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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein Highlight, das mitten ins Herz trifft

Keep on Living
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Es gibt Bücher, die liest man, und es gibt Bücher, die fühlt man mit jeder Faser.

𝑲𝒆𝒆𝒑 𝒐𝒏 𝑳𝒊𝒗𝒊𝒏𝒈
von Toni Winter
Aus dem Everlove Verlag

gehört für mich definitiv zur zweiten Kategorie. Von der ersten ...

Es gibt Bücher, die liest man, und es gibt Bücher, die fühlt man mit jeder Faser.

𝑲𝒆𝒆𝒑 𝒐𝒏 𝑳𝒊𝒗𝒊𝒏𝒈
von Toni Winter
Aus dem Everlove Verlag

gehört für mich definitiv zur zweiten Kategorie. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich diese Geschichte nicht nur mitgerissen, sie hat mich regelrecht umarmt.

Das Herzstück der Geschichte ist für mich Ava. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich in ihr wiederfinden konnte. Sie ist eine wahre Kämpferin. Auch wenn ihr das Leben noch so viele Steine in den Weg gelegt hat – und das waren wahrlich keine kleinen Kiesel –, hat sie sich in keinster Weise unterkriegen lassen. Es war unglaublich inspirierend zu beobachten, wie sie jedes Hindernis beiseite geschoben hat, um daran zu wachsen. Ava zeigt uns, dass man nicht perfekt sein muss, um stark zu sein.

Toni Winter hat ein ganz besonderes Talent: Ihr Schreibstil ist so herrlich leicht und flüssig, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Und das, obwohl sie ernste Thematiken nicht nur oberflächlich anreißt, sondern ihnen den nötigen Raum gibt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, nicht nur eine stille Beobachterin zu sein, sondern direkt dabei zu sein.

Was dieses Buch für mich komplett gemacht hat, ist das Setting der WG. Während des Lesens habe ich mich so wohlgefühlt, dass ich am liebsten sofort selbst dort eingezogen wäre. Es ist dieser magische Ort, an dem man sein kann, wie man ist, und wo immer jemand da ist, der einen auffängt. Die Dynamik zwischen den Charakteren ist so herzlich und authentisch, dass man das Gefühl hat, Teil dieser kleinen „Found Family“ zu sein. Ich hätte wirklich zu gerne selbst ein Zimmer in dieser Wohnung gehabt!

"Keep on Living" ist für mich nicht einfach nur irgendein Buch. Es war von dem ersten bis zum letzten Wort ein absolutes Highlight, von dem ich mich einfach nur habe mitreißen lassen. Eine Geschichte über das Kämpfen, das Wachsen und das Finden der eigenen Stimme lieben.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Schöne Hülle, ruhiger Kern

Botanic Hearts
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​Botanic Hearts
von Melanie Sweeney
aus dem Kyss Verlag

ist wie ein Besuch in einem Gewächshaus an einem regnerischen Nachmittag: Es ist ästhetisch, warm und voller kleiner, feiner Details – aber man ...

​Botanic Hearts
von Melanie Sweeney
aus dem Kyss Verlag

ist wie ein Besuch in einem Gewächshaus an einem regnerischen Nachmittag: Es ist ästhetisch, warm und voller kleiner, feiner Details – aber man darf es nicht eilig haben.

​Leider spiegelt das Tempo der Geschichte das eines echten Farns wider: Es braucht Zeit. Viel Zeit. Die „Fake Dating“-Prämisse verspricht eigentlich eine gewisse Dynamik, doch die Erzählung verliert sich oft in inneren Monologen und alltäglichen Szenen, die die Handlung kaum vorantreiben.
​Obwohl die Chemie zwischen den Protagonisten Tansy und Jack spürbar ist, plätschert die Entwicklung der Beziehung eher dahin, statt mich wirklich mitzureißen. Es fehlt der „Funke“ oder ein entscheidender Wendepunkt, der das Buch von einer netten Geschichte zu einem Pageturner macht.

