Cover-Bild Nachts am Brenner

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: E-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Cosy Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 05.10.2017
  • ISBN: 9783462316728
Lenz Koppelstätter

Nachts am Brenner

Ein Fall für Commissario Grauner
Im Schatten der Südtiroler Alpen ermittelt Commissario Grauner in seinem persönlichsten Fall.

Am sagenumwobenen Brennerpass, inmitten der Alpenidylle zwischen Südtirol und Österreich, müssen Commissario Grauner und sein neapolitanischer Kollege Saltapepe einen grausamen Mord aufklären. Ein alter Mann wurde an ein Pferd gebunden zu Tode geschleift. Er lebte zurückgezogen, spielte manchmal mit seinen schweigsamen Freunden aus Jugendtagen eine Partie Karten. Als diese befragt werden sollen, verschwindet einer von ihnen spurlos. Die Ermittlungen führen den Commissario bis in die dunkelsten Abschnitte der Südtiroler Geschichte. Und ein alter Koffer birgt Hinweise darauf, dass der Fall mit der tödlichen Tragödie auf dem Hof von Grauners Eltern zusammenhängen könnte. Für die er auch heute, nach so vielen Jahren, keine Erklärung hat. Am Brenner, dort, wo einst Staatsmänner, Schriftsteller, Händler und Weltenbummler Station machten, ist die Ruhe der Nacht trügerisch.

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2017

Düstere Geschehnisse am Brenner

0

Zur Leseerfahrung
In diesen Krimi wurde so ziemlich alles reingepackt, was man sich vorstellen kann: Wir bekommen es mit einem grausamen Mord zu tun mit Verbindung zu Grauners Vergangenheit, aber auch ...

Zur Leseerfahrung
In diesen Krimi wurde so ziemlich alles reingepackt, was man sich vorstellen kann: Wir bekommen es mit einem grausamen Mord zu tun mit Verbindung zu Grauners Vergangenheit, aber auch Schmuggel, Drogen, Flüchtlinge und deutsche Vergangenheit sucht man nicht vergebens. Die einzelnen Aspekte für sich fand ich sehr spannend, allerdings zu viel für einen einzigen Band. Dadurch wurden sie alle nur kurz am Rand angerissen und wirkten teilweise etwas zu konstruiert.
Die Charaktere sind eine Stärke von Lenz Koppelstätter. Besonders den Commissario Grauner schließt man mit seinen Ecken und Kanten schnell ins Herz. Was bei diesem Fall etwas schade ist, dass die Protagonisten größtenteils auf eigene Faust handeln. Ich hätte mich über mehr Zusammenarbeit von Grauner mit seinem neapolitanischen Kollege Saltepete und der Sekretärin Tappeiner gefreut, weil die Charaktere sehr unterschiedlich sind. Bei einer Zusammenarbeit wäre das sicher interessant geworden.
Die Krimis des KiWi-Verlags mag ich besonders aufgrund der atmosphärischen Lokalitäten sehr gerne. Auch bei diesem Band wurde ich in dieser Hinsicht nicht enttäuscht: Koppelstätter versteht es, eine düstere, unheimliche Stimmung entstehen zu lassen, in der die Nacht noch ein bisschen schwärzer erscheint.

Zum Fazit
Dieser Krimi hatte großes Potenzial, welches leider nicht gänzlich ausgeschöpft wurde. Trotzdem freue ich mich auf den vierten Band, der durch einen geschickten Cliffhanger im Epilog versprochen wurde.

Zu den Eckdaten
Titel: Nachts am Brenner
Autor: Lenz Koppelstätter
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3462050080
Seiten: 325
Preis: 9,99 €

Veröffentlicht am 10.10.2017

Spannung vom Anfang bis zum Ende

0

Nachts am Brenner ist es dunkler und ungemütlicher als irgendwo anders in Österreich oder Italien. Keiner möchte länger als nötig hier sein, nur Alteingesessene und die Händler ,die vom Tourismus leben, ...

Nachts am Brenner ist es dunkler und ungemütlicher als irgendwo anders in Österreich oder Italien. Keiner möchte länger als nötig hier sein, nur Alteingesessene und die Händler ,die vom Tourismus leben, sind noch hier. Doch genau hierhin wird Commissario Grauner wegen eines Toten gerufen. Der alte Mann ist übel zugerichtet und hat scheinbar keine Feinde. Als der zweite Tote auftaucht und Grauner Spuren aus der Vergangenheit seiner toten Eltern findet, rollt er neben den Morden auch noch den alten Fall seiner Eltern neu auf und stößt dabei fast an seine Grenzen.


