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Veröffentlicht am 22.05.2019

schwer zu ertragen und aufrüttelnd

Teufelseltern
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Teufelseltern
von Andrea Reinhardt

Vorab eine Warnung! Wer Kinder hat oder möglicherweise selbst Opfer von Gewalt war (Trigger Gefahr), sollte das Buch mit Vorsicht genießen.
Es beginnt direkt grausam, ...

Teufelseltern
von Andrea Reinhardt

Vorab eine Warnung! Wer Kinder hat oder möglicherweise selbst Opfer von Gewalt war (Trigger Gefahr), sollte das Buch mit Vorsicht genießen.
Es beginnt direkt grausam, man wird direkt in die Hölle geworfen. Die dreizehnjährige Emilia, ist die älteste von drei Kinder, sadistischer Eltern und nur die Tatsache das es hier fiktiv ist, macht es halbwegs erträglich. Und wer glaubt, die Autorin habe eine lebhaft, perverse Fantasie, der irrt sich…
Als Emilia mitten in der Pubertät ist, wird sie dem Vater zu alt und diese fürchtet, dass nun ihre Schwester an der reiche sein könnte. Bisher wurden diese und der Bruder nur auf brutalste weise verprügelt, alle sind stark unterernährt und in Kerkern im Keller eingesperrt. Und all das wird auch beschrieben. Wie die Schmerzensschreie der Geschwister die Emilia in den Wahnsinn treiben, weil sie machtlos in ihrem Gefängnis sitzt.

Wenn man das überstanden hat, wird es besser. Wir machen ein Zeitsprung von drei Jahren, in einem Kinderkrankenhaus wird ein dreieinhalb jähriger, schwer kranker Junge entführt und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt für die ermittelnden Beamten. Wenige Tage später verschwindet auch ein achtjähriges Mädchen. Was ist da los? Wer entführt die Kinder und warum?

Ich selber habe das Buch Häppchenweise lesen müssen, weil es mich sonst zu sehr getriggert hätte. Ich bereue es aber nicht, das Buch gelesen zu haben. Ich finde es sogar gut, das es solche Story gibt, damit ein breiteres Publikum angesprochen und damit sensibilisiert wird. Ich hoffe es wenigstens.
Außerdem ist es leichter (für Opfer und Interessierte) zu ertragen, wenn man sich einreden kann, dass es sich hier „nur“ um einen Thriller handelt.
Ich finde es flüssig geschrieben und mit den nötigen Details zur Grausamkeit, um ein Bild vom ausmaß zu machen. Ich finde der Spagat, dem Leser das leid aufzuzeigen, es aber nicht zu sehr zu verstören, ist der Autorin gelungen.
Sie konnte, den Leser in einigen dingen auch lange genug verwirren, dass man Vermutungen angestellt hat, aber sich noch nicht so richtig ein Reim darauf machen konnte. Andere Details waren mir direkt klar, was ich aber nicht schlimm fand, worüber ich mir dann Gedanken machen konnte, warum es so ist, wie es ist.

Fazit: Das Buch rüttelt (hoffentlich) auf und motiviert, doch einmal mehr hinzugucken. Ich weiß, dass solche Tragödien nicht nur deshalb so lange laufen, weil die Bevölkerung wegsieht, sondern, weil auch die Ämter unterbesetzt und die Gelder knapp sind. Ich kann das Buch, absolut empfehlen, aber man muss sich auf was gefasst machen.

Veröffentlicht am 21.04.2019

Interessantet Thema, gut geschrieben. Das Genre trieft aber nicht ganz mein Nerv

Das Feuer der Erde
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Das Feuer der Erde
von Leo Aldan

Dr. Georgina Finlay stellt bei ihren Messungen fest, dass die Erde kurz vor einer Unwetterkatastrophe steht und versuch es noch abzuwenden, indem sie auf höchster Ebene ...