Der Schreibstil von ​Melanie Sweeney ist flüssig, modern und schafft es, die Welt der Botanik und der Kunst so lebendig darzustellen, dass man die Erde förmlich riechen kann. Die Dialoge zwischen Tansy und Jack sind pointiert und tragen viel zur Charaktertiefe bei. Wer Bücher wegen der schönen Sätze liest, kommt hier voll auf seine Kosten.

​Ein Buch für Fans von Slow-Burn-Romance, die kein Problem mit einer sehr entschleunigten Erzählweise haben. Wer jedoch auf emotionale Achterbahnfahrten oder eine straffe Spannungskurve hofft, wird das „gewisse Etwas“ vermissen. Es ist eine Wohlfühlgeschichte ohne Ecken und Kanten – schön zu lesen, aber leider auch etwas spannungsarm.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Doubts & Desires

Hamptons Prestige - Doubts & Desires
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Nach dem dramatischen Ende des ersten Bandes wirft uns 𝑫𝒐𝒖𝒃𝒕𝒔 & 𝑫𝒆𝒔𝒊𝒓𝒆𝒔 direkt zurück in die Welt der Schönen und Reichen. Die Atmosphäre ist dieses Mal deutlich düsterer und angespannter, da die Konsequenzen ...

Nach dem dramatischen Ende des ersten Bandes wirft uns 𝑫𝒐𝒖𝒃𝒕𝒔 & 𝑫𝒆𝒔𝒊𝒓𝒆𝒔 direkt zurück in die Welt der Schönen und Reichen. Die Atmosphäre ist dieses Mal deutlich düsterer und angespannter, da die Konsequenzen der Skandale nun schwer auf den Schultern der Protagonisten lasten.

​Es stimmt, dass das Buch zu Beginn ein wenig braucht, um wieder richtig Fahrt aufzunehmen. Maren Vivien Haase nimmt sich viel Zeit, um die emotionale Zerrissenheit von June nach dem Cliffhanger aufzuarbeiten. Das führt zu einigen Wiederholungen und Gedankenschleifen, die den Spannungsbogen, den man aus dem Finale von Band 1 gewohnt war, kurzzeitig etwas abflachen lassen. Wer jedoch über diese ersten Kapitel hinaus ist, wird mit einer Geschichte belohnt, die emotional deutlich tiefer geht als ihr Vorgänger.

​Die größte Stärke dieses Bandes ist die Charakterentwicklung.
​June wächst spürbar an den Herausforderungen. Sie ist nicht mehr nur die Beobachterin der Hamptons-Elite, sondern muss aktiv für ihre eigene Wahrheit und ihr Glück einstehen.
​Das Hin- und Hergerissen sein zwischen den männlichen Protagonisten wird sehr feinfühlig beschrieben. Besonders die Entwicklung einer gewissen "Rückhalt-Person" (wir spoilern nicht!) gibt der Geschichte eine neue, erdende Komponente.

​Trotz der kleinen Längen im Mittelteil schafft es die Autorin, alle losen Fäden geschickt miteinander zu verknüpfen. Das Finale fühlt sich verdient und stimmig an. Es ist kein überhastetes Ende, sondern ein würdiger Abschluss, der die "The Hamptons"-Reihe zu einer runden Sache macht.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Manche Bücher liest man, und manche Bücher fühlt man bis in die Magengrube

Itʼs right, just not right now
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It’s right, just not right now
Von Jessica Juni

gehört definitiv zur zweiten Kategorie.

Jessica Juni hat mit ihrem Erstlingswerk eine Geschichte geschaffen, die so zerbrechlich und gleichzeitig so kraftvoll ...

It’s right, just not right now
Von Jessica Juni

gehört definitiv zur zweiten Kategorie.

