Cover-Bild Die Tochter
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 10.07.2024
  • ISBN: 9783453427204
Kim Hye-jin

Die Tochter

Roman
Ki-Hyang Lee (Übersetzer)

Die literarische Neuentdeckung aus Südkorea

Seit Jahren teilen Mutter und Tochter wenig mehr als ein wortkarges Mittagessen pro Woche. Zwischen ihren Nudelschalen türmt sich ein Berg aus Ungesagtem. Die Mutter, Pflegerin im Seniorenheim, führt ein unauffälliges, bescheidenes Leben. Ihre Tochter Green hat einen anderen Weg gewählt: Sie hat keinen Mann, kaum Einkommen und liebt eine Frau. Als das Paar bei der Mutter einziehen muss, prallen die radikal verschiedenen Lebensentwürfe mit großer Wucht aufeinander.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2025

Zwei Welten, die aufeinander prallen

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Mit “Die Tochter“ gelingt der Autorin ein sehr gelungener Roman. Das Buch beinhaltet Themen wie Homosexualität, Diskriminierung, aber auch die Situation in Pflegeheimen sowohl für die Patienten als auch ...

Mit “Die Tochter“ gelingt der Autorin ein sehr gelungener Roman. Das Buch beinhaltet Themen wie Homosexualität, Diskriminierung, aber auch die Situation in Pflegeheimen sowohl für die Patienten als auch das Personal. Besonders interessant fand ich, wie sehr zwei Welten miteinander kollidieren. Zum Einen gibt es die Mutter, die Worte wie „Homosexualität“ oder „lesbisch“ nicht einmal hören will. Auf der anderen Seite zieht ihre Tochter mit ihrer Lebensgefährtin bei der Mutter ein und macht kein Geheimnis aus ihrer Sexualität und ihrer Beziehung.

Der Einblick in den Pflegesektor war ebenfalls sehr spannend, an manchen Stellen aber zu ausführlich für mich, da dadurch das eigentliche Thema, nämlich die Mutter-Tochter-Beziehung in den Hintergrund rückte.

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Veröffentlicht am 18.08.2024

Geduld als Lösung

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Die Tochter ist ein Buch, das Generationenkonflikte in Südkorea sehr gut beleuchtet. Es wird nur aus der Sicht der Mutter erzählt und dieser wird viel Feingefühl entgegengebracht. Deutlich wird, dass sie ...

Die Tochter ist ein Buch, das Generationenkonflikte in Südkorea sehr gut beleuchtet. Es wird nur aus der Sicht der Mutter erzählt und dieser wird viel Feingefühl entgegengebracht. Deutlich wird, dass sie ein guter Mensch ist, aber das Beziehungsmodell ihrer Tochter an sich nicht versteht, weil es dem widerspricht, was ihr als junge Frau für ein gutes Leben beigebracht wurde. Dadurch fühlt man mit der Mutter mit, statt wütend auf sie zu sein.
Ihre Tochter und ihre Freundin haben hingegen mit vielen Anfeindungen zu kämpfen. Unter anderem verliert sie nur wegen ihrer Beziehung ihre Uni-Stelle, was zeigt, wie konservativ Südkorea teils noch ist. Die Kämpfe beider Frauen für mehr Akzeptanz werden facettenreich beschrieben.
Die Mutter durchläuft eine spannende Entwicklung. So ganz verschwinden ihre Sorgen nicht, aber sie beginnt immer mehr zu akzeptieren, dass es unterschiedliche Lebensstile gibt, die Glück bedeuten können. Deutlich wird vor allem die Liebe, die sie für ihre Tochter empfindet und über allem steht.
Ich habe die Freundin ihrer Tochter vom Charakter sehr interessant gefunden, weil sie eine Ruhe in sich trägt und viel Geduld mitbringt. Letztendlich wird sie unbewusst zu einem Bindeglied zwischen Mutter und Tochter. Zudem bringt sie viel Dynamik in die Geschichte.
Auch die Einblicke in den Pflegeberuf in Südkoreas Leistungsgesellschaft nehmen einen mit und schockieren.

Dieses Buch regt zum Nachdenken an, erzählt ruhig vom Alltag, ist aber dennoch laut und macht sehr deutlich, dass es oft kein Schwarz und Weiß gibt. Es zeigt, wie wenig Sinn es häufig macht, Menschen direkt abzustempeln, weder die Mutter noch Tochter, sondern oft Geduld der richtige Weg zu mehr Verständnis und einen Wertewandel ist.

Fazit: Ein eindringliches Buch, das Generationenkonflikte mit viel Feingefühl beleuchtet und Hoffnung macht.

Veröffentlicht am 25.12.2025

Das Lesen viel mir schwer

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Als ich das Buch gelesen habe, fiel es mir oft schwer, die Ansichten der Mutter nachzuvollziehen. Sie bemüht sich zwar, ihre Tochter zu verstehen, aber gleichzeitig bleibt sie in ihren alten Überzeugungen ...

Als ich das Buch gelesen habe, fiel es mir oft schwer, die Ansichten der Mutter nachzuvollziehen. Sie bemüht sich zwar, ihre Tochter zu verstehen, aber gleichzeitig bleibt sie in ihren alten Überzeugungen gefangen. Besonders deutlich wird das, wenn sie immer wieder an den Lebensentscheidungen ihrer Tochter zweifelt, obwohl sie sieht, dass diese glücklich ist.

Ich war auch oft frustriert, denn die Schwierigkeiten zwischen den beiden sind hauptsächlich dadurch entstanden, weil die Mutter nicht bereit war, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

Trotzdem fand ich die Story wichtig, weil es zeigt, wie stark Vorurteile unser Leben beeinflussen können und wie schwer es manchmal ist, diese loszulassen, auch wenn es um die Menschen geht, die man am meisten liebt.

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