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Veröffentlicht am 21.05.2018

Ein grandioser Auftakt über die Frauen des Löwenhofs

Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe
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Inhalt:
Schweden 1913, Agneta wünscht sich ein Leben fernab dem starren Adel und lebt in Stockholm um ein selbstbestimmtes Lebenweit weg von ihrer Familie führen zu können. Doch eine schreckliche Nachricht ...

Inhalt:
Schweden 1913, Agneta wünscht sich ein Leben fernab dem starren Adel und lebt in Stockholm um ein selbstbestimmtes Lebenweit weg von ihrer Familie führen zu können. Doch eine schreckliche Nachricht bringt sie zurück an den Löwenhof und wird einige schwierige Entscheidungen von ihr abverlangen, die ihr Leben grundlegend ändern werden.

Meine Meinung:
Ich bin schon lange ein Fan der Bücher von Corinna Bormann und konnte auch so an einer neuen Trilogie über die Frauen vom Löwenhof nicht vorbeigehen.

Als Leser lernen wir direkt Agneta in Schweden 1913 kennen und folgen ihr von ihren anfänglichen kurzen Schritten in Stockholm, zurück in ihre Heimatstadt an den Löwenhof. Der Schreibstil ist wie bei all ihren Büchern sehr leicht und bildlich, sodass ich mich direkt so gefühlt habe, als wäre ich auch zu Gast am Löwenhof. Ich mag sowieso gut recherierte Romane und so lernte ich auch die Anfänge der Suffragetten kennen und ihr Kampf um ein selbstbestimmtes Leben und auch im Gegensatz dazu das gesellschaftliche strenge Leben, was Frauen in Agnetas Stellung damals noch zugeschrieben worden ist. Agneta ist eine Protagonistin die ich sehr gemocht habe, weil ich ihre Stärke und die Auflehnung gegen die alten Zeiten sehr bewundert habe. Zudem sind auch alle anderen Charaktere, von Agnetas Freundinnen bis hin zu den Hausangestellten sehr bildhaft beschrieben und geben der Erzählung eine ganz eigene Dynamik. Auch wird der Spannungsbogen konstant hochgehalten und es kamen immer wieder neue wichtige Ereignisse zu Tage, die mich einfach gefesselt und mir einen großen Lesegenuss auf über 700 Seiten beschert haben.

Fazit:
„Die Frauen vom Löwenhof“ ist ein grandioser Auftakt, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern konnte. Ich freue mich sehr auf den nächsten Band und kann Lesern, die zum Beispiel auch die „Tuchvilla-Reihe“ mochten oder die Serie „Downtown Abbey“ dieses Buch sehr ans Herz legen.

Veröffentlicht am 18.05.2018

Ein schöner Auftakt

Der kleine Brautladen am Strand
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Inhalt:
„Bridges by the Sea“ ist ein kleiner Brautladen mitten in Cornwall, der keinen Wunsch an Brautkleidern und Leckereien offenlässt. Hier lebt auch Poppy, die diese verführerischen Kuchen backt und ...

Inhalt:
„Bridges by the Sea“ ist ein kleiner Brautladen mitten in Cornwall, der keinen Wunsch an Brautkleidern und Leckereien offenlässt. Hier lebt auch Poppy, die diese verführerischen Kuchen backt und mit ihrem Leben ganz zufrieden scheint. Doch plötzlich verändert sich ihr sorgenloses Leben und sie soll als Hochzeitsplanerin einspringen. Kann sie dieser Aufgabe gewachsen sein?

Meine Meinung:
„Der kleine Brautladen“ am Strand ist das erste Buch der Autorin aus der „Wedding Shop“ Reihe, dass mich gleich mit seinem liebevoll gestalten Cover in den Bann gezogen hat und das Interesse nach mehr weckte.

