Cover-Bild Heaven
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 192
  • Ersterscheinung: 16.08.2022
  • ISBN: 9783832166465
Mieko Kawakami

Heaven

Roman
Katja Busson (Übersetzer)

Der vierzehnjährige namenlose Ich-Erzähler lebt ein einsames Leben bei seiner Stiefmutter – sein Vater fällt vor allem durch Abwesenheit auf. Von seinen Mitschülern wird er unerbittlich gequält, weil er eine Fehlstellung der Augen hat. Anstatt sich zu wehren, resigniert er und leidet stumm. Eines Tages findet er eine Nachricht in seinem Federmäppchen: »Wir gehören zur selben Sorte.« Es folgen weitere Botschaften; plötzlich ist da jemand, der ihn nach seiner Lieblingsfarbe fragt, nach seiner Leibspeise, der das Wetter kommentiert. Bald stellt sich heraus, dass die Nachrichten von seiner Klassenkameradin Kojima kommen, die selbst gemobbt wird. Die beiden Jugendlichen finden Trost in der Gesellschaft des anderen, doch ihre Freundschaft bleibt von ihren Peinigern nicht unbemerkt. Vielschichtig, fesselnd, philosophisch – mit ihrem Roman ›Heaven‹ unternimmt Mieko Kawakami eine literarische Tour de Force und erzählt von Einsamkeit und Ausgrenzung, von Gewalt und Hilflosigkeit, aber auch von Freundschaft, Hoffnung und dem Mut der Verzweifelten.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

"Beim Anblick ihrer leeren Augen, traf sie mich wie ein Schlag"

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Heaven von Mieko Kawakami ist ein kraftvoller, sprachlich präziser Roman über zwei 14‑jährige Außenseiter in Japan, die in der Schule massiv gemobbt werden und in ihrer Isolation eine ungewöhnliche Verbindung ...

Heaven von Mieko Kawakami ist ein kraftvoller, sprachlich präziser Roman über zwei 14‑jährige Außenseiter in Japan, die in der Schule massiv gemobbt werden und in ihrer Isolation eine ungewöhnliche Verbindung finden. Der namenlose Ich‑Erzähler, von seinen Mitschülern „Eyes“ genannt wegen seines Schielauges, erlebt beinahe täglich psychische und körperliche Qualen. Erst als er geheime Briefe von der ebenfalls gemobbten Mitschülerin Kojima erhält, entwickelt sich zwischen ihnen ein zartes, aber tiefes Band ‑ ein sicherer Ort im Sturm ihres schulischen Alltags. Kawakami scheut sich nicht vor einer schonungslosen Darstellung der Gewalt und des psychischen Drucks, und sie nutzt diese Intensität, um größere Fragen über Leid, Identität und Menschlichkeit anzusprechen. Gleichzeitig beleuchtet der Roman, wie Freundschaft und Sprache Raum für Perspektiven schaffen, die jenseits von Grausamkeit und Hoffnungslosigkeit liegen. Heaven hinterlässt einen bleibenden Eindruck von der Zerbrechlichkeit und Stärke jugendlicher Seelen.

Ich fand Heaven beeindruckend und sehr mitreißend. Die Figuren sind unglaublich lebendig, ihre Gedanken und Gefühle authentisch, und die Verbindung zwischen Eyes und Kojima hat mich tief berührt. Für mich ist es ein intensiver Roman, der sowohl die Härte der Realität als auch die Kraft von Freundschaft und Empathie eindrucksvoll zeigt.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Meisterwerk

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Für mich war es ein 5-Sterne Buch. Ich habe das Buch sehr interessant empfunden und es war sehr emotionaler read für mich. Allgemein war es mein erstes Buch eines Japanischen Autors.



Die Charaktere ...

Für mich war es ein 5-Sterne Buch. Ich habe das Buch sehr interessant empfunden und es war sehr emotionaler read für mich. Allgemein war es mein erstes Buch eines Japanischen Autors.



