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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2020

Ein guter Debütroman

Wie viele willst du töten
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Meine Meinung
„Wie viele willst du töten“ ist die deutsche Übersetzung des Debütromans von Joanna Schaffhausen, die 2020 im dtv Verlag erschienen ist. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Officer Ellery ...

Meine Meinung
„Wie viele willst du töten“ ist die deutsche Übersetzung des Debütromans von Joanna Schaffhausen, die 2020 im dtv Verlag erschienen ist. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Officer Ellery „Ellie“ Hathaway.

Ellie, die früher Abigail hieß und die einzige Überlebende des Serienkillers Francis Michael Coben ist, lebt nun in Woodbury und arbeitet dort als Polizistin. Eigentlich führt Ellie ein relativ normales Leben, doch dann bekommt sie jedes Jahr zu ihrem Geburtstag eine anonyme Karte zugeschickt und gleichzeitig verschwindet jedes Mal ein Mensch aus ihrem Umfeld spurlos. Nur weiß in Woodbury niemand von ihrer Vergangenheit und so wird Ellie von ihren Kollegen für verrückt erklärt als sie an einen Zusammenhang glaubt. Weil Ellie vermutet, dass es sich um das Werk eines Nachahmungstäters handelt, kontaktiert sie in ihrer Verzweiflung den FBI-Agenten Reed Markham, den Mann, der sie damals vor dem sicheren Tod gerettet hat. Doch Reed ist skeptisch. Kann er der traumatisierten Ellery vertrauen?

Ellery ist der Autorin gut gelungen. Sie hat einen interessanten Charakter, der dank seiner Ecken und Kanten authentisch wirkt und sich so gut in die Geschichte einfügt. Natürlich sind die Ereignisse aus ihrer Vergangenheit nicht spurlos an ihr vorbeigegangen. Ellery ist schwer traumatisiert, lebt zurückgezogen und das einzige Lebewesen, dass sie in ihrem Haus duldet ist ihr Hund Bump. Allerdings muss ich zugeben das mir Ellery am Ende zu viele falsche Entscheidungen getroffen hatte und sie mir daher nicht sonderlich sympathisch war.

In den meisten Fällen kann ich mich mit dem männlichen Protagonisten besser anfreunden als mit dem weiblichen. Bei Reed war das leider nur bedingt der Fall. Wahrscheinlich wäre er mir sympathisch gewesen, wenn sein Charakter nicht ewig wiederkehrende Klischees bedient hätte. Da wären seine Eheprobleme, seine Affären, sein Alkoholproblem (glücklicherweise hält sich dieses halbwegs in Grenzen) und die Tatsache, dass sein Job absolut immer an erster Stelle steht. Sicherlich ist es positiv, dass er sich bis zum Schluss um Ellies Sicherheit sorgt und sie daher keine Sekunde aus den Augen lässt. Sein extremes Misstrauen gegenüber Ellery gefiel mir nur mäßig aber als er ihr wichtige Informationen verschweigt war meine Geduld am Ende.

Was mir bei einem Spannungsroman immer sehr wichtig ist, ist eine ordentliche Portion Spannung, die irgendwann im Verlaufe der Handlung dafür sorgen muss, dass ich das Buch keine Sekunde mehr aus der Hand legen kann. „Wie viele willst du töten“ beginnt mit einer Rückblende, die nicht durch ihre Brutalität besticht, sondern durch eine mehr als nur gruslige Atmosphäre. Zwar enden die meisten Kapitel mit einem Cliffhanger so richtig spannend wird es aber erst zum Ende hin. Das große Finale schlägt dann allerdings ein wie eine Bombe und mit dem Täter konnte mich die Autorin tatsächlich überraschen. Angeblich gibt es immer wieder Hinweise auf den Täter, die ich aber scheinbar allesamt überlesen habe, denn ich wusste erst ganz zum Schluss wer es ist.

Warum auf dem Cover „Thriller“ steht hat sich mir bis zum Schluss nicht erschlossen, denn für mich handelt es sich bei diesem Buch eher um einen Krimi. Leider sind mir in letzter Zeit mehrere solcher Bücher in die Hände gefallen und ich frage mich mittlerweile nach welchen Kriterien die Verlage die Bezeichnung „Thriller“ vergeben.

