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Veröffentlicht am 12.04.2022

Also ich hab Feuer gefangen :D

Keeper of the Lost Cities – Das Feuer (Keeper of the Lost Cities 3)
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Ich bin bisher ja bekennender Fan der Buch-Reihe! Auch wenn Band 2 von der Thematik nicht ganz mein Fall war: Das Feuer hat mir wieder deutlich besser gefallen. Ich finde es übrigens lustig, dass im Klappentext ...

Ich bin bisher ja bekennender Fan der Buch-Reihe! Auch wenn Band 2 von der Thematik nicht ganz mein Fall war: Das Feuer hat mir wieder deutlich besser gefallen. Ich finde es übrigens lustig, dass im Klappentext steht, dass Sophie „brennende Fragen“ hat, wo es doch hauptsächlich um Feuer geht! Genau mein Humor 😀

Aber zurück zum Buch: Hauptsächlich treffen wir hier alte Bekannte, von denen ich einige mehr, andere weniger mag. Sophie ist nach wie vor eine sympathische, manchmal etwas zu perfekte Protagonistin. Für mich passt sie deshalb auch ganz gut zu Fitz, der mir auch etwas zu perfekt ist. Aber auch in diesem Buch bleibt eine Lovestory zwischen irgendwem noch auf der Strecke, was ich angesichts des Alters, der Entwicklungen und der Länge der Reihe wirklich gut finde! Es gibt zwar wieder ganz viele Schwärmereien und rote Wangen, aber das war es dann auch.

Leider hat mich enttäuscht, wie der Charakter von Dex dar gestellt wird. Den mag ich nämlich eigentlich sehr gern, aber er wird zunehmend trotzig, sturer und zickiger, während auch Sophie nicht mehr allzu viel Interesse an ihrem vermeintlich besten Freund zu haben scheint. Dabei ist er eigentlich ein herzensguter Mensch, auf den Verlass ist! Dafür gerät Keefe aber immer mehr in den Vordergrund, was total ok ist, weil ich den echt gern hab. Ich muss aber dazu sagen: Ich bin scheinbar in einem Alter, da ist mein Crush in diesem Buch eine erwachsene Arztperson. Auch gut, kann ich das Junggemüse beruhigter shippen 😀

Apropos Erwachsene: Die sind immer sehr entspannt hier? „Ach Kind, ihr wollte euch in eine gefährliche Mission stürzen? Ja kein Ding, aber denk an was zu Essen und an deine Nussallergie. Nimm dir deinen Mantel mit. Ok, Ciao!“ Auf der einen Seite etwas seltsam, auf der anderen Seite löst es auch viele Geheimniskrämereien und Probleme.

Fazit: Mir macht die Reihe extrem Spaß und ich bin super gern Teil dieser Welt. Ja manches ist zu perfekt, manches zu flach, manches zu leicht gelöst, aber es unterhält mich immer bestens und ich fiebere mit unseren Helden!

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Veröffentlicht am 25.02.2022

Schockierend und Fesselnd

Roxy
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Wer mich kennt, der weiß: Ich vertraue Neal und Jarrod Shusterman blind, was die Geschichten angeht. Und gerade bei sensiblen Themen kann ich mich immer darauf verlassen, dass die Bücher tief gehen und ...

Wer mich kennt, der weiß: Ich vertraue Neal und Jarrod Shusterman blind, was die Geschichten angeht. Und gerade bei sensiblen Themen kann ich mich immer darauf verlassen, dass die Bücher tief gehen und den Kern erfassen. Deshalb war ich so gehyped auf Roxy. Deshalb bin ich mal wieder völlig hin und weg. Wer jetzt denkt: „Das sagt sie doch nur wieder, weil das ihr Lieblingsautor ist.“, den kann ich beruhigen. Denn tatsächlich habe ich mich anfangs etwas schwer getan.

