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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

Das Gefühl von echter Freiheit ohne Zwänge...

Heldentage
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Zum Buch: Der 15-jährige Nilo ist spielsüchtig und zockt den ganzen Tag am Handy. Seine Mutter ist eh schon genervt, aber eines Tages eskaliert ihr Streit und Nilo bedroht sie mit einem Messer. Daraufhin ...

Zum Buch: Der 15-jährige Nilo ist spielsüchtig und zockt den ganzen Tag am Handy. Seine Mutter ist eh schon genervt, aber eines Tages eskaliert ihr Streit und Nilo bedroht sie mit einem Messer. Daraufhin holt sie sich Hilfe und bringt ihn in eine Suchtklinik. Gleich am ersten Tag begegnet er Faris, der das gleiche Problem hat und sie teilen sich ein Zimmer. Auch Mayla fällt ihm auf, doch sie ist auf der Akutstation. Abends beobachten die Jungs, wie Mayla sich aus dem Staub macht. Ohne groß nachzudenken, folgen sie ihr…

Meine Meinung: An der Schreibweise merkt man gleich, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt. Aber es ist auch für erwachsene Leser sehr interessant und kurzweilig! Denn die drei begeben sich auf ein gemeinsames Abenteuer, lernen Vertrauen, haben Ängste, frieren und hungern. Und sie lernen sich selber kennen und dass das Leben auch in „echt“ ganz okay sein kann. Sie wachsen immer mehr zusammen und sind nicht mehr nur „Patienten“. Und sie sind wirklich alle sympathisch, jeder so auf seine eigene Weise.

Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch viele Leser lesen, die vielleicht noch einen kleinen Schubs benötigen, um sich selbst auch Hilfe zu holen. Denn der Schritt zwischen „ich bin zu viel am Handy“ und „ich bekomme mein Leben nicht mehr auf die Reihe“ ist nur ein kleiner.

Mein Fazit: Ein schönes Jugendbuch, was junge Leser und Erwachsene gleichermaßen anspricht und sich mit Suchtproblematik beschäftigt. Aber auch damit, was für junge Menschen wichtig ist, um sich auch ohne Suchtmittel wohlzufühlen. Das Buch hat mich gleichermaßen berührt und unterhalten!

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Die Kraft der Natur lässt sich auch bei Mordermittlungen nicht aushebeln...

Mord auf den Färöern - Der Kommissar und die Robbenfrau
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Zum Buch: Normalerweise geht es recht ruhig zu auf den Färöer Inseln. Doch plötzlich geschehen grauenhafte Morde. Eine Leiche wird verstümmelt aufgefunden, während dann nur ein Kopf gefunden wird. Damit ...

Zum Buch: Normalerweise geht es recht ruhig zu auf den Färöer Inseln. Doch plötzlich geschehen grauenhafte Morde. Eine Leiche wird verstümmelt aufgefunden, während dann nur ein Kopf gefunden wird. Damit ist die Färöer Polizei mit Kommissar Revur überfordert und sie bekommen Amtshilfe aus Kopenhagen. Amalie Vinther ist anfangs überhaupt nicht erbaut von der Idee, den Inselbewohnern zu helfen, doch im Laufe der Zeit findet sie Gefallen an den Färöern! Zusammen bilden sie ein starkes Team und das müssen sie auch, denn dann verschwindet eine Polizistin…

Meine Meinung: Man merkt sofort, dass die Autorin einen persönlichen Bezug zu den Färöern hat. Ich war auch schon dort und habe viele Details im Buch wiedererkannt! Liebevoll beschreibt sie die Menschen vor Ort und diese einzigartige Natur. Die sehr schön ist, aber auch rau sein kann. Das müssen die Ermittler immer mit einplanen. Man kann nun einmal bei starkem Sturm nicht mit dem Helikopter einfach zur südlichen Insel fliegen und die Fährschiffe können auch manchmal einfach nicht fahren.

Diese erschwerten Bedingungen zusammen mit den Leichenfunden macht die Geschichte unheimlich spannend. Die Ermittler lernt man sehr gut kennen und weiß nach einigen Kapiteln, wie sie ticken. Das Glossar am Anfang des Buches erleichtert dem Leser das Zurechtfinden mit den Namen, aber auch mit färöischen Ausdrucken, die zwischendurch immer mal wieder eingestreut werden.

Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, die Kapitel sind nicht zu lang und gut durchstrukturiert. Dennoch gab es im Mittelteil einige Längen. Aber es lohnt sich, dranzubleiben, denn es wird richtig spannend am Ende!

Mein Fazit: Dieses Buch hat meine Vorliebe für die Färöer Inseln noch bestärkt und mein Sehnsuchtsgefühl wieder geweckt! Wer einmal dort eintauchen möchte, dem lege ich diesen Krimi auf jeden Fall ans Herz! Diese Natur ist einfach nur atemberaubend und die Autorin hat mir mit ihrem Buch wieder Bilder in mein Gehirn gesendet!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Eine sehr leise erzählte Geschichte über Freundschaft, die für ewig ist...

Was wir verschweigen
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Zum Buch: Ein einsam gelegenes Ferienhaus an einem finnischen See mitten im Wald. Dort findet eine Party statt, der Alkohol fließt in Strömen. Doch plötzlich sackt ein Mann zusammen, er wurde mit einem ...

Zum Buch: Ein einsam gelegenes Ferienhaus an einem finnischen See mitten im Wald. Dort findet eine Party statt, der Alkohol fließt in Strömen. Doch plötzlich sackt ein Mann zusammen, er wurde mit einem Messer erstochen. Der Täter wird schnell ausfindig gemacht, lediglich das Messer wird in dem weitläufigen Gelände nicht gefunden. Alles scheint klar, bis herauskommt, dass der Täter Antti vor etlichen Jahren der beste Freund des Hauptkommissars Jari Paloviita war und er ihm sein Leben verdankt…

Meine Meinung: Eigentlich mochte ich diese Geschichte, denn sie erzählt über die Freundschaft zweier Jungen in einem nicht ganz einfachen Umfeld. Aber wenn ich einen Krimi in die Hand nehme, darf ein wenig Spannung auch nicht fehlen. Und die kommt hier meiner Meinung nach viel zu kurz. Die Geschichte wird einfach zu langatmig erzählt, so dass ich wirklich meine Mühe hatte, dranzubleiben. Als Roman hätte ich die Geschichte wirklich gut gefunden, aber so war sie mir einfach zu spannungsarm.

Der Erzählstil von Arttu Tuominen ist allerdings sehr interessant, denn eigentlich wird die Geschichte rückwärts erzählt. Also, was ganz früher in der Jugend der Jungen geschehen ist, erfährt der Leser erst wirklich zum Schluss. Das Buch ist in zwölf Kapitel eingeteilt, die jeweils noch mit Unterkapiteln versehen sind. Gut, dass die Zeitangaben dahinterstehen, sonst würde man ganz schön durcheinanderkommen.

Die Charaktere fand ich ziemlich gut dargestellt, durch die doch recht lange Erzählung bekommen die Charakter natürlich die verdiente Tiefe. Einzig die Ehe von Jari und seiner Frau konnte ich einfach nicht wirklich verstehen. Sie steht wackelig, da auf Lügen aufgebaut.

Mein Fazit: Ich denke, dass diese feinfühlig erzählte Geschichte ihre Liebhaber finden wird, ich werde leider kein Fan. Mir ist das einfach alles viel zu langatmig gewesen. Von daher vergebe ich nur drei Sterne, aber gut, dass Meinungen ja subjektiv sind!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Dieser Trip endet für einige in der Hölle...

The Business Trip
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Zum Buch: Zwei Frauen besteigen das gleiche Flugzeug nach Denver, jede aus einem anderen Grund. Während sich Stephanie, Nachrichtenchefin, auf einer Geschäftsreise zu einem Kongress befindet, ist Jasmine ...