Die Charaktere (Hauptcharakter ohne Namen und die anderen) sind sehr authentisch und meiner Meinung nach der Umstände entsprochen beschrieben. Die Mobbing Situationen sind triggering aber nötig, um den Schmerz vom Erzähler und Kojima zu verdeutlichen. Die Parallelen der beiden und die Unterschiede, die je mehr man liest aufkommen, lassen einen Denken, was das Richtige ist. Die Darstellung der Gespräche zwischen Erzähler und Kojima als auch das was mit den Mobbern geredet wird lässt tief blicken. Genau diese Szenen sind daa Leben dieses Werkes.



Dieses Buch ist nicht für schwache Nerven aber es beinhaltet ein sehr wichtiges und relevantes Thema. Es bringt einen zum Nachdenken und empfinden. Ich würde es immer wieder weiter empfehlen.



Was Leute die es lesen nicht vergessen sollten, ist der Kulturelle Kontext der Geschichte. Bitte haltet dies euch vor Augen, wenn ihr es liest.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Eine stille Freundschaft im Schatten der Grausamkeit

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3, 5 Sterne

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In Heaven erzählt Mieko Kawakami die Geschichte eines 14-jährigen Jungen, der aufgrund seines Schielens zum Ziel von Mobbing wird. Der Protagonist bleibt über das gesamte ...

3, 5 Sterne

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In Heaven erzählt Mieko Kawakami die Geschichte eines 14-jährigen Jungen, der aufgrund seines Schielens zum Ziel von Mobbing wird. Der Protagonist bleibt über das gesamte Buch hinweg namenlos, womit ich mich lange schwergetan habe. Es entsteht eine leise, zerbrechliche (Brief-)Freundschaft mit Kojima, einem Mädchen, das ein ähnliches Schicksal erleidet. Beide sind Außenseiter, verbunden durch Schmerz, Einsamkeit und den Versuch, ihrer Situation irgendeinen Sinn abzuringen.


Der Einstieg fiel mir nicht leicht. Ich empfand das Buch zunächst als schleppend, der Schreibstil war nicht zu 100 % meiner und gerade die Namenslosigkeit des Protagonisten brachte für mich eher Distanz als Nähe. Was ich jedoch besonders kritisch sehe: Die Triggerwarnung hat gefehlt! Das Mobbing wird sehr klar, detailliert und schonungslos beschrieben, ebenso werden Suizidgedanken offen thematisiert.


Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) ist Heaven ein ungewöhnliches, schmerzhaftes und bewegendes Buch. Besonders das Gespräch mit einem der Täter hat mich wütend zurückgelassen. Kojimas Gedanken konnte ich nicht immer nachvollziehen; oft hatte ich Fragezeichen im Kopf. Doch auch das scheint Teil der Erzählung zu sein: Nicht alles Leid lässt sich logisch erklären oder einordnen.


Das Ende empfand ich als sehr abrupt und fast ernüchternd. Nach all der emotionalen Intensität hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, etwas mehr Raum zum Atmen und zum Verarbeiten.

Eine klare Empfehlung auszusprechen, fällt mir schwer. Heaven ist kein Buch, das man „gern“ liest. Und doch bin ich trotz aller Kritik sehr froh, es gelesen zu haben. Es bleibt im Kopf, es schmerzt, es fordert heraus.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Der Titel ist das einzig Schöne

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„Heaven“ ist einen eindringlicher Roman, der die Grausamkeit von Mobbing in all ihren Facetten sichtbar macht. Die detaillierte Darstellung von Gewalt kann allerdings verstörend sein (TW). - Ich finde ...

„Heaven“ ist einen eindringlicher Roman, der die Grausamkeit von Mobbing in all ihren Facetten sichtbar macht. Die detaillierte Darstellung von Gewalt kann allerdings verstörend sein (TW). - Ich finde jedoch auch, dass gerade diese Kompromisslosigkeit dem Werk seine Aussagekraft gibt.

Gleichzeitig gibt es einige Schwächen: Die philosophischen Dialoge über Leid und Moral wirken oft konstruiert und sind teils eher unschlüssig. Besonders Kojimas Sicht auf Schmerz und Würde nimmt stellenweise befremdliche Züge an. Insgesamt lässt der Roman die Frage offen, ob und wie man dem Mobbing entkommen entkommen kann. Meiner Meinung nach (persönliche Präferenz) hätte ein kleiner Funken Hoffnung hätte dem Ganzen gutgetan.

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