Cover-Bild Wir sind fünf
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 31.08.2020
  • ISBN: 9783453272996
Matias Faldbakken

Wir sind fünf

Roman
Maximilian Stadler (Übersetzer)

In der Nähe von Oslo in einem kleinen Ort namens Råset führt Tormod Blystad mit seiner Frau und seinen zwei Kindern ein beschauliches Leben. Nach einer wilden Jugend ist aus Tormod ein verlässlicher Vater und Ehemann geworden. Aber in jeder Familie gibt es eine Lücke, die gefüllt werden muss. So kommt die kleine Hündin Snusken auf den Hof. Die Kinder lieben das Tier sehr, doch eines Tages verschwindet Snusken spurlos. Um seine Kinder zu trösten, mischt Tormod in seiner Werkstatt aus verschiedenen Zutaten ein Ersatzwesen aus Lehm – und fordert damit Kräfte heraus, deren Reichweite er nicht einmal erahnen kann.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2021

Mehr als schlecht

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Ich möchte sofort sagen, dass "Wir sind fünf" für mich ein echter flopp war.

Der Beginn gefiel mir gut, wir haben eine norwegische Familiengeschichte die sich aber mit komischen Handlungen und Entscheidungen ...

Ich möchte sofort sagen, dass "Wir sind fünf" für mich ein echter flopp war.

Der Beginn gefiel mir gut, wir haben eine norwegische Familiengeschichte die sich aber mit komischen Handlungen und Entscheidungen kaputt macht, wodurch mir nur noch Fragezeichen blieben.
Das Buch ist in mehreren Teilen unterteilt und hat somit kurze Kapitel, wodurch sich das Buch relativ schnell lesen lässt oder auch wieder bei Seite legen.

Die ersten ca. vierzig bis fünfzig Seiten beinhalten die Vergangenheit des Ehepaars Tormod und Siv, wo wir die Familie mit den zwei Kindern, Helene und Alaf, sowie den Zuwachs Hund Snusken besser kennenlernen, bzw. warum der Hund es in die Familie beschafft hat.
Eine richtige Handlung kam erst irgendwann im Laufe des Romans, die aber eher mehr verwirrte als die Geschichte gut erzählte, da es viele Zeit Sprünge gab, die gar nicht richtig gehandhabt wurden.

Wir Erfahren dass Ehemann und Vater Tormod gerne ein drittes Kind möchte, doch seine Frau Siv strebte sich vehement, wodurch Sie als Kindersatz einen Hund in die Familie holte, bis der Hund komischer weise auf einmal verschwand.. was ich überhaupt nicht verstanden habe, was Siv sich bei der Sache gedacht hat.
Ab und an ist Tormod nicht gerade abgeneigt zu Drogen und durch Zufall beim basteln in seiner Werkstatt erschuf er ein neues Wesen als Ersatz des Familien Hundes und macht die Familie wieder etwas glücklicher.

Die Charaktere mochte ich allesamt nicht, die sind für mich nicht strukturiert oder ausgebaut, sie haben keinen Charm, denn direkt zu Beginn war mit das Ehepaar unsympathisch, die Logik der Frau Siv habe ich überhaupt nicht verstehen können.
Beide Kinder wurden auch schlecht dargestellt, denn Tochter Helene ist das perfekte Kind und macht alles richtig, wo hingegen Sohn Alf alles falsch zu machen scheint und ich mich tatsächlich gefragt habe, wie er es in dieser Familie aushalten kann.. denn ich wäre an seiner Stelle mit Sack und Pack seit langem ausgebrochen.

Auch kommt die sehr schlechte Sprache hinzu, ich weiß nicht ob es an die Übersetzung liegt oder ob die Sprache tatsächlich so Plump ist. Wie das Buch der beste norwegische Roman sein kann, habe ich mich beim lesen mehrmals gefragt. Denn das Buch erinnerte mich eher an ein schlechtes Referat oder einem schrecklichen Schulaufsatz, aber nicht an einem Roman den ich gerne lesen mag.
Schade dass mich das Buch nicht mitreißen konnte, da ich tatsächlich viel erwartet und gehofft habe.

Veröffentlicht am 28.09.2020

Ich hatte mehr Grusel erwartet

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Tormod hat einiges hinter sich und immer an seiner Seite, seine Freundin Siv, die er dann auch heiratet. Sie bekommen zwei Kinder. Doch als der Familienhund stirbt überlegt Tormod sich was anderes um die ...

Tormod hat einiges hinter sich und immer an seiner Seite, seine Freundin Siv, die er dann auch heiratet. Sie bekommen zwei Kinder. Doch als der Familienhund stirbt überlegt Tormod sich was anderes um die Kinder zu beschäftigen. Er entwickelt einen Ton, mit dem man fast alles machen kann.

Das Cover ist okay, düster und schwarz. Soll wohl gruselig wirken, aber letztendlich passt es nicht so gut zur Geschichte.
Denn leider ist diese ganz und gar nicht gruselig. Man hätte wohl viel daraus machen können, aber irgendwie fehlte was.
Aber von Anfang an.
Tormod scheint mir eine tragische Figur zu sein, denn er rutscht am Anfang in die Drogenabhängigkeit ab und wird auch später immer mal wieder verleitet. Doch das mit dem Ton hat mich am Anfang sehr irritiert. Ich war mir nicht sicher, ob der Ton nicht einfach nur eine Metapher für was anderes war. War er nicht, es geht wirklich um lebendigen Ton. Und nein, es ist kein Golem. Das wäre vielleicht noch cool gewesen. Es ist einfach nur Ton.
Der Stil in dem der Autor erzählt war schon sehr gut, denn der Erzähler beschreibt alles so, als säße man bei einer Tasse Kaffee oder so zusammen und man lauscht einer Geschichte. Das hat mir gefallen, allerdings hat man dadurch natürlich nicht so viel wörtliche Rede, nur falls das jemandem fehlt. Ich fand es okay. 
Ich war wirklich neugierig auf diese Geschichte, weil es sich so ein bisschen nach Friedhof der Kuscheltiere anhörte, aber es entpuppte sich als was völlig anderes. Zwischendurch hätte man es wohl eher noch mit Frankenstein vergleichen können, aber auch das hält nicht stand. Denn bei Wir sind fünf fehlte mir die Spannung so gänzlich. Natürlich ist die Story irgendwie krass, was Tormod mit seinem Freund da zusammen braut und mir war auch klar, dass das nicht gut gehen könnte, aber der Gruseleffekt war leider so gut wie nicht vorhanden.
Es war schon interessant zu lesen, wie der Autor den Weg von einem einfachen Tonklumpen bis hin zu diesem lebendigen Ton beschreibt, aber leider auch nicht mehr als das. Ich hatte was anderes erwartet und war deswegen bestimmt enttäuscht.
Und dann kam das Ende. So vollkommen ohne große Erklärungen scheint die Story mittendrin abzubrechen. Okay, ich als Leserin sollte mir wohl einfach vorstellen was passieren könnte, aber mir war das etwas zu wenig. Ein bisschen mehr Hilfestellung vom Autor hätte ich mir schon gewünscht.

Mein Fazit: Von der Idee hinter dem Buch war ich begeistert und deshalb wollte ich es auch gerne lesen, aber anscheinend waren meine Vorstellungen doch anders, denn diese konnten mit dem Buch nicht mithalten und so war ich etwas enttäuscht. Mir fehlten der Grusel und die Erklärungen am Ende, das konnte auch der interessante Schreibstil des Autors nicht mehr rausreißen. Es war einfach so gar nicht mein Ding. Schade.

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