Profilbild von Anna_Schwpps

Anna_Schwpps

Lesejury Star
offline

Anna_Schwpps ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Anna_Schwpps über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2022

Wenn 700 Seiten zu wenig sind...

Der Lotuskrieg 2
0

Was. ein. Buch! Der erste Band, Stormdancer, begann für mich etwas schleppend. Zu viele fremde Begriffe und zu viele Namen haben mir das Leserleben schwer gemacht. Durch den zweiten Band bin ich jetzt ...

Was. ein. Buch! Der erste Band, Stormdancer, begann für mich etwas schleppend. Zu viele fremde Begriffe und zu viele Namen haben mir das Leserleben schwer gemacht. Durch den zweiten Band bin ich jetzt nur so geflogen. Und war am Ende sogar traurig, dass das Buch nicht noch 700 Seiten hat. 

Obwohl Yukiko wieder die Hauptfigur ist, treten weitere Charaktere in den Fokus. Alte Bekannte aber auch neue Freunde und Feinde bekommen ihren Auftritt und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Dadurch gibt es sehr viel Abwechslung und es gibt immer offene Handlungsstränge, bei denen man wissen möchte, wie es denn nun weitergeht. Dabei geht nichts verloren und alles wird immer geschickt verknüpft. So wird auch Langatmigkeit vermieden und die Spannung aufrecht erhalten. 

Selten habe ich ein buch mit so vielen Überraschungen und so wenig Vorhersehbarkeit gelesen. Ich war so oft sprachlos und völlig irritiert. Außerdem ist der Autor einfach knallhart! Wer Brutalität, derbe Sprache und Blut nicht mag, sollte vielleicht nicht zu einem Kristoff greifen. Ich mag diesen Schreibstil aber total! 

Fazit: Ich lieb's! Mehr als ich gedacht hätte. umso gespannter bin ich, was für ein furioses Finale mich wohl erwartet. 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2022

Erst der Anfang

Changers - Band 1, Drew
0

Viel zu lange ist dieses Buch in meinem Regal verstaubt, obwohl mich der Klappentext so angesprochen hat. Vielleicht hat sich das aber auch gelohnt, denn jetzt hatte ich wirklich richtig Motivation dieses ...

Viel zu lange ist dieses Buch in meinem Regal verstaubt, obwohl mich der Klappentext so angesprochen hat. Vielleicht hat sich das aber auch gelohnt, denn jetzt hatte ich wirklich richtig Motivation dieses Buch anzugehen und es hat mir wirklich gut gefallen.

Aber mal von Anfang an. Ethan bzw. Drew erzählt die Geschichte selbst, weshalb der Schreibstil sehr locker und jugendlich, aber nicht unangenehm jugendlich ist. Dabei umfasst die Handlung eine Zeitspanne von einem Jahr, wodurch einige Lücken entstehen. Manchmal ist das etwas schade, da Konflikte auftauchen und nicht richtig aufgelöst werden.

Das Prinzip der Bücher finde ich aber unheimlich interessant, weshalb ich unbedingt dran bleiben möchte. Ethan verändert sich als Drew sehr und entwickelt sich zu einer/einem coolen Protagonistin, weshalb ich gespannt bin, welche Entwicklungen ersie noch durchlebt.

Fazit: Changers ist ein kurzweiliges Buch, das einem aber ganz viel Unterhaltung bietet. Trotz kleiner Schwächen bin ich mehr als gespannt, was mich noch entwickelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2022

Ein bisschen zu perfekt?

Keeper of the Lost Cities – Das Exil (Keeper of the Lost Cities 2)
0

Band 1 konnte mich ja absolut begeistern und so hatte ich auch wirklich Lust fix Band 2 zu lesen. Noch immer bin ich verliebt in die zauberhafte Welt, in die liebenswürdigen Charaktere und die faszinierenden ...

Band 1 konnte mich ja absolut begeistern und so hatte ich auch wirklich Lust fix Band 2 zu lesen. Noch immer bin ich verliebt in die zauberhafte Welt, in die liebenswürdigen Charaktere und die faszinierenden Ideen. Aber dieses Mal gibt es auch Kleinigkeiten, die mich gestört haben.

Zum Einen ist ist das unsere Protagonistin Sophie. Bereits in Band 1 wird häufig erwähnt, wie speziell sie ist. Das hat mich da noch wenig gestört, allerdings nimmt das in Band 2 immer weiter zu, sodass es irgendwann wirklich zu viel ist. Zu viele Fähigkeiten, zu viele Jungs, die scheinbar für sie schwärmen und eine zu perfekte Sophie.

So ist Sophie auch scheinbar die Einzige, die das Alicorn (quasi Pegaus-Einhorn) zähmen kann. Mir ist diese ganze Geschichte rund um das Alicorn etwas zu kitschig. Allerdings habe ich auch im Hinterkopf, dass die Zielgruppe des Buches jünger ist. Dementsprechend ist es angemessen und völlig in Ordnung.

Trotz dieser Kritikpunkte habe ich das Buch wieder gern gelesen. Die Atmosphäre ist einfach zauberhaft und ich liebe die Nebencharaktere! Für die nächsten Bände, auf die ich mur sehr freue, würde ich mir aber wieder mehr Überraschungen und mehr Komplexität wünschen. Das sind nämlich die Punkte, von denen es nicht zu viel gibt.

