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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2022

Ein richtig guter Thriller

Im Auge des Zebras
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Mit "Im Auge des Zebras" Vincent Kliesch ist mein Start ins Lesejahr 2022 gelungen. Gleich zu Beginn ein guter Thriller - das lässt sich doch vielversprechend an.

Es geht um entführte Kinder und ermordete ...

Mit "Im Auge des Zebras" Vincent Kliesch ist mein Start ins Lesejahr 2022 gelungen. Gleich zu Beginn ein guter Thriller - das lässt sich doch vielversprechend an.

Es geht um entführte Kinder und ermordete Eltern. Kommissarin Olivia Holzmann steht vor einem Rätsel und bittet ihren ex-Kollegen "The Brain" Severin Bösherz um Hilfe.

Dieser Thriller hat mich alleine schon mit seinen tollen Charakteren eingefangen. Ermittlerin Olivia Holzmann ist sowas von sympathisch. Sie ist tough im Job und hofft im Privatleben auf Liebe, Geborgenheit und ihren Traummann. Und Severin Bösherz - nun der ist speziell. Das Rätsel-Genie ist mit seinen stakkatohaften Gedankengängen und Schlussfolgerungen eine moderne Reminiszenz an Sherlock Holmes. Mit Sohnemann Ferdinand zieht er sich seinen eigenen Doktor Watson heran.

Der Thriller ist spannend und richtig gut inszeniert. Los geht's gleich mal im James Bond-Stil auf einem Boot. Aber ist Olivia Holzmann bei Super-Gangster Sokolov wirklich an der richtigen Adresse? Die Ermittlungen führen zu einem Fall, der 20 Jahre zurückliegt. Es gibt kurze Kapitel aus unterschiedlichsten Perspektiven und viele verschiedene Anhaltspunkte. In einem großen Finale wird alles zusammengeführt. Dabei spart Autor Vincent Kliesch nicht mit Wendungen, Action und Dramatik.

Fazit: So darf 2022 lesetechnisch gerne weitergehen. "Im Auge des Zebras" ist ein Thriller voller Tempo und Überraschungen. Dabei geht er emotional wie auch psychologisch in die Tiefe. Die Ermittler haben mir gefallen. Ebenso der flüssige Schreibstil. Für mich ein echter Topp-Thriller! Von Vincent Kliesch muss ich wohl unbedingt mehr lesen.

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Veröffentlicht am 30.12.2021

Very British! Very liebenswert!

Mrs Potts' Mordclub und der tote Nachbar
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Mrs. Potts ist eine würdige Nachfolgerin von Miss. Marple. Nichts geht, ohne das sie ihre Nase hineinsteckt. Als ihr Nachbar ermordet wird startet sie ihre ganz eigenen Ermittlungen.
Ein Genuss für Fans ...

Mrs. Potts ist eine würdige Nachfolgerin von Miss. Marple. Nichts geht, ohne das sie ihre Nase hineinsteckt. Als ihr Nachbar ermordet wird startet sie ihre ganz eigenen Ermittlungen.
Ein Genuss für Fans des klassischen Krimis. Ich hatte beim Lesen ständig den Duft von Earl Gry Tee und frischen Scones in der Nase - einfach, weil es so gut zur Atmosphäre passt.
Die Story steht und fällt mit der Figur der Mrs. Potts, die wirklich 1A beschrieben und ausgearbeitet ist. Allein die Nacktbadeszene zum Einstieg... Da hat man Bilder für die Ewigkeit im Koppf.
Der Krimi von Robert Thorgood ist klassisch, skurril und humorvoll und macht einfach großen Spaß.

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Veröffentlicht am 28.12.2021

Toller Auftakt einer neuen Reihe

Hundstage für Beck
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Nick Beck von der Mordkommission überfährt im Suff eine junge Frau. Um seine Haut zu retten, lässt er die Leiche verschwinden. Wieder nüchtern wird ihm klar, dass das Opfer schon tot auf der Straße gelegen ...

Nick Beck von der Mordkommission überfährt im Suff eine junge Frau. Um seine Haut zu retten, lässt er die Leiche verschwinden. Wieder nüchtern wird ihm klar, dass das Opfer schon tot auf der Straße gelegen hat. Beck lässt die Leiche wieder auftauchen und ermittelt...
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Ein Krimi wie ein Roadmovie. Der Protagonist: versoffen und kaputt. Trotzdem hat Nick Beck mein Herz im Sturm erobert. Als Ermittler ist der gebrochene Charakter genial - mit allen Problemen, Ecken und Kanten. Ein Typ mit rauer Schale und weichem Kern. Beck ist ein zerissener Kerl. Anziehend und abstoßend zugleich. Gerade das macht ihn faszinierend. Auf solche Typen springe ich in Krimis ja total an. Der weibliche Part "Cleo Torner" ist genauso facettenreich ausgearbeitet. Das ist bei mir schon mal die halbe Miete. Dann ist auch noch der Fall gut - spannend, hart, abgründig. Und das Hörbuch ist sozusagen die Kirsche auf der Sahne. Von Wolfgang Wagner so gut gesprochen, dass ich Kapitel um Kapitel gehört habe und dem Kopfkino freien Lauf gelassen habe.
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Fazit: BÄM! "Hundstage für Beck" trifft voll ins Schwarze. Ein Krimi der härteren Gangart. Autor Tom Voss überzeugt damit auf ganzer Linie - mich zumindest. Beck macht süchtig. Prädikat: Absolut lesens- und/oder hörenswert! Fall 2 "Eiszeit für Beck" ist gerade Mitte Dezember erschienen - und macht hoffentlich genau in diesem Stil weiter. Davon werde ich mich hoffentlich zeitnah überzeugen können.