Das Feuer der Erde
von Leo Aldan

Dr. Georgina Finlay stellt bei ihren Messungen fest, dass die Erde kurz vor einer Unwetterkatastrophe steht und versuch es noch abzuwenden, indem sie auf höchster Ebene um Hilfe und ein drastisches umdenken hofft, aber vergebens. Ich fand, dass es dann doch recht schnell ging, dass ihre vorhersagen eintrafen. Ich habe aber keine Ahnung, ob es, wenn es soweit wäre wirklich so schnell gehen würde. Und ich bezweifle, dass wenn es dann so schnell gehen sollte, es überhaupt noch eine Chance geben würde, das ganze abzuwenden. Was Georgina ja noch versucht. In der Geschichte gibt es mehrere Schauplätze, was ich so erst mal gut finde, weil es verdeutlicht, dass die Katastrophe weltweit ihren lauf nimmt. Ich hätte es aber schöner gefunden, wenn die Nebenschauplätze etwas mehr Raum bekommen hätten. Aber sonst fand ich das Thema interessant verpackt und die Geschichte lässt ein etwas hilflos zurück, lässt ein nachdenken. Ich weiß jetzt aber, dass auch Katastrophenbücher nicht ganz mein Ding sind. Man konnte es gut lesen, der Schreibstil liest sich auch angenehm, aber die Spannung, die so eine Lektüre auslöst, trifft nicht ganz mein Nerv. Dennoch bereue ich es nicht das Buch gelesen zu haben, das Thema ist wie gesagt interessant und ich finde es auch wichtig sich damit auseinander zu setzen, was wir der Welt mit unserem verhalten antun. Ich glaube auch, das man mit solchen Büchern ein größeres Publikum erreichen kann, als wenn man eine wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht.

Im Großen und Ganzen ein gutes Buch, vor allem, wenn man auch gerne Katastrophenfilme sieht.
Ich habe von dem Autor aber auch schon Squids 2 gelesen und das wiederum mochte ich sehr.

Fazit: Wenn man das Genre mag, ist es sicher sehr spannen, meins ist es nicht, dennoch ist das Thema interessant, warum ich dieses Buch und auch Filme in der Art immer wieder mal versuche.

Veröffentlicht am 30.03.2019

Ein toller Thriller, der mich begeistern konnte.

Ich bin die Rache
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Ich bin die Rache

Worum geht es:
Die Agentin Maggie ist auf der Suche nach ihren entführten Bruder. Es ist zwar schon lange her, beide waren noch klein, aber sie hat nie die Hoffnung ihn doch noch zu ...

Ich bin die Rache

Worum geht es:
Die Agentin Maggie ist auf der Suche nach ihren entführten Bruder. Es ist zwar schon lange her, beide waren noch klein, aber sie hat nie die Hoffnung ihn doch noch zu finden aufgegeben. Bei ihrer Suche nach ihrem Bruder, führt ihr weg auch zu einem Indianerreservat, wo sie dann verschwindet. Nachdem Francis Ackerman und sein Bruder Marcus von der Agentin nichts mehr hören, machen sie sich auf um sie dort herauszuholen wo auch immer sie ist.

Meine Meinung:
Mir hat das Hörbuch und der Thriller ausgesprochen gut gefallen, so das ich sicher bin, auch die anderen Teile Hören oder lesen zu wollen. Thomas Balou Martins Stimme fand ich sehr passen für Ackerman, aber auch die anderen Charaktere hat er gut rüber gebracht.
Ich fand die Geschichte sehr temporeich, manchmal fast schon zu Aktion geladen, sodass man als Zuhörer gar nicht richtig zu Atem kam. Aber es war alles noch im Rahmen.
Auch wenn Francis der scheinbar böse war, fand ich ihn sehr Sympathisch, aber konsequent, wenn er was erreichen will, ist er auch bereit weit zu gehen, um das zu erreichen.
Ich finde es toll, dass Francis trotz der Qualen, die er als Kind erdulden musste in der Lage ist für wenige Menschen Mitgefühl oder liebe zu empfinden.
Das Buch hatte zum letzten drittel eine Wendung, mit der ich so nicht gerechnet habe, die mir aber sehr gut gefiel.

