Das Gefühl von echter Freiheit ohne Zwänge...
HeldentageZum Buch: Der 15-jährige Nilo ist spielsüchtig und zockt den ganzen Tag am Handy. Seine Mutter ist eh schon genervt, aber eines Tages eskaliert ihr Streit und Nilo bedroht sie mit einem Messer. Daraufhin ...
Zum Buch: Der 15-jährige Nilo ist spielsüchtig und zockt den ganzen Tag am Handy. Seine Mutter ist eh schon genervt, aber eines Tages eskaliert ihr Streit und Nilo bedroht sie mit einem Messer. Daraufhin holt sie sich Hilfe und bringt ihn in eine Suchtklinik. Gleich am ersten Tag begegnet er Faris, der das gleiche Problem hat und sie teilen sich ein Zimmer. Auch Mayla fällt ihm auf, doch sie ist auf der Akutstation. Abends beobachten die Jungs, wie Mayla sich aus dem Staub macht. Ohne groß nachzudenken, folgen sie ihr…
Meine Meinung: An der Schreibweise merkt man gleich, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt. Aber es ist auch für erwachsene Leser sehr interessant und kurzweilig! Denn die drei begeben sich auf ein gemeinsames Abenteuer, lernen Vertrauen, haben Ängste, frieren und hungern. Und sie lernen sich selber kennen und dass das Leben auch in „echt“ ganz okay sein kann. Sie wachsen immer mehr zusammen und sind nicht mehr nur „Patienten“. Und sie sind wirklich alle sympathisch, jeder so auf seine eigene Weise.
Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch viele Leser lesen, die vielleicht noch einen kleinen Schubs benötigen, um sich selbst auch Hilfe zu holen. Denn der Schritt zwischen „ich bin zu viel am Handy“ und „ich bekomme mein Leben nicht mehr auf die Reihe“ ist nur ein kleiner.
Mein Fazit: Ein schönes Jugendbuch, was junge Leser und Erwachsene gleichermaßen anspricht und sich mit Suchtproblematik beschäftigt. Aber auch damit, was für junge Menschen wichtig ist, um sich auch ohne Suchtmittel wohlzufühlen. Das Buch hat mich gleichermaßen berührt und unterhalten!