Wind in den Weiden ist ein Klassiker der englischen Kinderliteratur. Seine Hauptpersonen, vier liebenswerte vierfüßige Gentlemen, haben schon Generationen von jungen und älteren Leserinnen und Lesern zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht - denn das, was Ratte, Maulwurf, Kröterich und Dachs so alles widerfährt, trägt oft sehr menschliche Züge. Und dennoch, auch wenn Dachs und Maulwurf in Höhlen hausen, die mit Mini-Menschenmöbeln ausgestattet sind, entspricht ihr Leben der Natur der Tiere. Sie leben in Freiheit, folgen dem Lauf des Jahres, vernehmen den Ruf der Heimat und sind glücklich, wenn sie beides haben: die Sicherheit des angestammten Baus und die unerschütterliche Treue ihrer Freunde. Mit wunderschönen Illustrationen von Eric Kincaid.
Ausstattung: durchgehend farbig illustriert
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Ich habe ein Buch mit britischen Märchen zu Ende gelesen. Ich hatte es zunächst nicht so erwartet. Ich dachte, es wäre Hirtenliteratur oder so etwas in der Art. Obwohl es nicht völlig losgelöst von der ...
Ich habe ein Buch mit britischen Märchen zu Ende gelesen. Ich hatte es zunächst nicht so erwartet. Ich dachte, es wäre Hirtenliteratur oder so etwas in der Art. Obwohl es nicht völlig losgelöst von der Hirtenwelt ist, ist es eben die Hirtenwelt der Tierwelt. Ich bin vielleicht zu weit von meiner Kindheit entfernt und zu weit weg von den Feldern in meiner Erinnerung. Meistens kann ich mir diese großartigen Beschreibungen und Vorstellungen der Natur gar nicht vorstellen. Es ist zu lange her, dass ich den Wind im Wald und die Frösche im Sommer gehört habe. Es ist zu lange her, dass ich die goldenen Weizenfelder, die kurz vor der Reife stehen, und den Sonnenuntergang am Horizont gesehen habe. Ich stecke in einem kleinen Haus in der Stadt fest, bin jeden Tag mit dem Pendeln zwischen Zuhause und Büro beschäftigt und erkenne meinen vermeintlichen Wert in den komplizierten und trivialen Dingen. Daran ist nichts auszusetzen, aber die Menschen werden allmählich versiegen. Im Sommer scheint die Sonne, alles wächst kräftig, und im grünen Schatten steht ein einfaches Ziegelhaus. Die Erinnerungen an die Kindheit verblassen allmählich, und ich muss sie finden. Aus meiner Sicht ist dieses Buch eine Erinnerung. Vielleicht sollte ich es den Kindern zu Hause vorlesen, um ihre Fantasie anzuregen.
Inhaltsangabe Verlag:
Ein Klassiker der englischen Kinderliteratur
Wind in den Weiden ist ein Klassiker der englischen Kinderliteratur. Seine Hauptpersonen, vier liebenswerte vierfüßige Gentlemen, haben ...
Inhaltsangabe Verlag:
Ein Klassiker der englischen Kinderliteratur
Wind in den Weiden ist ein Klassiker der englischen Kinderliteratur. Seine Hauptpersonen, vier liebenswerte vierfüßige Gentlemen, haben schon Generationen von jungen und älteren Leserinnen und Lesern zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht - denn das, was Ratte, Maulwurf, Kröterich und Dachs so alles widerfährt, trägt oft sehr menschliche Züge. Und dennoch, auch wenn Dachs und Maulwurf in Höhlen hausen, die mit Mini-Menschenmöbeln ausgestattet sind, entspricht ihr Leben der Natur der Tiere. Sie leben in Freiheit, folgen dem Lauf des Jahres, vernehmen den Ruf der Heimat und sind glücklich, wenn sie beides haben: die Sicherheit des angestammten Baus und die unerschütterliche Treue ihrer Freunde. Mit wunderschönen Illustrationen von Eric Kincaid.
Meine Inhaltsangabe:
Als Maulwurf eines Frühlings die Nase aus seinem Bau steckt, wird seine Abenteuerlust entfacht. Er streift durch die Landschaft und trifft schließlich Wasserratte. Beide freunden sich an und Maulwurf lebt fortan bei ihr im Haus. Diese stellt ihm ihre anderen Freunde vor: Otter, Dachs und Kröte. So beginnt die Geschichte einer Freundschaft, die ihresgleichen sucht. Kröte, sehr reich und von sich eingenommen, will immer die neuesten Automobile besitzen und nimmt dabei keine Rücksicht auf irgendwen. Seine Freunde wollen ihn von dieser Sucht befreien, doch Kröte findet einen Weg, ihnen zu entkommen. Und landet prompt im Gefängnis. Ihm gelingt es zu fliehen, doch auf dem Weg nach Hause stößt er so manch einem mit seiner eingebildeten, großspurigen Art vor den Kopf. In der Zwischenzeit wird sein Haus von Hermelinen und Wieseln besetzt. Als Kröte bei seinen Freunden in den Weiden ankommt und er davon hört, wird er traurig und auch ein bisschen demütig. Die Tiere setzen sich zum Ziel, das Haus von Kröte zurück zu gewinnen und schmieden einen Plan.
Erster Satz: »Der Maulwurf hatte den ganzen Morgen schwer geschuftet und in seinem kleinen Heim Frühjahrsputz gehalten.«
Mein Eindruck:
Das Buch besticht schon allein durch seine so wunderschönen Zeichnungen. Diese sind herrlich detailliert und künstlerisch absolut gekonnt. Man kann sich gar nicht daran satt sehen. Die Geschichte selbst bietet viel Abwechslung, schon allein wegen der sehr unterschiedlichen Charaktere der Tiere. Wie sie zusammenstehen, sich aber auch die Meinung sagen und Unschöne Dinge aussprechen, ist hier wunderbar verpackt und macht deutlich, dass eine Freundschaft nur dann eine echte Freundschaft ist, wenn man dem anderen auch mal sagen darf, was einem nicht gefällt und sie trotzdem unvermindert andauert. Die Geschichte ist aus dem Jahr 1908, also wirklich ein Klassiker und so ist auch die Sprache deutlich anders, als das in den heutigen Kinderbüchern ist. Feiner, ausgeprägter, verschnörkelter, klassischer und sicherlich auch schwieriger und ja, wenn man so will politisch auch nicht mehr wirklich korrekt. Das schmälert den Lesegenuss aber keineswegs, sondern bietet beim Vorlesen oder Gemeinsamlesen mit den Kindern vielmehr ordentlich Gesprächsstoff.
Für mich ist Wind in den Weiden eine Kindheitserinnerung und einfach nur zauberhaft, woran sicher auch die so schönen Illustrationen Schuld sind. 5/5 Sterne.