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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2019

Zeitreise ins Hawkins der Vergangenheit

Stranger Things: Suspicious Minds - DIE OFFIZIELLE DEUTSCHE AUSGABE – ein NETFLIX-Original
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Achtung! Diese Rezension enthält eventuelle Spoiler aus den Staffeln 1+2 der Serie „Stranger Things“

Jeder kennt es: Man liebt eine Serie, ist total in dieser neuen, aufregenden Welt gefangen und will ...

Achtung! Diese Rezension enthält eventuelle Spoiler aus den Staffeln 1+2 der Serie „Stranger Things“

Jeder kennt es: Man liebt eine Serie, ist total in dieser neuen, aufregenden Welt gefangen und will immer mehr wissen, um vollkommen abzutauchen. Mit „Stranger Things – Suspicious minds“ von Gwenda Bond kann man nun 14 Jahre zurückreisen und Hawkins im Jahr 1969 besuchen. Dabei behandelt das Prequel das Leben der kleinen Acht, die Geschichte von Elfis Mutter Terry und natürlich die unmoralischen und grausamen Experimente von Dr. Brenner.
Besonders gut gefällt mir der Schreibstil und wie mit der Vergangenheit umgegangen wird. Immer wieder tauchen Ereignisse aus 1969/1970 auf und es werden Anspielungen auf damalige Musik oder Trends gemacht. Ich liebe den nostalgischen Touch von „Stranger Things“, der hier wunderbar weitergeführt wird.
Auch die Charaktere habe ich kennen und lieben gelernt. Vor Allem ist es spannend auf die „echte“ Terry zu treffen und herauszufinden, was ihre wahren Charakterzüge sind. Mit Alice, Ken und Gloria hat sie dabei drei witzige, aber auch kluge und loyale Sidekicks erhalten, von denen ich gern noch mehr erfahren hätte. Auch von Kali aka. Acht hätte ich gern noch detaillierter gelesen.
Die Geschichte selbst war mir leider zu… bekannt? Dadurch, dass ich die Serie liebe und kenne, war die Handlung im Buch für mich leider zu vorhersehbar und es wirkte eher, als würde ich mein Wissen über die Serie noch einmal auffrischen (ich bin jetzt also vorbereitet für die neue Staffel ;) ). Neue Aspekte sind beispielsweise die drei Gefährten von Terry sowie Terrys Bezug zu Kali, darüber hätte ich mir mehr gewünscht. Natürlich wurde auch Brenner im Buch sehr oft als das Monster dargestellt, was er nun einmal ist, aber auch das wird bereits durch die Serie deutlich und ist so leider weniger schockierend. Da ich es bei Spin-Offs und Prequels immer am meisten liebe, bekannte Charaktere zu treffen, hätte ich mir in dem Punkt vielleicht ein kurzes Wiedersehen oder mehr kleine Anspielungen gewünscht.
Fazit: Da, soweit ich weiß, noch mehr Bücher zur Serie folgen sollen, würde ich das Buch als Einleitung zur Vorgeschichte einstufen. Dabei könnte ich mir gut vorstellen, dass die Fortsetzung mehr Neuigkeiten und bekannte Charaktere bereithält, die mir bisher noch gefehlt haben.

Veröffentlicht am 13.03.2019

Wo ist Josie?

Die Therapie
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Achtung! Diese Rezension enthält eventuelle Spoiler zum Buch :)

Ein ehemaliger Starpsychologe, dessen Tochter Josie vor mittlerweile vier Jahren verschwunden ist, und eine schizophrene Kinderbuchautorin, ...

