Blick in die Zukuft
Wir alle sind abhängig von der Technik. Vielen ist es gar nicht bewusst, dass es auch ohne möglich ist. Hier setzt das Buch an.
An einem Montagmorgen erscheint auf sämtlichen Bildschirmen der Welt ein ...
Wir alle sind abhängig von der Technik. Vielen ist es gar nicht bewusst, dass es auch ohne möglich ist. Hier setzt das Buch an.
An einem Montagmorgen erscheint auf sämtlichen Bildschirmen der Welt ein kahler aschgrauer Baum, und blockiert diese vollständig. Und das führt sich fort, täglich um die gleiche Zeit, für 60 Minuten. Die digitale Welt steht still. Doch nach einiger Zeit verändert sich der Baum. Er bekommt grüne Blätter. Die Geräte werden eigenwilliger, und es zeichnet sich eine Absicht ab.
Leser wie ich, die in einer Zeit ohne PC, Smartphone, Tablett und E-Book aufgewachsen sind, erinnern sich noch an diese Zeit. Nik Herriegel beschreibt hier eine Zukunftsvision voller Ironie. Leicht und einfühlsam erzählt er, in einem flüssigen Schreibstiel, eine Geschichte die nachdenklich macht und dazu aufruft, sein Verhalten zu überdenken. Die Charaktere sind authentisch und man kann sich gut mit ihnen identifizieren. Friedlich und ohne sich in technische Details zu verlieren, richtet sich das Buch an Leser/innen, die sich eine andere Zukunft wünschen. Der friedliche Weg in eine paradiesische Zukuft könnte sein. Doch der Weg ist weit.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war ein Leseerlebnis, mit einem überraschenden Ende.