Für mich ist dieses der erste Krimi um Commissario Grauner und doch war ich schnell Im Geschehen und in der Handlung des Buches vertieft. Relevante Aspekte aus vorangegangen Krimis durchtlebten die Personen erneut oder erinnerten sich an die Geschehnisse.
Commissario Grauner ist ein Charakter, der mich sehr angesprochen hat, er liebt sein Arbeit, gleichzeitig gibt ihm sein Hof eine gewisse Ruhe, er ist tief und innig mit Südtirol verankert und scheint der nette Mann von nebenan zu sein, der auch mal seine Launen hat.
Ebenso sind die anderen Charaktere im Buch toll und realistisch dargestellt, so dass ich als Leser das Gefühl hatte, die Personen kennt man schon ewig.
Die Atmosphäre und die Handlungsorte wurden durch bildliche Beschreibung weder beschönigt noch dramatisiert, sondern dem Leser vor Augen gestellt. Die verrauchte Kneipe, Männer , die in dunklen Ecken Karten spielen, Wälder, die Berge,... alles Orte und Empfindungen , die dem Buch noch etwas mehr Leben einhauchten.
Dank des Schreibstil des Autor war das leichte und lockere Lesen des Krimis für mich sehr angenehm und flüssig. Es war fast wie eine Reise, zu der man zu Beginn des Buches abgeholt wird.
Erheiternd waren für mich die Dialoge zwischen Grauner und seinem Kollegen Saltapepe , wobei Grauner eher der altmodische und in sich Gekehrtere ist.Die Geschichte selber ist in sich schlüssig und von der ersten bis zur letzen Seite spannend.

Veröffentlicht am 02.10.2017

zunächst langatmig, dann doch noch fesselnd

0

Am 05.10.2017 erscheint im KiWi Verlag der 3. Fall rund um Commissario Johann Grauner und sein Ermittlerteam. Der 325 Seiten umfassende Krimi mit dem Titel "Nachts am Brenner" kostet 9,99 Euro und ist ...

Am 05.10.2017 erscheint im KiWi Verlag der 3. Fall rund um Commissario Johann Grauner und sein Ermittlerteam. Der 325 Seiten umfassende Krimi mit dem Titel "Nachts am Brenner" kostet 9,99 Euro und ist als Taschenbuch-Ausgabe erhältlich.

Inhalt:
Ein neuer Fall für Kommissar Grauner der es in sich hat. Eine Leiche - grausam zu Tode gekommen. Viele Fragezeichen um das Wieso Weshalb Warum tauchen auf. Eine Visitenkarte und ein Koffer geben dann Hinweise, dass es sich um ein düsteres Verbrechen handelt, das tief mit Grauners eigener und auch der internationalen Vergangenheit verbunden ist. Als auch noch ein zweiter Toter entdeckt wird lichtet sich langsam der Nebel und es scheint so, als könnte auch der Kommissar seine eigene Geschichte endlich klarer sehen.

Meine Meinung:

Der Beginn der Geschichte ist faszinierend. Zunächst der wirklich grausame Mord an Jakob Voltinger der einem die Übelkeit aufsteigen lässt. Doch dann tröpfelt die Erzählung erst mal für viel zu viele Seiten dahin, alles ist sehr langatmig beschrieben und ich war mehrmals daran, das Buch für immer zur Seite zu legen. Doch nach dem 1. Drittel nehmen die Geschehnisse richtig Fahrt auf und auf den kommenden knapp 200 Seiten wurde ich wirklich von der Handlung her noch von einem richtig gelungenen Krimi überrascht. Auch tappte ich bis zum Ende im Dunkeln wie der Fall wohl ausgehen könnte.

Mir persönlich fehlt aber ein gewaltiges Stück an Gefühlen, Gedanken und allgemein waren mir alle Protagonisten nicht greifbar. Ich habe normalerweise sofort feste Bilder vor Augen wie für mich die einzelnen Charaktere aussehen. Bis zum Schluss blieb mir dies bei Grauner und seinen Kollegen verwehrt. Meinem Bilderbuchkino fehlte einfach etwas und die verschwommenen Gesichter machten diesen Eindruck nicht besser.

Auch die vielen Mitwirkenden mit den noch dazu italienischen Namen und die vielfältigen Handlungsstränge machten es mir nicht leicht, das Buch zu lesen und alles sofort zu verstehen. Oft musste ich kurz innehalten und überlegen, wer nun gerade wieder gemeint ist, wer spricht, über wen gesprochen wird etc.

Was mir aber sehr gut gefällt ist die Sprache und Erzählart allgemein. Die vielen eingebrachten Verse, die literarischen Botschaften und die tiefgründigen Gedanken sind originell in das Krimigeschehen eingebunden und klingen mir noch immer im Ohr. Wie z.B. "Wer ist irr, wer nicht?" Niemand weiß es. " - "Wer ist irr, wer nicht?" - Es macht keinen Unterschied. "Irr ist, wer dazu gemacht wird". (Zitat aus vorliegendem Buch)


Insgesamt gesehen wirklich ein tolles Buch, ein wunderschönes Cover dass mir meine geliebten Berge zeigt, spielend im atemberaubenden Südtirol. Es schadet wohl nicht die beiden zuerst erschienen Bücher "Der Tote am Gletscher" und "Die Stille der Lärchen" zu lesen aber als Muss würde ich es jetzt nicht beschreiben. Man findet auch so schnell in die Geschichte hinein. Ich vergebe insgesamt - mit Bedacht an meine Kritikpunkte aber auch den vielen positiven Entwicklungen - 4 glänzende Sterne.