Der Schreibstil des Buches ist von Anfang an herrlich leicht und locker und als Leser lernen wir direkt Poppy kennen, die oberhalb des kleinen Brautladens lebt und mit einer Inbrunst Kuchen und andere Leckereien für Kunden zaubert. Poppy habe ich als Mensch von Anfang sehr gemocht, weil sie ein liebevoller Charakter ist und sehr für Ihre Freundinnen einsteht, die auch nicht unerwähnt beiben dürfen. Die Autorin hat nicht nur Poppy einen wundervollen Charakter verliehen, sondern auch ihren engsten Freunden, die nicht unterschiedlicher sein könnten aber gemeinsam eine wunderbare Mischung an ergaben.
Neben der leichten Schreibweise ist dieses Buch auch sehr bildhaft beschrieben, sodass ich mich ganz oft dabei erwischt habe, wie ich mich selbst in den Brautladen geträumt habe, um all die tollen Kleider anzuprobieren. Die Geschichte an sich ist sehr unterhaltsam und natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen. In meinen Augen ist es keine klassische Liebesgeschichte, weil das Thema der Freundschaft auch einen großen Stellenwert einnimmt und somit einen hohen Unterhaltungswert erzeugt, der mich begeistern konnte.

Mein Fazit:
Eine sommerlich leichte Lektüre, die auch ideal für den anstehenden Sommerurlaub ist. Mich hat sie sehr gut unterhalten, sodass ich gerne 5 Sterne vergebe und gespannt auf den zweiten Band warte, der im Dezember erscheinen wird.

Veröffentlicht am 02.05.2018

Ein spannender Auftakt mit starken Charakteren

Iron Flowers / Iron Flowers – Die Rebellinnen
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Inhalt:
Serina und Nomi konnten unterschiedlicher nicht sein und trotz allem sind sie ein Herz und eine Seele. Serina, ausgebildet als Grace um den jungen Thronfolger zu dienen und Nomi die rebellische ...

Inhalt:
Serina und Nomi konnten unterschiedlicher nicht sein und trotz allem sind sie ein Herz und eine Seele. Serina, ausgebildet als Grace um den jungen Thronfolger zu dienen und Nomi die rebellische junge Schwester, die ihre Zukunft als Dienerin ihrer Schwester verbringen soll. Doch es kommt anders und beide Schwestern werden am Hofe nach einem Vorfall grausam getrennt. Es erwartet sie ein Schicksal, mit dem sie niemals gerechnet hätten...

Meine Meinung.
Die Autorin Tracy Benghart erschafft eine Welt, in der Frauen schwer unterdrückt werden und es für diese nur das Leben einer feinen Grace oder ein sehr ärmliches Leben an der Seite ihres Mannes geben kann.
Iron Flowers wird aus der Sicht abwechselnd von Nomi und Serina erzählt, die uns als Leser tief in ihr Seelenleben blicken lassen. Der Schreibstil ist sehr rasant und schnell fortlaufend und zeigt am Anfang Serina, als feine junge Dame und die junge rebellische Nomi, die ich beide gleichermaßen gerne mochte.
Sehr gut hat mir in diesem Buch gefallen, dass nicht alles so bleibt, wie es auf den ersten Blick erscheint und viele spannende aber auch dramatische Wendungen im Buch verbaut sind, die mich regelrecht an die Zeilen gefesselt haben.
Überhaupt mussten die Charaktere sehr über sich hinaus wachsen und ihr altes Leben hinter sich lassen und eine Stärke beweisen, wovon sie nie dachten, dass diese überhaupt existieren würde. Serina hat, was das angeht, im Laufe der Handlung für mich den spannenderen Part übernommen und ihr Kampf ums überleben auf einer fremden Insel hat mich stellenweise sehr an „Panem“ erinnert.

Der Hauptfokus der Erzählung liegt auf den beiden Schwestern und weniger auf der hintergründlichen Erzählungen der Welt. Ich hätte mir an dieser Stelle gerne noch weitere Informationen über das Leben, die erschaffene Welt und den Nebencharakteren gewünscht, weil sie einfach noch Fragen in meinem Kopf zurück gelassen haben und kein richtiges Bild in meinem Kopf erstand.