Fazit: Ich habe mich von dem Hörbuch gut unterhalten gefühlt, auch wenn es teilweise etwas Spannungsüberladen war. Aber mit einer Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hätte und einem teils traurigem Ende.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Dieser teil war sogar besser als der erste

Last Haven – Die Liga der Mutigen
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Last Haven – Die Liga der Mutigen
Von Lisbeth Jarosch

Aida und ihre Freunde haben die alte Regierung gestürzt und es gab Verluste auf beiden Seiten, was Aida auch zu schaffen macht. Immer wieder muss ...

Last Haven – Die Liga der Mutigen
Von Lisbeth Jarosch

Aida und ihre Freunde haben die alte Regierung gestürzt und es gab Verluste auf beiden Seiten, was Aida auch zu schaffen macht. Immer wieder muss sie an Melody und die vielen Föten die ihr leben für eine bessere Zukunft ließen, denken. Und auch wenn der körperliche Entzug von Mentalin überstanden ist, hat sie den physischen noch lange nicht hinter sich. Vor allem, wenn ihre Gedanken und Schuldgefühle sie plagen, ist es besonders schlimm. Ich hatte als Leser den Eindruck, dass sie des Lebens müde ist, aber sterben will sie letztlich nicht.
Das scheint sich zu besser als sie und Titus sich für den Einsatz bei der Leibgarde melden, um sich dort nach Anhängern der „Liga der Mutigen“ umzuschauen. Das Training dort ist hart und Aida ist gewohnt aufbrausend und zickig, aber auch erwachsener, den sie schafft es mit Kritik oder Andeutungen besser umzugehen und ist in der Lage sich und ihr Verhalten zu reflektieren. Was es mir ungemein erleichtert hat mit ihr, als Charakter umzugehen und mit ihr mitzufühlen. Sie und Romulus haben es aber immer noch nicht geschafft offen miteinander zu reden, sodass ich als Leser bei jedem Streit damit gerechnet habe, dass es jetzt derart knallt, dass sie getrennte Wege gehen.
Leider hat sich die Nahrungsknappheit verschlechtert und auch das Wasser wird knapp. Und weil nicht jeder mit der neuen Regierung und der angestrebten Zukunft einverstanden, versucht man Sympathisanten für die Liga zu gewinnen. Ihrer Meinung nach sollen auch weiter schwache und alte beseitigt werden und nur eine Elite aus ausgewählten soll sein Erbgut durch in vitro Befruchtung weiter geben dürfen, in der Hoffnung, dass eine stärkere und produktivere Menschheit entsteht und das schwache und kranke ausgerottet wird. Und das gruselige ist, dass wir gar nicht soweit von so einer Welt entfernt sind.
Mir gefällt es, dass es ihn dieser Geschichte nicht nur einen Helden gibt, sondern nur als Gemeinschaft können sie als Helden aus der Situation gehen, Egoisten und Einzelkämpfer haben hier schon jetzt verloren. Ich finde, dass das ein schöner Gedanke ist, in einer Welt wo es immer mehr wird, dass jeder nur auf sein eigenes Wohl, über ein Gesunden maß hinaus, bedacht ist.
Ich finde es schön, das auch andere Charaktere aus dem ersten Band, die dieses Mal eine kleinere, aber dennoch wichtige Rolle spielen, dabei sind und dass so wundervolle neue Charaktere dazu gekommen sind. Und obwohl, Aida so ist, wie sie ist, scheint sie immer neue Freunde zu finden und offenbar ein Gespür zu haben, wann sie auf die Bremse treten muss, wenn sie es sich nicht mit allen verscherzen will. Mir gefällt auch, dass Mädels Momente eingebaut wurde, was die Charaktere noch mal mehr an Authentizität gegeben hat und es gab mir eine Verschnaufpause.
Mir hat der erste Teil schon gefallen, aber dieser gefällt mir noch besser.