Erzählt wird das Buch aus der Sicht von Ellery und Reed. Der Perspektivwechsel hat die Geschichte für mich noch spannender gemacht. Trotz dem ein oder anderen Übersetzungsfehler ließ sich die Geschichte recht flüssig lesen. Mein einziger Kritikpunkt ist die Länge der einzelnen Kapitel, die viel zu lang waren, was meinen Leserhythmus negativ beeinflusst hat. Bei 333 Seiten besteht das Buch mal gerade aus 12 Kapiteln, die zwischen 20 und 40 Seiten lang sind. Mehrere kürzere Kapitel hätten mir deutlich besser gefallen.

Fazit
Joanna Schaffhausen ist mit ihrem Debüt ein passabler Spannungsroman gelungen, der zwar zu Beginn so seine Längen hat, zum Ende hin aber mit einer guten Portion Spannung daherkommt. „Wie viele willst du töten“ ist für mich definitiv kein Pageturner, weil mir aber die Idee gefallen hat und die Umsetzung in Ordnung ist, bekommt das Buch von mir eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 14.02.2020

Die perfekt gelungene Fortsetzung!

Abgefackelt
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- ACHTUNG! - FORTSETZUNG! - ACHTUNG! -

Wer „Abgeschlagen“ noch nicht gelesen hat, der sollte diese Rezension aus SPOILER-GRÜNDEN nicht weiterlesen. Fangt die Reihe unbedingt mit „Abgeschlagen“ an, denn ...

- ACHTUNG! - FORTSETZUNG! - ACHTUNG! -



Wer „Abgeschlagen“ noch nicht gelesen hat, der sollte diese Rezension aus SPOILER-GRÜNDEN nicht weiterlesen. Fangt die Reihe unbedingt mit „Abgeschlagen“ an, denn alles andere würde euch massiv SPOILERN und euch so einen Großteil der Spannung nehmen. All die Leser die „Abgeschlagen“ bereits gelesen haben heiße ich an dieser Stelle herzlich Willkommen und wünsche euch informatives weiterlesen.

Meine Meinung

„Abgefackelt“ ist der zweite Teil einer Reihe, in deren Mittelpunkt der Rechtsmediziner Paul Herzfeld steht. Herzfeld ist dem ein oder anderen Thriller Fan vielleicht schon aus "Abgeschnitten" bekannt. In diesem Thriller, der von "Sebastian Fitzek" und "Michael Tsokos" gemeinsam geschrieben wurde, stand Herzfeld bereits im Mittelpunkt und kämpfet als Rechtsmediziner gegen das Böse. In „Abgefackelt“ wird nun die Vorgeschichte von Herzfeld fortgesetzt.

Die Handlung von „Abgefackelt“ schließt sich fast nahtlos an die Handlung von "Abgeschlagen" an. Paul Herzfeld lebt zwar immer noch in Kiel, wird aber von seinem Vorgesetzten vorübergehend nach Itzehoe versetzt, wo er an einem angeblich ruhigeren Klinikum die Stelle eines kürzlich verstorbenen Pathologen übernehmen soll. Herzfeld muss jedoch sehr schnell feststellen das sein neuer Arbeitsplatz alles andere als ruhig ist und die Todesursache seines Vorgängers nicht ansatzweise so unscheinbar ist, wie seine Kollegen im weismachen wollen. Pauls Neugierde ist natürlich sofort geweckt und so stellt der Rechtsmediziner auf eigene Faust Nachforschungen an. Nur leider bleiben seine Recherchen nicht lange unentdeckt und plötzlich schwebt Herzfeld erneut in akuter Lebensgefahr.

Nachdem mich der erste Band mit einem wirklich fiesen Cliffhanger zurückgelassen hatte, konnte ich das Erscheinen der Fortsetzung natürlich kaum noch erwarten. Ich freue mich also riesig, dass ich den zweiten Band vorablesen dürfte und Himmel! Er ist noch besser als der erste Band. Innerhalb von zwei Tagen habe ich „Abgefackelt“ verschlungen und ich bin immer noch ein bisschen traurig, dass es so schnell vorbei war. Jetzt warte ich sehnsuchtsvoll auf den nächsten Band, weil mich auch „Abgefackelt“ mit einem wirklich heftigen Cliffhanger zurückgelassen hat.

Herzfeld war mir auch in diesem Band von der ersten Seite an sympathisch und ich habe jede Sekunde mit ihm genossen. Herr Tsokos schickt seine Leser auf eine wirklich atemberaubende Achterbahnfahrt der Spannung, die bei mir eine ordentliche Portion Nervenkitzel hervorrufen konnte. In etlichen Situationen habe ich buchstäblich die Luft angehalten, weil ich gar nicht so schnell lesen könnte wie mich die Spannung gepackt hat und ich daher unbedingt wissen wollte was als nächstes passiert. An dieser Stelle gebe ich jedem Leser den Tipp sich Zeit zunehmen, denn wen es dir so geht wie mir, dann kannst du das Buch wahrscheinlich keine Sekunde mehr aus der Hand legen.

Was mir auch im zweiten Band sehr gut gefallen hat war die verständliche Erklärung medizinischer Abläufe. Mal abgesehen vom kriminalistischen Teil der Handlung bekommt der Leser auch in diesem Buch einen intensiven Einblick in der Arbeit eines Rechtsmediziners. Zwar benutzt der Autor bei seinen detaillierten Beschreibungen eine große Menge an Fachbegriffen, erklärt diese aber im nächsten Satz so, dass sie auch für einen Leihen ohne medizinische Ausbildung problemlos nachvollziehbar sind.

Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was die Spannung intensiviert und die Geschichte für mich noch lebendiger gemacht hat. Unterstützt wurde das Ganze durch einen flüssigen Schreibstil und kurze Kapitel. Jedes dieser Kapitel beginnt mit einer Ortsangabe, einem Datum und einer Uhrzeit, was mir die Orientierung innerhalb der Handlung erleichtert hat.

Fazit

„Abgefackelt“ ist für mich die perfekte Fortsetzung einer spannenden True-Crime Reihe, von der ich einfach nicht genug kriegen kann und die ich jedem weiterempfehle der ein Fan von diesem Subgenre ist. Ich hoffe daher sehr, dass wir uns 2021 auf den nächsten Band freuen dürfen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2019

Gegensätze ziehen sich an

The Banker
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„The Banker“ ist der dritte und letzte Band der „San Francisco Hearts“ Trilogie. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Lennon und Jasper. Lennon hat eigentlich große Pläne für ihre Zukunft, weiß aber nicht ...

„The Banker“ ist der dritte und letzte Band der „San Francisco Hearts“ Trilogie. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Lennon und Jasper. Lennon hat eigentlich große Pläne für ihre Zukunft, weiß aber nicht immer wie sie diese Umsetzen soll und so fängt sie, ganz zum Missfallen ihrer Familie, ein Projekt nach dem anderen an, bringt diese aber nur bedingt zu einem erfolgreichen Ende. Jasper ist ein guter Freund von Lennons älterem Bruder und arbeitet als erfolgreicher Investmentbanker. Lennon erhofft sich von Jasper Hilfe bei einem ihrer Projekte. Weiß aber nicht so ganz wie sie mit ihm in Kontakt kommen soll, denn ihr Bruder will ihr Partout nicht helfen.

Sowohl Lennon als auch Jasper konnten mich von der ersten Seite an packen und in ihren Bann ziehen. Lennon war mir mit ihrer unvergleichlichen Art sofort sympathisch und ich konnte mich super in sie hineinversetzen. Trotz ihrer chaotischen Art sind ihre Familie und ihre beiden besten Freundinnen das wichtigste in ihrem Leben und ich finde das Autorenduo hat das sehr glaubhaft rübergebracht. Jasper hat mich anfänglich sehr fasziniert und mit jedem weiteren Versuch, denn Lennon gestartet hat, um seine Aufmerksamkeit zu erregen, wurde ich immer neugieriger. Ich wollte unbedingt einen Blick hinter seine Maske werfen, die im ersten Moment einen recht unnahbaren Typen aus ihm gemacht hat, aber das ist wirklich nur Fassade. Lennon gelingt es schließlich einen Blick hinter diese Maske zu werfen und WOW! Der Mann besteht aus gefühlt einer millionen Facetten, die ihn zu einer wundervollen Persönlichkeit machen. Man sollte sich auf keinen Fall von seiner beruflichen Seite täuschen lassen, denn privat ist Jasper ein komplett anderer Mensch.