So rasant, wie die Geschichte fortschreitet, so spannend ist natürlich auch das offene Ende, was auf einen interessanten zweiten Teil hindeutet. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und möchte zu gerne erfahren, wie es weiter gehen wird. Denn es gibt noch viel zu entdecken und vielleicht auch die Welt von dieser Unterdrückung zu befreien.

Mein Fazit:
Ein spannender Reihenauftakt, der mich trotz weniger Hintergrundinformationen der erschaffenen Welt mit seinen starken Charakteren überzeugen konnte. Ich bin gespannt auf den zweiten Band und vergebe gerne 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 20.04.2018

Ein emotionales Buch, welches lange nachhallt

Für immer ist die längste Zeit
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Inhalt:
Eve und Brady erleiden einen schrecklichen Verlust. Denn ihre geliebte Frau und Mutter ist plötzlich Tod. Vom Dach einer Bibliothek gestürzt. Nagende Schuldgefühle plagen beide immer mehr und der ...

Inhalt:
Eve und Brady erleiden einen schrecklichen Verlust. Denn ihre geliebte Frau und Mutter ist plötzlich Tod. Vom Dach einer Bibliothek gestürzt. Nagende Schuldgefühle plagen beide immer mehr und der Verlust scheint sie fast zu zerbrechen. Doch Maddy schafft es vom Himmel aus Kontakt zu ihnen aufzunehmen und möchte ihren Liebsten den Weg weisen. Doch kann dies überhaupt gelingen?

Meine Meinung:
Ein Buch über die Thematik der Trauerbewältigung lese ich nicht alle Tage und hätte mich nicht dieses Frühlingshafte Cover so angelacht, hätte ich es wohl auch nicht so rasch entdeckt.
Denn „Für immer ist die längste Zeit“ erzählt nach der Zeit des Todes der Mutter und stellte für mich die zentrale Frage in den Raum, was Maddy zu diesem Selbstmord bewog und ob all die Schuldgefühle, die Vater und Tochter so stark empfinden ihre tatsächliche Daseinsberechtigung hatten. Denn könnte es nicht auch einen ganz anderen Grund für ihr Ausscheiden aus dem Leben geben?

Eve und Brady nehmen als zurückgelassene Familienmitglieder einen sehr großen Anteil der Handlung ein und berichten im Wechsel von ihrem Alltag und ihren Gefühlen. Ich gebe zu, dass ich recht lange gebraucht habe, um zu beiden eine Beziehung aufzubauen.
Zu einem Buch mit solch einer Thematik habe ich mir eher die leiseren und sanfteren Töne vorgestellt, die von beiden mit ihrem Sarkasmus zeitweise überschattet worden. Ich habe generell überhaupt nichts gegen Sarkasmus und mag generell gerne Bücher, die durch ihre lockere Art auffallen aber in diesem Buch kam es mir eher deplatziert vor und ich habe eine ganze Zeit gebraucht, um mich näher in die Geschichte einfühlen zu können.

Das Buch behandelt in der Gänze die Zusammenführung von Brady und Eve und Maddys Eingreifen vom Himmel aus, die sich nichts sehnlicher wünscht, als das ihre beiden liebsten Menschen wieder zueinander und einen Weg finden mit ihrer Trauer umzugehen.
Das Buch selbst lebt so von den unterschiedlichsten Emotionen, die aus traurigen, nachdenklichen aber auch humorvollen Szenen bestanden und mir manches mal ein lachendes und auch weinendes Auge beschert haben.
Besonders schön war hierbei zu sehen, welchen Reifeprozess beide innerhalb der Zeilen durchlebt haben und besonders die junge Eve ist mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen. Denn Eve, der rebellische Teenager reift zu einer erwachsenen selbstbewussten jungen Frau heran, die ich als Leser gerne ein ganzes Stück auf ihrem Weg begleitet habe. Ein Weg heraus aus dem Tal der Tränen.

