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Veröffentlicht am 22.03.2026

"Ein Verzwickter"

Einsames Watt
1

John Benthien ermittelt wieder. Dieses mal auf Amrum. Dort wird er nicht nur mit einem havarierten Segelschiff und der Toten Paula Lemmer sondern auch mit seiner Vergangenheit und seinen Anfängen als Ermittler ...

John Benthien ermittelt wieder. Dieses mal auf Amrum. Dort wird er nicht nur mit einem havarierten Segelschiff und der Toten Paula Lemmer sondern auch mit seiner Vergangenheit und seinen Anfängen als Ermittler konfrontiert. Zusätzlich zeigen sich Parallelen zu einem anderen Mordfall, dem der Maren Frahm.
John und sein Team beginnen mit den Ermittlungen und werden mit diversen Irrungen und Wirrungen konfrontiert.

Wie immer wurde die Spannung bis zuletzt gehalten und der Spannungsbogen sehr gut aufgebaut. Bis zuletzt war nicht klar, wer der Täter ist und wie die verschiedenen Szenarien und auch Todesfälle zusammenhängen. Das macht für mich einen richtig guten Kriminalroman aus. Spannung bis zur letzten Seite.
Die Kapitel haben sich flüssig und flott gelesen. Für mich hätten diese etwas kürzer oder mit etwas Unterteilung sein können, aber das tut dem Buch überhaupt keinen Abbruch.
Die Wendungen im Roman fand ich gut platziert.
Auch die Mischung aus Ermittlung und Privatleben fand ich sehr gut.
Ich habe schon mehrere Romane den Benthien- Reihe gelesen und freue mich immer über private Einblicke in das Leben der Ermittler. Das macht es nah und such nachfühlbar. Daher wurden meine Erwartungen an den Roman auch vollkommen erfüllt.
Sowohl das Ermittlerteam als auch die einzelnen Figuren im Roman werden mit ihren Ecken und Kanten dargestellt, was sie menschlich macht und einfühlbar.
Die unterschiedlichen Handlungsstränge- auch der Wechsel zwischen Heute und Damals werden sehr gut dargestellt. Auch die Beschreibungen der einzelnen Orte sind so gut beschrieben, dass man sich direkt dorthin versetzt fühlt. Auch die Beschreibung der unterschiedlichen Perspektiven ist wirklich gut gelungen.
Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 08.02.2026

Stürmische Zeiten über Sylt

Stürmische Klippe
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Liv und Sebastian verbringen zur Klärung von Livs Erbe einige Tage auf Sylt.
In diesem Zeitraum werden beide durch Hilke Hasselbrecht aufgrund eines versuchten Mordes zur Unterstützung kontaktiert. Attackiert ...

Liv und Sebastian verbringen zur Klärung von Livs Erbe einige Tage auf Sylt.
In diesem Zeitraum werden beide durch Hilke Hasselbrecht aufgrund eines versuchten Mordes zur Unterstützung kontaktiert. Attackiert wurde Armgard Zabrowsky, eine ehemalige Politikerin und Freundin von Hilke. Liv unterstützt Hilke auf deren Bitte hin in der Ermittlung. Im Rahmen der Ermittlung ergeben sich viele Verdachtsmomente und unerwartete Wendungen. Viele Personen scheinen ein Thema mit Armgard zu haben und sind somit potenziell Täter.
Parallel dazu erhält Sebastian eine Nachricht mit einem Hilfeschrei von einer ehemaligen Patientin. Diese findet er schwerst verletzt in einer Scheune. Er leitet Erste Hilfe Maßnahmen ein, wird dann aber selbst als Beschuldigter geführt. Hier beginnen dann parallel Ermittlungen.
In der Zwischenzeit ermittelt Liv weiter in der Villa von Armgard Zabrowsky.
Zu allem Übel tobt auf Sylt auch noch ein Sturm ungewöhnlichen Ausmaßes, was die Ermittlungen erschwert.

SABINE WEISS greift in ihrem neuen Roman mit dem Thema Femizid ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema auf. Auch wird das Thema Umweltschutz angesprochen.
Der Roman liest sich flüssig und schnell, der Spannungsbogen wird unglaublich gut aufgebaut und auch bis zuletzt gehalten. Gleichzeitig entstehen immer wieder neue Wendungen. Wenn man dachte, jetzt hat man einen möglichen Täter identifiziert, kann man sich sicher sein, dass die Person es ganz sicher nicht ist. Die Kapitellänge ist gut gewählt. Wie immer ist das Buch sehr fesselnd und man möchte es kaum aus der Hand legen. Das Cover passt auch sehr gut zur Szenerie im Buch, welche Sabine Weiss sehr gut beschreibt, sodass man das Gefühl hat, direkt mit in der Szenerie zu sein.

Mir persönlich hat der Roman ganz gut gefallen, auch wenn ich in der Reihe um Liv Lammers schon deutlich bessere gelesen habe.
Die Ermittlung rund um Sebastian hat mich eigentlich mehr interessiert als der eigentliche Fall an sich. Die Ermittlungsarbeit in der Villa von Frau Zabrowsky fand ich zwischenzeitlich etwas langatmig, auch etwas unrealistisch, was mich aber nicht so sehr gestört hat.
An Spannung ist der Roman kaum zu überbieten, was sicherlich auch durch die parallelen Ermittlungen und die persönliche Ermittlung rund um Sebastian zustande kommt.

