Profilbild von Alrik

Alrik

Lesejury Star
offline

Alrik ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Alrik über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2025

Blut, Schwert und Bastarde – ein Fantasy-Brett

Bastardklingen
0

Blut, Stahl und ziemlich viel Chaos – genau das liefert Bastardklingen. Wer glaubt, hier gäbe es die übliche Fantasy-Suppe mit Schwertschwingern, Drachen und einem prophezeiten Helden, irrt. Stattdessen ...

Blut, Stahl und ziemlich viel Chaos – genau das liefert Bastardklingen. Wer glaubt, hier gäbe es die übliche Fantasy-Suppe mit Schwertschwingern, Drachen und einem prophezeiten Helden, irrt. Stattdessen stolpert man zusammen mit Casias, einem jungen Soldaten, in ein Massaker, aus dem er mehr oder weniger lebendig rauskriecht – und zufällig eine dieser sagenumwobenen Bastardklingen einsackt. Klingt nach Jackpot? Tja, nicht ganz. Denn dieses Schwert bringt mindestens so viele Probleme wie Vorteile.

Was mir richtig gefallen hat: Die Truppe rund um Casias ist wild zusammengewürfelt. Von der Hexenkönigin-Tochter bis zum traumatisierten Krieger – das fühlt sich fast an wie eine Fantasy-WG mit eingebautem Weltuntergang. Jeder bringt eine Menge Gepäck mit (emotional wie magisch), und genau das macht die Dynamik so spannend. Besonders Khara mit ihrer geheimnisvollen Ausstrahlung hat es mir angetan – ich hätte am liebsten gleich mehr über sie erfahren.

Die Welt selbst ist ein brodelnder Hexenkessel: uralte Mächte, dunkle Geheimnisse und eine Schlachteninsel, die so blutig ist, dass selbst Tarantino „uff“ sagen würde. Da knistert es an allen Ecken, und das Setting ist so dicht, dass man sich beim Lesen manchmal wünscht, wenigstens einen Helm aufzusetzen. Der Stil ist flott, bildhaft und voller wuchtiger Szenen – manchmal etwas zu viel des Guten. Ein, zwei Kapitel weniger Gemetzel hätten die Geschichte nicht geschadet.

Warum keine fünf Sterne? Ganz einfach: Es gibt Momente, in denen der Plot sich ein bisschen verzettelt und die Infos über die Welt wie Lawinen auf einen niederprasseln. Da wäre weniger manchmal mehr gewesen. Trotzdem bleibt Bastardklingen ein herrlich düsteres Fantasy-Brett, das Fans von epischen Kämpfen und verdorbenen Göttern abholt. Fazit: Kein Wohlfühlroman, aber ein knallharter Ritt durch Blut und Schatten – und ja, ich will wissen, wie es weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2025

Blut, Stahl und ganz viel Funkensprühen

Blood and Steel
0

Von null auf hundert mitten in einer Fantasy-Welt voller Blut, Stahl, Intrigen und dieser typischen Slowburn-Romanzen, die einen gleichzeitig nerven und süchtig machen – genau das liefert Blood and Steel. ...

Von null auf hundert mitten in einer Fantasy-Welt voller Blut, Stahl, Intrigen und dieser typischen Slowburn-Romanzen, die einen gleichzeitig nerven und süchtig machen – genau das liefert Blood and Steel. Althea hat nur drei Jahre, um ihre Träume zu verwirklichen, bevor das Schicksal sie einholt. Klingt dramatisch? Ist es auch. Aber keine Sorge, zwischendrin gibt’s ordentlich Action, bissige Dialoge und so viele Funken zwischen ihr und Wilder, dass man schon fast eine Feuerlöscherwarnung bräuchte.

Die Mischung ist wirklich ein guter Cocktail: ein Schuss „Enemies to Lovers“, ein Spritzer „Forbidden Love“ und dann noch eine Prise „Who did this to you?“ – und zack, hat man genau den Stoff, aus dem Romantasy-Träume sind. Trotzdem, und deswegen gibt’s hier vier Sterne, zieht sich die Geschichte an manchen Stellen ein kleines bisschen. Klar, Slowburn ist Programm, aber manchmal denkt man sich als Leser: Leute, jetzt küsst euch doch endlich, bevor der nächste Monsterangriff kommt.

Die Kämpfe sind brutal, das Training hart und die Intrigen so fies, dass man fast Lust bekommt, selbst in diese Welt zu hüpfen – nur ohne Monster und Todesprophezeiungen, bitte. Althea als Heldin rockt total, weil sie sich nicht unterkriegen lässt und eine große Klappe hat, auch wenn sie fast draufgeht. Wilder ist der typische grummelnde Schwertmeister, der „eigentlich nicht darf, aber irgendwie doch will“. Funktioniert perfekt, auch wenn man ihn manchmal gerne schütteln würde.

Alles in allem: ein starker Auftakt einer Reihe, die süchtig macht. Wer auf Blood and Ash, Throne of Glass oder The Witcher steht, wird sich hier sofort zuhause fühlen. Nur das mit dem Farbschnitt ist echt gefährlich – einmal in der Hand gehabt, und schon will man den Rest der Reihe im Regal stehen haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2025

365 Gebete, die wirklich ins Leben passen

Mit der Bibel für deine Kinder beten
0

Gebete für Kinder klingen erstmal nach einem frommen Pflichtprogramm – so nach dem Motto: Hände falten, Klappe halten. Aber dieses Buch hat mich komplett überrascht. Nancy Guthrie schafft es, die trockene ...

Gebete für Kinder klingen erstmal nach einem frommen Pflichtprogramm – so nach dem Motto: Hände falten, Klappe halten. Aber dieses Buch hat mich komplett überrascht. Nancy Guthrie schafft es, die trockene Theorie von „man müsste ja mehr beten“ in echte Alltagspraxis zu verwandeln. Und das Ganze nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern so, dass man sich denkt: Ach krass, das kann ich wirklich sofort ausprobieren.

365 Andachten und Gebete – klingt erstmal nach einer Menge Holz, ist aber wie ein spiritueller Werkzeugkasten. Jeden Tag ein Bibelvers, ein Gedanke dazu und dann ein Gebet, das man direkt für seine Kinder sprechen kann. Keine Floskeln, kein Kitsch. Sondern ehrlich, klar und manchmal richtig herausfordernd. Ich ertappe mich regelmäßig dabei, wie ich denke: „Stimmt, darum bete ich viel zu selten!“ Und plötzlich wird der Blick nicht nur auf die Kids gerichtet, sondern auch auf mein eigenes Herz. Ziemlich clever, wie die Autorin das hinbekommt.

Was mir gefällt: Es ist nicht dieser Zuckerwatte-Glaube, der nach drei Tagen in sich zusammenfällt. Die Texte haben Substanz. Es geht um Weisheit, Glauben, Beziehungen – kurz: um die Dinge, die im echten Leben zählen. Und selbst an Tagen, an denen ich komplett platt auf dem Sofa liege, reichen drei Minuten mit diesem Buch, um meine Perspektive wieder gerade zu rücken.

Am Ende merke ich: Ich bete nicht nur für meine Kinder, sondern wachse selber dabei. Vielleicht das coolste Nebenprodukt überhaupt. Für alle Väter und Mütter, die sich manchmal fühlen wie spirituelle Anfänger im Survival-Modus: Dieses Buch ist wie ein Navi mit göttlichem GPS. Und das Beste: Man muss sich dafür nicht verbiegen, man darf einfach ehrlich mit Gott reden – so wie man ist. Genau so soll’s sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2025

Wilde Ferien – wilder Buddyread!

Woodwalkers & Friends/Seawalkers & Friends. Wilde Ferien
0

Kaum hat man die letzte Seite umgeblättert, hängt man schon wieder wie ein Fisch an der Angel und will mehr. Diese wilden Ferien haben uns komplett reingezogen – mich und meine Tochter. Wir haben abwechselnd ...

Kaum hat man die letzte Seite umgeblättert, hängt man schon wieder wie ein Fisch an der Angel und will mehr. Diese wilden Ferien haben uns komplett reingezogen – mich und meine Tochter. Wir haben abwechselnd gelesen, diskutiert, gelacht und ein bisschen gezankt, wer jetzt schneller weiterlesen darf. Einer von uns (ich sag nicht wer) hat heimlich vorgeblättert. Verrat pur!