Fazit: Einmal mehr zeigt uns dieser Teil, dass es schwer ist etwas zu ändern, hoffentlich zum besseren zu wenden, wenn es auch immer noch ein Großteil gibt, der an alten Bräuchen und Ansichten festhält. Aida ist zwar etwas reifer geworden, dennoch recht anstrengend in ihrer Art. Ich bin gespannt, was Aida und ihre Gemeinschaft im dritten Teil zu bestehen hat.

Veröffentlicht am 15.02.2019

verwirren, aber auch gruselig

Puppenmutter
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Puppenmutter
von Astrid Korten

Cover: Ich finde ja, das vor allem alte Puppen, aber auch viel Porzellanpuppen etwas Gruseliges haben, selbst wenn sie intakt sind. Aber ein Porzellanpuppenkopf auf ein ...

Puppenmutter
von Astrid Korten

Cover: Ich finde ja, das vor allem alte Puppen, aber auch viel Porzellanpuppen etwas Gruseliges haben, selbst wenn sie intakt sind. Aber ein Porzellanpuppenkopf auf ein Holzbrett geschürt und mit Blut bespritzt, da gibt es kaum noch eine Steigerung. Das Verspricht doch gruselig zu werden, oder?

Worum es geht: Wir erfahren von einem Mädchen, das die Mutter in ein winziges Loch im Keller gesperrt hat. Ihre einzige Freundin eine Puppe. Ihr gelingt die Flicht.
Man fragt sich, wer das Mädchen war und was sie heute macht.
Immer wieder hören wir von der Frau aus Zimmer 13, die alle nur die Puppenmutter nennen. Wir lernen aber auch Tessa kennen. Sie wurde in ihrem Haus überfallen und am selben Abend bringt sich ihr Mann um. Ich als Leser konnte daran aber nicht so recht glauben und bin mir auch jetzt nicht ganz sicher. Ich fand die vielen Handlungsstränge etwas verwirrend, sodass ich nicht immer den Überblick behalten konnte. Was ich schade finde, da ich die Geschichte an sich sehr gut gefunden. Aber zum Glück, hat Tessa ja noch eine beste Freundin, Amelie und ihre Schwägerin Karo, die ihr in dieser schweren Zeit zur Seite stehen. Aber haben sie wirklich nur gute Absichten oder verfolgt jeder nur sein eigenes Ziel? Dann bekommen wir Briefe serviert, die von einem heimlichen Verehrer für Tessa verfasst werden, aber die soll sie erst beizeiten erhalten. Also sehr viel zu ordnen und verarbeiten.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und an sich fand ich die Idee gut, die Story gefiel mir auch und der Schreibstil sagte mir zu, aber wie schon erwähnt, kam ich immer wieder ins Schleudern. Ich fühlte mich teils, von der fülle an Formatinformationen und Handlungssträngen erschlagen, ich wusste Zeitweise nicht, wer jetzt mit wem, wie in Verbindung steht und fand es streckenweise nervenaufreibend und zäh zu lesen. Und so manches Mal wollte ich eingreifen, mir tat Tessa manchmal leid und dann wieder weniger. Weil ich dachte: gut, sie hätte ja auch was ändern können.
Darauf kann ich jetzt aber nicht eingehen, ohne Zuviel zu verraten. Nur soviel, es ist ein Buch voll mit Unglücksfällen, Intrigen, Liebe, Betrug, es ist verworren und am Ende wurde ich doch noch mit einem Detail überrascht.

Fazit: Ein guter Thriller, der bei mir aber immer wieder für Verwirrung sorgte. Am gruseligsten fand ich aber Alice und die Puppenmutter.