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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 11.10.2025

Von der Bretagne nach Japan- Lucys Reise zum Kamelienhaus

Das Kamelienhaus
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Der neue Roman von TABEA BACH "Das Kamelienhaus" ist als eigener Roman zu verstehen, bezieht sich jedoch auf die Vorreihe "Die Kamelieninsel".

Lucy, die Tochter von Mael und Silvia Riwall, kommt nach ...

Der neue Roman von TABEA BACH "Das Kamelienhaus" ist als eigener Roman zu verstehen, bezieht sich jedoch auf die Vorreihe "Die Kamelieninsel".

Lucy, die Tochter von Mael und Silvia Riwall, kommt nach ihrem Studium zurück in die Bretagne und steigt in die Kosmetikfirma der Mutter ein. Als ein bestimmter Wirkstoff für die Kosmetik, das Tsubaki- Öl, fehlt, steht eine Reise nach Japan an. Lucy übernimmt diese "Dienstreise" und trifft auf ihrem Weg Finn. Beide verbringen in Tokio eine tolle Zeit, verlieben sich ineinander. Über die beruflichen Gründe der Reise sprechen beide nicht.
Auf der Insel Soshima angekommen, woher das Tsubaki- Öl bezogen wird, muss Lucy feststellen, dass der Chef verstorben und die Kooperation ziemlich verschuldet ist. Lucy schafft es, sich mit ihrer Art den Einwohnern der Insel anzunähern, deren Vertrauen zu gewinnen und beschließt letztlich, sich für die Rettung der Kooperative einzusetzen. Sie lernt die Insel und ihre wunderschöne Natur kennen, kommt mit Ritualen der Japaner in Kontakt und verliebt sich letztlich erneut in die Kultur. Lucy hat bereits ein Jahr in Japan gelebt und ist mit den Umgangsformen der Japaner vertraut. Sie blüht auf und merkt, dass Japan wohl ihre Bestimmung sein soll.
Auf der Insel trifft sie aber auch auf Finn, welcher für ein Konkurrenzunternehmen arbeitet und ebenfalls die Kooperative übernehmen will. Es entfach ein regelrechter Kampf um die Kooperative.
Parallel dazu steht die Kosmetikfirma in der Bretagne auf dem Spiel, wovon Lucy aber nichts weiß. Sie engagiert sich in Japan, macht Versprechungen und reist, um die neuen Erkenntnisse mit ihrer Mutter zu besprechen, mit gebrochenem Herzen, aber großen Visionen zurück in die Bretagne.
Nach wenigen Tagen kehrt Lucy nach Soshima zurück und es entfacht ein Kampf um die Kooperative. Sowohl Lucy als auch Finn müssen ihren Plan zur Rettung der Kooperative vor den Einheimischen und den Familien, welche für die Kooperative arbeiten, vorstellen. Wer am Ende gewinnt- lest selbst.


TABEA BACH hat sich mal wieder selbst übertroffen. Ein Roman voller Liebe, Spannung, unerwarteten Wendungen und einer gehörigen Portion japanischer Kultur. TABEA BACH hat es wirklich verstanden, einem die japanische Kultur, Zeremonien, Rituale und Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten näher zu bringen und in diese eintauchen zu lassen. Dennoch wurde immer wieder Bezug auf die Reihe "Die Kamelieninsel" genommen, welche in der Bretagne 20 Jahre früher spielt.
Die Charaktere sind TABEA BACH sehr gut gelungen, sie sind nahbar und gefühlvoll beschrieben, man hat sofort einen Eindruck und eine Meinung von Ihnen.
Die Gestaltung des Buches ist natürlich etwas ganz besonderes mit dem wundervollen Farbschnitt.
Der Roman liest sich flüssig und zügig. Der Schreibstil ist Tabea Bach eigen, sehr gut verständlich.
Ein absolutes Wohlfühlbuch! Ich freue mich bereits jetzt auf die Fortsetzung.

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 19.04.2025

Ein spannender Sylt- Krimi mit vielen Wendungen

Zornige Brandung
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Im 11. Teil der Krimi- Serie um John Benthien wird der Drehbuchautor Max Moser ermordet in einem Ferienhaus auf Sylt, dem Nachbarhaus von John, aufgefunden. Die Spur führt über diverse Umwege zu einem ...

Im 11. Teil der Krimi- Serie um John Benthien wird der Drehbuchautor Max Moser ermordet in einem Ferienhaus auf Sylt, dem Nachbarhaus von John, aufgefunden. Die Spur führt über diverse Umwege zu einem Cold Case rund um Torbjörn Svenson, welcher vor mehr als 20 Jahren als junger Kerl vermisst gemeldet worden ist. Gödecke, der Kriminalkommissar residiert auf Sylt und übernimmt die Ermittlungen. John, als gekündigter Kommissar aufgrund einer dienstlichen Verfehlung, übernimmt seine Assistenz. Warum wurde Max Moser mit einer Armbrust in dem Ferienhaus ermordet und wie hängt dies mit dem vermissten Jungen von vor 20 Jahren zusammen? Dies gilt es in einem spannenden Krimi herauszufinden.

Dies war mein erstes Buch von Nina Ohlandt und Jan F. Wielpütz und ich muss sagen, ich habe es geliebt. Das Buch konnte ich vor Spannung kaum aus der Hand legen. Kaum hatte ich gedanklich einen Täter im Visier, stellte er sich auch schon wieder als nichtig heraus. Das Buch war außerdem eines zum mitdenken- es kommen so viele Personen in diesem Buch vor, welche teilweise miteinander verwandt sind oder in Beziehungen zueinander stehen, dass ich teilweise Zettel und Stift brauchte, um den Faden nicht zu verlieren. Dies hatte ich bisher in keinem Buch, fand es aber wunderbar.
Die Spannung wurde extrem gut aufgebaut und über lange Zeit aufrecht erhalten, was mir gut gefallen hat. Die Kapitel lasen sich flüssig, waren kurzweilig geschrieben, mit einer gewissen Portion Humor und vielen vielen Handlungssträngen gleichzeitig, die das mitdenken erforderten. Ich habe es geliebt dieses Buch zu lesen und den Mörder gedanklich mit ausfindig zu machen.
Von den einzelnen Charakteren hatte ich sofort einen Eindruck, konnte denen auch gut folgen und die Entwicklung der einzelnen Charaktere gut nachvollziehen. Die 10. ersten Bände brauchte ich nicht, um die Beziehungen, insbesondere der Ermittler untereinander, zu verstehen. Ich kam gut ins Buch und konnte sehr gut folgen.
Meiner Meinung nach eignet sich das Buch auch als Einstieg in die Reihe.
Ich für mich habe dank der Leserunde hier eine neue Krimi- Reihe entdeckt und freue mich schon, die Anfänge um John Benthien nun retrograd zu erlesen.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

20. Mal Pia Korittki - mal wieder ein gelungener Krimi

Ostseedämmerung
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Der 20. Teil der Pia Korritki Serie von Eva Almstädt spielt in Hövelau, einem kleinen Dorf an der Ostsee, wo Pia mit ihrem Team mal wieder einen kniffligen Fall zu lösen hat.
2 Kinder finden beim Spielen ...

Der 20. Teil der Pia Korritki Serie von Eva Almstädt spielt in Hövelau, einem kleinen Dorf an der Ostsee, wo Pia mit ihrem Team mal wieder einen kniffligen Fall zu lösen hat.
2 Kinder finden beim Spielen in einem See eine alte Wikingerfibel. Die Spur führt letztlich zu einer jungen, vor einigen Jahren als vermisst gemeldeten Archäologie-Studentin- Mira- welche unweit des Teiches tot aufgefunden wird. Pia ermittelt in diesem Cold- Case, wobei viele alte Dorfgeschichten, Geheimnisse und Abgründe zu Tage kommen. Die große Frage ist, warum wurde Mira ermordet? Schließlich verschwindet auch noch Broders, Pias Kollege, spurlos und die Sache wird immer mysteriöser.

Dieser als erster "Cold- Case" geschriebene Fall von Eva Almstädt hat mich absolut überzeugt. Er war spannend, mit vielen Wendungen- wie man es von Eva Almstädt kennt. Man hat ständig einen neuen Täter im Verdacht und letztlich ist es keiner von diesen. Das mag ich an diesen Romanen so sehr, es ist wirklich spannend bis zu letzten Seite.
In diesem Teil geht es auch weniger um Pias Privatleben, auch wenn hier und da einzelne ausgewählte Momente eingestreut werden.
Wie immer kommt man mit den einzelnen Figuren schnell in Kontakt, hat einen schnellen Eindruck von diesen, weil die plastische Beschreibung einfach so wunderbar gelungen ist.
Wie ich es gewohnt bin, las sich das Buch sehr flüssig, die Kapitel waren kurzweilig und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Toll fand ich auch wieder den Bezug zur Realität. Genauso könnte sich die Geschichte in der Realität abgespielt haben- mit allen Tiefen und Abgründen. Es ist keine Fiktion oder wenn nur zu einem kleinen Bruchteil.

Zu bemängeln gäbe es lediglich, dass es schon größere Zeitsprünge im Buch gab, welche so nicht zu erkennen waren. Manchmal dachte ich, ich hätte eine Seite oder ein Kapitel überblättert. Das war neu für mich bei den Büchern von Eva Almstädt. Hier wäre eine kurze Notiz wie "2 Wochen später" sinnvoll gewesen.
Auch hätte ich mir am Ende noch ein paar mehr Informationen über den Fortgang der Handlung gewünscht. Das Buch endete ziemlich abrupt in der Storyline. Vielleicht ist dies aber auch der Cliffhanger für den 21. Teil- wer weiß.

Insgesamt würde ich das Buch aber jedem Krimi- Liebhaber empfehlen. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortführung im 21. Teil oder einen neuen Teil der Akte Nordsee :)

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