Polizeinachwuchs
„Der Tod des Blumenmädchens“ ist der erste Teil der Trilogie um „Die Kriminalistinnen“, die ersten Frauen, die zu Kriminalbeamtinnen ausgebildet werden. Sie haben, im Düsseldorf des Jahres 1969, mit einer ...
„Der Tod des Blumenmädchens“ ist der erste Teil der Trilogie um „Die Kriminalistinnen“, die ersten Frauen, die zu Kriminalbeamtinnen ausgebildet werden. Sie haben, im Düsseldorf des Jahres 1969, mit einer Toten zu tun, die sich in Hippiekreisen bewegt hatte.
Das besondere Thema des Romans, die Rolle der Frauen, wird voll und ganz ausgekostet, von der Mode über die Bevormundung in der Ehe bis zur ständigen Infragestellung ihrer Berufswahl („Wäre Stewardess bei der Lufthansa nicht auch ein schöner Beruf für Sie?“).
Neben den neu eingeführten Charakteren begegnen wir einer Figur aus Mathias Bergs früher veröffentlichter und zeitlich später angesiedelter Krimireihe um das Düsseldorfer LKA wieder, was für mich eine nette Überraschung war, aber auch zu einer ähnlichen Dynamik führte.
Nach bewährtem Rezept hat die Protagonistin Lucia mit Geistern der Vergangenheit zu kämpfen und werden verschiedene Spuren verfolgt, bevor der Fall schließlich aufgeklärt werden kann. Während die Situation der Frauen für meinen Geschmack etwas überstrapaziert wurde, wurden die Handlungsorte authentisch in Szene gesetzt und ein nachvollziehbarer Fall vor historischem Hintergrund geschaffen.