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Veröffentlicht am 17.12.2023

Die Story nimmt Fahrt auf

Two Lives to Rise (Breaking Waves 2)
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Yep, hier bekomme ich jetzt allmählich das, was ich mir von Beginn an versprochen hatte. Der Einstieg in die Braking Waves-Quadrologie war noch verhalten und lief eher auf Sparflamme. Ich mochte die Protagonisten ...

Yep, hier bekomme ich jetzt allmählich das, was ich mir von Beginn an versprochen hatte. Der Einstieg in die Braking Waves-Quadrologie war noch verhalten und lief eher auf Sparflamme. Ich mochte die Protagonisten des ersten Bandes nicht so richtig. Von der Mädchenclique und der Geschichte um die verschwundene Josie war da auch noch nicht so viel rübergekommen. Das zum Rückblick.
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Aber jetzt! Die Fortsetzung hat mir deutlich besser gefallen. Die Geschichte startet gleich viel stärker, sodass ich auch richtig Lust hatte weiterzulesen. Josies Verschwinden rückt mehr in den Fokus. Und im Verhalten der verbliebenen Freundinnen untereinander kommen endlich auch die angepriesenen Pretty Little Liars-Vibes auf.
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Band 2 dreht sich um Isabell. Mit ihr konnte ich deutlich mehr anfangen, als mit Avery im vorangegangenen Teil. Auch der männliche Part ist mit Preston für meinen Geschmack viel stärker besetzt. Die Dynamik zwischen den Hauptakteuren gefällt mir. Die Scharmützel, die sie sich anfangs liefern sind einfach zum Schießen. Ich hab’ richtig vor Augen gehabt, wie Isabella da ein ums andere Mal ganz schön doof aus der Wäsche guckt. Die Annäherung der Enemies ist für mich glaubhaft und authentisch. Die expliziten Szenen sind gut integriert und dargestellt. Man kann sie lesen oder es auch lassen. Das ist vom jeweiligen Geschmack abhängig.
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Hinzu kommt, dass es diesmal auch tatsächlich richtig geheimnisvoll wird. Dafür sorgt ein mysteriöser Leichenfund. Und besonders ein Ereignis in Josies und Isas Vergangenheit legt schon mal eine vielversprechende Spur. In der Triggerwarnung am Schluss ist von sexuellem Missbrauch und Gewalt an einer Jugendlichen die Rede. Das Thema Besetzungscouch spielt eine Rolle. Nach 10 Jahren bringt Isa aber letztendlich den Mut auf, Tacheles zu reden. In dem Zusammenhang endet das Buch mit einem Cliffhanger und stellt damit sicher, dass ich natürlich weiterlesen werde.
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Fazit: “Two lives to rise” ist interessant, atmosphärisch, spannend und insgesamt gut zu lesen. Angesichts von zwei Bänden, die noch kommen werden, erwarte ich bis zum Finale eine weitere kontinuierliche Steigerung. Entsprechend sieht meine abschließende Bewertung immer noch Luft nach oben. Aber hiermit bin ich jetzt in der Geschichte angekommen und freue mich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 16.12.2023

Erneut ein Highlight

Die Schuld, die man trägt
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Für mich gibt es keine besseren Krimis, als die der Sebastian Bergman-Reihe von Hjorth & Rosenfeldt. Punkt. Dabei existieren nicht genug Superlative, um das Leseerlebnis zu beschriebn, das ich mit jedem ...

Für mich gibt es keine besseren Krimis, als die der Sebastian Bergman-Reihe von Hjorth & Rosenfeldt. Punkt. Dabei existieren nicht genug Superlative, um das Leseerlebnis zu beschriebn, das ich mit jedem einzelnen der bisherigen Bücher hatte. Jedes Mal denke ich, dass nun aber wirklich keine Steigerung mehr möglich ist. So auch diesmal. Denn eigentlich war im letzten Buch ein über mehrere Bände aufgebauter Handlungsstrang zu einem vermeintlichen Ende gebracht worden. In der Folge muss sich die Reichsmordkommission neu aufstellen. Vielmehr droht ihr sogar das Aus. “Verdammter Billy!” Dieser Ausruf zieht sich deshalb wie ein Mantra durch den neuen Fall. Meine Erwartungen an den Fortgang der Geschichte waren riesig. Die Meister aus Schweden haben sie einmal mehr mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit übertroffen - denn eine unendlich aufwühlende Storyline allein reicht bei Hjorth & Rosenfeldt natürlich nicht aus.
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Wie soll ich etwas über dieses Buch schreiben, ohne zu spoilern? Am besten, indem ich gar nicht erst versuche, genauer auf den Inhalt einzugehen. Bei dem Insider-Gespräch wären Nicht-Kenner der Reihe auch außen vor. Dabei will ich doch gerade euch Neue davon überzeugen, dass ihr die Krimis lesen müsst!!! Aber, Vorsicht: Quer einsteigen geht hier nicht. Und das will was heißen, wenn ich das sage. Aber es ist tatsächlich so, dass die Autoren seit Band 1 komplexe Plots aufbauen, die jeweils auch noch mit einem Cliffhanger enden, der sich gewaschen hat. Um die vielen Handlungsstränge im neuen Fall verstehen, genießen und zelebrieren zu können, sollte man also besser von Anfang an dabei sein.
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Ich selbst lese die Bücher der Sebastian-Bergman-Reihe , wie sie kommen. Also auch immer mit Leseabstand dazwischen. Bei anderen Autoren habe ich manchmal Probleme, mich wieder zurechtzufinden. Hier nicht. Trotz aller Komplexität und zurück reichender Bezüge, habe ich alles immer ruckzuck wieder parat. Das liegt daran, dass die Handlung bei mir jedes Mal einen tiefen Eindruck hinterlässt. Sie beschäftigt mich nachhaltig, wühlt mich auf und eignet sich hervorragend für kontroverse Diskussionen. Allein über die Figur “Sebastian Bergman” kann man schon endlos philosophieren. Und das ist eben typisch für die Reihe, dass hier nie etwas eindimensional betrachtet und einfach abgehakt werden kann. Mich fasziniert jedes Mal aufs Neue, wie ruhig die Autoren erzählen und es dabei doch schaffen, diese unglaubliche und für sie so typische Spannung zu erzeugen. Mittlerweile habe ich zwar ein Gespür für die Entwicklung des finalen Knalls entwickelt, trotzdem trifft er mich dann letztendlich aber doch wieder überraschend mit all seiner Wucht. Auch diesmal bleibe ich atemlos zurück.
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Mein Fazit: Das Buch für sich genommen ist ein Knaller. Schaut man auf die Reihe, hat man es mit einem Gesamtkunstwerk zu tun. Bei Erscheinen des ersten Bandes im Jahr 2011 hatte ich die Ahnung, dass hier etwas Großartiges beginnt. Das hat sich mehr als bestätigt. Ja, es gibt viele gute Krimireihen. Die um Sebastian Bergman ist für mich aber unangefochten die beste. Wer will sich damit messen?

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Veröffentlicht am 11.12.2023

Die Legende um Stitch face Sue

Die Totenbraut
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Ich habe mir einen guten Thriller gewünscht und habe ihn auch bekommen - auch, wenn ich doch lange dachte, es könnte mein dritter Flop in Folge werden.
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Ich gebe es zu: Das Buch braucht seine Zeit. Aber ...

Ich habe mir einen guten Thriller gewünscht und habe ihn auch bekommen - auch, wenn ich doch lange dachte, es könnte mein dritter Flop in Folge werden.
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Ich gebe es zu: Das Buch braucht seine Zeit. Aber dann kommt es gewaltig. Die Geschichte um verschwundene Mädchen wird auf drei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Anfangs hat mich dabei doch so einiges verwirrt. Ein Handlungsstrang scheint zunächst gar keine Verbindung zur Geschichte zu haben. Bei einem anderen Erzählabschnitt dauert es, bis er zum entscheidenden Punkt kommt. Als der aber dann erreicht ist, laufen die losen Fäden endlich zusammen und alles ergibt mehr und mehr einen Sinn.
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Trotz Anlaufschwierigkeiten kann ich rückblickend nur sagen, dass ich hier eine richtig gut konstruierte Geschichte gelesen habe. Es hat sich echt gelohnt, bei der Stange zu bleiben. Bis gut zur Hälfte des Buches habe ich mich tatsächlich des Öfteren gefragt, was das alles soll. Die Atmosphäre mit Grusel- und Mystery-Elementen hat mich aber zum Weiterlesen animiert. Und dann ist plötzlich der Knoten geplatzt und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.
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Eine Kritik geht noch an den Verlag/das Lektorat und betrifft die doch recht zahlreich vorhandenen Rechtschreib- und Grammatikfehler. Ich kann über sowas eigentlich relativ gut hinweglesen. Hier ist es mir aber doch mal negativ aufgefallen. Also, drei Fehler allein auf einer Seite, finde ich schon happig. Das hat den Eindruck der Sorgfalt, die hier investiert wurde, leider etwas geschmälert. Aber das möchte ich nicht dem Buch und der Geschichte zur Last legen.
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Fazit: Der Einstieg war für mich etwas langatmig. Aber durchhalten lohnt sich. Dafür bin ich mit einer wirklich grandiosen zweiten Hälfte belohnt worden. Und damit ist Jen Williams wohl eine weitere Autorin, die ich künftig im Auge behalten muss.

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Veröffentlicht am 06.12.2023

Aus Zauber wird Frust

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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Puh, dieser Roman war für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Hier gab's den Peak gleich zu Beginn. Danach ging es dann aber leider fast nur noch bergab. Fangen wir vorne an…

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Im Sommer hatte mir ...

Puh, dieser Roman war für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Hier gab's den Peak gleich zu Beginn. Danach ging es dann aber leider fast nur noch bergab. Fangen wir vorne an…

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Im Sommer hatte mir HAPPY PLACE von Emily Henry richtig gut gefallen. Was habe ich mich also auf BOOK LOVERS gefreut. Kaum war es dann da, habe ich auch angefangen zu lesen … und es war Liebe auf das erste Wort. Die Protagonistin ist Literaturagentin in New York. Der männliche Gegenpart ist Lektor. Und zu Beginn ging es gleich richtig ab mit witzigen Szenen, Dialogen und vor allem auch Anspielungen auf Bücher. Alle Signale standen auf Herzensbuch. Wie gerne hätte ich dieses Prädikat vergeben. Daraus wurde aber nichts.

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Kurz nochmal zum Inhalt: Die toughe Nora wird von ihrer Schwester Libby dazu genötigt, einen Sommer in der idyllischen Kleinstadt Sunshine Falls, dem Schauplatz ihres Lieblingsromans, zu verbringen. Ausgerechnet dort trifft Nora den Lektor Charlie Lestra, mit dem sie zuvor schon mal kräftig aneinandergeraten ist…

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Alles, und ich meine wirklich ALLES, was ich zu Beginn des Buches so sehr mochte, ist im Verlauf der Story leider zunichte gemacht worden. Es gibt hier ein schönes Kleinstadtsetting und ein kleiner Buchladen spielt eine wichtige Rolle. Aber die Stimmung, die transportiert wird, ist ganz anders, als ich sie erwartet hatte. Am Anfang stehen Charme und Zauber. Die gehen aber leider immer mehr verloren. Als Nora und Charlie sich irgendwann nur noch bespringen und lecken wollen, war bei mir alles aus. Den Mund zum vernünftigen Gespräch aufmachen, wäre die bessere Maßnahme gewesen.

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Es hätte so schön werden können. Aber der Fokus Kleinstadtsetting und Buchliebe war plötzlich weg. Statt dessen gab es Szenen, die in meinen Augen einfach nicht gepasst haben. Viel zu aufgebauscht fand ich zum Beispiel auch das künstliche Drama, dass noch um die doch eigentlich so schöne Schwester-Beziehung gesponnen werden musste. Mein Gefühl für die Story hat sich immer mehr verflüchtigt und irgendwann war mein Interesse komplett weg. Zum obligatorischen und eigentlich schönen Happy End war ich emotional schon lange raus aus der Geschichte.

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Fazit: Wie man ein Buch nach einem so schönen und vielversprechenden Anfang so grandios verka**en kann, ist mir ein Rätsel. Aber ich musste hier erfahren, dass es geht. Ich hatte einfach etwas anderes erwartet. Vielleicht auch zu viel. Zurück bleibt Enttäuschung.

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Veröffentlicht am 02.12.2023

Party ohne Schwung

Silvester
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Die verliebten Teenager Ebba und Marlon wollen, dass ihre Eltern sich an Silvester kennenlernen. Schnell wird an dem Abend aber klar, dass man sich alles andere als fremd ist…
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Hier hilft kein langes ...

Die verliebten Teenager Ebba und Marlon wollen, dass ihre Eltern sich an Silvester kennenlernen. Schnell wird an dem Abend aber klar, dass man sich alles andere als fremd ist…
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Hier hilft kein langes Drumherumreden. Ich sag's wie es ist: Dieser Psychothriller hat mir nicht besonders gefallen. Der Einstieg war noch ganz okay. Das war's dann aber auch schon. Der Schreibstil ist zwar flüssig und sorgt dafür, dass man dieses 350 Seiten-Werk schnell wegliest - und doch kommt die Geschichte irgendwie nicht in Fahrt.
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Kennt ihr das, wenn der DJ die falsche Musik spielt und ihr als Beobachter am Rand der Tanzflächen stehen bleibt, statt euch ins Partygetümmel zu stürzen? Genau so kam ich mir hier vor. Der Thriller hat mich leider nicht gefesselt und ich bin gefühlsmäßig nicht in die Geschichte eingetaucht. Für meinen Geschmack hätte es bei der Handlung einerseits viel mehr Schlag auf Schlag, andererseits aber auch mehr in die Tiefe gehen müssen. Stattdessen fand ich die Rückblick-Sequenzen langatmig und die KiWu-Thematik recht oberflächlich und nichtssagend abgehandelt. Was den Verlauf der Handlung betrifft, sind meine Gedanken zügig in eine bestimmte Richtung gegangen. Die Wendungen haben mich dann auch größtenteils tatsächlich nicht besonders überrascht. Teilweise haben sie mich auch nicht erreicht, weil das Schicksal der seltsam hölzernen und seelenlosen Charaktere mir einfach egal war.
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Fazit: Diese Party war für mich leider ziemlich öde. Der Psychothriller hat zu wenig Psycho und Thrill. Die Story ist so vorhersehbar und fade wie das TV-Programm an Silvester. Der Sekt hat nicht geprickelt. Das Feuerwerk ist verpufft. Schade!

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