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Veröffentlicht am 16.01.2019

Das Mädchen aus den Wäldern

Das Mädchen mit dem Schmetterling
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Dr. Cates ist eine erfolgreiche Kinderpsychologin, die durch mediales Aufsehen in die Schranken gewiesen wird. Nach diesem Vorfall ist nichts mehr, wie es vorher war und wie es der Zufall will, tritt in ...

Dr. Cates ist eine erfolgreiche Kinderpsychologin, die durch mediales Aufsehen in die Schranken gewiesen wird. Nach diesem Vorfall ist nichts mehr, wie es vorher war und wie es der Zufall will, tritt in der Sadt Ihrer Schwester ein ganz besonders Fall auf. Ein kleines Mädchen, taucht plötzlich völlig verängstigt und verwahrlost in der Stadt ihrer Schwester auf. Schnell wird klar, dass die richtige Hilfe gestellt werden muss...

Achtung:
Dieses Buch erschien bereits 2008 unter dem Titel „Wohin das Herz uns trägt“ und wurde in diesem Jahr unter einem neuen Titel neu veröffentlicht.
Kristin Hannah ist eine der wenigen Autorinnen, dessen Geschichten mir immer zu Herzen gehen und so ist es auch mit dem Wolfsmädchen.
Der Schreibstil ist durchweg sehr gefühlvoll und hat mich wieder regelrecht an die Zeilen gebunden. Mit viel Gefühl beschreibt die Autorin das Seelenheil der Kinderpsychologin, die zum ersten Mal einen wahren Sinn im Leben zu erkennen scheint, als sie das verängstigte Mädchen aus den Wäldern trifft. Sie beschließt sich ihrer anzunehmen und von Szene zu Szene ändert sich das Verhältnis. Genau dieser Umschwung gefiel mir sehr gut, dass ich als Leser die Chance hatte die Entwicklung des Mädchens zu verfolgen. Ich habe mit Dr. Cates gehofft, gebangt und mich gefreut, wenn es endlich einen Schritt weiterging. Zwischen den beiden knüpft sich ein zartes Band voller Liebe, was auch die Psychologin endlich wieder aufblühen lässt. Neben dem kleinen Mädchen entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die in der Erzählung so klein gehalten wurde und zum Ende hin zu schnell verlief, dass ich mir sehr einen anderen realistischeren Verlauf gewünscht hätte.

Auch wenn man deutlich merkt, dass sich Kristin Hannah mit ihrem Schreibstil in den Jahren deutlich weiterentwickelt hat, hat mich auch dieses Buch wieder zutiefst berührt. Das Wolfsmädchen werde ich sicherlich nicht so schnell wieder vergessen. 4/5 Sternen.

Veröffentlicht am 25.11.2018

Konnte mich leider nicht überzeugen

Alles, was wir verloren haben
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Lucys Bruder verschwand vor 10 Jahre spurlos und so mehr die Jahre vergingen, umso weniger Beachtung fand dieser alte Fall.
Doch Lucy kann gedanklich ihren Bruder nicht loslassen und auch die alten Gerüchte, ...

Lucys Bruder verschwand vor 10 Jahre spurlos und so mehr die Jahre vergingen, umso weniger Beachtung fand dieser alte Fall.
Doch Lucy kann gedanklich ihren Bruder nicht loslassen und auch die alten Gerüchte, dass Außerirdische den Bruder entführt haben können, lassen sie nicht los. Denn Nolan war in den Tagen vor seinem Verschwinden besessen von Ufos und Sichtungen. Und so macht sich Lucy auf, um endlich die Wahrheit über das Verschwinden des Bruders zu erfahren.

Ich gebe zu, dass ich den Inhalt sehr vielversprechend fand und ich auch sehr neugierig auf das Buch war. Der Schreibstil ist durchweg sehr flüssig und gut zu lesen. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Lucy erzählt aber auch aus Nolans damaliger Sicht und wie sehr er vom dem Gedanken angefixt war, dass er tatsächlich Sichtungen wahrgenommen hat. Diese Abschnitte haben natürlich in allerhand Fragen in meinem Kopf erzeugt. Denn es gibt innerhalb der Erzählung genug Hinweise die darauf schließen lassen, dass ihm tatsächlich etwas zugestoßen ist und in mir eine schiere Spannung erzeugt haben, sodass ich die Auflösung gar nicht abwarten konnte.
Ich gebe zu, dass ich mit dem nun eintreffenden Ende nicht sehr glücklich war und die Spanunng, die so lange aufrechterhalten wurde und die mich auf ein fuminales Ende hoffen ließen, enttäuscht zurückließ. Ich möchte das Ende nun nicht verraten, um anderen den Lesegenuss nicht zu verderben, weil dies jeder anders empfinden wird. Sicherlich spielt in diesem Buch auch Lucys Entwicklung eine große Rolle, die ich als Protagonisten sehr gemocht habe und gerne auf ihrer Reise begleitet habe aber das war mir einfach zu wenig, wenn man bedenkt, dass der Focus für mich eher auf dem Verschwinden von Nolan lag und dessen Aufklärung, was denn nun geschehen ist.
Das Buch hat in meinen Augen einen sehr guten Start hingelegt und konnte mich mit einer ungewöhnlichen Story begeistern. Wenn jetzt nur das Ende passender gewesen wäre...

