprechend und ich ging mit sehr hohen Erwartungen an diesen Roman. Zum Glück wurden diese auch völlig erfüllt, denn mit dieser ...

Der Klappentext von "Die Wahrheit, wie Delly sie sieht" liest sich vielversprechend und ich ging mit sehr hohen Erwartungen an diesen Roman. Zum Glück wurden diese auch völlig erfüllt, denn mit dieser Geschichte hat man einen sehr feinfühligen, tollen Jugendroman, den auch Erwachsene lesen könnten und eigentlich auch sollten- so werden doch sehr ernste Dinge besprochen und das aus der Sicht einer 11 Jährigen.

Im Nachwort schreibt die Autorin selbst, dass dieses Buch nicht leicht zu schreiben war und ich verstehe vollkommen wieso das so war. An dieser Stelle muss ich auch meine Hochachtung ausdrücken: die Mühe hat sich gelohnt, etwas wunderbares ist dabei heraus gekommen.

Es geht primär um Delly- ein vorlautes, aufgewecktes, Lebens lustige Mädchen, die immer Ärger bekommt, obgleich ihre Absichten zu Beginn stehts einen positiven Sinn hatten. Nur leider geht er im Verlauf ihrer Handlung unfreiwillig jedes Mal verloren. Sie ist aufbrausend und schnell mit der Faust zur Stelle, wenn man sie reizt. Ihre Eltern und Lehrer drohen ihr schon mit dem Schule für schwer Erziehbare Kinder, sollte sie noch einmal Unfug stiften. Gerade zu dieser schwierigen Zeit erscheint Ferris Boyd. Ein Mädchen was nicht spricht, immer traurig in die Welt zu blicken scheint und nicht möchte, dass man es berührt. Delly setzt sich zum Ziel diesem Mädchen näher zu kommen und das Buch behandelt eine Kinderfreundschaft, die feinfühliger und realistischer nicht hätte sein können.

Sowohl Delly als auch Ferris reifen unglaublich in ihrer gemeinsamen Geschichte und Freundschaft. Delly wird durch Ferris ein anderer Mensch und lernt, dass sie denken und fragen sollte, bevor sie handelt. Sie setzt sich auch mit Ferris auseinander- etwas was keiner von den Erwachsenen zu gelingen scheint. Denn es hat seine Gründe, warum Ferris nicht mehr spricht. Delly, der Hauptcharakter dieses Romans ist sehr kindgerecht skizziert und ich mochte sie sehr gerne. Am Anfang des Buches tat mir sie sogar sehr leid- so fühlte sie sich von allen Missverstanden.

Alles in allem bin ich von "der Wahrheit, wie Delly sie sieht" absolut begeistert. Ernste Themen wurden hier sehr leicht und kindgerecht verpackt. Der Leser fühlt sich am Ende auch so, als hätte er verstanden.

Man sollte auch zu hören können, wenn das Kind nichts sagt, um auf diese Weise die wichtigen Dinge zu vermitteln. Grandios!
Einzig das Ende kam mir dann etwas zu schnell daher und ich fühlte mich etwas im Stich gelassen, weswegen ich 1 Stern abziehe.

Dennoch kann ich eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen! Ein kleines Buchjuwel.

Veröffentlicht am 30.12.2017

3 Sterne

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Delly ist alles andere als die perfekte Tochter.
Sie handelt ohne nachzudenken, prügelt sich gerne und ist kaum zu bändigen. Die Eltern sind verzweifelt, ihre Geschwister von ihr gereizt, die Nachbarn ...

Delly ist alles andere als die perfekte Tochter.
Sie handelt ohne nachzudenken, prügelt sich gerne und ist kaum zu bändigen. Die Eltern sind verzweifelt, ihre Geschwister von ihr gereizt, die Nachbarn mögen sie nicht und Freunde hat sie auch nicht.
Bis Ferris in die Schule kommt. Die wie ein Junge aussieht, aber eigentlich ein Mädchen ist. Die nicht spricht und die man nicht berühren darf. Und die ja eigentlich langweilig ist.
Eine aufkeimende Freundschaft verbindet die beiden.
Das Cover finde ich in Ordnung, den Titel finde ich ganz gut.
Der Schreibstil ist gut und die Kapitel sind auch nicht zu lang.
Delly und Ferris finde ich beide als geschaffene Figuren in Ordnung. Sie haben Persönlichkeit genug, allerdings hätte ich viel mehr Tiefe erwartet.
Sehr schön fand ich die Entwicklung von Delly, aber auch die von Ferris.
Das Ende habe ich schon nach dem ersten Kennenlernen von Ferris gekannt.
Das Buch vermittelt schöne Werte von Freundschaft, Rücksichtnahme und die Besonderheit des Anders-Sein.
Allerdings weiß ich nicht, ob Jugendliche diese Tiefe ganz erfassen können. Ich fand das Buch auch über Teile hinweg als zu langweilig.