Das Buch wird aus der Sicht von Lennon erzählt. Lennons Gedanken und Gefühle waren für mich so gut nachvollziehbar. Bei Jaspers hingegen hatte ich in manchen Situationen so meine Schwierigkeiten. Ein paar Szenen aus seiner Sicht wären schon hilfreich gewesen.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Die Länge der Kapitel variiert zwischen kurz und lang, war für meinen Geschmack aber niemals zu lang. Das Buch ließ sich angenehm lesen und ich habe es innerhalb von eineinhalb Tagen verschlungen, weil es einfach nur mega gut war und mich keine Sekunde lang losgelassen hat.

Fazit
Mit „The Banker“ hat Piper Rayne einen sehr gelungenen Abschluss zu einer fast perfekten und sehr unterhaltsamen Reihe geschrieben, der mich definitiv neugierig auf weitere Bücher der beiden macht. Von mir gibt es also eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne mal so richtig lachen wollen.

Veröffentlicht am 31.07.2019

Heiß, heißer, Nicholas

Prince of Passion – Nicholas
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Ich bin ja ein riesiger Fan von diesem Genre und der Royal Faktor macht das Buch nur noch besser. (Mit einer der Gründe warum ich mich für dieses Buch beworben habe!)

Anfänglich war ich noch leicht skeptisch, ...

Ich bin ja ein riesiger Fan von diesem Genre und der Royal Faktor macht das Buch nur noch besser. (Mit einer der Gründe warum ich mich für dieses Buch beworben habe!)

Anfänglich war ich noch leicht skeptisch, weil mich der Klappentext ein bisschen an "Die Royals-Saga" von Geneva Lee erinnert hat aber die Bücher haben meiner Meinung nach so absolut gar keine Gemeinsamkeiten. (Mal abgesehen davon, das der männliche Protagonist ein Prinz ist.)

Während ich die "Die Royals-Saga" einfach nur unglaublich schlecht und nervig fand, konnte mich der erste Band von "Prince of Passion" regelrecht fesseln und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Ein absolut fantastischer Reihenauftakt, der mich so perfekt unterhalten konnte, das ich das Buch keine Sekunde aus der Hand legen konnte.

Vorab eine kleine Warnung! Das Buch enthält eine Menge Sexszenen und eine sehr explizite Wortwahl. Aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt der Handlung das Gefühl, das es zu viel des Gutem war. Die Szenen waren gut in die Handlung eingebunden und ließen sich angenehm lesen.

Beide Protagonisten konnten mich von der ersten Seite an fesseln und so in ihren Bann ziehen. Ich sollte vielleicht am Rande erwähnen, dass das bei mir nich all zu oft der Fall ist, viel mehr passiert mir das bei jedem 10 Buch und dann sind es schon viele. (Ich lese im Schnitt nicht mehr als 50 Bücher pro Jahr.) Mir hat es regelrecht Spaß gemacht ihrer Geschichte zuflogen und am Ende war ich sogar ein bisschen traurig, weil die Geschichte so schnell vorbei war.

Wer sich jetzt fragt ob die beiden ein Happy End bekommen, dem sei gesagt das hier ist ein Liebesroman. Die Wahrscheinlichkeit ist also ziemlich groß aber wer es genau wissen will, der muss das Buch schon selber lesen.

Am Schreibstil hat mir gefallen, das er schön flüssig war und sich das Buch so angenehm lesen ließ. Erzählt wird es abwechselnd aus der Perspektive von Nicholas und Olivia. Was mir bei diesem Genre immer besonders gut gefällt, weil man so eine Blick in die Gedanken beider Protagonisten werfen kann und die Geschichte so noch greifbarer wird.

