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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 23.04.2015
  • ISBN: 9783596191321
Moira Young

Dustlands - Der Herzstein

Roman
Alice Jakubeit (Übersetzer)

***SIE NENNEN MICH DEN TODESENGEL. WEIL ICH NOCH NIE EINEN KAMPF VERLOREN HABE.***

Sabas Zwillingsbruder wird von Soldaten verschleppt. Sie schwört, ihn zu finden und zu befreien. Mit dem Mut der Verzweiflung macht sie sich auf einen Weg voller Gefahren, Gewalt und Verrat. Sie kann niemandem vertrauen - auch nicht dem Mann, der ihr das Leben rettet.

Der zweite Band der epischen Endzeit-Fantasy, eine Geschichte, die dein Herz schneller schlagen lässt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2017

Dustlands – Der Herzstein ist vielleicht nicht ganz so fesselnd wie sein Vorgänger, kommt diesem aber sehr nahe und ist damit immer noch wesentlich besser als vergleichbare Mittelbände.

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Dustlands – Der Herzstein ist eine sehr gelungene Fortsetzung, die sich in vielerlei Hinsicht stark von ihrem Vorgänger unterscheidet. Die meiste Zeit über weiß man nämlich nicht, wo die Reise hinführen ...

Dustlands – Der Herzstein ist eine sehr gelungene Fortsetzung, die sich in vielerlei Hinsicht stark von ihrem Vorgänger unterscheidet. Die meiste Zeit über weiß man nämlich nicht, wo die Reise hinführen wird, was vielleicht gerade ihren besonderen Reiz ausmacht.
Positiv zu erwähnen ist zunächst, dass der zweite Teil sich im Deutschen nun wesentlich angenehmer und leichter lesen lässt als der Trilogieauftakt. Der Schreibstil ist zwar weiterhin sehr umgangssprachlich, beispielsweise werden häufig die Endungen der Verben verschluckt, im Gegensatz zum Original hat man sich bei der Übersetzung allerdings dazu entschieden die wörtliche Rede nun stets in Anführungszeichen zu setzen, sodass man diese gleich erkennt.

Die ersten hundert Seiten sind noch nicht sehr ereignisreich, aber dennoch interessant und schaffen es durchaus zu fesseln. Zum Einen wegen der Spannungen innerhalb der kleinen Gruppe, vor allem zwischen den Zwillingen Saba und Lugh, zum Anderen, weil Saba, aus deren Perspektive die Handlung hauptsächlich wieder geschildert wird, sich zunehmend eigenartig verhält. Sie hat den Tod von Epona scheinbar nicht überwunden, insbesondere da sie selbst sie getötet hat, und hat große Sehnsucht nach Jack.

Auf Grund seiner dauerhaften Anwesenheit spielt Lugh jetzt eine größere Rolle als im Vorgänger, doch dass man ihn zuvor kaum kennen gelernt hat, bereut man schon nach kurzer Zeit nicht im Geringsten, denn er legt absolut kein liebenswertes, sondern ausschließlich verachtenswertes Benehmen an den Tag. Obwohl er nicht darüber spricht, ist es klar, dass er während der Entführung viel durchgemacht hat, das entschuldigt sein unfaires Verhalten gerade Saba gegenüber aber nicht. Sie hat mindestens ebenso viel durchlitten wie er und ihr Leben riskiert um ihren Bruder zu retten, der nun nichts besseres zu tun hat als ihr vorzuwerfen, dass es nicht schnell genug ging. Er ist reizbar, aggressiv und wird schnell wütend, manchmal aus heiterem Himmel. Selbst Emmi und Tommo gegenüber ist er oft fies und letzterer ist ihm später anscheinend sogar völlig gleichgültig. Er ist kein bisschen dankbar, redet ständig schlecht über Jack und behauptet sogar vehement, dass dieser Saba sowieso nie geliebt hätte und garantiert nirgendwo auf sie wartet.

Vielleicht ist er eifersüchtig, da er nun nicht mehr der einzige und vor allem wichtigste Mann in Sabas und Emmis Leben ist, vielleicht will er sie tatsächlich nur vor einer seiner Meinung nach drohenden Enttäuschung bewahren. Man kennt seine Gedanken oder Gefühle nicht und kann daher nur Mutmaßungen anstellen. Es ist jedoch nicht zu übersehen, dass seine Äußerungen Saba stattdessen nur verletzten, was keineswegs gerechtfertigt ist. Er gibt Saba die Schuld an allem Schlechten, das passiert, dabei ist er selbst es gewesen, der sich unbedingt einmischen musste, wohingegen sie wenigstens versucht hat ihn und Emmi aus ihrer Suche nach Jack herauszuhalten. Als Leser verabscheut man ihn für diese unberechtigten Vorwürfe so sehr, dass man sich schon fast wünscht Saba hätte ihn nie gerettet oder ihn zumindest nicht mehr rechtzeitig gefunden.