Achtung! Diese Rezension enthält eventuelle Spoiler zum Buch :)

Ein ehemaliger Starpsychologe, dessen Tochter Josie vor mittlerweile vier Jahren verschwunden ist, und eine schizophrene Kinderbuchautorin, die behauptet, genau diese Geschichte erfunden zu haben und scheinbar trotzdem nicht von Josies Verschwinden weiß – Das sind die beiden Figuren, die in Fitzeks Debütthriller die Hauptrolle spielen. Dabei versprach die Story, wirklich spannend zu werden, doch je mehr Seiten ich gelesen habe, desto kritischer wurde ich.
Das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben. Der Stil ist flüssig und spannend, alles wird sehr detailreich beschrieben. Es wird zwischen mehreren Szenerien hin und her gesprungen, was aber sehr deutlich gemacht wird und deshalb gut verständlich ist. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, mich durch das Buch quälen zu müssen. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht abholen.
Zum einen waren mir die Charaktere zu flach. Ich konnte mit keinem so richtig mitfühlen, hab bis zu Ende keinen Zugang zu den beiden finden können. Zum anderen war das Ende sehr vorhersehbar. Gerade bei einem Thriller finde ich das sehr schade, zumal das Ende mir ( ich bin ja kein Psychologe ;) ) eher unrealistisch erschien.

Fazit


Das Buch lässt sich wirklich gut und schnell lesen und ist auch hervorragend geschrieben. Der Inhalt dagegen konnte mich leider nicht überzeugen. Das Ende hinter lies leider einen bitteren Nachgeschmack. Es war so ein Gefühl, als würde man etwas lesen, dass sich am Ende als Traum des Protagonistin entpuppt und man sich als Leser dann fragt: „Warum habe ich mich denn jetzt damit aufgehalten?!“

Veröffentlicht am 02.03.2019

Das Erwachen

H.O.M.E. - Das Erwachen
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Was tust du, wenn du aus dem einzigen Leben, das du kennst und 12 Jahre gelebt hast, erwachst? Wenn alles, was du zu wissen geglaubt hast, plötzlich falsch zu sein scheint? Und dir statt Verbündete und ...

Was tust du, wenn du aus dem einzigen Leben, das du kennst und 12 Jahre gelebt hast, erwachst? Wenn alles, was du zu wissen geglaubt hast, plötzlich falsch zu sein scheint? Und dir statt Verbündete und Freunde nur noch Fremde bleiben?
Zoe hatte ein scheinbar perfektes Leben: Zusammen mit ihrem Freund Jonah war sie Kapitän an einer Eliteschule, hatte dort Freunde und Verbündete. Doch dann erwacht sie auf und findet sich im fremden und kaputten Berlin wieder. In dieser Welt gibt es keine Bäume und auch kein Wasser, es gibt nur Dürre und viel zu viel Elend. Doch Zoe ist fest entschlossen herauszufinden, was hinter ihrem alten Leben steckt …
H.O.M.E. ist anders, es ist düster und gleichzeitig so voller Humor, Leben und Liebe, was nicht zu Letzt dem grandiosen Schreibstil zu verdanken ist. Dabei ist die Handlung viel zu vorstellbar, macht sprachlos, aber lässt hoffen. Ein sehr spannender Aspekt war für ich, dass H.O.M.E. in Berlin spielt. Dadurch konnte ich mir noch deutlicher ein Bild machen und war noch schockierter von der Katastrophe, in die Zoe genauso erbarmungslos geworfen wurde wie ich als Leser. Das Mädchen ist ein wunderbar authentischer Charakter: Ehrgeizig, mutig und verantwortungsbewusst. Dabei ist sie aber nicht vollkommen, zweifelt oft an sich oder hat Ängste. Sie ist hat Humor und ist schlagfertig, hält aber auch anderen zu Liebe mal den Mund (eine Eigenschaft die mir oft fehlt und mich echt rasend macht!). Obwohl man sich vieles selbst zusammenpuzzlen konnte und das Ende mich wenig überrascht hat, wollte ich das Buch nicht aus der Hand legen und Zoe weiter begleiten
Für mich ist H.O.M.E. wirklich ein Highlight: Gut erzählt mit tollen Charakteren und einer fesselnden Story.

Veröffentlicht am 25.02.2019

Zwischen alten Bekannten und neuen Orten

Der Klang der Täuschung
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Zurück in der Heimat von Lia, Rafe, Pauline und Kaden begleiten wir dieses Mal Kazi und Jase.
Kazi ist eine vendische Rahtan: Mutig, zielstrebig und kampferprobt. Als sie von Königin Jezelia einen wichtigen ...

