Cover-Bild The Belles

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19,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Rubikon Audioverlag
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Ersterscheinung: 15.02.2019
  • ISBN: 9783945986806
Dhonielle Clayton

The Belles

Schönheit regiert
Uta Dänekamp (Sprecher)

Glitzernd, glanzvoll, grausam – willkommen in der Welt der Belles!
Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen …

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 10 Regalen.
  • 7 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2019

Eine grauenhaft schön erschaffene Welt

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Das Cover alleine ist schuld daran, dass mir dieses Buch in die Hände gefallen ist. Ich bin einfach von dieser aufwendigen Gestaltung, der Haptik und Optik hin und weg. Das passiert mir doch eher selten. ...

Das Cover alleine ist schuld daran, dass mir dieses Buch in die Hände gefallen ist. Ich bin einfach von dieser aufwendigen Gestaltung, der Haptik und Optik hin und weg. Das passiert mir doch eher selten. Daher war es für mich eine umso größere Überraschung, dieses Buch zu lesen und in diesem einzutauchen.

Die Story:
Camelia ist eine Belle, von Natur aus wunderschön und ihr Weg ist ihr vorbestimmt. Sie tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter um dem Volk von Orléans zu dienen. Nicht alle Menschen sind so schön und elfengleich wie die Belles. Die Menschen werden grau geboren und als sogenannte Gris bezeichnet. An ihnen ist nichts schön. Sie sind Pfahl und unscheinbar. Eine Belle kann ihnen Schönheit verleihen. Den alles was ihnen fehlt, kann eine Belle hervorrufen. Wunderschöne Haare, eine tolle Hautfarbe, aussagekräftige Augen und natürlich auch einzigartige Merkmale.
Mit Schönheitsmarken werden die Belles bezahlt. Daher sind viele Behandlungen nur von Reichen buchbar, da sie für die meisten zu kostspielig sind.
Daher wird den Belles eine große Bedeutung für Orléans zugeschrieben. Die Beste Belle eines jeden Jahrgangs hat die Möglichkeit zur Favoritin ernannt zu werden und am Königshof zu arbeiten. Dies ist Camelias Traum und für diesen arbeitet sie besonders hart.
Sie gerät ins Visier der Königsfamilie, als Camelia merkt, dass ihre Fähigkeiten stärker sind als von den anderen Belles und das sie mit diesen noch ganz anderer Dinge erreichen kann. Wie es scheint, öffnen sich ganz neue Türen für sie. Doch Camelia muss sich entscheiden: Soll sie weiterhin an den Traditionen der Belles festhalten oder soll sie mit ihren Fähigkeiten die Welt verändern?

Die Protagonisten:

Die Hauptprotagonistin ist Camelia, auch wenn sie noch weitere Bellschwestern hat, die man im Verlauf des Buches kennenlernt, ist sie die Protagonistin die das Buch zum Leben erweckt.
Camelia wird gar nicht so genau beschrieben. Man bekommt als Leser eine ungefähre Vorstellung, tappt aber ein wenig im Dunkeln. Dennoch ist ihr Charakter wahnsinnig bunt. Wir bekommen viele Einblicke in das Innere von Camelia und ihrem denken. Im Verlauf des Buches verändert sie sich sehr und reift heran. Aus dem ursprünglichen Wunsch die Favoritin zu sein, wird mehr. Sie nimmt nicht alles hin, sondern hinterfragt vieles und macht sich Gedanken über die Konsequenzen. Etwas, was am Anfang undenkbar gewesen wäre. Eine Persönlichkeit, die dennoch Platz nach oben lässt und hoffentlich im nächsten Band weiter geformt wird.

Die anderen Protagonisten, machen das Buch komplett. Sie sind in ihrer ganz eigenen Art ausgearbeitet und fügen sich harmonisch zusammen. Sei es die schlafende Prinzessin oder die Königin, die exzentrisch herrische Zweitanwärterin auf den Thron oder aber der Leibwächter. Jeder einzelne von Ihnen hat wunderbare Merkmale, schöne Namen und Charakterzüge an sich, die prägen.