Mein Fazit:
„Für immer ist die längste Zeit“ ist ein emotionales Buch über den Verlust eines geliebten Menschen und der Bewältigung dieser schweren Zeit. Ein Buch, zu einem ergreifenden Thema, welches lange nachhallt. Ich vergebe gerne 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 09.04.2018

Ein würdiger Abschluss

Der Glanz der Dunkelheit
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Ein würdiger Abschluss
Inhalt:
Endlich könnten Rafe und Lia zusammen ein glückliches zukünftiges Leben im Königreich Dalbreck verbringen. Doch Lia spürt tief in ihrem Inneren, dass sie in ihrem Heimatland ...

Ein würdiger Abschluss
Inhalt:
Endlich könnten Rafe und Lia zusammen ein glückliches zukünftiges Leben im Königreich Dalbreck verbringen. Doch Lia spürt tief in ihrem Inneren, dass sie in ihrem Heimatland gebraucht wird und Rafe seinen Weg als König alleine antreten muss. Vor Kummer betrübt verlässt Lia, Rafe und stellt sich ihrem Schicksal. Doch kann sie ihre Heimat retten? Und kann es für sie beide noch ein glückliches Ende geben?

Meine Meinung:
Nachdem ich die drei vorherigen Teile verschlungen habe, dürfte auch der vierte Band aus der Reihe der Chronik der Verbliebenden nicht fehlen und bildet somit den Abschluss der Reihe.
Wie auch bei den vorherigen Büchern überzeugt dieser auch wieder mit einer leichten und bildhaften Sprache und setzt mühelos an das Ende von Band 3 an, als sich Rafes und Lias Wege trennten und jeder in sein Königreich zurück ritt. Viele Fragen standen noch im Raum und umso neugieriger war ich natürlich, ob sich diese innerhalb der Geschichte klären werden.
Die Perspektiven wechseln hauptsächlich wieder zwischen den Protagonisten Lia, Rafe und Kaden hin und her und gaben mir somit wieder einen tiefen Einblick in das Seelenheil der einzelnen Charaktere. Ich gebe zu, dass ich manche Stellen im dritten Band recht lang gezogen empfand, sodass doch die Sorge bestand, dass sich dies noch durch den vierten Teil ziehen würde, doch dem war nicht so. Das Buch war durchweg spannend erzählt und mit einigen Wendungen versehen, die ich so nicht bedacht hatte.

Lia entwickelte sich innerhalb der ganzen Geschichte zu einer selbstbewussten jungen Frau und von dieser Stärke hat sie auch in diesem Band nichts eingebüßt, denn sie bietet Rafe immer wieder die Stirn und lässt sich nicht entmutigen und steht für ihre Ziele ein. Das ist eine ihrer Charakterzüge, die ich bis zum Schluss an ihr sehr gemocht habe. Auch Kaden und Rafe wachsen an ihren Aufgaben. Auch wenn Rafe im Gegensatz zu Kaden ein Königreich auf seinen Schultern trägt und versucht dieser Verantwortung gerecht zu werden. Eine Verantwortung, die auch viel Kummer innerhalb des letzten Bandes mit sich bringen wird.

Natürlich geht es bei dem Abschluss der Reihe auch um das finale Ende und den Kampf gegen Gut und Böse. Ich werde natürlich nicht verraten, wer hier gewonnen hat.
Jedoch kann ich sagen, dass mir diese letzte Schlacht von der Umsetzung sehr gut gefallen hat und der Spannungsbogen bis zur letzten Seite kontinuierlich hochgehalten
wurde.
Obwohl das Ende für mich nicht hätte passender gewählt werden können, bin ich ein wenig wehmutig nun doch das Ende der Chroniken erreicht zu haben. Gerne hätte ich doch noch ein wenig länger dort verweilt.

Mein Fazit:
„Der Glanz der Dunkelheit“ ist ein würdiger Abschluss der Reihe, der alle Facetten der vorherigen Bände miteinander vereint. Liebe, Freundschaft und Abenteuer standen im Vordergrund und fordertern nochmals alles von den Protagonisten bis zum bitteren Ende.
Ein spannender Abschluss, dem ich gerne 5 Sterne gebe.