Zurück in der Heimat von Lia, Rafe, Pauline und Kaden begleiten wir dieses Mal Kazi und Jase.
Kazi ist eine vendische Rahtan: Mutig, zielstrebig und kampferprobt. Als sie von Königin Jezelia einen wichtigen Auftrag bekommt, trifft sie auf Jase, den Anführer der mächtigen Ballenger-Familie. Wieder einmal beginnt eine Geschichte voller Intrigen, Liebe, Schlachten und Geheimnissen. Dabei trifft der Leser auf alte Bekannte, lernt aber auch neue Charaktere lieben oder auch hassen. Er kehrt zu vertrauten Orten zurück und entdeckt fremde Städte. Dabei ist die Geschichte von Kazi und Jase eigenständig, aber doch eng verwoben mit den Geschehnissen aus „Die Chroniken der Verbliebenen“. Gerade die Verbindungen zwischen den Königreichen und den Vorgeschichten rund um Venda, Morrighan und Gaudrel finde ich sehr interessant.
Nach wie vor überzeugt mich der grandiose Schreibstil, der detailliert und spannend erzählt. Der Wechsel zwischen „Hab ich’s doch gewusst“ und „Verdammt, damit habe ich nicht gerechnet“ macht dabei besonders Spaß.
Fazit? Ein spannendes Spin-Off, das den Vorgängern in nichts nachsteht und genauso überzeugt. Ich kann es kaum erwarten, wieder nach Höllenrachen zurückzukehren.

Veröffentlicht am 17.02.2019

Freundschaft, Kämpfe und der Hauch einer Liebesgeschichte

Das dunkle Herz des Waldes
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Im November letzten Jahres erschien beim cbj-Verlag „Das dunke Herz des Waldes“ von Naomi Novik. Seitdem stand das Buch auch auf meiner Wunschliste, denn das Cover ist ein richtiger Blickfang und auch ...

Im November letzten Jahres erschien beim cbj-Verlag „Das dunke Herz des Waldes“ von Naomi Novik. Seitdem stand das Buch auch auf meiner Wunschliste, denn das Cover ist ein richtiger Blickfang und auch der Klappentext klang für mich wirklich spannend. Die Geschichte handelt von Agnieszka, einem sehr unordentlichen und tollpatschigen Mädchen (ja, ich kann mich sehr gut mit ihr identifizieren :D ), die das kleine Dorf liebt, in dem sie lebt. Es gibt jedoch ein Ereignis, dass ihr Leben seit jeher beschattet: Alle zehn Jahre holt der mächtige Zauberer, der Drache, ein Mädchen zu sich in den Turm und jeder weiß, dass seine Wahl auf Agnieszkas beste Freundin Kasia fallen wird. Doch gegen alle Erwartungen entscheidet er sich für Agnieszka.
Das sind jedenfalls die Informationen, die einem der Klappentext liefert. Man muss allerdings erwähnen, dass diese Handlung innerhalb der ersten Seiten bereits abgehandelt ist. Das eigentliche Märchen, das hier erzählt wird, reicht viel weiter und ist viel komplexer. Man begleitet Agnieszka durch das ganze Königreich. Dabei bleibt sie zwar genauso unordentlich, wird aber deutlich mutiger und tapferer und ihr Bauchgefühl wird ihre größte Stärke. Auch ihre Freundschaft mit Kasia verändert sich, was für mich eine der interessantesten Entwicklungen des Buches ist. Am reizvollsten ist jedoch die Mischung aus dem engstirnigen, bissigen aber sehr klugen und ordentlichen Drachen und Agnieszka, die immer frei aus dem Bauch agiert und im ganzen Buch nie wirklich sauber ist.
Der Schreibstil ist sehr künstlerisch, es wird vieles sehr detailliert beschrieben. Dadurch werde einige Stellen aber leider recht langatmig. Rein optisch haben mich die kleinen Seitenabstände doch etwas gestört, da man etwas erschlagen wird, sobald man das Buch aufschlägt. Außerdem hätte ich mir eine Karte gewünscht, da ich mit den Dörfern manchmal etwas durcheinander gekommen bin :D
Alles in Allem ist „Das dunkle Herz des Waldes“ aber ein wundervolles, polnisches Märchen, dass einen verzaubert, erstaunt, schockiert und zum Lachen bringt.