Die Kombi aus Regenwald-Action mit Carag, Holly und Brandon und der Ozean-Expedition mit Tiago, Shari und Chris hat uns richtig in Urlaubsstimmung katapultiert – mit Schweißperlen auf der Stirn und Salz in der Nase. Ständig neue Gefahren, freche Sprüche und dann diese typischen „Oh nein!“-Momente, wo wir beide gleichzeitig laut aufgestöhnt haben. Buddyread in Stereo, quasi.

Holly hat uns immer wieder zum Kichern gebracht, Brandon sorgt für Herz, und Tiago ist sowieso unser gemeinsamer Held. Die Mischung aus knalligen Abenteuern, Freundschaftsmomenten und Naturschutzthemen passt einfach perfekt. Meine Tochter hat beim Lesen plötzlich angefangen, Delfingeräusche nachzumachen, während ich ernsthaft überlegt habe, ob ich als Puma wirklich im Regenwald überleben könnte (Spoiler: wahrscheinlich nicht lange).

Besonders cool: die Extra-Kurzgeschichte mit den Kojoten-Jungs James und Joe – da haben wir uns sofort neue Spitznamen gegeben. Und die Illustrationen von Claudia Carls sind wie immer ein Highlight, die Figuren springen einem direkt entgegen.

Am Ende hatten wir beide das Gefühl, dass diese „Ferien“ eigentlich viel zu schnell vorbeigingen. Aber genau so muss ein Abenteuerbuch sein: ein wilder Ritt (oder besser gesagt Sprung, Tauchgang, Sprint) durch Fantasie, Natur und jede Menge Kopfkino. Fazit: Wilde Ferien = wilde Begeisterung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2025

Eingeschneit in der Hölle – und ich liebe es

Ein unerwarteter Gast
0

Schnee, Sturm, Kälte – klingt erstmal nach Skiurlaub ohne Après-Ski, oder? Aber hier hat Heather Gudenkauf einen Thriller hingeknallt, der einen eher dazu bringt, die Kuscheldecke noch ein bisschen fester ...

Schnee, Sturm, Kälte – klingt erstmal nach Skiurlaub ohne Après-Ski, oder? Aber hier hat Heather Gudenkauf einen Thriller hingeknallt, der einen eher dazu bringt, die Kuscheldecke noch ein bisschen fester zu packen. Ein verlassenes Farmhaus mitten im Nirgendwo, die Tür knarzt, der Kamin knistert, und ich als Leser sitze quasi mit Popcorn in der Hand daneben und denke: „Wylie, Mädel, da draußen stapft garantiert niemand mit Plätzchen vorbei.“

Diese Atmosphäre ist so dicht, dass man fast selbst den Schnee unter den Stiefeln knirschen hört. Die Story packt dich sofort: Schriftstellerin Wylie denkt, sie hat den perfekten Rückzugsort gefunden, um in Ruhe zu schreiben. Denkste! Statt Ruhe gibt’s Mord, Gänsehaut und ein Kind, das urplötzlich im Schneesturm auftaucht – halb erfroren und komplett wortlos. Und natürlich weiß man: Wenn Kinder in Thrillern schweigen, dann liegt der Hammer tief im Keller.

Heather Gudenkauf spielt mit all den klassischen Zutaten – alte Geheimnisse, ein Haus voller Geschichte, eine Hauptfigur, die sich eigentlich nur Tee kochen wollte und plötzlich ums nackte Überleben kämpft. Aber das Ganze ist so geschickt konstruiert, dass es niemals abgedroschen wirkt. Die Spannung dreht sich wie eine Eisspirale immer weiter nach oben, Kapitel für Kapitel.

Was ich besonders feiere: Dieses Buch ist kein platter „Whodunit“, sondern ein clever verschachteltes Puzzle, bei dem jede Wendung sitzt. Und ja, ich hab mir zwischendurch eingeredet, dass ich schlauer bin als die Autorin. Spoiler: war ich nicht. Am Ende saß ich da wie ein Schneemann nach Föhnsturm – komplett zerlegt, aber begeistert.

Fazit: Wer Lust hat auf knisternde Spannung, frostige Nerven und eine Geschichte, die einem die Nächte klaut – rein ins Farmhaus! Aber bitte nicht ohne Taschenlampe und Kakao.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere