Eine wirklich düstere Geistergeschichte...
The Warm Hands of GhostsZum Buch: Der junge kanadische Soldat Freddie Iven kämpft im ersten Weltkrieg in Belgien und wird zusammen mit dem deutschen Soldaten Winter verschüttet. Beide halten aneinander fest und können dem Tod ...
Zum Buch: Der junge kanadische Soldat Freddie Iven kämpft im ersten Weltkrieg in Belgien und wird zusammen mit dem deutschen Soldaten Winter verschüttet. Beide halten aneinander fest und können dem Tod nur gerade so entkommen. Seit dem Ereignis haben die beiden eine besondere Verbindung. Freddies Schwester erhält seine Erkennungsmarken und seine Jacke und geht davon aus, dass Freddie gefallen ist. Da sie selbst als Krankenschwester bereits in Belgien war, kehrt sie an den Ort zurück und hofft, näheres zu Freddie herauszufinden. Doch sie findet so viel mehr heraus…
Meine Meinung: Ich muss gestehen, dass ich eine Weile brauchte, um in diese Geschichte einzutauchen. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man sich „eingelesen“ hat, lässt einen die Story nicht mehr los.
Die düstere Stimmung springt dem Leser aus jeder Seite entgegen und ich musste mehrfach pausieren, bevor ich weiterlesen konnte. Denn die Atmosphäre ist wirklich so dicht, dass sie dem Leser unter die Haut geht… Und man begreift, dass der Begriff „Geister“ so vieles umfassen kann…
Die Geschichte von Laura und Freddie ist mir letztendlich sehr nahe gegangen und ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Dennoch ist es eines der düstersten Geschichten, die mir in der letzten Zeit untergekommen ist, das muss man wissen. Aber es gibt auch wirkliche, echte Zuneigung und am Ende kann man behaupten, dass es sich die Waage hält. Insgesamt sehr emotional.
Mein Fazit: Ein starkes Buch, was mit einer wirklichen Zerstörungskraft daherkommt! Und ich kann behaupten, dass ich froh war, nicht wirklich 1917 im Schützengraben in Flandern gelegen zu haben! Aber die Reise dorthin war sehr fesselnd!