Fazit: Nicht nur für jüngere Leser ein magisches Abenteuer, dass definitiv Spaß beim Lesen macht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2021

Unendlich viele Möglichkeiten für falsch und richtig

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
0

Neal Shusterman ist einer meiner liebsten Autoren. Das liegt nicht nur an dem großartigen Schreibstil mit den passendsten, aber auch verrücktesten Vergleichen, sondern auch an seinen Ideen. Während viele ...

Neal Shusterman ist einer meiner liebsten Autoren. Das liegt nicht nur an dem großartigen Schreibstil mit den passendsten, aber auch verrücktesten Vergleichen, sondern auch an seinen Ideen. Während viele seiner Büche die Gesellschaftskritik eher subtil, aber doch offensichtlich (Das Paradoxon des Shusterman!) beinhalten, gibt Game Changer nun – entschuldigt den Ausdruck – richtig aufs Maul!

Ash, der Protagonist dieser Story, ist normal. Er ist kein Held, nicht unnatürlich stark, er ist nicht einmal der Quarterback seines Teams, wie es der Protagonist sonst immer ist, sondern der Lineman (was auch immer das ist). Er hält sich für einen toleranten und offenen Typen ohne Vorurteile. Und doch merkt er im Verlauf der Geschichte, dass er eben nicht vollständig aufgeklärt ist. Damit ist Ash ein Protagonist, mit dem man sich gut identifizieren kann, ohne sich irgendwie schlecht zu fühlen. Für mich vermittelt er: Es ist gut, wenn du dich für tolerant und offen hälst und das auch bist, aber es ist besser, wenn du die Augen trotzdem nicht verschließt und weiterhin an dir arbeitest und hinterfragst.

In dem Buch werden eine ganze Menge Themen angesprochen. Obwohl Rassismus im Fokus steht, wird auch über Homophobie, Missbrauch und Feminismus/Antifeminismus geschrieben. Ich möchte nicht verraten, wie das eingebaut wurde, aber ich finde die Umsetzung da sehr gelungen. Ich habe gelesen, dass es einigen Leser*innen zu viel war, für mich zeigt das allerdings nur noch besser: Ja, es gibt noch eine Menge zu tun. Und nein, ich schließe mich da ganz und gar nicht aus.

Auch die Verbildlichung der einzelnen Universen hat mir gefallen. Allerdings muss ich sagen, dass das Buch für mich ab und an ein paar Längen hat. Auch die Entwicklung der Charaktere bleibt etwas auf der Strecke, weil der Fokus eben auf Ashs Entwicklung liegt. Und der hat zwar eine ganze Menge gelernt, aber trotzdem bleibt die Frage, wie er sich weiterhin entwickelt und was die Konsequenzen nun für ihn sind. Das Ende finde ich nämlich wirklich krass, aber passend.

Fazit: Neal Shusterman zieht mich immer in seinen Bann, aber dieses Mal will der Funke nicht komplett überspringen. Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen und mir gefällt die Umsetzung der wichtigen Themen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2021

Süß... aber mehr auch nicht?

Driving Home for Christmas – Kein Weihnachten ohne dich
0

Wenn ich an diese Geschichte denke, dann fällt mir wirklich als erstes das Wort süß ein. Dann muss ich leider erstmal etwas überlegen. Denn obwohl diese Weihnachtsgeschichte wirklich niedlich (ja, ich ...

Wenn ich an diese Geschichte denke, dann fällt mir wirklich als erstes das Wort süß ein. Dann muss ich leider erstmal etwas überlegen. Denn obwohl diese Weihnachtsgeschichte wirklich niedlich (ja, ich wollte schon wieder süß schreiben!) ist, fehlt mir der Funke, der überspringt. Und irgendwie fehlt mir auch ein wenig Handlung.

Eloise und Cara sind recht sympathische Charaktere, die ihren Mustern folgen: Eloise als Weihnachtselfe und Cara als Arbeitsbiene. Beide telefonieren häufig miteinander, was ich sehr unterhaltsam (und süß) finde. Dann gibt es da ja noch George und Jamie als Love Interests, die fast schon zu perfekt sind. Dabei muss ich aber gestehen, dass ich Jaime wirklich wirklich toll (und süß!) finde.

Alles in Allem entwickeln sich die Love Stories aber leider zu schnell für meinen Geschmack. Cara und George sind ja bereits am Anbandeln und das angeteaserte Drama wird ziemlich schnell ziemlich unspektakulär abgehakt. Jaime und Eloise sind dagegen… einfach Jamie und Eloise. Natürlich hat man bei 310 Seiten nicht allzu viel Raum für Entwicklung, aber nach der Hälfte habe ich mich gleichzeitig gefragt, worauf das Buch denn jetzt hinaus will.

Was mich leider wirklich stört, ist die Übersetzung. Da sind noch so viele englische Begriffe drin, damit es vielleicht cooler oder normaler klingt, aber das wirkt für mich nur noch gestelzter. Ich frage meine Freundin eben auch, ob xy nun ihr Freund ist und nicht ob er „ihr Booty Call oder Boyfriend ist. Und wann ist der eigentlich so cute geworden.“ … Cringe! 😀

Fazit: Obwohl ich viel Kritik an dem Buch habe, es ließ sich auch wirklich schnell und gemütlich lesen. Es ist ein kurzweiliges Lesevergnügen zum Wohlfühlen. Und manchmal braucht man eben genau das: Wenig Drama, ein süßes Buch, eine kuschelige Decke und einen heißen Tee!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere