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Veröffentlicht am 16.09.2017

*Erinnert an Desperate Housewifes*

Tausend kleine Lügen
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Bücher von der Autorin Liane Moriarty sind einfach toll. Da macht das Buch "Tausend kleine Lügen", das beim Lesen stark an eine Staffel von Desperate Housewifes erinnert, keinen Abbruch.

Es geht darin ...

Bücher von der Autorin Liane Moriarty sind einfach toll. Da macht das Buch "Tausend kleine Lügen", das beim Lesen stark an eine Staffel von Desperate Housewifes erinnert, keinen Abbruch.

Es geht darin um 3 Freundinnen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Da wäre die graue Maus Jane. Sie ist allein erziehend und gerade erst in das beschauliche Städtchen gezogen. Sie hat ein dunkles Geheimnis und verrät keinem wer der Vater ihres Sohnes ist.

Des Weiteren ist da die lebenssprudelnde Madeleine. Sie ist zweifach verheiratet und hat noch ein Kind aus erster Ehe. Sie legt sich gerne mit alles und jedem an, was nicht nur für einen Lacher beim geneigten Leser sorgt.

Zum Schluss gibt es noch die wunderschöne Celeste. Sie hat nach außen hin alles was man sich nur träumen kann. Ein perfektes Leben, Reichtum, Schönheit, Kinder und einen heißen Ehemann. Und dennoch ist sie immer sehr zerstreut und in sich gekehrt. Warum?

All diese drei Frauen lernen sich kennen über ihre Kinder, welche sie in der Vorschule angemeldet haben. Als dann ausgerechnet noch am ersten Tag der Sohn von Jane bezichtigt wurde ein andere Mädchen gewürgt zu haben, nehmen die Geschehnisse ihren Lauf und alles spitzt sich zu bishin zu einem Quizzabend der eskaliert und einen Toten hinterlässt. Doch um wen handelt es sich da und wer ist der Mörder?

Das Buch fängt eigentlich am Schluss an. Man weiß sofort das der Abend aus dem Ruder gelaufen wurde und nun ein Toter zu beklagen ist. Erste Vernehmungen der Mütter und Väter finden statt. Erst daraufhin setzt der eigentliche Roman ein, der den Weg bis hin zum schicksalhaften Abend verdeutlicht. Zwischendurch wird die Geschichte an den Enden des Kapitels mit kleinen Aussagen der Betroffenen gewürzt.

Dieses Buch fand ich einfach nur herrlich. Es ist erfrischend witzig und bietet nicht gerade wenig schwarzen Humor. Als Leser hätte ich mitunter gerne mal rein gegriffen und meine bestimmte Person gegriffen um sie mal richtig durch zu schütteln. Unglaublich wie diese Person ständig die Tatsachen verdreht. Hätte mir die Haare raufen können.


Zudem passiert in dem Roman so unglaublich viel, man kann gar nicht auf alles eingehen. Aber daher das es Schlag auf Schlag geht und sich alles immer mehr zuspitzt, bleibt es ungeheuer spannend! Die 3 Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein und harmonieren ganz ausgezeichnet miteinander. Jede hat ihre Kapitel erhalten und erzählen den persönlichen Fortgang der Geschichte. Jede hat Geheimnisse, jede hat Sorgen, alle wirken unglaublich menschlich.

Themen wie Helikoptereltern, Missbrauch, Häusliche Gewalt, Liebe, Scheidung und so weiter und so fort werden angesprochen und sehr spannend umgesetzt.
Als ich dann auch noch erfahren habe, dass das Buch verfilmt wurde (Big little lies) war mir nach dem Ende des Romans sofort klar, das ich nun die Serie dazu sehen möchte. Auf das Ende und wer der Tote ist, kommt man nie. Aber ja, kurz vorher, war mir dann klar, wer es sein müsste. Aber nur einen Augenblick bevor es geschrieben war.

Hervorragendes Buch- liest sich wie ein toller Mädelsabend!

Veröffentlicht am 20.02.2017

*Hat mich leider enttäuscht*

Wir zwei in fremden Galaxien
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"Wir zwei in fremden Galaxien" hat sich vom Klappentext her richtig, richtig spannend angehört. Als ich dann aber mit dem Lesen begonnen hatte, musste ich ziemlich schnell feststellen, das ich die Richtung, ...

"Wir zwei in fremden Galaxien" hat sich vom Klappentext her richtig, richtig spannend angehört. Als ich dann aber mit dem Lesen begonnen hatte, musste ich ziemlich schnell feststellen, das ich die Richtung, die das Buch aufnimmt, nicht mag. Dabei hätte es so schön sein können. Seren lebt auf der Ventura. Ein Raumschiff welches nur ein Ziel hat: einem Signal zu folgen und Erstkontakt aufzunehmen. Leider dauert jedoch die Reise über 350 Jahre. Das Schiff ist bei Beginn der Handlung schon 88 Jahre unterwegs; Seren wird nie ankommen, so ist sie doch nur ein Mittelsmann, der dafür Sorge tragen muss, das die Reise weiter geht.

