Als Jess aufwachte, war es bereits mittags. Sie suchte Chris. Glücklich über ihre zurückgewonnene Liebe warf sie schnell ihren Morgenmantel über und lief den Flur zum Treppenabsatz entlang. Dabei hörte sie eine Stimme wispern. Zielstrebig schritt sie dem Geräusch entgegen und blieb auf der ersten Stufe stehen. Es war Chris. Er sprach angeregt, aber leise. Sie hörte ihn nur noch ins Telefon flüstern: „. Franco, sie schläft und muss sich erholen. Du weißt, das geht nicht, du kannst sie jetzt nicht in das Büro holen. Gib ihr noch ein paar Tage!“
„Kannst du mir die Entscheidung darüber bitte selbst überlassen?“
Chris drehte sich überrascht um, sah Jess an der Brüstung gelehnt und beendete das geführte Telefonat etwas hastig mit den Worten: „Ich ruf dich später zurück.“
„Nichts Wichtiges. Dein Vater möchte dich morgen in der Firma treffen und etwas mit dir besprechen. Aber das, denke ich, kann auch noch bis nächste Woche warten. Es eilt nicht.“
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Die Geschichte um Jess hat mir sehr gut gefallen. Die Idee aus einer normalen Frau eine Agentin zu machen ist super. Die Umsetzung dazu auch. Jess ist eine ziemlich taffe Frau, aber eben auch mit Fehlern. ...
Die Geschichte um Jess hat mir sehr gut gefallen. Die Idee aus einer normalen Frau eine Agentin zu machen ist super. Die Umsetzung dazu auch. Jess ist eine ziemlich taffe Frau, aber eben auch mit Fehlern.
Die Autorin Schriebt sehr anschaulich und ich hatte das Gefühl mitten drin zu sein.
Plutonium erzählt, was wirklich passiert, wenn man jemanden zu Fall bringen will, der so tief im System steckt, dass er praktisch unsichtbar ist. Jess, die Hauptfigur geht diesen Weg, weil sie keine andere ...
Plutonium erzählt, was wirklich passiert, wenn man jemanden zu Fall bringen will, der so tief im System steckt, dass er praktisch unsichtbar ist. Jess, die Hauptfigur geht diesen Weg, weil sie keine andere Wahl hat.
Wer Waffenhändler wie Jenkins ausspionieren will, kann nicht von außen zuschauen. Man muss so nah wie möglich dran sien. Jess tut das körperlich, seelisch, strategisch. Und sie zahlt den Preis. Alles, was sie tut, ergibt Sinn. Auch das, was weh tut, auch das, was sie zerstört.
Die Geschichte ist international aufgestellt und glaubhaft. Es geht um echten Einsatz, um Täuschung, Nähe und Kontrolle. Geheimdienste, die sich nicht entscheiden können, ob sie Menschen schützen oder benutzen. Um Liebe, Sex, Verrat, so, wie es eben passiert, wenn alles ineinanderfließt.
Es gibt keinen sauberen Einsatz gegen so einen Gegner. Wenn man einen wie Jenkins fassen will, muss man weiter gehen, als einem lieb ist.
Mit Plutonium liefert M. J. Crown einen Thriller, der temporeich und psychologisch packend ist. Im Zentrum steht Jess – eine komplexe, widersprüchliche Figur, deren Weg in die düstere Welt internationaler ...
Mit Plutonium liefert M. J. Crown einen Thriller, der temporeich und psychologisch packend ist. Im Zentrum steht Jess – eine komplexe, widersprüchliche Figur, deren Weg in die düstere Welt internationaler Waffenhändler erschreckend nachvollziehbar bleibt. Mutig, verletztlich, kämpferisch: Ihre innere Zerrissenheit verleiht der ohnehin spannungsgeladenen Handlung emotionale Tiefe.
Die Story verknüpft persönliche Motive mit globalen Machtspielen – Plutonium-Schmuggel, Geheimdienste, Verrat. Dabei gelingt Crown das Kunststück, brisante politische Themen so zu inszenieren, dass sie weder klischeehaft noch überfrachtet wirken. Stattdessen bleibt alles nah an Jess’ Perspektive – und damit erschreckend menschlich. Man denkt sich, das jetzt auch noch, dabei es ist spannend und man bleibt dran und am Ende sprachlos zurück.