Das liegt aber unser Anderem daran, dass ich den Klappentext etwas anders eingeschätzt habe und den englischen auch als passender empfinde. Es geht nämlich nicht nur um Roxy (also Oxycontin) und Isaac. Auch Isaacs Schwester Ivy, die aufgrund von ADHS Adderall, welches im Buch vom Charakter Addison verkörpert wird, verschrieben bekommt, spielt eine große Rolle. Während Roxy also beweisen will, wie tödlich sie ist, möchte Addison ebenfalls etwas beweisen, nämlich dass er mehr ist, als nur der Good Guy. Deshalb hatte ich mit so viel geballter Realität gar nicht gerechnet und musste mich etwas von meiner Vorstellung lösen.

Als Belohnung bekam ich dann aber wieder geballte Shusterman-Power. Die beiden schaffen es, ihre Botschaft rüberzubringen und mit den Drogen als Persönlichkeiten geben sie denen ein Gesicht. Dadurch wird alles sehr gut veranschaulicht. Isaac und Ivy sind aber ebenfalls sehr interessante Charaktere und das Buch vermittelt, durch welche Wege und Ereignisse man in diesen Drogen-Strudel geraten kann. Ich finde, dass dadurch auch Klischees und Vorurteilen entgegen gewirkt wird. Die Autoren zeigen sowohl das schlechte als auch das gute Ende, sodass die Gefahren durch Drogenkonsum gut hervorgehoben werden, aber trotzdem auch Hoffnung gemacht wird, was meiner Meinung nach auch nicht vergessen werden darf.

In Roxy haben noch mehr Drogen ihren Platz und so habe ich selbst auch noch sehr viel rumgegoogelt und mich weitergebildet, was dieses Thema betrifft. Es ist schon schwierig zu einem Buch mit sensiblen Thema eine Rezension zu schreiben, das Buch selbst zu schreiben und die passenden Worte zu finden ist noch viel schwieriger. Doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat mich die Idee und der Gedanke überzeugt. Gerade das Ende hat mich sehr sprachlos gemacht und alles, was ich vorher noch als Kritikpunkt hatte, hat sich aufgelöst.

Fazit: Ein sensibles Thema, aber genau deshalb ist es so wichtig, dass darauf aufmerksam gemacht wird. Gerade weil es auch Unterschiede zwischen den Ländern gibt, wie mit medizinischen Drogen verfahren wird, ist es noch interessanter. ich könnte über dieses Thema und das Buch wohl ein eigenes Buch schreiben 😀 Aber von mir bekommt Roxy eine dicke Leseempfehlung. Lest es bitte mit Bedacht, allerdings haben die Autoren auch daran gedacht und einen kleinen Text dazu geschrieben 🙂

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Die Geister, denen ich schrieb

Love Letters to the Dead
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Die Geschichte eines Mädchens, das sich selbst finden muss, nachdem sie so viel verloren hat. Und das nur in Briefen. Was für Laurel als Hausaufgabe im Englisch-Unterricht begann, wird für sie die größte ...

Die Geschichte eines Mädchens, das sich selbst finden muss, nachdem sie so viel verloren hat. Und das nur in Briefen. Was für Laurel als Hausaufgabe im Englisch-Unterricht begann, wird für sie die größte Stütze. Doch obwohl Laurels Geschichte persönlich und emotional ist, kann mich das Buch nicht völlig von sich einnehmen und überzeugen.

Tatsächlich ist es gerade das Emotionale, das mir manchmal fehlt. Das liegt mitunter am Schreibstil, obwohl ich die Idee der Briefe und auch die Umsetzung grundsätzlich sehr mag. Natürlich ist Laurel auch noch sehr jung, aber trotzdem wirkt es mir manchmal zu sehr hinuntergerattert. Gerade bei einem Mädchen, das so jung ist, so viel erlebt hat und Briefe schreibt, die für niemanden sonst bestimmt sind, hätte ich mir mehr Emotionen in den Zeilen gewünscht.