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Veröffentlicht am 28.12.2021

Heimeliger Wohlfühlroman

New Hope - Der Glanz der Hoffnung
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"New Hope - Der Glanz der Hoffnung" von Rose Bloom ist ein Roman, den ich als rundum heimelig bezeichnen möchte. Wer sich in New Hope nicht wohlfühlt, ist selber Schuld. Die Kleinstadt strahlt einfach ...

"New Hope - Der Glanz der Hoffnung" von Rose Bloom ist ein Roman, den ich als rundum heimelig bezeichnen möchte. Wer sich in New Hope nicht wohlfühlt, ist selber Schuld. Die Kleinstadt strahlt einfach nur Herzlichkeit aus. Hier leben scheinbar nur nette Menschen, die jeden gleich unvoreingenommen und freundschaftlich aufnehmen.
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Darum geht's: Liz ist nach einem traumatischen Ereignis in San Francisco verstummt und hat der Stadt den Rücken gekehrt. Sie sucht die Abgeschiedenheit und Ruhe. Die Bewohner von New Hope empfangen sie mit offenen Armen. Liebe steht eigentlich nicht auf Liz' Plan - wäre da nicht der smarte Ranger und Naturbursche Graham...
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New Hope - das ist gleichbedeutend mit Freundschaft und Familienanschluss. Hier trifft man auf unglaublich viel Herzlichkeit und dazu noch wunderschöne Natur. Rose Bloom beschreibt das alles so lieblich und warm, dass New Hope automatisch zum Sehnsuchtsort wird. Fast war es mir ein bisschen zu viel Friede, Freude, Eierkuchen. Aber im letzten Drittel kommt dann doch noch etwas Drama und Spannung in die Geschichte. Zum Glück. Das gibt dem Roman nochmal die nötige Würze.
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"New Hope - Der Glanz der Hoffnung" ist Band 2 einer 4-teiligen Reihe. In jedem Roman geht es um die Liebesgeschichte eines anderen Paares. In diesem Fall sind es Graham & Liz. Sie und die anderen Figuren des Buches sind gleich irgendwie zu Freunden geworden. Und New Hope … was soll ich sagen? Ich bin ein Großstadt- und Ruhrpottkind mit Leib und Seele - aber New Hope ist eine erholsame Auszeit vom stressigen und grauen Stadt-Alltag. Ein lichter Ort mit Lieblingsmenschen, zu denen ich gerne wieder zurückkehren werde.

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Veröffentlicht am 25.12.2021

Langatmig und nicht spannend

Perfect Day
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Romy Hausmann ist ein kleiner Popstar unter den Autoren. Mit "Liebeskind" ist sie durchgestartet. Begeisterte Rezensionen habe ich darüber gelesen - während der Nachfolger "Martha schläft" auch viel Kritik ...

Romy Hausmann ist ein kleiner Popstar unter den Autoren. Mit "Liebeskind" ist sie durchgestartet. Begeisterte Rezensionen habe ich darüber gelesen - während der Nachfolger "Martha schläft" auch viel Kritik abbekommen hat. Beide Bücher habe ich nicht gelesen und mich entschieden mit "Perfect Day" ganz unvoreingenommen zu starten. Leider muss ich sagen, dass dieser Thriller so gar nicht gefallen hat.

Darum geht's: Anns Vater soll ein Mörder sein und über Jahre kleine Mädchen getötet haben. Die Medien bezeichnen ihn als den "Schleifenmörder". Ann glaubt, dass an den Vorwürfen nichts dran ist. Sie will die Unschuld ihres Vaters beweisen.

Soweit so gut. Der Einstieg ins Buch war vielversprechend. Romy Hausmanns kühl-distanzierter Schreibstil hat mir gefallen. Auch die unterschiedlichen Erzählstränge, Perspektiven und Zeitebenen fand ich anfangs spannend. Das wird ein Kracher, habe ich gedacht und auf die Initialzündung gewartet. Die kam aber nicht. Statt dessen die Fehlzündung.

Es ist wie es ist: Der Thriller hat Potential - für meinen Geschmack wird aber so gar nichts daraus gemacht. Der Spannungsbogen sinkt recht schnell ab und die Story kommt nicht mehr in die Pötte. Selbst auf psychologischer Ebene hat mich das Buch nicht überzeugt. Die Handlung zieht sich wie ein schal gekauter Kaugummi , der auch keine Blase mehr hergibt. Die Story ist langatmig. Die Charaktere haben mich total kalt gelassen. Kein Tempo, dass mich durch das Buch getrieben hat. Der Plot ist so dahingeplätschert. Und die Auflösung dann ... hm ja ... eigentlich hatte ich nix anderes mehr erwartet.

Fazit: Meinen Geschmack hat dieser Thriller leider nicht getroffen. Mir persönlich hat Spannung gefehlt. Und das wurde auch auf anderen Wegen nicht wett gemacht. Für mich ist "Perfect Day" kein Anreiz, nochmal etwas von Romy Hausmann zu lesen.

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