Sprachlich ist der Roman präzise und effektiv. Die Spannung wird konstant hochgehalten, ohne sich in reiner Action zu verlieren. Besonders hervorzuheben: die dichten, intensiven Szenen, in denen psychologische Spannung fast greifbar wird.
Fazit:
Plutonium ist ein Thriller mit Ecken und Kanten – fordernd und temporeich. Man man unbedingt lesen
„Plutonium“ ist eine emotionale Grenzerfahrung. MJ Crown gelingt es, eine faszinierende Protagonistin zu zeichnen, die sich aus dem Schatten einer toxischen Affäre zu einer Schlüsselfigur globaler Sicherheit ...
„Plutonium“ ist eine emotionale Grenzerfahrung. MJ Crown gelingt es, eine faszinierende Protagonistin zu zeichnen, die sich aus dem Schatten einer toxischen Affäre zu einer Schlüsselfigur globaler Sicherheit entwickelt. Der Plot kreist um eine internationale Verschwörung mit nuklearem Hintergrund, eingebettet in ein spannendes Verwirrspiel aus Identitäten, Täuschung und körperlicher Hingabe.
Die Geschichte lebt von ihrer dichten Atmosphäre, dem ständigen Wechsel zwischen innerem Drama und äußeren Gefahren. Besonders beeindruckend ist die Wandlung von Jess – vom Opfer ihrer eigenen Triebe zur strategischen Akteurin in einem globalen Spionage-Thriller. Die Geheimdienst-Szenarien, taktischen Briefings und moralischen Abgründe sind detailreich beschrieben und stehen in perfektem Kontrast zu den erotischen Begegnungen, die nie ihre erzählerische Berechtigung verlieren.
Ich fand die Entwicklung der Protagonistin Jess faszinierend: Von der emotional verletzlichen Frau, die sich erst selbst sucht, zur entschlossenen Undercover-Agentin in einem weltumspannenden Spiel aus Täuschung, Macht und Gefahr. Besonders beeindruckt hat mich, wie feinfühlig ihre moralischen Konflikte gezeichnet sind.
Wer Romane mit Tiefgang, Spannung und einem Schuss sinnlicher Dramatik liebt, wird „Plutonium“ verschlingen. Dieses Buch ist ein Geheimtipp für alle, die James Bond gerne in weiblich lesen möchten – nur mit mehr Gefühl und Gewissen.
Plutonium ist ein ungewöhnlicher Spionagethriller, der Geheimdienstpolitik und persönliche Abgründe verwebt.
MJ Crowns Plutonium überzeugt durch einen mutigen Genre-Mix: Der Roman verbindet internationale ...
Plutonium ist ein ungewöhnlicher Spionagethriller, der Geheimdienstpolitik und persönliche Abgründe verwebt.
MJ Crowns Plutonium überzeugt durch einen mutigen Genre-Mix: Der Roman verbindet internationale Spionage, einen brisanten Nuklear-Thriller und intime Beziehungsdramatik auf ungewohnt intensive Weise. Protagonistin Jess wird von der Geliebten eines dubiosen Waffenhändlers zur verdeckten Ermittlerin – und dabei zur emotionalen wie strategischen Schlüsselfigur im Kampf gegen ein globales Bedrohungsszenario.
Besonders gelungen ist die psychologische Zeichnung der Hauptfigur: Jess ist eine innerlich zerrissene Frau, die zwischen Loyalität, Begierde und Verantwortung laviert. Auch das Setting überzeugt – von europäischen Metropolen bis in afrikanische Konfliktzonen schafft Crown eine glaubhafte geopolitische Bühne.
Was mich jedoch manchmal aus dem Lesefluss gebracht hat, war die Dichte an Themen, Schauplätzen und inneren Konflikten. Manches wirkt sehr detailliert, etwa bei persönlichen Rückblicken. Ein wenig Straffung an manchen Stellen hätte der Geschichte gutgetan.
Trotzdem: Plutonium ist ein außergewöhnlicher Thriller mit Spannung, Stil und Haltung. Wer komplexe Figuren und Thriller mit Substanz liebt, wird hier definitiv fündig.