Saba ist dagegen eine sehr sympathische Heldin und man fühlt mit ihr mit, auch wenn man ihre Handlungen vielleicht nicht immer vollkommen nachvollziehen kann. Man leidet mit ihr, weil Lugh so ungerecht zu ihr ist; weil der Verlust von Epona sowie all die anderen Opfer sie stark belasten; als sie doch beginnt an Jack zu zweifeln; und freut sich schließlich mit ihr als sie wieder zu sich sowie ihrer alten Stärke findet und wieder lebendiger wird. Viele ihrer merkwürdigen Träume stellen sich letztlich als Visionen heraus, die sich später erfüllen, worauf im dritten Band möglicherweise etwas näher eingegangen wird. Saba ist offenbar ein gewisses Schicksal vorher bestimmt, über das man leider noch nicht allzu viel erfährt, und sie muss sich entscheiden, ob sie es annehmen will.

Jack vermisst man die meiste Zeit über sehr, denn er taucht dieses Mal leider ausgesprochen selten auf und hat nur wenige, kurze Auftritte. Die Szene aus seiner Perspektive zu Beginn des Buches tröstet einen nur minimal darüber hinweg, sie endet nämlich so spannend, dass man am liebsten sofort wissen würde, was danach geschah. Im Gegensatz zu anderen Charakteren zweifelt man als Leser zudem erst an ihm als Saba das ebenfalls nicht mehr verhindern kann. So richtig kann man sich jedoch trotzdem nicht vorstellen, dass ausgerechnet er zu den Tonton übergelaufen sein soll.

Ab einem gewissen Punkt nimmt die Spannung kontinuierlich zu, sodass man permanent weiterlesen möchte, und Moira Young gelingt es mit absolut unerwarteten Wendungen zu überraschen. Insbesondere die Beziehung zwischen Saba und DeMalo macht einen geradezu sprachlos. Durch seine Verhaltungsweise ihr gegenüber fällt es schwer ihn als Feind zu betrachten, bis man wieder daran erinnert wird, was er und seine Tonton anderen, schwächeren Menschen antun. Er ist schwer zu durchschauen und gibt einem Rätsel auf, deren Lösung man im nächsten Band nur zu gern erhalten möchte, z.B. warum Sabas Herzstein sowohl auf Jack als auch auf ihn reagiert.

Zum Schluss liefert die Autorin erneut einen mitreißenden Showdown ab, der mit einigen traurigen Verlusten verbunden ist und viele Fragen offen lässt, die hoffentlich im dritten Band beantwortet werden. Früher oder später muss Saba entscheiden, was sie tun bzw. welchen Weg sie gehen will.
Das Ende macht das Warten zwar nicht unerträglich, gleichwohl würde man das Finale gern gleich im Anschluss lesen. Insbesondere die letzte Seite aus der Sicht einer anderen, unbekannten Person, für die allerdings nur zwei Charaktere wirklich in Frage kommen, weckt noch einmal zusätzlich die Neugier des Lesers, da sie so bedrohlich klingt.

FAZIT
Dustlands – Der Herzstein ist vielleicht nicht ganz so fesselnd wie sein Vorgänger, kommt diesem aber sehr nahe und ist damit immer noch wesentlich besser als vergleichbare Mittelbände. Es ist zweifellos viel Potenzial für den Abschluss der Reihe vorhanden und es verspricht sehr interessant zu werden. Es bleibt also nur zu hoffen, dass der nächste Teil nicht wieder zwei Jahre auf sich warten lässt!

Veröffentlicht am 27.10.2016

Schächer als Teil 1

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Spoilergefahr! (Lässt sich leider nicht vermeiden, also wer nichts wichtiges erfahren will sollte es lieber nicht lesen. Tipp: Ich spoiler erst ab dem extra abgetrennten Abschnitt bzw. auch da versuche ...

Spoilergefahr! (Lässt sich leider nicht vermeiden, also wer nichts wichtiges erfahren will sollte es lieber nicht lesen. Tipp: Ich spoiler erst ab dem extra abgetrennten Abschnitt bzw. auch da versuche ich es zu vermeiden.)

Je länger ich über das Buch nachdenke, desto mehr bin ich eigentlich enttäuscht. Ich fand den ersten Teil definitiv besser. Was mir sofort auffiel und ich sehr schade fand, war, dass die außergewöhnliche Sprache, die die Autorin genutzt hatte, im zweiten Band nicht mehr so stark ist. Der erste Band hat sich sehr durch diese Sprache ausgezeichnet, besonders durch die indirekte Rede. Diese fällt in diesem Band vollkommen weg. Es wird wie in „normalen“ Büchern direkte Rede verwendet. Die restliche Schreibart der Autorin ist zwar so besonders wie in ersten Buch, fällt aber nicht mehr so auf.
Inhaltlich bin ich zwiegespalten. Zu Beginn wird Saba aufgrund der voran gegangenen Ereignisse ein bisschen verrückt. Das ist so gut geschrieben, dass ich teilweise echt mit verrückt wurde und nicht wusste was wahr war und was nicht. Als sie sich endlich aufmacht Jack zu suchen ging es richtig los und es war echt spannend und ich las es sehr gerne.