Der Schreibstil:
In meinem ganzen Leben habe ich noch kein Buch gelesen, welches eine so wunderschöne blumige, bildgewaltige umschreibende Form hat. Ich liebe die Vergleiche der unterschiedlichen Farben, die Schöpfung von neuen Worten um Törtchen zu umschreiben, die Art und Weise, wie das Leben der Belles kreiert wird. Genauso schön wie die Belles sind, ist in diesem Buch die Benutzung von Adjektiven. Sie werden opulent eingesetzt um einfach Dinge berauschend groß zu Beschreiben.
Es lässt sich wunderbar lesen. Ist gradlinig, sehr schön verschnörkelt und umschreibend, entführt einen in die Welt der Belles und lässt einen nicht mehr los. Durch diese sehr umschreibende Art, ist es an manchen Stellen ein wenig langatmig. Das liegt nur an den Beschreibungen um dem Leser vor Augen zu führe wie das Leben in Orléans ist.
Das Buch ist sehr spannend. Gerade zum Ende hin, konnte ich es kaum aus der Hand legen, weil da noch einmal das Spannungsbarometer weit nach oben geklettert ist. Es endet wie es enden muss, mit einem Cliffhanger. Einem, wo man als Leser direkt weiß, ich muss den nächsten Band lesen. Das Ende ist mehr als offen und man kann nur vermuten wohin die Reise gehen mag. Es bleiben viele Fragen unbeantwortet, ungeklärt und offen. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass es mich stört, denn meine Hoffnung ist, dass es genauso spannend weitergehen wird.
Die Welt der Belles ist voller Tüll, Glitter und Mädchenfarben. Eine Surreale Welt, die von Dhonielle Clayton so realistisch erschaffen wurde, dass man denken könnte, sie existiert wirklich. Eine Reise an diesen Ort ist atemberaubend. Die erschaffene Welt ist für mich komplett rund und komplett durchdacht. Hier bleibt wirklich keine Frage offen, denn die Autorin hat an wirklich alles gedacht. Jedes noch so kleine Detail ist ausgearbeitet und harmonisch in die Geschichte eingefügt.

Der Inhalt:
Wenn man das Ganze plüschige, das ganze schöne weg lässt und das Buch versucht nüchtern zu betrachten, wird man sehr schnell mit der Botschaft, die diesem Buch zugrunde liegt konfrontiert.
Das Schönheit nicht nur Schön macht, sondern auch Neid, Hass und Missgunst schürt. Das Schönheit als Waffe eingesetzt werden kann und das man dafür bereit ist Schmerz, Qual und den Tod in Kauf zu nehmen. Aber auch politisch dient Schönheit als Druckmittel.
Am Anfang des Buches wusste ich nicht genau wo die Reise hingeht, aber im Verlauf des Lesens hat es sich immer klarer abgezeichnet. Schönheit ist auch in unserer heutigen Zeit allgegenwärtig. Wir alle haben irgendwo ein Makel an uns, welches uns vielleicht nicht gefällt und welches wir ändern würden, wenn wir könnten oder dies sogar auch tun. Schönheit hat in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Wir schön und reich ist, wird bewundert. Er erhält die Aufmerksamkeit von Tausenden von Menschen und diese versuchen dem Ganzen nachzueifern. Macht ist ein Zeichen von Wohlstand und natürlich Schönheit. Man erkennt ganz klar die Kluft die zwischen Arm und Reich liegt und was Reiche tun, um ihre Machtposition zu festigen und auszubauen. Sie bedienen sich der Belles um anderen Schmerz zuzufügen und über Ihr Aussehen zu bestimmen.
Dhonielle Clayton übertreibt mit machen Schönheitsbehandlungen und der Vorstellung perfekt auszusehen. Damit setzt sie aber auch ein Zeichen, eines was uns zum Nachdenken anregen soll, denn in diesem Fall macht Schönheit oberflächlich, gewinnt an ansehen, stellt aber den Menschen dahinter völlig in den Hintergrund. Man sieht nur noch das Äußere, das Innere bleibt einem dabei völlig verborgen.
Die Geschichte ist komplett rund. Angefangen von der Idee, über die Message in der Geschichte bis hin zum fertigen Buch und dem Ende ist alles perfekt durchdacht und zieht sich wie ein roter Faden durch dieses. Selten habe ich ein Buch gelesen, welches so komplett stimmig in sich und in dem was es an Message transportieren möchte. Auch wenn das Buch ein paar Umwege genommen hat, die am Anfang nicht ganz klar waren, fügt sich am Ende alles wie ein Netz zusammen. Doch was am meisten prägt ist die ungeschorene Wahrheit, die die man liest, wenn es um die Schönheitsbehandlungen geht. Um die unerfüllten Wünsche der Patienten und dem was Belles im Stande sind zu tun. Dadurch prägen sich die unterschiedlichen Charaktere und zeigen ihr wahres Gesicht. Ein Buch mit Tiefgang!