Zum Buch: Zwei Frauen besteigen das gleiche Flugzeug nach Denver, jede aus einem anderen Grund. Während sich Stephanie, Nachrichtenchefin, auf einer Geschäftsreise zu einem Kongress befindet, ist Jasmine auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund. Was als harmlose Begegnung im Flugzeug beginnt, endet in einer Katastrophe. Denn beide verschwinden von der Bildfläche und von beiden gibt es ein Lebenszeichen, dass sie einen Mann kennengelernt haben - und zwar denselben…

Meine Meinung: Ich kann gar nicht glauben, dass es sich hierbei um das Debüt dieser Autorin handelt! Der Plot ist so gut ausgedacht, dass man von einer Fassungslosigkeit in die nächste schlittert! Anfangs lernt der Leser die beiden Frauen kennen. Während Stephanie eine Karrierefrau ist, die geschieden ist und einen erwachsenen Sohn hat, ist Jasmine nicht gerade mit Glück gesegnet. Von ihrer Mutter ungeliebt, schlittert sie von einer schlechten Beziehung in die nächste. Doch Glenn ist richtig gewalttätig und sie knapst immer wieder etwas von ihrem Trinkgeld ab, um fliehen zu können. Dann ist es endlich soweit und sie lernt Stephanie im Flugzeug kennen. Die beiden unterhalten sich, dabei reift ein unglaublicher Plan heran…

Nach ihrem Verschwinden erhalten Freunde und Kollegen der beiden Frauen seltsame Nachrichten. Beide haben einen Mann kennengelernt und sie sind mit zu ihm nach Atlanta geflogen. Lucy, eine befreundete Kollegin von Stephanie spürt, dass da etwas nicht stimmt und stellt ihrerseits eine Falle.

Durch die verschiedenen Perspektivwechsel fliegt man als Leser nur so durch das Buch! Irgendwann glaubt man, die ganze Sache einigermaßen durchschaut zu haben, da kommt die Autorin noch mit einem weiteren Twist um die Ecke! Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und ich konnte das Buch wirklich nicht mehr zur Seite legen!

Mein Fazit: Mann, was für eine irre Geschichte! Die Autorin spielt mit Lügen, Intrigen und fiesen Ideen, als wenn sie nie etwas Anderes gemacht hätte! Das Buch ist dermaßen spannend, dass man nicht viel Zeit braucht, um es zu lesen! Ganz klare Empfehlung von mir und natürlich vergebe ich volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Ein Eintauchen in wirre Gedanken...

Traumatisiert
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Zum Buch: Es geht weiter mit Ira! Sie wohnt mittlerweile mit ihrem Vater Arto zusammen und die beiden vertrauen sich gegenseitig nicht. Er denkt immer, dass Ira sich das Leben nehmen will und Ira durchsucht ...

Zum Buch: Es geht weiter mit Ira! Sie wohnt mittlerweile mit ihrem Vater Arto zusammen und die beiden vertrauen sich gegenseitig nicht. Er denkt immer, dass Ira sich das Leben nehmen will und Ira durchsucht sein Zimmer nach versteckten Alkoholflaschen. Ein schwieriges Zusammenleben. Doch dann bekommen sie die Chance, beide bei der Zeitung „Helsinkier Nachrichten“ anzufangen. Da bekommt Ira die Idee, den Todesursachen nachzugehen, die nur als Name kurz in den Nachrichten auftauchen. Und sticht damit in ein Wespennest…

Meine Meinung: Gleich vorweg: das ist der zweite Teil der Reihe um Ira und wenn man den ersten nicht gelesen hat, versteht man die Hintergründe nicht. Auch so sind die Zusammenhänge oft nicht ganz klar und manches stiftet arge Verwirrung beim Lesen. Dennoch muss man, wenn man Iras Geschichte kennt, weiterlesen, um herauszufinden, was auch Ira herausfindet… Und das ist wirklich unglaublich!

Laut Klappentext soll es hier ja hauptsächlich um die kurz vor der Rente stehenden Kriminalkommissarin Kerttu Leppänen gehen, doch ich finde, sie bekleidet hier eine zwar einnehmende, doch Nebenrolle. Was das Lesen hier auch nicht einfacher macht, sind die wirren Zeitsprünge, die leider nicht gekennzeichnet sind. Trotzdem hat mir auch das Buch wieder gefallen, weil einfach eine irre Idee dahintersteckt!

Mein Fazit: Ein spannender Psychothriller, wenn man sich nicht abschrecken lässt, auch mal in wirre Gedanken einzutauchen! Aber bitte unbedingt den ersten Teil lesen, er hieß „Therapiert“!

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