Doch dann zum Ende hin wurde ich zunehmend unzufriedener. Ich liebe Jack und finde ihn echt toll, weswegen ich auch traurig war, dass er quasi gar nicht vorkam. Aber ich bin der Meinung (und das hätte ich nie gedacht), dass Saba besser zu De Malo passt. Die harmonieren irgendwie und scheinen füreinander bestimmt. Jack und Saba kommen einfach nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Ständig wendet sich der eine von dem anderen ab und sie schaffen es einfach nicht zusammen zu sein. Was ich ein bisschen nervig finde. Zudem lässt es all die Mühen der beiden als sinnlos erscheinen. Das war auch so ein Punkt am Ende. Ich hatte das Gefühl es war alles umsonst. Sie waren nicht viel weiter als vorher. Kurz gesagt: Ich blieb unzufrieden zurück.

Ich bin sehr gespannt auf den letzten Teil. Ich denke in dem wird es sich entscheiden, ob und wie sinnvoll das alles war.
Was mir auch aufgefallen ist, ist dass es sehr viele negative Charaktere in dem Buch gibt. Lugh ist der Gipfel dieses negativen Berges und auch einige anderen sind oft am meckern oder böse oder immer negativ eingestellt. Das wurde mir gegen Mitte des Buches das Erste mal bewusst. Ich weiß nicht, ob ich da die einzige bin.

Veröffentlicht am 06.10.2020

Anfang top, Ende flop - Die Enttäuschung meines Lesejahres

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Dies ist der zweite Teil einer Reihe. Es ist zum empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Nachdem Saba mit ihren Freunden den ersten Kampf gegen die Tonton gewonnen hat ist sie zusammen ...

Dies ist der zweite Teil einer Reihe. Es ist zum empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Nachdem Saba mit ihren Freunden den ersten Kampf gegen die Tonton gewonnen hat ist sie zusammen mit Lugh, Tommo und Emmi auf dem Weg an das große Wasser um ein besseres Leben zu beginnen. Als sie auf diesem Weg unerwartete Nachrichten erhalten ändert dies für Saba alles und sie ändert ihre Pläne. Jack ist währenddessen unterwegs zum The Lost Cause um dort schlechte Nachrichten zu überbringen. Danach will er schnellstmöglich zurück zu Saba. Doch auch bei ihm läuft nicht alles nach Plan.

Mir fällt es tatsächlich sehr schwer für dieses Buch eine Rezension zu schreiben. Denn eigentlich müsste ich zwei Meinungen schreiben. Dieses Buch lag über sieben Jahre auf meinem Stapel ungelesener Bücher, obwohl mir der erste Band nicht wirklich schlecht gefallen hat. Als ich mich nun endlich dazu entschlossen habe dieses Buch anzulesen war ich total schnell in der Geschichte und habe diese auch sehr genossen. Ich mochte die Charakter (abgesehen von Lugh, der meckert mir zu viel) und auch die Handlung. Von der Welt war ich auch im ersten Teil schon ein Fan. So ginge es mir bis ca. Seite 350. Dann hat die Autorin einen Szene eingebaut, die für mich diese Geschichte so zerstört hat, dass ich auch jetzt nach dem Beenden des Buches noch nicht über diese Aktion hinweg bin. Ich konnte in dieser Situation absolut nicht nachvollziehen was passiert und warum die betreffende Person so handelt. Es ist für mich auch gar nicht mal ein Meinungs- oder Ansichtsproblem, sondern eher ein grundsätzliches Problem. Denn es macht in meine Augen absolut keine Sinn und zerstört die ganze Geschichte. Und das macht mich wirklich traurig und fassungslos. In meinen Augen hätte die Autorin auf den letzten 150 Seiten dieses Buches die Geschichte wunderbar zu Ende erzählen können. Stattdessen wirkt es so, als ob die Autorin an den Haaren noch Material für einen dritten Teil herbei ziehen wollte. Und dieser geschaffene Aufhänger ist in meinen Augen einfach komplett abwegig.

Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich diesem Buch einen oder zwei Sterne geben. Ich habe mich nun für zwei Sterne entschieden, da mir die ersten 350 Seiten einfach fantastisch gefallen haben und dieses Buch eigentlich auf dem Weg zu einem Jahreshighlight war. Umso größter ist nun aber auch meine Enttäuschung. Daher werde ich definitiv Band 3 der Reihe nicht mehr lesen. Leider kann ich diese Reihe trotz der tollen Welt und des interessanten Schreibstils nicht weiterempfehlen

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