Veröffentlicht am 24.11.2018

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite über fast 1000 Jahre deutsche Geschichte

Land im Sturm
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Wir begleiten als Leser die deutsche Geschichte von 995 als König Otto gegen die Ungarn kämpfte und enden erst im Jahre 1884 zur Zeit der deutschen Revolution. Ein historischer Romann der sich auf weit ...

Wir begleiten als Leser die deutsche Geschichte von 995 als König Otto gegen die Ungarn kämpfte und enden erst im Jahre 1884 zur Zeit der deutschen Revolution. Ein historischer Romann der sich auf weit über 900 Seiten erstreckt und sich in 5 wichtige Teile unterteilt, die immer eine ereignisereiche Epoche ansprechen.

Auf den ersten Seiten war ich mir gar nicht sicher, wie es dem Autor gelingen würde, wichtige geschichtliche Ereignisse auf den 900 Seiten unterzubringen und mir als Leser das Gefühl zu vermitteln zwischen den zeitlichen Sprüngen nichts zu verpassen.
Tatsächlich ist es Herrn Schwiewe gelungen alle Geschehnisse so zueinander zu stellen, dass ich ein durchweg sehr interessantes Buch mit gut recherchierten Fakten in den Händen hielt, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern konnte.
Sicherlich muss man in diesem Zusammenhang bedenken, dass auf über 900 Seiten und einer so langen geschichtlichen Zeitspanne nicht jedes Jahrhundert genau belechetet worden ist, aber das musste es auch gar nicht. Alle wichtigen Ereignisse wurden angesprochen und in diesem Zusammenhang gefiel mir sehr gut, dass es nicht nur um diese großen Ereignisse ging, sondern dass ich auch ein Teil des damaligen Lebens der einfachen Bürger viel besser nachvollziehen konnten und welchen Wandel auch sie über die Jahrhunderte durchgemacht haben.

Mein Fazit:
„Land im Sturm“ ist ein gut recherchierter Roman, der mich auf über 900 Seiten wirklich begeistern konnte und mir einen sehr guten Einblick in fast 1000 Jahre Geschichte gegeben hat. Für Fans von historischen Romane empfehlenswert.

Veröffentlicht am 02.11.2018

Henry erlebt das Abenteuer seines Lebens

Die Queen und ich – aus dem Leben eines königlichen Corgis
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Nachdem die Temperaturen nun merklich abgekühlt sind und es mit schnellen Schritten auf Weihnachten zugeht, mag ich ganz besonders gerne Weihnachtsromane. Wenn dann noch ein Hund die Hauptrolle spielt, ...

Nachdem die Temperaturen nun merklich abgekühlt sind und es mit schnellen Schritten auf Weihnachten zugeht, mag ich ganz besonders gerne Weihnachtsromane. Wenn dann noch ein Hund die Hauptrolle spielt, kann ich gar nicht anders als zuzugreifen. Und meine Gefühl hat mich auch dieses Mal nicht getäuscht eine witzige Erzählung in den Händen zu halten.

Die Familie Walkers machen einen Spaziergang in der Nähe des Buckingham Palast um die Queen sehen zu können, bis Henry seinem eigenen Kopf leinenlos folgt und sich im dichten Gedrängel verläuft. Plötzlich sind da nicht mehr seine geliebte Menschen, sondern er hat Eingang in den Palast gefunden und das Abenteuer beginnt...
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Hier ist zu einem die Erzählung aus Amys Sicht zu nennen und die Erzählung aus der Sicht des Hundes. Ich muss sagen, es hat mir eine große Freude bereitet, auch Henrys Sichtweise auf so eine witzige und humorvolle Art kennenzulernen, wie ich es mir auch manches Mal von meinen Hunden wünschen würde. Wir erfahren so nicht nur von Henrys Gefühlen, sondern auch wie der Alltag sich zwischen den verwöhnten Palasthunden gestaltet. Henry mischt aber nicht nur die Hunde innerhalb des Palast auf, sondern mischt sich auch in Liebesdingen ein, was ich sehr süß fand. Amys Sicht auf die Dinge ist natürlich viel mehr mit einer traurigen Stimmung belegt, weil alle den kleinen Henry so vermissen und das auch noch kurz vor Weihnachten. Obwohl ich Amys Empfindungen und deren Kinder sehr gut nachvollziehen konnte, hat es die allgemeine Grundstimmung des Buches nicht in Melancholie verwandelt.
Der Gedanke, dass Henry wieder zu seiner Familie zurückfinden wird, war doch zu stark in mir verankert gewesen. Denn genau dort, gehört der kleine neugierige Corgi doch hin.
Und so ist auch das Ende sehr passend gewählt und hat mich sehr zufrieden zurückgelassen.

