Cover-Bild Roxy
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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Fischer Sauerländer
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 06.12.2023
  • ISBN: 9783733507282
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Neal Shusterman, Jarrod Shusterman

Roxy

Ein kurzer Rausch, ein langer Schmerz | Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2023!
Pauline Kurbasik (Übersetzer), Kristian Lutze (Übersetzer)

Als Isaac der überirdisch schönen Roxy begegnet, zieht sie ihn sofort in ihren Bann. Er fühlt sich lebendig wie nie, alles ist leicht und nichts scheint unmöglich. Isaac ahnt nicht, dass Roxy kein normales Mädchen ist, sondern eine Droge, hergestellt in einem Labor, um die Menschen von ihrem Schmerz zu befreien. Und Millionen Menschen lieben sie dafür. Doch das ist Roxy nicht genug. Sie will beweisen, wie tödlich sie ist. 

Neal und Jarrod Shustermans neuer Fantasy-Thriller über ein hochaktuelles Thema: die im wahrsten Sinne toxische Liebesgeschichte zwischen Mensch und Droge - schillernd & gefährlich.

Erzählt aus der Perspektive der Droge - Stell dir vor, Drogen wären Menschen wie du und ich ... Was würden sie fühlen, denken und wovon würden sie heimlich träumen?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

"Ich bin dein bester Freund" - sagte mir die Droge und sah mir in die Augen

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Wir befinden uns in einem leerstehenden Haus. Ein Mensch wird wiederbelebt. Naloxon kämpft und gibt nicht nach. Erfüllt die Pflicht, welches es hat. Die Sanitäter können Naloxon nicht sehen. Wie es kämpft, ...

Wir befinden uns in einem leerstehenden Haus. Ein Mensch wird wiederbelebt. Naloxon kämpft und gibt nicht nach. Erfüllt die Pflicht, welches es hat. Die Sanitäter können Naloxon nicht sehen. Wie es kämpft, in den Blutadern, auf dem Weg durch das Herz. Doch die Person stirbt. Sie wird erwähnt. Es ist Ramey, I.

Zwei Monate zuvor, wir lernen Isaac und Ivy Ramey kennen. Und nein, es ist nicht ersichtlich wer von den beiden gestorben ist, dies erfahren wir erst zum Ende des Buches. Aber wie kommt es dazu? Geschwister, unterschiedlich wie Tag und Nacht. Isaac will studieren, hat einen Plan. Doch es ist ein sehr schwer erreichbarer, da die Chancen dafür gering sind. Also hofft er auf ein Sportstipendium.

Seine Schwester Ivy, dass schwarze Schaf der Familie, welche den Eltern im Job nicht helfen mag und welcher die Schule egal ist. Partys, Drogen, ein beknackter Dealer als Freund. Das Gegenteil von Isaac.

Doch dann begegnen sie beiden einer Welt, Psychopharmaka, mit denen sie vorher niemals gerechnet haben. Isaac lernt Roxy kennen (Titelblatt die große Frau), sie verkörpert Oxycodon, dass Schmerzmittel und wird von ihr abhängig. Ihrer Wirkung, ihrer Worte, sie sagt ihm wie wichtig er für sie ist, wie sehr sie ihn liebt. Sie ist menschlich für ihn, auch wenn wir sie nicht sehen, so steht sei neben ihm, gibt ihm die Hand, gibt ihm Ruhe vor den Schmerzen und dem Stress des Alltags.

Ivy wird ADHS diagnostiziert, ihre Eltern sind es leid ihr Verhalten zu akzeptieren. Noch ist sie 17, also geht es zum Psychologen. Dort wird sie Addison bekannt gemacht, dass Aufmerksamkeitssteigende Mittel Adderall. Er bringt sie durch die Schule, die Noten werden besser, die Freunde uninteressant. Ivy erarbeitet sich Chancen.

Doch was die beiden Jugendlichen nicht sehen, ist der Wettkampf der Medikamente, welche als Droge fungieren. Es gibt einen Club, da sind sie alle, jede Nacht. Bringen ihre Errungenschaften hin, verlieren diese oftmals an den Boss. So will Addison nicht mehr der Streber sein, der immer nur ihren Job macht. So geht er eine Wette mit Roxy ein, welche gerne gewinnt und der Gewinn ist die vollständige Abhängigkeit ihres Opfers, bis in den Tod.