Laurel scheint auch noch auf der Suche nach sich selbst zu sein. Sie strebt danach, wie ihre Schwester zu sein, ist vom Wesen aber eigentlich ganz anders. Durch diese Suche, die nie so richtig ihr Ziel zu finden scheint, wirkt Laurel aber leider oft sehr blass. Das zeigt sich auch in der Lovestory oder in ihren Freundschaften. Sie wirkt häufig wie ein Geist , der nur daneben steht. Und das wäre mit ihrer Vergangenheit eigentlich sogar verständlich, wenn es sich denn am Ende etwas mehr auflösen würde.

Und das ist eigentlich auch mein größter Kritikpunkt: Das Auflösen. Einige Stränge werden mir nicht deutlich genug aufgelöst. Zum Beispiel, dass Alkohol keine Lösung ist. Da wird zwar gegen Ende angedeutet, dass Laurel den nun ablehnt, statt zur Flasche zu greifen, aber es wird nicht mehr explizit drüber geschrieben. Bei einem Jugendbuch halte ich es für wichtig, dass sensible Themen deutlich aufgelöst werden. Gleichzeitig hätte Love Letters to the dead aber auch ganz dringend eine Triggerwarnung nötig, denn auch sexueller Missbrauch spielt eine große Rolle im Buch, was aus dem Klappentext nicht deutlich hervorgeht.

Fazit: Obwohl ich wieder viele Abers habe, bietet dieses Buch auch gute Unterhaltung und auch sehr emotionale Szenen. Zugegeben: Manchmal war es schön, weil ich mich daran erinnert habe, wie diese Zeit bei mir war und ich bin selbst total nostalgisch geworden 😀 Trotzdem halte ich das Buch im Umgang mit einigen Themen für schwierig. Deshalb ist das Buch bei langem Überlegen tatsächlich von gestarteten 4 Sternen auf zwei gerutscht.

Kleiner FunFact am Rande: Ava Dellaira ist die Produzenten von „The Perks of being a wallflower“. Ich kenne nur den Film aber muss zugeben: Ja, da sind so einige Parallelen.

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Veröffentlicht am 10.02.2022

Mehr Drachen wären schön gewesen...

Lady Trents Memoiren 2
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„Noch eine Sache zum Erforschen. (…) Wirst du je fertig werden?“ – N.

„Ich hoffe nicht. Wie schrecklich öde wäre das?“ – I.

Dafür, dass der Klappentext mir so ewig lang erscheint, wirken die Geschehnisse ...

„Noch eine Sache zum Erforschen. (…) Wirst du je fertig werden?“ – N.

„Ich hoffe nicht. Wie schrecklich öde wäre das?“ – I.

Dafür, dass der Klappentext mir so ewig lang erscheint, wirken die Geschehnisse im Buch gar nicht so ausschweifend. Den ersten Band Die Naturgeschichte der Drachen hat mir wirklich Spaß gemacht, doch dieser Band enttäuscht mich in einigen Punkten.

Da diese Bücher als Memoiren geschrieben sind, ist der Schreibstil recht nüchtern und trocken. Die Geschehnisse liegen für Lady Trent bzw. Isabella schon weiter in der Vergangenheit. Dabei gibt es auch recht wenig Dialoge. In dem Kontext erscheint das zwar sinnvoll, nimmt aber auch viel Gefühl und viele Emotionen. Während mich der erste Band trotzdem packen konnte und ich den Schreibstil so als faszinierend empfand, ist mir Band 2 einfach zu trocken.

Das wird auch dadurch unterstützt, dass die Drachen nicht präsent genug für ein Buch sind, in dem es doch um Drachen gehen sollte? Es werden so viele politische Aspekte aufgegriffen, dass mir das einfach zu viel ist. So viele Namen und Familienverhältnisse konnte ich auch gar nicht behalten, dabei hatte ich immer das Gefühl, dass das noch wichtig werden würde.

Wie schon erwähnt, bleiben die Emotionen etwas auf der Strecke. Das gilt auch für persönliche Beziehungen. Das hätte für mich auch gut in die Idee der Memoiren gepasst, da ich mir vorstellen könnte, dass man sich gerade an seine Gefährten gut und sehr gern erinnert.

Fazit: Leider konnte dieser Band mir nicht zusagen. Da ich aber trotzdem nicht ungern zum Buch gegriffen habe und ich vieles an dem Buch auch schätze, gibt es von mir drei Sternchen. Dem dritten Teil werde ich wohl noch eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 04.02.2022

Das Gefühl von Zuhause

Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte
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„Es sind die kleinen Dinge. Kleine Schätze, auf die wir unvermutet stoßen, ohne zu wissen , woher sie stammen. Und stets dann, wenn wir am wenigsten damit rechnen. Eigentlich wunderschön, wenn man einmal ...

„Es sind die kleinen Dinge. Kleine Schätze, auf die wir unvermutet stoßen, ohne zu wissen , woher sie stammen. Und stets dann, wenn wir am wenigsten damit rechnen. Eigentlich wunderschön, wenn man einmal darüber nachdenkt.“ – Arthur

Ein Buch, dass in letzter Zeit unheimlich gehypt wurde. Ein Buch, dass bei dem ich das allerdings auch voll und ganz nachvollziehen kann! Wer Linus auf diese Reise begleitet, der wird mit liebevollen Charakteren und einer Geschichte voller Wärme belohnt.

Anfangs war ich sogar noch etwas skeptisch, da ich nicht wusste, ob der Schreibstil mir zusagen würde. Der ist nämlich manchmal etwas trocken, trotzdem humorvoll, an den richtigen Stellen voller Wärme. Ich habe allerdings schnell begriffen, dass sich das nicht widerspricht, sondern wunderbar zusammen passt. Der Schreibstil erinnert mich ein wenig an „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“ von Lemony Snicket. Allerdings ist dieses Buch deutlich weniger betrüblich.

Das verdankt es vor Allem den Charakteren. Linus wirkt anfangs sehr blass, allerdings würde ich ihn auch wirklich als „verblasste“ Persönlichkeit beschreiben. Nach und nach wird er von den neuen Erlebnissen gezeichnet. Ein wenig wie bei einem Videospiel, wo man Charaktereigenschaften sammelt… „Linus erhält: Warmherzigkeit!“. Arthus Pernassus ist schon zu Beginn ein sehr ehrlicher und offener Charakter, der für die Dinge, die er liebt, kämpft.

Allerdings sind es die Kinder, die diese Geschichte so besonders machen. Es gibt wenig Bücher, bei denen ich wirklich alle Protagonisten mag, aber dieses Mal ist das der Fall. Ich kann mich auch kaum für eine Lieblingsfigur entscheiden. Ich liebe Phees anmutige Art, Lucys Humor und Intelligenz, Theodores Vorliebe für Knöpfe und seine liebenswerte Tollpatschigkeit, Sals Entwicklung und seine grenzenlose Loyalität und Talias herzliche Momente ebenso wie ihre stumpfen Sprüche. Aber ja, ich gebe zu, dass der kleine Chauncey mein Herz ziemlich gestohlen. Wie kann jemand bitte so herzig sein?!

Obwohl ich sagen würde, dass dieser Roman durch seine Charaktere lebt, ist die Handlung ebenso schön. Zwar gibt es nicht 24/7 irgendwelche Gefahren und Abenteuer, aber das braucht dieses Buch auch gar nicht. Als Leser*in genießt man einfach die Stunden auf der Insel. Außerdem werden sehr wichtige Themen angesprochen und großartig mit der Geschichte verknüpft.

Fazit: Tja, da hattet ihr wohl Recht. Mit diesem Buch habe ich tatsächlich einen neuen Liebling gefunden und kann mich den positiven Meinungen nur anschließen.

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