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Veröffentlicht am 14.06.2026

Ein Familienroman, der leise nachhallt

Räume zum Verschwinden
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Manche Bücher kommen nicht laut polternd durch die Tür, sie stehen plötzlich im Raum und schauen einen einfach an. Genau so fühlt sich Räume zum Verschwinden an. Kein schneller Familienroman für nebenbei, ...

Manche Bücher kommen nicht laut polternd durch die Tür, sie stehen plötzlich im Raum und schauen einen einfach an. Genau so fühlt sich Räume zum Verschwinden an. Kein schneller Familienroman für nebenbei, sondern ein literarisches Mosaik, das sich Stück für Stück zusammensetzt und dabei ordentlich im Kopf nachhallt.

Stuart Nadler erzählt von Sonja, Fania, Moses und Arnold, verteilt über Zeiten, Orte und Lebensbrüche. London, Montreal, Prag, England, dazu Wien als verlorener Ursprung. Klingt erstmal nach schwerem Stoff und ja, das ist es auch. Aber nicht im Sinne von zäh, sondern eher wie ein altes Fotoalbum, bei dem man plötzlich merkt, dass zwischen den Bildern viel mehr steht als auf den ersten Blick sichtbar ist.

Besonders stark ist diese leise Wucht. Da wird nicht alles erklärt, nicht jedes Gefühl groß ausgeleuchtet. Vieles bleibt zwischen den Zeilen, in Blicken, Erinnerungen und Schweigen. Genau das macht es so passend für die Geschichte einer Familie, die von Krieg, Schuld, Exil und Trauma geprägt ist. Manchmal möchte man beim Lesen kurz sagen: Mensch, redet doch endlich miteinander. Aber dann merkt man, dass manche Wunden eben nicht einfach brav auf Kommando erzählen.

Der Roman verlangt Aufmerksamkeit. Wer Action, klare Antworten und Tempo sucht, wird hier vermutlich ungeduldig mit dem Fuß wippen. Wer aber literarische Familiengeschichten mag, die sich Zeit nehmen und ihre Figuren nicht glattbügeln, bekommt ein tiefes, trauriges und wunderschön erzähltes Buch.

Räume zum Verschwinden ist kein Wohlfühlroman, aber einer mit Herz, Schatten und Nachhall. Ein Buch, das nicht verschwindet, nur weil man es zuklappt.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Gemüse kann so schön nach Zuhause schmecken

Jeden Tag Gemüse
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Schon beim ersten Durchblättern hat mich dieses Kochbuch richtig abgeholt, weil Gemüse hier nicht nach Pflichtprogramm aussieht, sondern nach Genuss, Farbe und echter Küchenfreude.

Die Rezepte wirken ...

Schon beim ersten Durchblättern hat mich dieses Kochbuch richtig abgeholt, weil Gemüse hier nicht nach Pflichtprogramm aussieht, sondern nach Genuss, Farbe und echter Küchenfreude.

Die Rezepte wirken frisch, alltagstauglich und trotzdem besonders. Genau diese Mischung liebe ich bei Kochbüchern. Es gibt Gerichte, die schnell nach Feierabend funktionieren, aber auch Ideen, bei denen man Lust bekommt, sich am Wochenende etwas mehr Zeit zu nehmen. Alles ist so aufgebaut, dass man nicht das Gefühl hat, erst den halben Supermarkt leer kaufen zu müssen.

Besonders begeistert hat uns die Rubrik „Zutat kann ersetzt werden durch“. Das ist einfach Gold wert. Gerade im Alltag fehlt immer irgendetwas, oder jemand mag eine bestimmte Zutat nicht. Hier wird nicht stur ein Rezept vorgegeben, sondern man bekommt direkt Alternativen an die Hand. Dadurch fühlt sich das Buch flexibel, modern und richtig lebensnah an.

Optisch ist „Jeden Tag Gemüse“ ebenfalls ein Genuss. Die Bilder machen Hunger, die Gerichte sehen natürlich aus und man bekommt sofort Lust, mehr Gemüse auf den Teller zu bringen. Für mich ist es ein Kochbuch, das nicht im Regal verstaubt, sondern wirklich benutzt wird.

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Wenn Liebe im Schatten der Dämonen blüht

The Scorpion and the Night Blossom – Dolch und Blüte
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Dunkel, gefährlich und trotzdem wunderschön zart hat uns diese Geschichte direkt in ihren Bann gezogen. Meine Tochter und ich haben The Scorpion and the Night Blossom als Buddyread gelesen, immer abwechselnd ...

Dunkel, gefährlich und trotzdem wunderschön zart hat uns diese Geschichte direkt in ihren Bann gezogen. Meine Tochter und ich haben The Scorpion and the Night Blossom als Buddyread gelesen, immer abwechselnd im gleichen Buch, und schon nach den ersten Kapiteln hieß es bei uns: Du darfst nicht ohne mich weiterlesen!

Àn’yīngs Weg hat uns beide sehr berührt. Diese Mischung aus Angst, Mut und Liebe zu ihrer Mutter ging richtig nah. Besonders schön waren unsere kleinen Lesemomente zwischendurch. Wenn Yù’chén auftauchte, schaute meine Tochter mich nur an und meinte: Dem traue ich nicht, aber irgendwie doch. Genau dieses Gefühl hat das Buch wunderbar getragen.

Die Welt ist düster, magisch und voller Bilder, die im Kopf bleiben. Dämonen, ewige Nacht, gefährliche Prüfungen und ein Reich der Unsterblichen, das viel schöner wirkt, als es eigentlich ist. Man spürt beim Lesen ständig, dass hinter allem noch mehr lauert.

Für mich war es ein sehr starker Auftakt mit viel Herzklopfen, Spannung und einer leisen Romantik, die nicht alles überdeckt. Nicht jede Wendung hat mich komplett überrascht, aber das gemeinsame Mitfiebern mit meiner Tochter hat das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis gemacht.

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Ein Garten voller Dornen, Liebe und Geheimnisse

Hazelthorn
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Manor, Mord und ein Garten, der viel zu lebendig wirkt: Hazelthorn hat mich direkt in eine Welt gezogen, die wunderschön und gleichzeitig vollkommen unheimlich ist. Dieses eBook fühlt sich an wie ein Spaziergang ...

Manor, Mord und ein Garten, der viel zu lebendig wirkt: Hazelthorn hat mich direkt in eine Welt gezogen, die wunderschön und gleichzeitig vollkommen unheimlich ist. Dieses eBook fühlt sich an wie ein Spaziergang durch Nebel, Dornen und alte Geheimnisse, bei dem man längst merkt, dass etwas nach einem greift, aber trotzdem weitergeht.

Evander war für mich eine Figur, die mir schnell naheging. Seine Einsamkeit, seine Angst und dieses Gefühl, nie wirklich frei zu sein, haben mich emotional gepackt. Laurie dagegen bringt genau diese gefährliche Mischung aus Charme, Misstrauen und Verletzlichkeit mit, die die Geschichte so spannend macht. Zwischen den beiden knistert es nicht einfach nur romantisch, sondern dunkel, kompliziert und herzzerreißend.

Besonders stark fand ich die Atmosphäre. Hazelthorn Manor lebt fast wie eine eigene Figur, voller Schatten, Geheimnisse und unausgesprochener Wahrheiten. Der Garten ist dabei nicht nur Kulisse, sondern eine echte Bedrohung. Diese botanische Horror-Stimmung ist bildgewaltig, beklemmend und manchmal richtig unangenehm schön.

CG Drews schreibt poetisch, intensiv und sehr gefühlvoll. Manche Sätze wirken wie Dornen, die sich langsam festsetzen. Für mich war das genau passend zum Genre, auch wenn man sich auf diese Art von Erzählweise einlassen muss.

Hazelthorn ist düster, romantisch, giftig schön und emotional überraschend stark. Ein Buch für alle, die Horror nicht nur erschreckend, sondern auch traurig, zart und gefährlich schön mögen.

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Wenn Rom brennt und das Gewissen flüstert

Kaputt Mundi
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Rom 1944, Geschützdonner vor der Stadt, Angst in den Gassen und mittendrin ein deutscher Offizier, der nicht nur einen Todesfall klären muss, sondern gefühlt auch seine eigene Seele sortiert. Kaputt Mundi ...

Rom 1944, Geschützdonner vor der Stadt, Angst in den Gassen und mittendrin ein deutscher Offizier, der nicht nur einen Todesfall klären muss, sondern gefühlt auch seine eigene Seele sortiert. Kaputt Mundi ist kein Krimi, der mit Blaulicht um die Ecke biegt und einem die Lösung auf dem Silbertablett serviert. Das hier ist eher ein Glas schwerer Rotwein bei Kerzenschein, nur dass draußen der Krieg tobt und man beim Lesen öfter denkt: Uff, das sitzt.

Ben Pastor baut eine Atmosphäre auf, die richtig unter die Haut geht. Dieses besetzte Rom wirkt nicht wie Kulisse, sondern wie eine eigene Figur. Schön, kaputt, stolz, gefährlich. Martin Bora fand ich dabei besonders spannend, weil er kein einfacher Held ist. Er ist Teil eines Systems, trägt Schuld, hat Loyalitäten, aber eben auch Gewissen. Genau diese innere Reibung macht ihn so interessant.

Der Fall um Magda Reiner ist dabei nicht nur ein Mordrätsel, sondern ein Türöffner in eine Welt voller Macht, Angst, Verrat und persönlicher Abgründe. Manchmal musste ich mich etwas konzentrieren, weil viele Namen, politische Interessen und historische Ebenen zusammenkommen. Das ist kein Buch für nebenbei zwischen zwei Sprachnachrichten. Aber wenn man sich darauf einlässt, wird man belohnt.

Besonders gefallen hat mir, dass der Roman nicht billig schockt. Die Spannung kommt leise, fast schleichend, und plötzlich merkt man, wie sehr einen diese Geschichte gepackt hat. Kaputt Mundi ist düster, klug und bitter, aber auch unglaublich faszinierend. Kein Wohlfühlkrimi, eher ein Gewissenskrimi mit Herzklopfen.

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