Beide verfallen den Drogen und dem Missbrauch schneller als sie schauen können und merken dies nicht mal. Bis das Drama seinen Lauf beginnt zu nehmen.

Die beiden Shusterman´s haben mit diesem Buch einen neuen Knüller im Bereich der Dystophie/High-Fantasy geschrieben. Man muss sich vorstellen, dass die Drogen wie Menschen sind. Sie unterhalten sich mit dir, berühren dich und du denkst sie sind echt. Aber niemals ist ein dritter dabei, der sie sehen kann. Ihr seit gemeinsam, immer zu zweit. Ihr seid füreinander da.

Dabei handelt es sich um Chemikalien welche zum Teil synthetisch gebaut wurden und manche die aus der Natur kommen. So gibt es die Aufputschmittel wie Addison oder seine Schwester Rita (Ritalin) aber auch die Droge Crys (Crystal Meth), neben den Schmerzmitteln Roxy, neben ihren Verwandten Vic (Vicodin) oder Phineas (Morphium) mit dem Familienoberhaupt Hiro (Heroin) und nicht zu vergessen die Halluzinogene wie LSD, MDNA und Marihuana. Aber auch die gängigste Droge Alkohol namens „Al“ dürfen bei der Party und im Buch nicht fehlen.

Die Kapitel werden aus der Sicht von Ivy, Isaac, Roxy und Addison beschrieben. Hin und wieder gibt es eine chemische Zusammensetzung welche eine Droge oder ein Medikament darstellen und wo diese aus der Ich-Perspektive von sich erzählt. Am Ende des Buches gibt es ein Glossar wo diese aufgelistet sind, mich hatte es aber gereizt zu raten wer es ist und habe es dann im Internet herausgesucht.

So hat jedes Kapitel welches mit einer Zahl beginnt noch eine tolle Aufmerksamkeit. Es sind einzelne Buchstaben gelb und dick hinterlegt. Diese lassen sich zu einem oder zwei Worten, passend zur Thematik und dem Schwerpunkt des Kapitels verbinden. Man kann diese mitschreieben oder zum Ende einfach nachlesen.

Das Buch ist für mich sehr gelungen. Das Cover ist der Wahnsinn. Der Kampf der Drogen ihre Aufgabe, ihrer Bestimmung zu folgen und sich dann darin verlieren um sich zu beweisen, war super. Die Kids welche zeigten wie schnell eine Abhängigkeit entsteht, wie blind die Familie dafür ist.

Dann die chemischen Hauptdarsteller, wie sie über ihre Familie und Verwandtschaft denken und über den Sinn ihrer Existenz. Warum soll ich heilen? Warum kann ich nicht stärken? Warum soll ich mich an meine Aufgabe halten?

So weiß Roxy, dass sie heiß und begehrt ist, aber sie sagt von sich selbst das „nichterfüllend“ ist.

Für mich ist es ein Highlight für 2022 und ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Auch jüngeren Lesern ab 14, einfach der Abschreckung schon wegen. Und ältere Leser werden auch ihre Zeit nicht als verschwendet sehen, denn dass Schrecken des Buches ist alterslos. Denn Abhängigkeit kennt kein Alter und keine soziale Schicht.

Oder wie sagt Roxy es:

„Wir existieren nicht als Dinge, sondern als Ereignisse in der Zeit“.

Veröffentlicht am 22.09.2023

Drogen als Personen

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Auch wenn man gut und schnell in die Geschichte reinkommt, musste ich mir erst ein Bild im Kopf machen, weil die Idee schon sehr kreativ und ungewöhnlich ist. Aber genau das finde ich an dem Buch so interessant. ...

