Cover-Bild "Mama sagt, dass selbst die Vögel nicht mehr singen"
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blessing
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 05.03.2018
  • ISBN: 9783896676221
Myriam Rawick

"Mama sagt, dass selbst die Vögel nicht mehr singen"

Mein Tagebuch - Aleppo 2011–2017
Pauline Kurbasik (Übersetzer)

Myriam ist knapp sieben Jahre, lebt mit ihren Eltern in Aleppo, liebt das Gewimmel auf dem Basar und die Gerüche des Jabel-Saydé-Viertels, wo sie und andere armenische Christen wohnen. Als im September 2011 die Unruhen ausbrechen, rät die Mutter ihr, ein Tagebuch zu führen, um den Schrecken zu bannen. Erschüttert hält Myriam fest, wie ihre Welt in Terror und Angst zusammenbricht, sie von einem Viertel ins nächste ziehen müssen, Cousins sterben oder entführt werden. Nur selten kann sie dem Terror ringsum ein kurzes kindliches Glück abtrotzen. Doch sie und ihre Familie halten unverbrüchlich zusammen und überleben mit Glück und Geschick das unfassbare Leid.

Am 15. Dezember 2016 kam der französische Journalist Philippe Lobjois nach Aleppo, lernte Myriam und ihre Familie kennen und erfuhr von ihrem Tagebuch. Später half er ihr, es aus dem Arabischen ins Französische zu übertragen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2018

Eine mitreißende Geschichte!

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Und dann passiert es. In Aleppo brechen Unruhen aus und Myriam ist sieben Jahre alt, sodass sie das zunächst gar nicht versteht. Wieso entsteht dieser Terror und diese Angst in ihrer Stadt? Wieso müssen ...

Und dann passiert es. In Aleppo brechen Unruhen aus und Myriam ist sieben Jahre alt, sodass sie das zunächst gar nicht versteht. Wieso entsteht dieser Terror und diese Angst in ihrer Stadt? Wieso müssen so viele Menschen von einem Viertel zum nächsten fliehen?
Sie hält alles von 2011 bis 2017 fest und man erlebt mit, wie der IS alles auseinanderreißt.

Dieses Buch ist wirklich… unfassbar. Während man die ersten paar Seiten liest, denkt man sich noch: Joa, das könnte ein gutes Buch sein. Am Ende sitzt man da und ist nur noch beeindruckt von Myriam und allen, die diese Situation durchstehen mussten.
Myriam beschreibt nicht so ausführlich, was passiert, aber man kann es sich trotzdem bildlich vorstellen, wie die Terroristen die Stadt einnehmen wollen. Wie alles zerbombt wird und Myriams Familie alles verliert.
Ich kann das Buch jedem empfehlen. Es ist wirklich interessant, wie Myriam den Verlauf beschreibt und vor allem ihr Nachwort hat mich sprachlos gemacht.

Veröffentlicht am 16.05.2018

Erschütternder Bericht aus dem Kriegsgebiet durch die Augen eines Kindes

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Myriam lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester in Aleppo. Die ersten Jahre ihres Lebens sind friedlich. Der Vater hat einen kleinen Kiosk, die Mutter arbeitet bei der christlichen Organisation ...

Myriam lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester in Aleppo. Die ersten Jahre ihres Lebens sind friedlich. Der Vater hat einen kleinen Kiosk, die Mutter arbeitet bei der christlichen Organisation "Maristes bleues", Myriam geht gerne in die Schule. Doch dann beginnen die Unruhen. Es wird immer gefährlicher, auf die Straße zu gehen, und irgendwann fangen die Bombenangriffe an und die Familie Rawick befindet sich mitten im Krieg.

Myriams Leben in Aleppo war wirklich schön, so wie sie es schildert. So kenne ich es auch aus anderen Biographien syrischer Kinder, die ich gelesen habe ("Nujeen - Flucht in die Freiheit" und "Ich bin das Mädchen aus Aleppo"). Es ist traurig, dass man sich das nicht so richtig vorstellen kann, da die meisten von uns dieses Land nur im Zusammenhang mit Krieg und Zerstörung kennen. Aber es ist wichtig, dass auch von dem Leben davor erzählt wird, damit der Leser ein anderes Syrien kennenlernen kann und versteht, was die Menschen durch den Krieg alles verloren haben.

Die einzelnen Einträge sind meist sehr kurz gehalten und bestehen nur aus wenigen Sätzen. Anfänglich noch fröhlich, werden sie von Seite zu Seite bedrückender. Erst scheint alles ganz weit weg, kommt immer näher und dann ist es Alltag, dass Tag und Nacht die Bomben fallen und man auf dem Weg von der Schule rennen muss, um nicht von einer Kugel getroffen zu werden. Mehrmals muss die Familie umziehen, da ihr Zuhause nicht mehr sicher ist oder zerstört wurde.

