Verstörender Buchgenuss
The Book EatersDer Roman The Book Eaters von Sunyi Dean spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen erlebt man Teile aus der Vergangenheit, Devons Kindheit, ihre erste erzwungene Eheschließung, die Geburt ihrer Tochter und ...
Der Roman The Book Eaters von Sunyi Dean spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen erlebt man Teile aus der Vergangenheit, Devons Kindheit, ihre erste erzwungene Eheschließung, die Geburt ihrer Tochter und deren Verlust. In der Gegenwart erlebt man Devon als Mutter, die für ihren Sohn Cai über alle Grenzen der Moral hinausgeht, auf der Suche nach einem anderen Familenclan und einem Nahrungersatzmitteilung namens 'Erlösung". Das Buch spart nicht an brutalen und blutigen Szenen. Der Untertitel " wie viele Menschen würdest du opfern um dein Kind zu retten " ist hierbei ernst gemeint. Praktisch jeder Protagonisten ist ein Monster. Auch Devon, aufgrund Ausweglosigkeit und verdrehter Mutterliebe. Das Setting ist modern, auch wenn der Lebensstil der Familien, besonders der Fairweathers hoffnungslos antiquiert ist. Mädchen werden weltfremd erzogen, mit Märchenbüchern gefüttert und aus Gründen des Fortbestandes der Familien mehrfach verheiratet. Ausgeprägter Patriachisums, Tradition und die Reduktion der weiblichen Buchesserinnen auf ihre Funktion als Mutter-Braut bestimmen die Familien. Gerade der Fantasy-Hintergrund zu Buchessern und Seelenfresser fand ich fesselnd. Mich hat es tatsächlich gereizt zu erfahren, wie sich die kleine Devon aus der Vergangenheit entwickelt und welchen Plan sie für sich und ihren Sohn hat. Insgesamt fand ich das Buch spannend, an einigen Stellen aber tatsächlich etwas zu brutal und verstörend.