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Veröffentlicht am 01.05.2026

Zwischen Begehren und Abgrund

Ultramarin
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Es beginnt wie ein flirrend leichter Sommer! Lou, Raf und plötzlich auch Nora treiben gemeinsam durch warme Tage an der dänischen Küste. Doch hinter salziger Luft und scheinbarer Freiheit brodelt etwas ...

Es beginnt wie ein flirrend leichter Sommer! Lou, Raf und plötzlich auch Nora treiben gemeinsam durch warme Tage an der dänischen Küste. Doch hinter salziger Luft und scheinbarer Freiheit brodelt etwas Unausgesprochenes, das sich langsam und unaufhaltsam entfaltet.

Ich bin ehrlich: Mich hat dieses Buch eher verstört als verführt. Die Dynamik zwischen den Figuren fühlte sich für mich wie ein Fiebertraum an, ein Spiel aus Nähe und Distanz, das mich eher genervt als gefesselt hat. Lou wirkte auf mich oft erschreckend naiv! Keine der Figuren hat mich wirklich erreicht, ich blieb eher eine stille Beobachterin am Rand.

Der Schreibstil ist in Ordnung. Die fehlende wörtliche Rede hat mich auf Abstand gehalten, ich konnte kaum richtig eintauchen.
Am Ende blieb für mich kein nachhaltiges Gefühl, es überraschte mich übrigens auch überhaupt nicht das die Story so zu Ende ging!

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Wenn Familien schweigen, wird es gefährlich

King Cobra
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Manchmal steigt man in einen Zug und merkt erst unterwegs, dass man nicht nur Richtung Budapest fährt, sondern mitten rein in den alten Familienkeller, in dem seit Jahren keiner mehr gelüftet hat. King ...

Manchmal steigt man in einen Zug und merkt erst unterwegs, dass man nicht nur Richtung Budapest fährt, sondern mitten rein in den alten Familienkeller, in dem seit Jahren keiner mehr gelüftet hat. King Cobra ist genau so ein Buch. Es riecht nach Schnaps, Staub, alten Wunden und diesem unangenehmen Schweigen, das in Familien gern mal als Tradition verkauft wird.

Lazi kommt nach Ungarn zurück, auf der Suche nach dem Gewehr des Großvaters. Klingt erstmal nach Roadtrip mit leicht gefährlichem Gepäck, wird aber schnell zu etwas viel Größerem. Da geht es um Gewalt, Herkunft, Körper, Scham und die Frage, was eigentlich passiert, wenn man nicht mehr brav stillhält. Und ja, zwischendurch dachte ich schon: Junge, dieses Buch nimmt aber keine Abkürzung zum Wohlfühlregal.

Was mir richtig gefallen hat, ist diese Mischung aus Wut und Zärtlichkeit. Darida schreibt nicht glattgebügelt, sondern rau, bildhaft und manchmal mit einem Humor, der genau dann reinknallt, wenn man kurz Luft holen will. Diese unberechenbaren Tanten, die Schnäpse, die Dorfstimmung, das hat Leben. Nicht immer bequem, aber verdammt lebendig.

King Cobra ist kein Buch, das man einfach wegliest und dann hübsch ins Regal stellt. Es kriecht nach, zischt ein bisschen im Kopf herum und zwingt einen, hinzuschauen. Für mich ein starkes, mutiges Debüt mit Ecken, Giftzähnen und Herz.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Kochen wie eine Einladung zum Bleiben

Martha. Das Kochbuch
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Zwischen glänzenden Tafeln, warmem Ofenduft und diesem ganz besonderen Gefühl von „Heute machen wir es uns schön“ entfaltet Martha. Das Kochbuch seinen Charme. Schon beim Durchblättern hatte ich das Gefühl, ...

Zwischen glänzenden Tafeln, warmem Ofenduft und diesem ganz besonderen Gefühl von „Heute machen wir es uns schön“ entfaltet Martha. Das Kochbuch seinen Charme. Schon beim Durchblättern hatte ich das Gefühl, nicht einfach nur Rezepte vor mir zu haben, sondern kleine Erinnerungsstücke aus einem Leben, das Kulinarik, Stil und Gastfreundschaft miteinander verbindet.

Besonders gefallen hat mir, dass dieses Buch mehr ist als eine reine Rezeptsammlung. Die persönlichen Fotos, Anekdoten und Geschichten geben dem Ganzen eine warme, fast private Note. Man merkt auf jeder Seite, dass hier nicht nur gekocht, sondern gefeiert, eingeladen, erinnert und weitergegeben wird.

Die Rezepte wirken elegant, teilweise opulent und sehr bewusst ausgewählt. Das ist kein Buch, das ich mal eben hektisch zwischen Einkaufstüte und Feierabend aufschlage. Es ist eher eines für besondere Momente, für lange Wochenenden, Gäste, Familientafeln oder diesen inneren Wunsch, aus einem Essen ein kleines Ereignis zu machen.

Manche Gerichte brauchen sicher Zeit, gute Zutaten und Lust auf ein bisschen Inszenierung. Genau deshalb fühlt es sich aber auch so besonders an. Für mich ist es ein stilvolles, liebevoll gestaltetes Kochbuch mit Seele, Geschichte und einer großen Portion Gastgeberglanz.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Wenn Eis Geschichten erzählt

Unterwegs zu den Gletschern der Welt
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Manchmal liegt die größte Wucht nicht im lauten Knall, sondern in einem Stück Eis, das langsam verschwindet. Dieses Buch hat genau so eine Wirkung. Es drängt sich nicht brüllend auf den Schoß, sondern ...

Manchmal liegt die größte Wucht nicht im lauten Knall, sondern in einem Stück Eis, das langsam verschwindet. Dieses Buch hat genau so eine Wirkung. Es drängt sich nicht brüllend auf den Schoß, sondern setzt sich daneben, schaut dich an und sagt: Guck mal genauer hin, Freundchen.

Daniel Schwartz nimmt einen mit zu Gletschern auf der ganzen Welt und macht daraus viel mehr als nur einen Reisebericht mit kalten Füßen. Da geht es um Klima, Geschichte, Krieg, Erinnerung, um alte Expeditionen, verschwundene Spuren und um diese eigenartige Melancholie, wenn Natur plötzlich wie ein Archiv wirkt, das jemand heimlich anzündet.

Besonders stark fand ich, wie persönlich das Ganze wird. Der fast 90-jährige Vater auf seiner letzten Wanderung, der Birchgletscher kurz vor dem Absturz, Fundstücke im tauenden Eis. Das sind Momente, bei denen man kurz innehält und denkt: Uff. Das ist jetzt nicht nur schön beschrieben, das kratzt auch irgendwo innen an der Wand.

Klar, wer hier ein schnelles Abenteuerbuch mit Daueraction erwartet, wird vielleicht etwas ungeduldig auf dem Sofa herumrutschen. Das hier ist eher ein Buch zum langsamen Lesen, zum Nachdenken, zum Zwischendurch-aus-dem-Fenster-Starren. Aber genau darin liegt seine Kraft.

Unterwegs zu den Gletschern der Welt ist klug, bildstark, melancholisch und erstaunlich menschlich. Ein Buch über Eis, das am Ende ziemlich warm ums Herz wird. Und ja, danach schaut man auf schmelzende Gletscher definitiv nicht mehr wie auf irgendeine Nachricht aus der Wetter-App.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Wenn Hufe plötzlich Geschichten erzählen

Hufen helfen
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Zwischen Stallgeruch, Putzkiste und diesem kleinen Ziehen im Bauch, wenn am Huf irgendetwas nicht so aussieht wie sonst, hat dieses Buch bei mir genau den richtigen Nerv getroffen.

Hufen helfen ist kein ...

Zwischen Stallgeruch, Putzkiste und diesem kleinen Ziehen im Bauch, wenn am Huf irgendetwas nicht so aussieht wie sonst, hat dieses Buch bei mir genau den richtigen Nerv getroffen.

Hufen helfen ist kein trockenes Fachbuch, bei dem man nach drei Seiten innerlich absattelt. Es nimmt einen angenehm verständlich an die Hand und zeigt, wie viel man am Huf erkennen kann, wenn man genauer hinschaut. Risse, Strahl, Hufwand, Pflege, Hygiene und Schutz werden so erklärt, dass ich nicht das Gefühl hatte, überfordert zu werden, sondern eher sicherer und wacher im Umgang mit meinen Pferden.

Besonders schön fand ich, dass die Inhalte praktisch bleiben. Es geht nicht darum, plötzlich selbst alles besser wissen zu wollen, sondern darum, Probleme früher zu bemerken, Fragen stellen zu können und den eigenen Blick zu schulen. Genau das macht das Buch für mich so wertvoll.

Meine beiden Pferdekinder fanden es super und hilfreich, und ja, ich auch. Dieses Buch steht nicht nur hübsch im Regal, es wird mit in den Stall gedacht. Für alle, die Hufe nicht nur sauber kratzen, sondern wirklich besser verstehen möchten, ist es eine richtig starke Empfehlung.

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