Auch wenn man gut und schnell in die Geschichte reinkommt, musste ich mir erst ein Bild im Kopf machen, weil die Idee schon sehr kreativ und ungewöhnlich ist. Aber genau das finde ich an dem Buch so interessant. Das Thema Drogenmissbrauch ist allgemein ein schwieriges Thema. Drogen als Menschen darzustellen ist da schon eine Idee auf die ich nie kommen würde. Aber die Perspektive aus einer Droge, die wie ein Mensch dargestellt wird, ist sehr kreativ und auch etwas abstrakt. Dennoch kann man die Geschichte lesen ohne Fragezeichen zu haben. Und ich konnte auch gut mitfühlen, da wurde das Thema wirklich gut dargestellt. Außerdem sind die Hauptpersonen gut gewählt, sodass man nachvollziehen kann wie sie zu den Drogen kommen ohne sie als klassische Junkies abzuschreiben. Daher finde ich das Buch sehr gelungen und auch feinfühlig erzählt. Eine interessante Idee zu einem wichtigen Thema, das gut umgesetzt wurde.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Ein Meisterwerk mit Aufklärungsfunktion

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Dem Autoren-Duo Neal & Jarrod Shusterman ist mit Roxy ein wirkliches Meisterwerk gelungen.

Sowohl die kreative Idee, Drogen als menschliche Erzähler und Charaktere zu nehmen, als auch die Umsetzung davon ...

Dem Autoren-Duo Neal & Jarrod Shusterman ist mit Roxy ein wirkliches Meisterwerk gelungen.

Sowohl die kreative Idee, Drogen als menschliche Erzähler und Charaktere zu nehmen, als auch die Umsetzung davon ist wirklich sehr gut gelungen. Drogenmissbrauch ist kein leichtes Thema und das Ansprechen und Verarbeiten davon in eine Geschichte auch nicht; umso mehr freut es mich, dass in diesem Werk sowohl aufgeklärt als auch vermittelt wurde, wie schnell man Drogen verfallen kann (was man an unserem Protagonisten sehen kann).

Anfangs war es vielleicht etwas verwirrend, waren es doch viele Charaktere und mehrere Handlungsebenen, doch nach kurzer Zeit war ich dann wirklich drin in dieser Geschichte und war sehr gefesselt vom Schreibstil. Es war mein erstes Buch von den Autoren und ich habe mir weitere ihrer Werke bestellt, weil ich diesen flüssigen Schreibstil so mochte.

Mein einziger Kritikpunkt ist allerdings, dass teilweise Handlungsstränge oder einzelne Szenen so verwirrend ware, dass ich beim Lesen öfter drüber gestolpert bin und etwas gebraucht habe, um wirklich nachvollziehen zu können, was gerade passiert oder wer wer ist.

Trotzdem würde ich dieses Buch jedem empfehlen, der das Problem von Drogenmissbrauch mal aus einer anderen Perspektive betrachten möchte.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Roxy: Ein bewegender Jugendroman

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,,Wir sind der Brennstoff für deine Hoffnungen und Träume, solange du auch Brennstoff für uns bist… Und wir versprechen, so lange für dich da zu sein, bis wir das Interesse verlieren; deswegen gibst du ...

,,Wir sind der Brennstoff für deine Hoffnungen und Träume, solange du auch Brennstoff für uns bist… Und wir versprechen, so lange für dich da zu sein, bis wir das Interesse verlieren; deswegen gibst du dir am besten richtig Mühe, damit das nicht passiert.''

Genau diese Zeilen lese ich in dem Buch ,,Roxy“ von Neal und Jarrod Shusterman und das sagt schon alles aus. Es beschreibt den Verlangen nach den Drogen, um sich gut zu fühlen und gleichzeitig diese auslaugende Akt, sich neue Drogen zu besorgen. Roxy erschien 2024 im Fischer Verlag, ist ein 448-seitiger Jugendroman und handelt vom Drogen. Isaac ist ruhig und gelassen im Gegensatz zu seiner Schwester Ivy, die impulsiv handelt. Beide nehmen irgendwann unterschiedliche Tabletten. Und beide werden irgendwann davon abhängig.

