Cover-Bild Das Lied des Dionysos
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 16.08.2025
  • ISBN: 9783608966848
Natasha Pulley

Das Lied des Dionysos

Michael Pfingstl (Übersetzer)

»Natasha Pulleys phantastischer wilder Dionysos wird Sie völlig in seinen Bann ziehen!« Luna McNamara

Der junge Krieger Phaidros rettet in Theben ein ausgesetztes Baby, von dem eine ganz eigenartige Faszination ausgeht, vor dem sicheren Tod und bringt es zum Tempel der Artemis, in dem verwaiste Kinder aufgezogen werden. Wer kann schon ahnen, dass mit dem kleinen Jungen unvergleichliches Unheil über ganz Theben, ja über der ganzen Welt aufzieht. 

Was hat es mit dem Findlingskind auf sich? Ist es ein Bastard oder vielleicht gar von Zeus gezeugt? Jahre später, Troja ist gefallen und die Soldaten um Phaidros rüsten die Schiffe zur Heimfahrt. Da begegnen sie auf einer Insel einem seltsam schönen Jüngling und nehmen ihn gefangen. Ihm droht nun das Los als, Sklave verkauft zu werden, – was für ein Frevel! Das Kentern des Schiffs ist erst der Beginn einer verheerenden Rache, des gedemütigten Dionysos. Über Theben breitet sich eine nie dagewesene Dürre aus. Aber noch schlimmer: Eine seltsame Macht ergreift Gemüt und Verstand der Menschen, der Wahnsinn geht um. Und doch hängt das Herz von Phaidros an dem Gott, der ihm in vielerlei Gestalt begegnet. Natasha Pulley erzählt so spannend und lebendig von der Antike, als wäre es es gestern gewesen.

»Ein schillerndes Labyrinth von einem Buch, das einen nicht loslässt. Pulleys phantastischer wilder Dionysos die Leserinnen völlig in seinen Bann ziehen, und Phaidros sprühender Geist und Humor schlägt einen auf jeder Seite. Eine überwältigende Hommage an den Gott des göttlichen Wahnsinns.« – Luna McNamara, Autorin von PSYCHE AND EROS

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2025

Eine spannende Mischung aus Mythos und Fantasy

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Eine spannende Mischung aus Mythos und Fantasy

Die griechische Mythologie wird gern als Grundlage für Bücher, vor allem für Fantasyromane genutzt. So auch hier. Dionysos ist der ausgewählte Charakter.

Doch ...

Eine spannende Mischung aus Mythos und Fantasy

Die griechische Mythologie wird gern als Grundlage für Bücher, vor allem für Fantasyromane genutzt. So auch hier. Dionysos ist der ausgewählte Charakter.

Doch wer ist er? Dionysos ist in der griechischen Mythologie der Gott des Weines, des Rausches, des Festes und der Fruchtbarkeit. Er steht für Lebensfreude, aber auch für Ekstase und Maßlosigkeit. Seine Feste waren wild und ausgelassen, oft mit Tanz, Musik und Trunkenheit verbunden. Gleichzeitig gilt er als Gott der Verwandlung, der zwischen Ordnung und Chaos, Freude und Wahnsinn vermittelt.

Und um was geht es im Buch? Der junge Krieger Phaidros rettet in Theben ein geheimnisvolles Findelkind, das später als Dionysos enttarnt wird. Nach dem Fall Trojas begegnet Phaidros ihm erneut in Gestalt eines schönen Jünglings, was eine Kette von Rache und Unheil auslöst. Theben wird von Dürre, Wahnsinn und Zerstörung heimgesucht. Trotz allem bleibt Phaidros dem Gott in Liebe und Faszination verbunden.

Wir begleiten also hauptsächlich Phaidros und sein Leben. Und das auf eine wirklich tolle und spannende Art und Weise. Ich mochte ihn sehr und hätte ihn tatsächlich auch gern noch länger verfolgt. Die Autorin schafft es, einen Mythos so zu beschreiben und eine Geschichte darum aufzubauen, dass man fast das Gefühl haben könnte, es ist so passiert. Das es keine Fiktion, sondern eine echte Begebenheit ist.
Ihr Schreibstil ist detailliert, faszinierend und lässt einen das Buch kaum aus der Hand legen. Man muss sich allerdings ganz auf das Buch einlassen und sich nicht ablenken lassen. Es kommen viele Personen, Handlungen und Schauplätze vor. Da muss man am Ball bleiben, um nichts zu verpassen.

Das wäre dann auch mein einziger kleiner Kritikpunkt - ein Verzeichnis über all die Namen wäre toll gewesen.

ISBN: 978-3608966848
Autorin: Natasha Pulley
Verlag: Hobbitpresse
Veröffentlicht. 16.08.25
Umfang: 544 Seiten

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Gutes Buch

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Das Cover gefällt mir mal wieder sehr gut. Die goldenen Elemente kommen gut rüber und passen natürlich auch zum Buch. Allgemein mag ich den Stil gerne.

Auch der Schreibstil von Natasha Pulley hat mir ...

Das Cover gefällt mir mal wieder sehr gut. Die goldenen Elemente kommen gut rüber und passen natürlich auch zum Buch. Allgemein mag ich den Stil gerne.

Auch der Schreibstil von Natasha Pulley hat mir Mal wieder sehr gut gefallen, denn er ist sehr detailliert, eher ruhig, voller Details und lässt sich dabei gut lesen und ist flüssig. Ich bin gut und schnell in die Geschichte gekommen und auch wenn das Buch eher ruhig gehalten ist, wollte ich immer wissen, wie es weitergeht. Die Unterhaltungen mag ich wahrscheinlich am liebsten. Nebenbei passiert aber auch noch genug. Das Setting fand ich natürlich großartig.

Die Charaktere kennt man wahrscheinlich aus den Mythen und Sagen und hier bekommen sie noch mal eine etwas andere und eigene Geschichte. Ich habe die Charaktere echt gerne begleitet. Sie waren, in nennen Augen, gut ausgearbeitet und hatten genug Tiefe. Die Anziehung ist da und doch passieren viele Dinge eher nebenbei und nicht ganz offensichtlich. Das kennt man schon aus den anderen Büchern der Autorin. Ich mag das so sehr gerne.

Insgesamt also ein wirklich gelungenes und unterhaltsames Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Die Charaktere haben mir wieder mal gut gefallen und auch in diesem Buch lag der Fokus eben auf den Charakteren. Klar, es passiert wirklich viel drum herum und doch ist der Fokus eher auf den Charakteren. Das Setting mag ich persönlich sehr. Wem die anderen Bücher der Autorin gefallen haben, dem wird dieses Buch wieder gefallen. Mal sehr, was sie sich noch so ausdenken wird und ob alle Bücher von ihr auf deutsch übersetzt werden.

Veröffentlicht am 20.10.2025

Interessante Geschichte

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Rezension: (kann Spoiler enthalten)

Da griechische Mythologie total meins ist, hatte ich das Buch schon im Auge und dann war es passenderweise in der Bib verfügbar.
Ich mochte die Idee total und der Einstieg ...

Rezension: (kann Spoiler enthalten)

Da griechische Mythologie total meins ist, hatte ich das Buch schon im Auge und dann war es passenderweise in der Bib verfügbar.
Ich mochte die Idee total und der Einstieg war auch super interessant, trotzdem ist er mir schwer gefallen. Zum einen, weil die ganze Situation im Buch eher bedrückend ist und man sich daran erstmal gewöhnen muss, aber auch weil ich mit dem Schreibstil zuerst nicht so ganz klar kam. Aber Stück für Stück wurde es besser und dann hat es mir doch echt gut gefallen.
Teilweise wirkt alles etwas wirr und bedrückend, aber es wird eben auch die Frage thematisiert, wieviel alltäglicher "Wahnsinn" ein Mensch braucht und ob es nicht heilsam sein kann, manchmal ein wenig auszuflippen. Das fand ich ganz spannend.
Besonders das Ende fand ich dann schön, es hat Phaidros und Dionysos einen gelungenen und runden Abschluss beschehrt, auch mit ihrer Vergangenheit. Und es kam doch noch zu einem ziemlich interessanten Twist, der zum Ende hin die Story noch echt gut gemacht hat.

4 Sterne

Veröffentlicht am 29.09.2025

Zwischen Heldenmut und göttlicher Laune

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Mythen haben ja so einen ganz speziellen Trick drauf: Sie packen dich, lassen dich taumeln und bevor du dich versiehst, sitzt du mitten in einem Strudel aus Blut, Wahnsinn und göttlicher Eitelkeit. Genau ...

Mythen haben ja so einen ganz speziellen Trick drauf: Sie packen dich, lassen dich taumeln und bevor du dich versiehst, sitzt du mitten in einem Strudel aus Blut, Wahnsinn und göttlicher Eitelkeit. Genau das liefert Natasha Pulley mit ihrem „Lied des Dionysos“. Wer denkt, hier gibt’s nur verstaubte Helden in Sandalen, liegt daneben – das Ganze ist eine wilde Mischung aus antiker Tragödie, Fantasy-Feuerwerk und einem Schuss Humor, der überraschend modern daherkommt.

Phaidros ist so eine Figur, die man gleichzeitig anfeuern und kopfschüttelnd betrachten will. Loyal bis zur Selbstaufgabe, mit einem Herzen, das sich ausgerechnet an Dionysos hängt – diesen launischen, blendend schönen Gott, der zwischen verführerisch und zerstörerisch im Sekundentakt wechselt. Da kracht es ordentlich, und zwar nicht nur auf dem Schlachtfeld. Pulley schafft es, den Wahnsinn des Dionysos so lebendig zu machen, dass man fast selbst anfängt, Stimmen zu hören.

Die Stärke des Buches liegt in der Bildgewalt. Szenen, in denen ganze Städte von Trockenheit und Wahnsinn zerfressen werden, haben echtes Kinoformat. Gleichzeitig gibt es intime Momente, in denen Phaidros’ Humor durchscheint und man sich dabei ertappt, zu grinsen, obwohl gerade alles den Bach runtergeht. Genau diese Kontraste machen die Geschichte spannend.

Aber – und deswegen auch vier Sterne – manchmal verliert Pulley die Zügel. Da ufert der Text aus, Dialoge drehen sich im Kreis, und man hat das Gefühl, Dionysos habe nicht nur die Figuren, sondern auch die Autorin kurzzeitig in den Wahnsinn getrieben. Kürzer wäre hier tatsächlich mehr gewesen. Trotzdem: Wer antike Stoffe in neuem, verrücktem Gewand liebt, kriegt hier ein Festmahl serviert. Wild, schräg, manchmal überfordernd – aber definitiv unvergesslich.

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