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Veröffentlicht am 20.06.2026

Wenn Fußballgeschichte wieder Gänsehaut macht

Spiele für die Ewigkeit
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Manchmal reicht schon ein Spielstand, und sofort läuft im Kopf wieder das komplette Fußballkino an. 7:1. Bern. Sevilla. Turin. Zack, Gänsehaut. Dieses Buch ist wie eine große Zeitreise durch deutsche WM ...

Manchmal reicht schon ein Spielstand, und sofort läuft im Kopf wieder das komplette Fußballkino an. 7:1. Bern. Sevilla. Turin. Zack, Gänsehaut. Dieses Buch ist wie eine große Zeitreise durch deutsche WM Geschichte, nur ohne muffigen Geschichtsunterricht und ohne dieses trockene Tabellenblabla, bei dem einem nach drei Seiten der Kaffee kalt wird.

Sascha Theisen nimmt einen mit in Spiele, die man kennt, liebt, verflucht oder vielleicht nur aus Erzählungen kennt. Und trotzdem fühlt es sich beim Lesen so an, als säße man wieder mit Schweißhänden vor dem Fernseher. Gerade diese Mischung aus großen Bildern, packenden Momenten und kleinen Erinnerungsfunken macht richtig Spaß.

Natürlich sind viele Spiele dabei, bei denen man sofort denkt: Ja klar, das muss rein. Das Wunder von Bern, das Finale 1990, die Nacht von Sevilla, das Sommermärchen 2006 und natürlich Brasilien 2014. Aber genau darum funktioniert das Buch so gut. Es sammelt nicht einfach Ergebnisse, sondern Stimmungen. Jubel, Drama, Schmerz, Trotz und dieses typische Fußballgefühl, bei dem erwachsene Männer plötzlich wieder wie Kinder vorm Bildschirm hängen.

Besonders schön ist, dass das Buch für ältere Fans genauso funktioniert wie für jüngere Fußballfreunde. Wer manches selbst erlebt hat, bekommt Erinnerungen zurück. Wer es nur aus Clips kennt, versteht besser, warum diese Spiele bis heute so groß sind.

Kein Buch, das man nüchtern wegliest. Eher eins zum Blättern, Staunen, Erinnern und nebenbei laut sagen: Mensch, was war das damals bitte für ein Spiel?

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Ingeborg Bachmann zwischen Licht, Liebe und Abgrund

Dieses unruhige Ich
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Manche Bücher kommen nicht laut polternd zur Tür rein, sondern setzen sich einfach an den Tisch, schauen einen an und sagen: Jetzt hör mal kurz zu. Dieses unruhige Ich ist genau so ein Buch.

Dieter Burdorf ...

Manche Bücher kommen nicht laut polternd zur Tür rein, sondern setzen sich einfach an den Tisch, schauen einen an und sagen: Jetzt hör mal kurz zu. Dieses unruhige Ich ist genau so ein Buch.

Dieter Burdorf erzählt Ingeborg Bachmann nicht wie eine staubige Literaturfigur aus dem Regal, sondern als Frau voller Widersprüche, Sehnsucht, Stärke, Schmerz und diesem dauernden inneren Flackern. Beim Lesen hatte ich öfter den Gedanken: Mensch, was muss in dieser Frau alles los gewesen sein. Ruhm, Liebe, Sprache, Zusammenbrüche, Freundschaften, Verletzungen und immer wieder dieses Schreiben, als würde daran das ganze Leben hängen.

Besonders stark fand ich, wie Beziehungen nicht einfach als Klatschfutter serviert werden. Paul Celan, Max Frisch, Hans Werner Henze und andere tauchen nicht auf wie Namen zum Angeben, sondern als Menschen, die Bachmann geprägt, getragen, verletzt oder gespiegelt haben. Das macht die Biographie intensiv, manchmal schwer, aber nie billig.

Ganz ehrlich, zwischendurch musste ich langsamer lesen. Nicht, weil es langweilig war, sondern weil dieses Leben nicht mal eben nebenbei wegzulesen ist. Da steckt viel Dunkelheit drin, aber auch wahnsinnig viel Kraft. Burdorf schreibt klug, nah dran und mit Respekt. Kein Sensationsgehechel, eher ein genaues Hinsehen.

Für mich ist das eine starke Biographie für alle, die Literatur nicht nur lesen, sondern spüren wollen. Kein Buch für nebenbei, aber eins, das nachhallt.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Kaffeeduft, Waffelherz und ganz viel Renate

Aber bitte mit Sahne!
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Schon beim ersten gedanklichen Duft von frisch gebrühtem Bohnenkaffee und warmen Waffeln hatte mich dieses Buch mitten im Herzen erwischt. Renate Bergmann ist wieder da und bringt genau diese Mischung ...

Schon beim ersten gedanklichen Duft von frisch gebrühtem Bohnenkaffee und warmen Waffeln hatte mich dieses Buch mitten im Herzen erwischt. Renate Bergmann ist wieder da und bringt genau diese Mischung mit, die sich anfühlt wie ein Besuch bei einer Oma, die einem erst Kuchen auf den Teller legt und danach ungefragt das Leben sortiert.