Was ich so toll an diesem Buch fand ist, dass man die Gedankenweise nachvollziehen kann, selbst wenn das eigentlich nicht in Ordnung ist. Isaac fand immer einen nachvollziehbaren Grund, warum er diese Tablette nehmen muss. Die Drogen selbst denken anders. Sie sind mehr Ich-bezogen und immer darauf bestrebt, neue Opfer zu finden und diese bis zum Tod zu begleiten. Sie haben eine eigenen Familienstammbaum und die eine und der andere sind miteinander verwandt. Es gibt eine Hierarchie. Die Namen von den zwei wichtigsten vermenschlichten Hauptpersonen sind Roxy und Addison. Die Sprache ist einfach gehalten, sehr verständlich, aber mit Spannung, so dass man immer weiter lesen möchte. Mich hat es sehr berührt, als ich Ivys Inneres kennenlernen durfte, weil es im Widerspruch dazu steht, wie sie von den anderen wahrgenommen wird. Dementsprechend liegt mir das Ende noch mehr im Magen, als jemand anderes plötzlich im Vordergrund kommt.

Was mich am Ende noch interessieren würde, ob es Feinde gibt. Hier geht es viel um Drogenkonsum, die versuchen, Leute zu vergiften. Was ist mit den Tabletten, die Leben retten? Oder die im Entzugskliniken angewendet werden? Sind diese Medikamente Feinde, weil der eine das Leben nimmt und der andere das Leben rettet? Leider wurde hier hauptsächlich nur die Perspektive des Missbrauchs von Tabletten dargestellt, was ich auch schwierig finde, weil Tabletten auch hilfreich sein können.

Ich kann Roxy empfehlen, besonders wenn sich jemand mit Drogen(Konsum) auseinandersetzen möchte. Meiner Meinung nach eignet es sich sehr als Schullektüre. Insgesamt gebe ich diesem Buch 4 Sterne⭐️⭐️⭐️⭐️

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Roxy

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Der bekannte Autor Neal Shusterman hat zusammen mit seinem Sohn Jarrod Shusterman das Jugendbuch „Roxy – Ein kurzer Rausch, ein langer Schmerz“ geschrieben. In diesem wird das Konsumieren von Drogen und ...

Der bekannte Autor Neal Shusterman hat zusammen mit seinem Sohn Jarrod Shusterman das Jugendbuch „Roxy – Ein kurzer Rausch, ein langer Schmerz“ geschrieben. In diesem wird das Konsumieren von Drogen und auch Tabletten oder Alkohol thematisiert und welche Folgen dies haben kann.

Klappentext:
Als Isaac der überirdisch schönen Roxy begegnet, zieht sie ihn sofort in ihren Bann. Er fühlt sich lebendig wie nie, alles ist leicht und nichts scheint unmöglich. Isaac ahnt nicht, dass Roxy kein normales Mädchen ist, sondern eine Droge, hergestellt in einem Labor, um die Menschen von ihrem Schmerz zu befreien. Und Millionen Menschen lieben sie dafür. Doch das ist Roxy nicht genug. Sie will beweisen, wie tödlich sie ist. Neal und Jarrod Shustermans neuer Fantasy-Thriller über ein hochaktuelles Thema: die im wahrsten Sinne toxische Liebesgeschichte zwischen Mensch und Droge - schillernd & gefährlich.