Was das an depressiven Gedanken und die Frage nach dem Sinn des Lebens nach sich zieht ist klar. Auch das auf der Ventura alles vorgegeben wird, bis hin zur Partnerwahl fand ich spannend. Natürlich kommt es auch wie es kommen soll: den für Seren bestimmten Partner gefällt ihr nicht, hat sie sich doch schnell in einen völlig anderen verliebt (auf Seite 30 wohlgemerkt).

Das System der Ventura fand ich sehr interessant, gerne hätte ich hier noch viel davon mehr gelesen. Leider liegt der Fokus jedoch ganz schnell auf der reinen Liebesgeschichte zwischen Seren und Dom. Da es auch ein recht kurzes Buch ist, musste die Autorin auch schnell zur Sache kommen, so fielen die ersten "Ich liebe ihn wahnsinnig" Gedanken schon auf Seite 30. Ganz ehrlich- sowas macht mir immer keinen Spaß. Wenn eine Liebesgeschichte so dermaßen schnell und plumb voran geführt wird und dann alle Seiten eigentlich nur noch darum drehen, das sie sich eigentlich gar nicht lieben dürfen..bla,...bla...bla. Das kennt man ja schon. Ist nichts neues. Schon tausendmal dagewesen. Der Aspekt der Ventura und die in Serens Augen sinnlose Mission jedoch nicht. Was hätte man aus diesem Erzählstrang nicht alles machen können? Seren hätte als Figur auch richtig tiefgründig sein können, was zu Anfang ja noch versucht wurde- so ist sie dermaßen zynisch dem System gegenüber. Als bald hat sie jedoch nur noch Augen für Dom und behandelt alle anderen nur noch wie Abschaum (beste Freundin; Ezra: gewählter Partner).

Die Liebesgeschichte hat sich dann richtiggehend ins dramatische gesteigert. Ich weiß nicht wie so, aber ich musste zuweilen an Romeo und Julia denken.
Im Verlauf der Handlung mochte ich dann Seren auch immer weniger. Immer ein ganz schlechtes Zeichen, wenn man eine Hauptfigur nicht mag. Aber sie hatte so gar keine lieben Worte (bis auf für Dom) für irgendwen übrig. Sowas nervt, das macht nicht sympathisch. Alle anderen Figuren blieben eher blass und undurchsichtig. Auch das Raumschiff und das ganze Setting blieb undurchsichtig.
Zum Ende hin wurde der Roman dann wieder etwas spannender, was für mich jedoch nicht an Seren und Dom lag. Hier durfte Ezra nochmal richtig aufblühen (in meinen Augen) und es kam bei mir sogar mal sowas wie Spannung auf. Das Ende war dann wie zu erwarten. Keine großen Überraschungen.

Der Roman ist ein Auftakt zu einer Trilogie. Wenn ich jedoch ehrlich bin, dann interessiert es mich nicht die Bohne wie sich Dom und Seren weiter anschmachten wollen. Ich werde nicht weiter lesen, so würde ich doch sicherlich auch in der Fortsetzung wieder nur enttäuscht sein, wenn 90 % der Story nur aus Satzphrasen wie "ich liebe ihn wahnsinnig", "er kennt mich wie kein anderer" (nach 3 Treffen), usw. bestehen. Schade- es hätte so schön sein können. 2,5 Sterne. Ich runde jedoch ab, weil ich einfach zu enttäuscht bin.

Veröffentlicht am 21.11.2017

Spannender 4. Band

Flora Flitzebesen (Bd. 4)
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Meine Tochter (5 J.) steht unwahrscheinlich auf die Flora Flitzebesen Bücher. Wir haben nun alle Bücher gelesen und auch dieses hier, war wieder richtig spannend und stellenweise doch auch etwas gruselig. ...

Meine Tochter (5 J.) steht unwahrscheinlich auf die Flora Flitzebesen Bücher. Wir haben nun alle Bücher gelesen und auch dieses hier, war wieder richtig spannend und stellenweise doch auch etwas gruselig.

Die Bücher lesen wir immer Kapitelweise abends kurz vorm Zubettgehen. Dieses Mal muss der Geheimbund die Gefahr rund um die Grautriste aufdecken. Kleine Wesen die Angst, Schrecken und Nebel verbreiten. Als diese sich ausbreiten, kommt ein anderes Hexendorf in Not und sucht Schutz im Hexenrosental. Dabei liest man zwischen den Zeilen auch etwas über "Flüchtlingsproblematik". Denn hier werden Themen aufgegriffen wie: fremde kommen in das Dorf und sind anders; es kommt zu Streit usw.

Natürlich wäre Flora nicht Flora, wenn sie es nicht schaffen würde das zum Ende hin wieder alles im Lot ist. Es ist schließlich ein Kinderbuch. Untermalt ist die Geschichte wieder mit schönen, bunten Bildern und die Kapitel haben mitunter eine Länge von 10 Seiten. Meine Tochter fand das Buch wieder richtig gut, wenn auch stellenweise etwas gruselig. Albträume hat sie jedoch nicht davon bekommen.

Wir hoffen sehr, dass es auch einen 5ten Band geben wird und verleihen dieses Buch auch den besten Freundinnen meiner Tochter. Flora Flitzebesen ist sehr In im Kindergarten!

Veröffentlicht am 14.11.2017

Auch als Vorlesebuch geeignet

Spotz. Alles unter KonTrolle
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Als meine Tochter Werbung in einem kleinen Flyer zu "Spotz- alles unter KonTrolle" gesehen hat, hatte sie mich darum gebeten mit ihr das Buch zu lesen.

Da wir Abends immer Buchstunden abhalten und darin ...

Als meine Tochter Werbung in einem kleinen Flyer zu "Spotz- alles unter KonTrolle" gesehen hat, hatte sie mich darum gebeten mit ihr das Buch zu lesen.

Da wir Abends immer Buchstunden abhalten und darin immer Stückweise ein Buch lesen, lies ich es auf einen Versuch ankommen und fing an ihr schrittweise das Buch vorzulesen. Dabei sei an dieser Stelle positiv erwähnt, dass die Kapitel mitunter wirklich schön kurz sind und man ruhig 2-3 pro Abend lesen kann. Untermalt sind die Kapitel mit sehr vielen Bildern und Comicsprechblasen.

Vom Inhalt her geht es natürlich um Spotz. Einen kleinen Troll, der es nicht einfach hat. Denn Trolle haben nicht gerade einen hohen Beliebtheitsrang an der hiesigen Schule. Eines Tages legt sich Troll zudem mit dem Prinzen Roquefort an - seinen Todfeind in Spe und wird daraufhin inhaftiert, weil Roquefort auf einmal König wird, so lange sein Vater vermisst ist.

Spotz ist also ziemlich in der Zwickmühle und eine lustige Geschichte erspinnt der Autor mit vielen querverweisen zu anderen Märchen ala die drei kleinen Schweinchen und der böse Wolf oder Hänsel und Gretel. Selbst mein Mann hat sich immer dazu gesetzt, wenn ich die Geschichte vorgelesen habe, weil er das Buch so lustig fand. Klar: einige der Witze verstand meine 5 Jährige Tochter sicherlich nicht, da muss man schon älter sein, dennoch hat sie die 2 Wochen gut mit dem Buch ausgehalten zur Buchstunde. Es ist demnach auch etwas für kleinere Mädchen, die lustige Geschichten mit viel Action und Humor mögen. Spotz ist einfach ein dufter Typ und seine zwei besten Freunde ebenso.

Klare Leseempfehlung- auch für die jüngeren Kinder.

Veröffentlicht am 09.11.2017

*Zuviel Drama*

Wie das Feuer zwischen uns
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Nachdem ich "Wie die Luft zum Atmen" gelesen, inhaliert und für grandios befunden habe, war schnell klar, das ich den zweiten Band auch unbedingt lesen wollte. Gesagt getan. Gleich im Anschluss waren nun ...

Nachdem ich "Wie die Luft zum Atmen" gelesen, inhaliert und für grandios befunden habe, war schnell klar, das ich den zweiten Band auch unbedingt lesen wollte. Gesagt getan. Gleich im Anschluss waren nun also Logan und Alyssa dran.

Im gewohnt flüssigen Schreibstil wird die Geschichte präsentiert, die mir am Anfang noch richtig gut gefallen hat, obgleich zu Beginn doch eher der Fokus in der Freundschaft lag. Aber ziemlich schnell wandelte sich das Buch für mich und ich fand es im Gegenteil etwas anstrengend und die Lesefreude wollte sich nicht so ganz bei mir einstellen.

Das lag natürlich am Drama an sich, welches hier zu Hauf über dem Leser ausgeschüttet wurde. Denn Logan hat es nicht leicht. Er wächst auf bei einer Drogenabhängigen Mutter, hat einen gewalttätigen Vater, der seine Mutter schlägt und nimmt selbst immer mehr Drogen.

Im Gegensatz dazu steht Alyssa. Sie ist klug, einfühlsam und schnell die beste Freundin von Logan. Sie ist sein Fels in der Brandung. Auch sie hat mit ihren Eltern zu hadern, die sich trennen. Beide haben also den seelischen Schmerz zum Nenner, obgleich der bei Logan um ein vielfaches ausgeprägter ist. Sie verlieben sich ineinander und kommen auch zusammen. Dann überschlagen sich jedoch die Ereignisse und eine Katastrophe jagt die nächste. Es kommt zur Trennung von L und A und viele Jahre ziehen ins Land.

Ich muss gestehen den ersten Teil fand ich noch ganz stimmig, dann waren mir die Ereignisse irgendwann Zuviel des guten. Auch gefiel mir die Geschichte und welchen Verlauf sie nimmt nicht sonderlich gut. Der Showdown zum Schluss war wieder übertrieben dramatisch. Vielleicht lag es auch einfach daran, weil ich mich mit den Hauptprotas dieses Mal nicht so sehr identifizieren konnte, das ich das Buch nicht so bewegend fand. Hier war mir einfach alles zu viel des Guten. Ich hoffe der dritte Band sagt mir wieder mehr zu.