Myriam und ihre Familie sind gläubige Christen, die sich auch durch ihre Mitarbeit bei den "Maristes bleus" aktiv einbringen. Doch die meiste Zeit hat ihr Glaube keinen Einfluss auf das Miteinander in Aleppo, sie haben ganz normal Kontakt zu Muslimen, und vor dem Einzug des IS schien die Familie keine Probleme gehabt zu haben mit der muslimischen Bevölkerung. Auch im Krieg spielt die Religion der Familie eher eine untergeordnete Rolle, man hilft sich gegenseitig und leidet zusammen, gleich welcher Religion man angehört.

Die Sprache ist kindgerecht, wenngleich ich denke, dass die Einträge nicht der Ausdrucksfähigkeit eines Kindes im damaligen Alter der Autorin entsprechen. Das Tagebuch beginnt im April 2011, zu diesem Zeitpunkt ist Myriam sieben Jahre alt. Auch wenn die Einträge einfach gehalten sind, erscheinen mir manche Ausdrücke und Beobachtungen zu scharfsinnig für ein Kind solchen Alters. Das stört mich aber nicht, und selbst wenn Myriam hier die Hilfe eines Erwachsenen hatte, sind die Schilderungen dennoch authentisch.

Myriam und ihre Familie sind nicht aus Syrien geflohen, sondern leben noch in Aleppo. Ich habe leider nicht viel über sie in Erfahrung bringen können, und auch im Buch erfährt man nicht, wie es ihr heute ergeht. Das fand ich sehr schade. Man kann nur hoffen, dass sie und ihre Familie dort sicher sind.

"Mama sagt, dass selbst die Vögel nicht mehr singen" ist ein erschütternder Tatsachenbericht aus der Sicht eines unschuldigen Kindes, der eindrücklich den Alltag der syrischen Bevölkerung inmitten des Krieges schildert.

Veröffentlicht am 01.04.2018

Erinnerungen an eine Kindheit, die keine war

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Gebundene Ausgabe: 175 Seiten
Verlag: Karl Blessing Verlag (5. März 2018)
ISBN-13: 978-3896676221
Originaltitel: Le journal de Myriam
Preis: 15,00€
auch als E-Book erhältlich

Erinnerungen an eine Kindheit, ...

Gebundene Ausgabe: 175 Seiten
Verlag: Karl Blessing Verlag (5. März 2018)
ISBN-13: 978-3896676221
Originaltitel: Le journal de Myriam
Preis: 15,00€
auch als E-Book erhältlich

Erinnerungen an eine Kindheit, die keine war

Myriam war sechs Jahre alt, als 2011 die Demonstrationen gegen den syrischen Präsidenten Baschar al Assad in Aleppo begannen. Kurze Zeit später fielen die ersten Schüsse - Syrien befand sich in einem grausamen Bürgerkrieg, den ganz besonders die Bewohner der wichtigen Wirtschaftsmetropole Aleppo zu spüren bekamen. Besonders der Osten der Stadt glich bald Geisterruinen.

Auf Anraten ihrer Mutter begann Myriam Tagebuch zu schreiben, um die Ereignisse zu verarbeiten. Das hieraus resultierende Buch wurde zusammen mit dem französischen Journalisten Philippe Lobjois erarbeitet, der Ende 2016 nach Syrien kam.

Die Entwicklung des Krieges ist anhand dieses Tagebuchs sehr gut abzulesen. Anfangs überwiegen ganz normale Einträge, in denen Myriam ihr Leben mit der Familie und mit ihren Freunden schildert, Besuche auf dem Markt, Familienfeiern, Beschreibungen ihres Viertels - ein glückliches, unbeschwertes Leben. Nach und nach mischen sich Schüsse in den Alltag. Verwandte werden entführt oder sterben, Nachbarn fliehen. Aber immer noch spielen die Familie und die Schule eine wichtige Rolle. Schließlich findet man in den Tagebucheinträgen fast nur noch schlimme Ereignisse. Nach Spielen, Lachen und Feiern ist niemandem mehr zumute. Es geht darum, wann wohl der Strom wieder kommt oder wann man wieder Wasser haben wird. Ob etwas zu essen auf den Tisch kommt, ob man ein weiteres Mal umziehen muss, um den Kämpfen zu entgehen. Und ob man seine Lieben am Abend wiedersehen wird, wenn man sich am Morgen trennt. Die Angst vor Verlust und vor dem Tod ist allgegenwärtig .

Die einzelnen Abschnitte sind recht kurz, selten mehr als eine Seite, oft nur wenige Zeilen. Die Sprache ist sehr einfach, eben einem Kind entsprechend. So wirkt das Buch sehr authentisch, ist aber natürlich kein literarisches Meisterwerk. Trotzdem gebe ich in diesem Fall gerne 5 Sterne, weil ich das Buch für sehr lesenswert halte und mir wünsche, dass viele Menschen es lesen und daraus lernen.