Veröffentlicht am 21.10.2017

Fesselnde Irritationen am Brenner

0

Fee erzählt von der Geschichte
Am Brenner passieren ein paar unschöne Morde. Der Kommissar wird auch so involviert, in dem die Geschichte seiner ermordeten Eltern noch mal aufgerollt wird.

Fee meint zur ...

Fee erzählt von der Geschichte
Am Brenner passieren ein paar unschöne Morde. Der Kommissar wird auch so involviert, in dem die Geschichte seiner ermordeten Eltern noch mal aufgerollt wird.

Fee meint zur Geschichte
Es war zwar spannend, aber immer mal wieder gab’s langwierige Passagen, wo ich dann froh war, eine Pause machen zu können.

Die „Morde“ waren auch eher unappetitlich und teilweise vielfältig, so dass es dann doch wieder spannender wurde.

Die Charaktere waren nicht immer gut nachzuvollziehen und man kam ihnen nicht immer nahe.

Manchmal war auch nicht ganz nachzuvollziehen, warum ein Kommissar nun tatsächlich in ein Flugzeug steigt oder einen neuen Fiat Panda kauft und sich damit anfreundet. Klar, war ihm sehr wichtig, aufzuklären, was nun mit seinen Eltern war und warum, aber wenn er doch lieber bei seinen Kühen und auf dem Bauernhof lebt. Vielleicht liegt es daran, dass es wohl schon der dritte Band der Serie war. Obwohl ich jetzt nicht unbedingt die anderen 2 kennen muss, wäre es manchmal schon vielleicht wünschenswert gewesen. In diesem Fall fand ich den Quereinstieg nicht so einfach.

Auch war es ein bisschen verwirrend, mal Ermittlungen in einem Kloster, dann der Pater, dann die „Asylanten“ mitsamt dem Pater, dann Berlin, dann wieder das Dorf und die ganzen Leute dort samt das mit der Bäckerei und dem „verkauften Auto“. Die Sachen (Kneipe mit Bordell) an der Grenze, die dann in Österreich gespielt haben.

Ja sowieso, Drogen, Asylanten und dazu die Nazizeit bzw. die Vergangenheit sind schwierige Themen und die alle in einem Buch zu bearbeiten ist doch nicht so einfach. Vor allem die diversen Milieus, in denen die Geschichte spielt und dann noch in mehreren Ländern.

Auch die Frau des Kommissars und deren (seine auch?) Tochter waren nur so leblose, blasse Randpersonen, was ich sehr schade fand.

Und der Schluss gefiel mir auch nicht. Zumal die Geschichte eigentlich schon zu Ende war. Es lag zwar eigentlich nahe, aber andererseits war es unfair, blöde und so richtig fies. Wie das Leben so spielt. Mehr möchte ich nicht dazu sagen.

Fees Fazit
Nichtsdestotrotz werde ich gerne ein weiteres Buch des Autors lesen. Vielleicht hab ich einfach noch meine Probleme mit Ebook-Krimis. Also wer die Serie kennt, der sollte auf jeden Fall weiterlesen und für alle anderen gilt, mit 3,5 Sternen ist es ein guter, solider Krimi.

Veröffentlicht am 15.10.2017

Etwas vorhersehbar

0

"Nachts am Brenner" war mein erster Südtirol-Krimi von Lenz Koppelstätter. Die Hauptfiguren und ihre Geschichten werden für neue Leser verständlich eingeführt, sodass es kein Problem ist, die Reihe mit ...

"Nachts am Brenner" war mein erster Südtirol-Krimi von Lenz Koppelstätter. Die Hauptfiguren und ihre Geschichten werden für neue Leser verständlich eingeführt, sodass es kein Problem ist, die Reihe mit Band drei zu beginnen.

Das Positive zuerst: Die Einblicke in das Leben in Südtirol nahe der österreichischen Grenze fand ich interessant, ebenso die wohldosierten historischen Ausflüge in die Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Kriminalfall nimmt einige Wendungen und der Epilog bietet nochmals eine Überraschung. Der Täter war für mich jedoch leider schon früh klar. Der Showdown erschien mir reichlich übertrieben und die Zusammenhänge des Falls etwas unglaubwürdig.

Fazit: Interessantes Setting in Südtirol, aber leider recht vorhersehbarer und übertriebener Kriminalfall. Ich vergebe dreieinhalb Sterne.