Jessica Juni hat mit ihrem Erstlingswerk eine Geschichte geschaffen, die so zerbrechlich und gleichzeitig so kraftvoll ist, dass man sie nach dem Zuklappen erst einmal für einen Moment an die Brust drücken muss.

​Man vergisst beim Lesen oft, dass dies ein Erstlingswerk ist. Dieses Debüt ist mehr als gelungen – es fühlt sich an wie die Arbeit einer Autorin, die schon jahrelang nichts anderes tut, als die menschliche Seele in Worte zu fassen. Jessica Juni beweist ein unglaubliches Gespür für Zwischentöne. Sie beschreibt nicht nur eine Liebesgeschichte; sie beschreibt das schmerzhafte, aber notwendige Erwachen einer jungen Frau.

​Der Schreibstil ist wie eine warme Umarmung an einem kalten Tag: feinfühlig, poetisch und entwaffnend ehrlich. Die Geschichte von Akela geht tief unter die Haut, weil sie eine universelle Angst thematisiert: Die Angst, Sicherheiten aufzugeben für ein Glück, das man noch nicht greifen kann.
​Besonders beeindruckend ist die Darstellung der toxischen Dynamiken. Es wird nichts beschönigt, aber auch nichts plakativ ausgeschlachtet. Stattdessen spürt man die schleichende Schwere, die auf der Protagonistin lastet, und möchte sie am liebsten an den Schultern fassen und sagen: „Lauf!“. Und dann ist da die Begegnung mit der Vergangenheit, die sich nicht wie ein kitschiger Zufall anfühlt, sondern wie ein Schicksalsschlag, der alles infrage stellt.

"​It's right, just not right now" ist ein Plädoyer für den Mut, auf das eigene Herz zu hören – auch wenn die Welt um einen herum etwas anderes verlangt. Es ist ein Aufschrei gegen das „Funktionieren“ und eine Liebeserklärung an die Selbstliebe

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Romantasy die verzaubert

10 Tage – A Fae in Love and Desperation
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10 Tage – A Fae in Love and Desperation von Jacky Braxton

hat mich direkt verzaubert. Wer Romantasy mit einer starken Atmosphäre sucht, ist hier richtig.

​Was mich an diesem Buch absolut begeistert hat, ...

10 Tage – A Fae in Love and Desperation von Jacky Braxton

hat mich direkt verzaubert. Wer Romantasy mit einer starken Atmosphäre sucht, ist hier richtig.

​Was mich an diesem Buch absolut begeistert hat, ist die magische Welt. Die Autorin hat mit Sandria einen Ort geschaffen, der sich so lebendig und detailreich anfühlt, dass man ihn am liebsten selbst besuchen würde. Die Art und Weise, wie die Fae-Kultur und die übernatürlichen Elemente in die Handlung eingewoben sind, ist absolut gelungen. Es ist keine Standard-Fantasy-Welt, sondern ein Setting mit ganz eigenem Charme, das mich völlig in seinen Bann gezogen hat.

​Besonders hervorheben möchte ich den Schreibstil der Autorin. Jacky Braxton schreibt nicht einfach nur eine Geschichte – ihr Stil hat selbst etwas Magisches an sich. Sie schafft es, Gefühle und magische Momente so greifbar zu machen, dass ein toller Lesefluss entsteht. Die Beschreibungen sind bildhaft und emotional, ohne dabei kitschig zu wirken. Man spürt förmlich das Knistern in der Luft, sowohl was die Magie als auch die Beziehung zwischen Zoey und Logan betrifft.

​Die Mischung aus dem 10-Tage-Ultimatum, der geheimnisvollen Vergangenheit von Zoey und dem arroganten, aber faszinierenden Logan Rockwood sorgt für konstante Spannung. Für mich war es vor allem das Zusammenspiel aus der wundervollen Welt und dem einzigartigen Schreibstil, das dieses Buch zu etwas Besonderem macht.

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