Mein Fazit:
Ein schöner Roman für die Vorweihnachtszeit, gerade für alle Hundefreunde oder die, die es noch werden wollen.

Veröffentlicht am 28.10.2018

Eine Erzählung, die zum Nachdenken anregt

XX
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Was wäre, wenn zwei Frauen ein leibliches Kind miteinander haben könnten? Und ihn endlich nicht mir das verwehrt bleiben würde, was vorher nur einer Frau und einem Mann vergönnt blieb. Ein leibliches Kind, ...

Was wäre, wenn zwei Frauen ein leibliches Kind miteinander haben könnten? Und ihn endlich nicht mir das verwehrt bleiben würde, was vorher nur einer Frau und einem Mann vergönnt blieb. Ein leibliches Kind, gezeugt aus der DNA beider Frauen. Doch die Sache hat im Buch einen entscheiden Haken. Es können nur noch Mädchen gezeugt werden.

Meine Meinung:
XX was wäre wenn ist in meinen Augen ein sehr spannendes Buch und zeigt zwar noch ein Zukunftsszenario auf, was aber in meinen Augen vielleicht gar nicht mehr so weit von der Realität entfernt liegen mag.
Angelia Chandwick erzählt in diesem Buch sehr anschaulich die Geschichte des homosexuellen Paares Jules und Rosie, die sich nichts sehnlicher als ein eigenes Kind wünschen. Als die Forschung nun endlich so weit ist, gleichgeschlechtlich liebenden Paaren diesen Wunsch zu erfüllen, melden sich beide zu diesem Experiment an. Nicht ahnend, was für eine Lawine der Entrüstung sie damit auslösen werden..
In diesem Buch geht es weniger um den Fortpflanzungsprozess, sondern viel mehr um die Gefühle der beiden und besonders um das mediale Interesse. Denn wie das Buch zeigt, können die Medien gnadenlos sein und drängen beide teilweise in eine schier auswegslose Situaition.
Es ist nicht nur das öffentliche Interesse, was eine Rolle spielt, sondern auch das Verhältnis von Jules und Rosie. Das Buch selbst wird aus der Sicht von Jules erzählt, die in der Beziehung den eher männlichen Part übernommen hat und mit fortschreiten der Schwangerschaft dem großen Druck und den vielen Anfeindungen der Mitmenschen fast nicht mehr standhalten kann. Hier hat die Autorin sehr gutes Feingefühl bewiesen und besonders Jules Position sehr klar dargestellt, sodass ich sehr schnell zu ihr eine Beziehung aufbauen konnte und ihre Gefühle einfach verstand. Die innerliche Zerrissenheit, gepaart mit der Freude auf das Kind und der Liebe zu Rosie. Zwar berichtete Jules aus ihrer Perspektive auch von den Gefühlen von Rosie aber ich hätte mir auch sehr gerne Kapitel gewünscht, in der sie selbst zu Wort gekommen wäre, um ihren Standpunkt viel mehr verstehen zu können. Es gibt in diesem Buch viele bedrückende Momente, die mich immer wieder zum Nachdenken angeregt haben und mich mit Spannungen den weiteren Verlauf lesen ließen. Der Schluss war leider in meinen Augen ein wenig zu aufgesetzt, was die Ernsthaftigkeit dieses ganzes Themas veränderte und so gar nicht zu den vorherigen Kapiteln passte. Hier hätte ich mir einfach ein wenig weniger Drama gewünscht aber das ist ja bekanntlich alles eine Geschmacksfrage.

Dieses Buch stellt keinen Liebesroman dar, sondern regt zum Nachdenken an. Über unser Miteinander, wie negativ Veränderungen teilweise wahrgenommen werden und zeigt besonders auch die Konsequenzen auf, die ein solches Verhalten in den betroffenden Auslösen kann. Ein eindringliches Buch über ein Szenario, welches vielleicht nicht mehr so weit entfernt liegt.