In Spreeweide soll der alte Dorfkrug wieder Schwung bekommen, und natürlich bleibt Renate nicht einfach daneben stehen. Mit Gertrud, Kurt und Ilse an ihrer Seite wird nicht lange geredet, sondern angepackt. Das Café, der Kuppelkrug, die Erinnerungen an Tanzkurs, Jugend und alte Zeiten ergeben eine Geschichte, die warm, verschmitzt und wunderbar gemütlich erzählt ist.

Mir hat besonders gefallen, wie viel Herz zwischen all den frechen Bemerkungen steckt. Renate ist direkt, manchmal herrlich stur, aber nie kalt. Sie erinnert daran, wie wichtig Gemeinschaft ist, wie schön alte Erinnerungen sein können und dass ein Stück Kuchen manchmal mehr verbindet als viele große Worte.

Aber bitte mit Sahne! ist für mich ein liebevoller Wohlfühlroman mit Humor, Nostalgie und ganz viel Oma Charme. Kein Buch, das laut sein muss, sondern eines, das mit Kännchen Kaffee, Waffelduft und einem Augenzwinkern glücklich macht.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Wenn Langeweile Urlaub macht

Mit dir spiele ich am liebsten – Das ultimative Urlaubsduell-Buch
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Lange Reisen können ja wunderschön sein, bis nach fünf Minuten der erste fragt, wann man endlich da ist. Genau da kommt Mit dir spiele ich am liebsten genau richtig um die Ecke und macht aus Langeweile ...

Lange Reisen können ja wunderschön sein, bis nach fünf Minuten der erste fragt, wann man endlich da ist. Genau da kommt Mit dir spiele ich am liebsten genau richtig um die Ecke und macht aus Langeweile kleine Wettkämpfe, Lacher und herrlich unnötigen Ehrgeiz.

Das Buch ist bunt, locker und sofort verständlich. Stift raus, Seite auf, loslegen. Keine komplizierte Anleitung, kein ewiges Vorbereiten, kein Papa muss erst mal zehn Seiten Regeln studieren. Sehr angenehm, denn im Urlaub will man ja spielen und nicht nebenbei noch ein Brettspielstudium abschließen.

Besonders schön finde ich die Mischung aus Logikrätseln, Zeichenaufgaben, Wissensduellen und kleinen Challenges. Da ist genug Abwechslung drin, damit nicht nach drei Aufgaben die Luft raus ist. Mal wird gegrübelt, mal gekritzelt, mal gelacht und manchmal denkt man sich nur: Warum bin ich bei so einer simplen Aufgabe bitte so schlecht?

Die heraustrennbaren Seiten sind praktisch, gerade wenn mehrere gleichzeitig spielen wollen oder man unterwegs nicht immer das ganze Buch herumreichen möchte. Für Familien, Paare, Geschwister oder Freunde ist das echt ein kleines Urlaubsretterchen.

Mit dir spiele ich am liebsten ist kein tiefgründiges Lesebuch, sondern ein Mitmachbuch mit Tempo, Spaß und Herz. Genau dafür funktioniert es richtig gut. Perfekt für Strandtasche, Zugfahrt, Hotelabend oder Regentag im Ferienhaus.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Ein literarischer Roadtrip durch den amerikanischen Traum

I Have a Dream
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Manesse haut hier nicht einfach ein Buch raus, sondern eher einen literarischen Roadtrip quer durch die Seele Amerikas. I Have a Dream fühlt sich an wie eine riesige Jukebox, in die jemand Freiheit, Hoffnung, ...

Manesse haut hier nicht einfach ein Buch raus, sondern eher einen literarischen Roadtrip quer durch die Seele Amerikas. I Have a Dream fühlt sich an wie eine riesige Jukebox, in die jemand Freiheit, Hoffnung, Widerspruch, Jazz, Staubstraßen, Großstadtlichter und eine ordentliche Portion Sehnsucht geworfen hat.

Beim Lesen hatte ich immer wieder dieses Gefühl: Mensch, Amerika ist eben nicht nur laute Politik, grelle Schlagzeilen und dieses ewige Kopfschütteln vor dem Fernseher. Da steckt so viel mehr drin. Träume, Kämpfe, große Worte, gebrochene Versprechen, mutige Stimmen und Menschen, die trotz allem an eine bessere Welt glauben.

Der Band ist natürlich ein echter Brocken. 960 Seiten nimmt man nicht mal eben mit ins Wartezimmer, außer man möchte nebenbei noch den Bizeps trainieren. Aber genau das passt auch. Dieses Buch will nicht schnell konsumiert werden. Es will aufgeschlagen, durchstöbert, wieder weggelegt und später erneut entdeckt werden.

Besonders schön ist diese Mischung aus Reden, Briefen, Essays, Gedichten, Storys und Songs. Das wirkt nicht trocken, sondern lebendig. Mal nachdenklich, mal poetisch, mal wuchtig und manchmal fast überraschend zart. Gerade die Gegensätze machen den Reiz aus.

Für mich ist I Have a Dream ein Buch für Menschen, die Amerika nicht verklären wollen, aber trotzdem spüren möchten, warum dieser Traum so viele bewegt hat. Ein edler, kluger und emotionaler Band, der zeigt: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt oft ein tiefer Riss, aber genau dort beginnt Literatur manchmal am stärksten zu leuchten.

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