Veröffentlicht am 21.02.2022

Herzergreifend

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Myriam ist knapp sieben Jahre, lebt mit ihren Eltern in Aleppo, liebt das Gewimmel auf dem Basar und die Gerüche des Jabel-Saydé-Viertels, wo sie und andere armenische Christen wohnen. Als im September ...

Myriam ist knapp sieben Jahre, lebt mit ihren Eltern in Aleppo, liebt das Gewimmel auf dem Basar und die Gerüche des Jabel-Saydé-Viertels, wo sie und andere armenische Christen wohnen. Als im September 2011 die Unruhen ausbrechen, rät die Mutter ihr, ein Tagebuch zu führen, um den Schrecken zu bannen. Erschüttert hält Myriam fest, wie ihre Welt in Terror und Angst zusammenbricht, sie von einem Viertel ins nächste ziehen müssen, Cousins sterben oder entführt werden. Nur selten kann sie dem Terror ringsum ein kurzes kindliches Glück abtrotzen. Doch sie und ihre Familie halten unverbrüchlich zusammen und überleben mit Glück und Geschick das unfassbare Leid. (Klappentext)

Dieses Buch hat mich beinahe zum Weinen gebracht. In den letzten Monaten ist Syrien größtenteils aus der Presse verschwunden, aber davor war es sehr präsent und ich hatte durch Yusra Mardinis Autobiographie schon einiges über den Bürgerkrieg dort gelernt, aber das ganze aus den Augen eines kleinen Mädchens, das einfach nur zur Schule gehen und draußen spielen möchte, zu lesen, war dann doch noch eine Stufe emotionaler. Und obwohl Myriam zu den Anfängen des Tagebuchs erst sieben Jahre alt ist, ist der Schreibstil der einzelnen Einträge herausragend. Zwischen all die Alltagssorgen, die so ein Kind hat, überall auf der Welt, mischen sich Kriegserlebnisse, die kein Kind erleben sollte und die im Laufe der Jahre mehr werden.

Dieses Tagebuch ist wirklich unfassbar lesenswert. Myriam schreibt über den Krieg und was der ihr alles nimmt, aber auch wie er Nachbarn und Familien dazu bringt, zusammenzuhalten und was Syrien außer den Kriegsberichten, die wir sonst immer mitbekommen, zu bieten hat.

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Veröffentlicht am 05.10.2018

Mama sagt, dass selbst die Vögel nicht mehr singen

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Mama sagt, dass selbst die Vögel nicht mehr singen



Autor(in): Myriam Rawick

Seitenzahl: 175

Preis: 15€

Verlag: Blessing

ISBN: 978-3-89667-622-1



Vielen Dank an das Bloggerportal, das mir dieses ...

Mama sagt, dass selbst die Vögel nicht mehr singen



Autor(in): Myriam Rawick

Seitenzahl: 175

Preis: 15€

Verlag: Blessing

ISBN: 978-3-89667-622-1



Vielen Dank an das Bloggerportal, das mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!



Inhalt:

Myriam ist knapp sieben Jahre, lebt mit ihren Eltern in Aleppo, liebt das Gewimmel auf dem Basar und die Gerüche des Jabel-Saydé-Viertels, wo sie und andere armenische Christen wohnen. Als im September 2011 die Unruhen ausbrechen, rät die Mutter ihr, ein Tagebuch zu führen, um den Schrecken zu bannen. Erschüttert hält Myriam fest, wie ihre Welt in Terror und Angst zusammenbricht, sie von einem Viertel ins nächste ziehen müssen, Cousins sterben oder entführt werden. Nur selten kann sie dem Terror ringsum ein kurzes kindliches Glück abtrotzen. Doch sie und ihre Familie halten unverbrüchlich zusammen und überleben mit Glück und Geschick das unfassbare Leid.



Meine Buchrezension:

Eine Freundin von mir, hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Mich hat der Klappentext sofort angesprochen und ich habe mich sehr darauf gefreut es zu lesen!

Ich finde es schwierig sich vorzustellen, im Krieg zu leben, wie Myriam damals. Ihre Tagebucheinträge sind manchmal kürzer und manchmal etwas länger geschrieben. Ihr Schreibstil ist erstaunlich gut für eine 7-15 Jährige.

Myriam schildert ihre Erlebnisse im Krieg, ihre Angst um ihre Familie und ihre Gefühle genau. Schön ist es, dass sie auch von ihrer kleinen Schwester erzählt. Das Buch ist ein relativ trauriges Buch. Wir alle können froh sein, dass es hier bei uns keinen Krieg gibt und wir vor nichts fliehen müssen! Es gibt wichtigeres im Leben, als z. B. seine Noten in der Schule. Gesundheit und, dass wir in Frieden leben können. Nicht so wie viele andere Kinder (und natürlich auch Erwachsene) auf der Welt!



Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sternen.