Meine Bewertung: 5 Sterne
Ein Buch welches ich nur empfehlen kann. Von der Idee, über die Umsetzung bis hin zum fertigen Buch ist alles perfekt durchdacht und die Message, die diesem zu Grunde liegt ist allgegenwärtig. Ein Buch, welches zum einen den Tag versüßt aber auch gleichzeitig zum Nachdenken anregt und einen als Leser mitnimmt in die Welt der Schönheit. Doch diese hat zwei Seiten und dies gilt es nun zu finden, zu ergründen und für sich zu nutzen. Nicht nur für Fantasy Fans ein tolles Erlebnis, sondern für jeden, der ein wenig Lust hat auf Tüll, Tränen und Glitzer!

Veröffentlicht am 02.08.2019

THE BELLES - Schönheit regiert

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Klappentext:
GLITZERND, GLANZVOLL, GRAUSAM

Die Welt von Orleans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit ...

Klappentext:
GLITZERND, GLANZVOLL, GRAUSAM

Die Welt von Orleans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orleans liegt mit einem mal in ihren Händen…

Cover:
Das Cover ist ein wahrer Blickfang! Es ist wunderschön hell, verziert mit Blumen und einfach genau nach meinem Geschmack. Was mir hierbei am besten gefällt, ist, dass das Cover meiner Meinung nach total gut zum Inhalt der Geschichte passt. Das Buch ohne Schutzumschlag ist komplett weiß und der einzige „Farbklecks“ ist die braune Haut des Mädchens/ der Frau, die man von hinten sieht. Durch den Schutzumschlag aber wird das ganze total farbenfroh und wunderhübsch, so wie die Belles in der Geschichte die tristen, farblosen Menschen zu individuellen und schönen Personen „verwandeln“ können.

Meine Meinung:
Nachdem ich zugegeben etwas Angst vor dem Buch hatte, einfach weil ich nicht enttäuscht werden wollte, da „The Belles“ ja so stark gehypt wurde (und wird) und ich somit mit sehr sehr großen Erwartungen an die Geschichte rangegangen bin, hat mich dieses Buch doch KOMPLETT begeistern können ? ! Die Geschichte war durchgängig spannend, was dazu führte, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen und das Hauptthema des Buches, nämlich das unfassbar große Verlangen nach Schönheit der Mitglieder des Königreichs von Oleans, hat mich sehr zum nachdenken angeregt. Es war für mich erschreckend zu sehen bzw. zu lesen, dass für die Menschen Orleans` das Aussehen das aller wichtigste ist und das dadurch alles in deren Leben definiert wird. Was mir auch wahnsinnig gut gefallen hat, war, dass die Handlung für mich nahezu überhaupt nicht vorhersehbar war. Die Geschichte beginnt mit einer Art Wettkampf der 6 Belles um den Titel der Favoritin, an dem auch die Protagonistin Camelia teilnimmt. Schon bei der Verkündung, wer nun zur Favoritin erwählt wurde, hätte ich eigentlich mit einer anderen Belle gerechnet. Und so ging es dann auch weiter; immer wieder sind Ereignisse aufgetreten, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe und die natürlich auch den Fortgang der Handlung stark beeinflusst haben, sodass ich nie eine Ahnung hatte, wie genau das jetzt alles enden könnte. Und das hat das ganze nur noch umso spannender gemacht!

Schreibstil:
Der Schreibstil von Dhonielle Clayton hat mich total begeistert. Trotz langer Sätze und einem SEHR detailreichen Erzählstil bin ich doch recht schnell vorangekommen und konnte die Geschichte sehr gut lesen. Die Länge der Kapitel ist hierbei total angenehm und deshalb hat sich nicht nur einmal der berühmte Satz „Nur noch ein letztes Kapitel!“ in meine Gedanken geschlichen, was dann auch dazu geführt hat, dass ich dieses Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Charaktere:
Allgemein hat mir an allen Charakteren gefallen, wie diese bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sind. Die Protagonistin Camelia war mir schon von Anfang an sympathisch. Zum einen konnte ich sehr gut nachvollziehen, dass sie die Beste sein wollte, denn auch ich bin sehr perfektionistisch veranlagt, und zum anderen fand ich es bewundernswert, wie tough sie Prinzessin Sophia gegenübergetreten ist und vor allem, dass sie ihr eigenes Wohlergehen hinter das der Bevölkerung Orleans stellt und sogar ihr Leben riskieren würde, um dem Volk die zukünftige Schreckensherrschaft von Prinzessin Sophia zu ersparen.

Fazit:
Meine Erwartungen an dieses Buch wurden komplett erfüllt und sogar noch mehr. Es gab so viele Wendungen, mit denen ich niemals gerechnet hätte und die Geschichte war vom Anfang bis zum Ende spannend. Der Schreibstil war wundervoll und die Charaktere so detailreich ausgearbeitet, dass ich dachte, ich stünde neben ihnen und würde alles als ein Teil der Geschichte verfolgen. Dementsprechend kann ich dem Buch „The Belles – Schönheit regiert“ gar nichts anderes als volle 5/5 ⭐ geben. Eine absolute Leseempfehlung von mir ?

Veröffentlicht am 23.06.2019

Leider zu langatmig

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Im Königreich von Orléans haben nur einige Auserwählte besondere Gaben, um den Menschen Schönheit zu verleihen. Man nennt sie die „Belles“. Camelia arbeitet hart, in der Hoffnung an den Königshof berufen ...

Im Königreich von Orléans haben nur einige Auserwählte besondere Gaben, um den Menschen Schönheit zu verleihen. Man nennt sie die „Belles“. Camelia arbeitet hart, in der Hoffnung an den Königshof berufen zu werden, um der Königin und ihrer Familie zu dienen. Doch schnell muss sie einsehen, dass nicht alles so rosig ist wie es gerne dargestellt wird und sich sogar wahrhaftige Abgründe auftun, die sie niemals für möglich gehalten hätte.

Es ist eine seltsame Welt, die Dhonielle Clayton hier sehr detailreich präsentiert, aber vor allem ist es eine, die wohl niemand freiwillig betreten möchte. Denn von Beginn an werden Untertöne deutlich, die auch ohne Kenntnis der Zusammenfassung auf nicht unbedingt harmlose Turbulenzen hindeuten. Somit darf man gespannt sein welchen Querelen sich Camelia und die anderen Belles schon bald ausgesetzt sehen. Denn auch wenn die Schönheit regiert, so trügt der schöne Schein doch massiv.

Ein Manko dieser Geschichte, welches ziemlich früh heraussticht, sind die unheimlich ausufernden Beschreibungen. Egal ob es sich um Charaktere, Zu- und Umstände oder das Setting handelt, alles wird zwar sehr bildhaft und somit nachvollziehbar, aber auch extrem langatmig dargestellt. Ein wenig mehr Fantasie darf Lesern und Hörern durchaus zugetraut werden, so dass es manches Mal auch Andeutungen getan hätten, die in die gewünschte Richtung weisen, aber dennoch Raum für freie Interpretation lassen. So allerdings wirkt alles ziemlich starr und festgelegt, zugleich wird das Geschehen in die Länge gezogen ohne dass die Handlung merklich voranschreitet.

Daran ändert leider auch der sehr lebhafte Stil Uta Dänekamps nichts. Sie ruft – wie nicht anders gewohnt – eine großartige Leistung ab, so dass man als Hörer nicht versucht ist die Geschichte vorzeitig abzubrechen. Hätte man das Buch selbst in der Hand wäre man womöglich nicht so entschlossen der Erzählung bis zum Schluss eine Chance zu geben. Wobei es im Grunde recht viele positive Punkte zu entdecken gibt, so man bis zum Ende offen bleibt für sämtliche Nuancen. Dennoch hätte eine Kürzung der Handlung absolut nicht geschadet, im Gegenteil, sie wäre dadurch dynamischer und mitreißender geworden.

An den Stellen, an denen der Hörer auch emotional mitgenommen wird, werden zumeist negative Gefühle überwiegen und versteckte Aggressionen freigesetzt. Dass sich ziemliche Abgründe auftun würden, zeichnet sich wie gesagt bereits früh ab, dass sich aber wahre Krater hinter manch einer Fassade verbergen, damit hätte man dann wohl doch nicht gerechnet.

Im Großen und Ganzen verlässt man die Auftaktgeschichte rund um die Belles mit gemischten Gefühlen, möchte aber trotz der Kritikpunkte erfahren wie es weitergeht, natürlich in der Hoffnung auf Ausschöpfung des stilistischen Potentials wie auf inhaltliche Gerechtigkeit.

Veröffentlicht am 14.06.2019

ich hatte mir mehr erhofft

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„The Belles 1: Schönheit regiert“ geschrieben von Dhonielle Clayton und aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Vanessa Lamatsch ist bei Planet! erschienen, dem Imprint vom Thienemann-Esslinger ...

„The Belles 1: Schönheit regiert“ geschrieben von Dhonielle Clayton und aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Vanessa Lamatsch ist bei Planet! erschienen, dem Imprint vom Thienemann-Esslinger Verlag.

Einen zweiten Teil gibt es bereits im englischen, aber ob dieser auch ins deutsche übersetzt wird bleibt abzuwarten.

Dhonielle Clayton hat eine fantastische Welt erschaffen, in der – wie der Titel es schon aussagt – die äußere Schönheit das Wichtigste ist. Es gibt ein eigenes Ministerium, welches die Schönheitsideale festschreibt. Gerade in dieser Welt, in der die Belles eine besondere Stellung einnehmen, indem sie das Aussehen der Menschen manipulieren können, blendet der Schein und überstrahlt auf den ersten (und auch den zweiten) Blick das innere Wesen. Ein Blick hinter die Fassade ist schwer zu erhaschen…

Und genau das ist für mich auch der Schwachpunkt der Geschichte. Es werden so viele Worte auf die Äußerlichkeiten, das Aussehen, die Kleider, die Frisuren, die Räumlichkeiten, etc. verwendet. Es dauert mir persönlich zu lange, bis die Geschichte endlich an Fahrt aufnimmt und auf den Punkt kommt. Zudem ist der erste Teil ausgerechnet dann auch zu Ende. Ich hätte mir weniger ChiChi erhofft und mehr Inhalt gewünscht.

Daher vergebe ich für diese Geschichte 3 von 5 Punkte und erhoffe mir, dass im zweiten Teil der Fokus anders gesetzt werden wird.

Veröffentlicht am 10.06.2019

Leider nur Mittelmaß

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Letztendlich ist man an The Belles: Schönheit regiert gar nicht vorbeigekommen, selbst wenn man gewollt hätte. Überall auf Buchblogs wurde das Werk diskutiert, die Meinungen sind in den Reviews, die ich ...

Letztendlich ist man an The Belles: Schönheit regiert gar nicht vorbeigekommen, selbst wenn man gewollt hätte. Überall auf Buchblogs wurde das Werk diskutiert, die Meinungen sind in den Reviews, die ich gelesen habe, meist positiv ausgefallen. Als ich dann vor einer Woche in der Buchhandlung etwas gestöbert habe, ist das Buch letztendlich auch bei mir Zuhause eingezogen. Bei schönem Wetter habe ich es dann auch direkt auf meinem Balkon gelesen.
Für mich ist The Belles: Schönheit regiert eines dieser Bücher, das zwar ein ganz netter Zeitvertreib sein kann, mich jedoch nie wirklich gepackt hat. Es ist ein gutes Mittelmaß, hat einige interessante Aspekte und vor allem die Idee finde ich total spannend. Jedoch hat mir während des Lesens immer wieder etwas gefällt.
Letztendlich habe ich mich beim Lesen zwar nicht gequält, aber ein wirklicher Pageturner ist es für mich auch nicht gewesen. Demnächst wird der zweite Band auf Englisch veröffentlicht, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich ihn überhaupt lesen werde.
Letztendlich ist The Belle: Schönheit regiert für mich persönlich ein 3 Sterne Buch. Nicht schlecht, aber wirklich außergewöhnlich ist es für mich eben auch nicht. Warum dem so ist, werde ich in der folgenden Bewertung erläutern.


Der Inhalt



Das Buch handelt von einer Welt, in der die Menschheit grau und hässlich wirkt. Einzig die Belles können den Menschen wirkliche Schönheit verleihen und werden von der Gesellschaft deswegen geliebt.
Eine dieser Belles ist Camelia, die unbedingt die Beste sein und es an den Königshof als Favoriten schaffen will. Letztendlich findet sie jedoch heraus, dass im Palast viele Geheimnisse herrschen und das Leben dort nicht ganz so ist, wie sie es sich vorgestellt hat. Es warten viele Mysterien auf sie und außerdem gerät sie in ein Machtspiel mehreren zwei Parteien.
Camelia fängt an zu zweifeln, was genau von ihren gelernten Werten und ihrem bisherigen Wissen eigentlich überhaupt der Wahrheit entspricht und muss sich schließlich entscheiden, was genau ihr wichtig ist. Das Schicksal der Belles und des ganzen Königreichs liegt in ihren Händen.

Die Charaktere



Der Hauptcharakter dieses Buches ist Camelia, eine der sechs Belles, die dieses Jahr ihre Stellung antreten. Positiv fand ich es auf jeden Fall, dass mit Camelia eine POC-Hauptperson gewählt wurde. Das finde ich immer schön, denn diverse Bücher sollte es öfter geben.
Das Buch startet mit dem Auswahlprozess, wo die beste Belle gekrönt werden soll und vielleicht ist das auch eines der Gründe, warum ich leider nie wirklich mit Camelia warm wurde. Denn auf den ersten Seiten wirkt sie überaus ehrgeizig, jedoch teilweise auch sehr arrogant und selbstverliebt. Das ändert sich im Laufe des Buches, sie ist mir manchmal sympathischer geworden. Wirklich begeistern konnte sie mich jedoch nie.
Dann gibt es noch Camelias sechs Schwestern, mit denen sie gemeinsam großgeworden ist. Ihre Charaktere sind schön unterschiedlich beschrieben worden und sie waren authentisch umgesetzt. Ich hatte jedoch nach den ersten Seiten erwartet, dass sie eine größere Rolle spielen würden. Wirklich viele Auftritte haben die meisten überhaupt nicht gehabt. Einzig zwei von Camelias Schwestern tauchen nach der Auswahl der Favoriten überhaupt noch einmal auf. Eine von ihr dann erst auf den letzten Seiten. Von den Schwestern habe ich Edel am interessantesten gefunden, die für mich von Anfang an eine meiner Lieblingscharaktere in diesem Buch gewesen ist.
Sophia ist die Thronerbin und auf jeden Fall ein Charakter, der polarisiert. Sie habe ich während des Lesens am besten vor Augen gehabt. Ihr Hag zur Grausamkeit und Verrücktheit wurde gut beschrieben, sie ist stets authentisch in ihrer Rolle gewesen. Bei ihr wusste man nie, was als nächstes passiert und das hat mir beim Lesen gefallen.
Als männliche Charaktere gab es zum einen Rémy, den persönlichen Leibwächter Camelias, zum anderen Auguste, einen der potenziellen Heiratskandidaten für Sophia. Rémy hatte in meinen Augen durchaus Potenzial und ich hätte ihn gerne öfter in Aktion gesehen. Auguste dagegen ist wahnsinnig charmant und ich habe die Dialoge mit ihm immer gerne gelesen, doch irgendwie waren sie mir manchmal auch ein wenig zu dick aufgetragen.
Insgesamt sind mir die Charaktere ein wenig blass geblieben. Sie hatten alle ihre authentischen Seiten und unterschiedliche Charakterzüge, aber irgendwie haben sie mich alle nicht wirklich mitreißen können. Am liebsten habe ich Bree gehabt, Camelias Zofe, und diese hatte nicht einmal wirklich viele Auftritte.

Meine Bewertung



Leider ist The Belles: Schönheit regiert eines dieser Bücher, mit denen ich persönlich nie wirklich warm geworden bin.
Ich habe die Idee der Belles total faszinierend gefunden. Sie sind die einzigen Menschen, die mit perfekter Schönheit geboren werden und andere schöner gestalten können. Die magischen Aspekte habe ich richtig spannend gefunden und ich hätte mir deswegen auch gewünscht, ein wenig genaueres zu ihrer Ausbildung und der Anwendung dieser während des Buches zu erfahren.
Die Welt von Orléans, wo das Buch spielt, wurde schön angerissen, jedoch hätte ich mich auch hier über mehr Beschreibungen gefreut.
Letztendlich hatte das Buch für mich sehr viele gute Ansätze, die aber oft einfach nicht gut genug umgesetzt wurden. Die Plotidee hat so viel Potenzial zu bieten und ich habe einfach gehofft, dass die Autorin mehr daraus zaubert. Das hat sie aus meiner Sicht zwar mittelmäßig gut umgesetzt, aber ich habe einfach mehr erwartet.
Einen der wichtigsten Cliffhanger des Buches hatte ich bereits teilweise durchschaut, bevor er wirklich im Buch aufgelöst wurde, weswegen ich dementsprechend nicht ganz so geschockt gewesen bin. Irgendwie bin ich bei dieser bestimmten Person bereits von Anfang an vorsichtig gewesen. Vielleicht hätte das Buch für mich besser funktioniert, wenn ich von diesem Plottwist so richtig aus den Socken gehauen worden wäre.
Auch so war das Ende aber noch dramatisch genug. Auf den letzten hundert Seiten hat das Buch für mich noch einmal an Fahrt aufgenommen, jedoch hatte ich auch hier leider nie wirklich das Gefühl, von der Geschichte mitgerissen zu werden. Ich habe die letzten Seiten nur noch überflogen, weil mir das Schicksal der Hauptperson einfach nicht wichtig genug gewesen ist. Irgendwie habe ich während des Lesens keine wirkliche Bindung zu ihr aufbauen können.
Ebenfalls gestört hat es mich, dass Camelias Love Interest (wegen Spoilern verrate ich jetzt keine Namen) und die Belle selbst für mich die meiste Zeit keine wirkliche Chemie zwischen sich hatten. Die Dialoge waren zum Teil vorhanden und manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass sich dort etwas entwickeln könnte. Doch letztendlich ist mein Herz nicht ganz bei der Sache gewesen. Mir fehlte einfach die Dynamik zwischen den Beiden. Außerdem hatten sie einfach viel zu wenig Szenen zusammen. Liebe zwischen ihnen wurde gar nicht thematisiert und im zweiten Band ist er dann aber auf einmal ihr Freund, sofern ich das aus dem Klappentext ableiten kann.
Allgemein ist die Gesellschaft des Buches sehr auf Schönheit und Mode fixiert, so sehr, dass ich manchmal das Gefühl habe, als wären das die einzigen Themen, die überhaupt in dem Königreich wichtig wären. Manchmal habe ich mich gefragt, ob König und Königin denn keine wichtigeren Entscheidungen zu treffen hätten.
Die Autorin erwähnt im Nachwort, dass das Buch gesellschaftskritisch im Bezug auf unseren Schönheitswahn und das Idealbild sein soll. Ich finde, das ist ein Thema, das viel zu oft totgeschwiegen wird und viel mehr Aufmerksamkeit braucht. Denn der ganze Druck durch Instagram und ähnliche neue Medien, durch Models, die immer dünner werden und Promis, die schon verurteilt werden, wenn sie ein bisschen Cellulite besitzen, wird unserer Gesellschaft meiner Meinung nach ein gefährliches Bild vermittelt. Gerade junge Mädchen fühlen sich total unter Druck gesetzt und ich erwische mich selbst dabei, wie ich an einigen Tagen unglücklich mit mir bin, weil meine Oberschenkel vielleicht ein wenig dick sind. Dabei will ich das eigentlich gar nicht und ich weiß, dass das Schwachsinn ist. Das Thema liegt mir also persönlich am Herzen.
Leider habe ich bis auf Ansätze allerdings keine wirkliche Kritik an dem Schönheitswahn in dem Buch The Belle erkennen können. Unsere Protagonisten Camelia versucht zwar ein, zwei Mal, einem ihrer Patienten zu erzählen, dass sie eigentlich doch schön genug sind, aber es kam mir persönlich nicht wirklich überzeugend genug vor. Vielmehr hatte ich oft das Gefühl, dass immerzu erwähnt wurde, wie viele Behandlungen alle Charaktere durchlaufen und wie atemberaubend sie danach stets aussahen. Wirkliche Kritik daran konnte ich beim Lesen nicht finden. Wenn ihr das Buch gelesen habt: Wie genau saht ihr diesen Punkt umgesetzt? Habt ihr Kritik am Schönheitswahn unserer Gesellschaft in dem Buch gefunden? Wie stark?
Ich weiß, dass viele The Belles: Schönheit regiert als super Buch empfunden haben. Ich wünschte, ich könnte ebenfalls eine fünf Sterne Bewertung abgeben. Letztendlich sind es für mich aber leider nur drei Sterne geworden. Es ist kein schlechtes Buch, bitte nicht falsch verstehen, aber es konnte mich nie so richtig überzeugen.