Ich habe schon ein paar Werke aus der Feder von Neal Shusterman gelesen und finde die Themen, welche der Autor anspricht, bisher recht interessant und auch wichtig. Und auch bei diesem Buch hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Ein brisantes Thema und ich war sehr auf die Umsetzung dazu gespannt.
Wie ich es bereits aus anderen Werken von Shusterman kenne, war auch dieses Mal der Schreibstil wieder sehr angenehm. Eine dichte Atmosphäre wird erschaffen, bildhaft und mit kreativen Ansätzen wird hier eine packende Geschichte erzählt. Durch die kurzen Kapitel wird zusätzlich zum eh schon brisanten Thema des Werkes noch weiteres Tempo reingebracht. Dies führt dazu, dass man dieses Jugendbuch nur schwer wieder aus der Hand legen kann. Man möchte einfach wissen, wie diese spannende Geschichte weitergeht. Allgemein ist das Spannungsniveau meiner Meinung nach recht hoch. Auf vielseitige Weise wird hier Konfliktpotential aufgebaut, sodass ich gebannt an den Seiten gehangen habe. Interessant ist hier vor allem die ungewöhnliche Perspektive. Zum Teil wird die Story aus der Perspektive von Drogen bzw. Medikamenten erzählt. Hierbei bedienen sich die beiden Autoren der Sicht von Roxy (dies entspricht Oxycodon, es wird in die Kategorie der Opioide einsortiert und ist ein starkes Schmerzmittel) und Addison (hier steckt das Medikament Adderall dahinter, welches u.a. bei ADHS eingesetzt wird). Ich fand diese Sicht recht ansprechend und neuartig, hatte ich soetwas bisher noch nicht gelesen. Man muss sich erst an diese Art der Perspektive und auch an das Eigenleben der Drogen und Medikamente gewöhnen. Aber, wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat, dann kann diese Sicht sehr interessant sein. Hier erfährt man ein bisschen etwas über die Hierarchie und die Familien dieser Substanzen. Mir persönlich hat es auch Spaß gemacht, zu überlegen, was sich hinter welchem Namen in dem Werk versteckt – welches Rauschmittel hier Personifiziert wurde und welche Wesenszüge diesem zugeteilt wurden. Auch ist man als Leser so näher am Geschehen dran und erlebt den negativen Einfluss der Drogen aktiver. Dadurch kann man die Folgen des Missbrauches auf unterschiedliche Art wahrnehmen. Aber die Geschichte wird auch noch aus der Perspektive der beiden Geschwister Isaac und Ivy erzählt. Isaac ist ein vorbildlicher Sohn, er ist gut in der Schule und ambitioniert. Außerdem ist er sportlich aktiv und hat einen intakten Freundeskreis. Als er wegen einer Verletzung am Knöchel Schmerzmittel nimmt, kann er die gravierenden Folgen noch nicht erahnen. Isaac gerät in eine Abwärtsspirale, welche man zunächst nicht vorhersehen kann. Der Einfluss von Oxycodon wird hier auf bildhafte Weise dargestellt, ohne jedoch zu belehrend zu wirken. Trotzdem sind die negativen Auswirkungen auf das Leben und auch das Wesen von Isaac spürbar und man kann seinen inneren Zwist gut nachvollziehen. Seine Schwester Ivy ist schon eher das Sorgenkind der Familie. Ihre Noten in der Schule sind leider nicht die besten und sie hat eine Konzentrationsschwäche bzw. ein Aufmerksamkeitsdefizit. Außerdem scheint sie Probleme anzuziehen und gerät immer wieder in Schwierigkeiten. Als ihr ein Medikament gegen ADHS verschrieben wird, scheint sich ihr Wesen zu ändern. Ihre Noten werden besser und Ivy wirkt fokussierter und hat neue Ziele für ihr Leben gefunden. Doch auch diese regelmäßigen Einnahmen bleiben nicht ohne Folgen. Ich fand diese verschiedenen Auswirkungen der sehr unterschiedlichen Substanzen auf die beiden Geschwister sehr angespannt. Habe um sie gebangt und ich persönlich war sehr gespannt, wie dies wohl ausgehen mag. Jedoch hätte ich mir manchmal ein bisschen mehr Charaktertiefe gewünscht, auch in Bezug auf die Nebencharaktere. Diese sind mir persönlich teilweise etwas zu blass und klischeebelastet geblieben.
Gekrönt wird „Roxy“ von einem packenden Finale, welches mich persönlich überrascht hat. Zwar werden im Prolog schon ein paar Andeutungen gemacht und man kann sich ein paar Sachen denken, jedoch werden die letzten Puzzleteile erst auf den letzten Seiten zusammengeführt. Ich fand das Ende berührend und ich finde auch, dass es nachklingt. Auf dramatische Weise wird der Umgang mit solchen Substanzen und auch den möglichen Folgen eines Missbrauches thematisiert, ohne jedoch zu sehr den Zeigefinger zu heben.

Mich persönlich konnte das Autoren-Dou Neal und Jarrod Shusterman mit ihrem Jugendbuch „Roxy – Ein kurzer Rausch, ein langer Schmerz“ überzeugen. Hier wird ein wichtiges Thema auf interessante Weise angesprochen und kritisch beleuchtet. Hierfür möchte ich 4 Sterne vergeben.