Mit "Prince of Passion – Nicholas" ist Emma Chase ein mehr als nur unterhaltsamer Reihenauftakt gelungen, der ein paar unvergessliche Lesestunden garantiert und der für mich definitiv zu meinen Jahreshighlights zählt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 01.05.2019

Eine einzige Katastrophe!

Lotus House - Lustvolles Erwachen
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"Lotus House - Lustvolles Erwachen" ist der erste Teil der neuen Reihe von Audrey Carlan. Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch das wirklich schöne Cover. Leider ist dies aber auch das einzige ...

"Lotus House - Lustvolles Erwachen" ist der erste Teil der neuen Reihe von Audrey Carlan. Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch das wirklich schöne Cover. Leider ist dies aber auch das einzige was mir an diesem Buch wirklich gefallen hat.

Als ich mir die Leseprobe durchgelesen hatte war mein erster Gedanke, dass hier könnte der Start zu einer vielversprechenden neuen Reihe werden, von der ich definitiv mehr lesen möchte. Leider konnte die Autorin das Niveau aus der Leseprobe so überhaupt nicht halten. Mit jedem weiteren Kapitel wurde das Buch immer schlechter und spätestens ab der Mitte und dem ersten richtigen Sex zwischen den beiden, war die Geschichte definitiv an einer Stelle angekommen, an der ich nur noch mit dem Kopfschütteln konnte.

Ums kurz und schmerzlos zu machen. Ein leider sehr großer Teil der von Trent verwendeten Wort ist übermäßig vulgär und für ein Geschichte dieser Art völlig unangebracht. Ich weiß nicht! Manchmal kann ich über so eine Wortwahl ja noch lachen (Auch wenn das absolut nicht zur Geschichte gepasst hätte), aber diese hier war so schräg und merkwürdig das ich am liebsten ganz laut geschrien hätte.

Alles was ich mir gewünscht hatte war ein Buch mit einer vernünftigen Handlung und ein paar guten Sexszenen. Was ich bekommen habe grenzte an einen billigen Porno und ich bin definitiv alles andere als prüde und verklemmt.

Als wäre das noch nicht genug wechselt Trents Verhalten zwischen der eines kleinen Kindes im Körper eines Erwachsenen und der eines Höhlenmenschen aus der Steinzeit. Der Autorin ist es wirklich gelungen einen männlichen Protagonisten zu erschaffen, der so dermaßen schlecht ist, dass einem regelrecht die Freude am Lesen vergeht. Was mich regelmäßig aufgeregt hat, war dieser absolut bescheuerte Spitzname, den er Vivvie verpasst hat. Zuckerkirsche? Ernsthaft? Geht es vielleicht noch ein bisschen bescheuerter?

Ich hätte der Geschichte ja vielleicht noch etwas abgewinnen können, wenn die weibliche Protagonistin besser gewesen wäre, aber das war leider nicht der Fall. Vivvie bestand für mich nur aus Yoga und mit dieser "Sportart" kann ich so überhaupt nichts anfangen. Um an dieser Stelle mal ein paar der selten vernünftigen Worte von Trent zu zitieren es ist "spiritueller Spinnerkram". Es gibt ja durchaus Menschen, die glauben an diesen „Kram“ ich gehöre definitiv nicht dazu.

Ich hatte ja wirklich keine großen Erwartungen an dieses Buch aber das was ich bekommen habe war eine einzige Katastrophe. Wenn die Handlung nicht gerade von völlig überzogenem Kitsch ertränkt wurde, dann bestand sie aus Sexszenen der absolut schlechtesten Sorte. Und spätesten ab der Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl, als wären der Autorin die Ideen ausgegangen und die einzige Lösung, die ihr eingefallen ist, waren Überraschung! Noch mehr schlechte Sexszenen.

Abschließend kann ich als nur sagen, dass ich maßlos enttäuscht bin, weil ich weiß das Audrey das definitiv besser kann und ich bin mehr als nur froh, dass ich für dieses Buch kein Geld ausgeben habe. Von mir gibt es 1,5 von 5 Sternen.