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Veröffentlicht am 02.06.2025

Absoluter Pageturner

Kodiak Echoes – Hide me
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Brynn Callahan wird ins Zeugenschutzprogramm genommen, nachdem sie bei ihrem Job als Software-Entwicklerin ein Verbrechen aufdeckt. Sie landet in der abgelegenen Kleinstadt Echo Cove auf Kodiak Island ...

Brynn Callahan wird ins Zeugenschutzprogramm genommen, nachdem sie bei ihrem Job als Software-Entwicklerin ein Verbrechen aufdeckt. Sie landet in der abgelegenen Kleinstadt Echo Cove auf Kodiak Island in Alaska. Hier bekommt sie es nicht nur mit kauzigen Einwohnern und Wildtieren zu tun, sondern der grimmige Wildhüter Archer Flint macht ihr auch das Leben schwer. Recht schnell erfährt sie, dass das ganze Dorf Archer meidet. Vor zehn Jahren wurde auf der Insel eine junge Frau ermordet und Archers Bruder ist der Hauptverdächtige. Allerdings ist dieser seitdem spurlos verschwunden. Trotz aller Warnungen kommt Brynn Archer immer näher und beginnt den alten Fall nachzuverfolgen. Dabei stößt sie auf ein tödliches Geheimnis und plötzlich steht auch ihre eigene Zukunft auf dem Spiel.

"Kodiak Echoes - Hide Me" ist der erste Band der Reihe "Secrets of Alaska". Es ist ein absolutes Lesehighlight, das mich sofort gepackt und in seinen Bann gezogen hat. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und ist so mitreißend, dass man direkt in die Szenen eintauchen kann.

Die Handlung ist von der ersten Seite an durchweg bis zum Ende spannungsgeladen. Es war für mich kaum möglich das Buch aus der Hand zu legen, so gefesselt war ich von der Story. Ich wollte immer wissen, was als Nächstes passiert. Die Spannung wird durch Cliffhanger am Ende der Kapitel noch verstärkt, was den Wunsch, immer weiterzulesen, nur noch mehr anheizt. So hat die Autorin eine Sogwirkung geschaffen.

Erzählt wird die Story hauptsächlich in der Ich-Perspektive von Brynn (Blair). Im späteren Verlauf kommt noch die Perspektive von Archer hinzu. So bekommt man von beiden Seiten die Eindrücke. Die Charaktere wirken lebendig sowie authentisch vor einer einzigartigen Kulisse. Die Atmosphäre wirkt stark und kalt. SIe ist passend zur fiktiven Kleinstadt in Alaska. Die lebendige Beschreibung der Umgebung lässt den Leser förmlich in die kühle, abgelegene Welt eintauchen.

Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Romance und Thriller. Die romantischen Elemente sind zwar etwas klischeehaft, während aber die Thriller-Elemente für Nervenkitzel sorgen.

Mein Fazit:
Den Roman kann ich nur empfehlen zu lesen. Es hatte auf mich absolute Sogwirkung und war für mich ein Pagerturner vom Feinsten. Ein toller Mix aus Romance und Thriller, der absolut begeistert.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Mord im Wald

Der Wolf im dunklen Wald
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Im Wendland wird nach einer Gesellschaftsjagd ein Teilnehmer ermordet auf einer Lichtung im Wald aufgefunden. Sieben Messerstiche haben zu dem Tod des Mannes geführt. Aus der Heftigkeit der Messerstiche ...

Im Wendland wird nach einer Gesellschaftsjagd ein Teilnehmer ermordet auf einer Lichtung im Wald aufgefunden. Sieben Messerstiche haben zu dem Tod des Mannes geführt. Aus der Heftigkeit der Messerstiche schließt die Kommissarin Carla Seidel, dass es eine Tat aus Rache gewesen sein muss. Währenddessen hat Carlas Tochter Lana selbst Probleme. Ihr Schwarm Fabian hat sie in der Nacht vor dem Mord mit in den besagten Wald genommen und scheint Lana nun etwas zu verschweigen. Weiß er mehr als er zugeben will? Dann geschieht ein weiterer Mord. Carla ermittelt fieberhaft nach dem Täter. Doch bevor sie weitere Hinweise hat, hat der schon sein nächstes Opfer im Visier. Für ihre Tochter Lana wird es dabei auch brenzlig.

"Der Wolf im dunklen Wald" ist der zweite Band mit der Kommissarin Carla Seidel. Der Fall selbst ist in sich abgeschlossen und kann damit auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Da es sich in der Handlung aber auch viel um die private Story von Carla und ihrer Tochter Lana dreht, sind Vorkenntnisse aus dem Vorgänger empfehlenswert.

Leider konnte mich dieser Teil nicht ganz so überzeugen wie der Vorgänger. Es beginnt spannend, hat jedoch in der Mitte einige Längen, sodass es nur schleppend vorwärts geht. Die private Geschichte von Mutter und Tochter nimmt hier auch viel mehr Raum ein als der eigentliche Kriminalfall, sodass dieser hier mehr in den Hintergrund gerückt wurde.

Die Protagonisten waren mir zwar bereits bekannt, aber ich konnte nicht so wirklich einen Bezug zu ihnen aufbauen. Die männlichen Protagonisten wurden größtenteils brutal (sexistisch & gewalttätig) dargestellt. Man könnte meinen, dass die Autorin damit selbst schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Selbst Carla, die Hauptprotagonistin, wirkt für mich sehr egoistisch. Gefühlt arbeitet sie rund um die Uhr und hat damit kaum Zeit für ihre Tochter. Zudem hat sie ein Alkoholproblem, was mich irgendwann sehr genervt hat. Sie nimmt ihre Ermittlungen mit nach Hause, was ich ziemlich unprofessionell und irritierend fand. In der Realität ist dies sehr fragwürdig.

Der Schreibstil lässt sich flüssig und angenehm lesen. Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven, wodurch es abwechslungsreich ist, die verschiedenen Sichtweisen kennenzulernen. Durch ein paar falsche Fährten und eine riesige unerwartete Wendungen zum Ende hin, hat es die Autorin geschafft zum Schluss noch einmal Spannung aufzubauen.

Mein Fazit:
Es war ein solider Krimi. Mich konnte er leider nicht ganz so überzeugen, dafür hatte er einige Schwachstellen. Mir fehlte die Spannung und die Hauptprotagonistin hat mich irgendwann genervt. Ich weiß noch nicht, ob ich die Reihe noch weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Geisterdorf mit Geheimnissen

Der dunkle Sommer
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Nach einem Schicksalsschlag will die deutsche Architektin Tilda alles hinter sich lassen und erstmal auf Sardinien Ruhe finden. Sie kauft in einem verlassenen Dorf ein Haus für nur einen Euro und stürzt ...

Nach einem Schicksalsschlag will die deutsche Architektin Tilda alles hinter sich lassen und erstmal auf Sardinien Ruhe finden. Sie kauft in einem verlassenen Dorf ein Haus für nur einen Euro und stürzt sich dann in die Renovierung. Doch die Idylle des Ortes trügt. Das Geisterdorf ist doch nicht so verlassen, wie es zuerst schien. In der Kirche läuten sonntags die Glocken und es wird behauptet, dass auf Tildas Haus ein Fluch liegt. Sie trifft auf den Journalisten Enzo, der die Geschichte des Dorfes erforscht und gemeinsam versuchen sie hinter die Geheimnisse zu kommen. Der einzig, gebliebene Bewohner im Dorf ist Silvio. Er kann dazu beitragen, doch er schweigt beharrlich. Plötzlich steht dann auch noch Tildas jüngerer Bruder Nino vor der Tür. Sie lässt ihn bei sich unterkommen, auch wenn ihr das eigentlich gar nicht behagt. Doch dann verschwindet Nino auf mysteriöse Weise und Tilda sucht verzweifelt nach ihm. Dabei muss sie sich einer Wahrheit stellen, die eng mit ihrer eigenen Vergangenheit verbunden ist.

Durch den flüssigen und mitreißenden Schreibstil wurde ich sofort in den Bann gezogen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Handlung wird abwechselnd in unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Geschickt werden hier verschiedene Handlungsstränge, aber auch Gegenwart und Vergangenheit miteinander verwoben. Der Spannungsbogen war von Anfang an da und man war gespannt, wie sich die ganze Geschichte weiterentwickelt. Die vielen Wendungen, darunter auch überraschende, sorgen dafür, dass die Geschichte stets unvorhersehbar bleibt und die Spannung auf einem hohen Niveau gehalten wird.

Das Setting mit dem Geisterdorf in den Bergen Sardiniens ist geheimnisvoll und sorgt für eine zusätzliche Spannungsebene. Die Beschreibungen der Handlungsorte und der Umgebung sind äußerst detailliert und bildhaft. Alles wirkt sehr lebendig und authentisch, sodass man das Gefühl hat selbst vor Ort zu sein. Dadurch kommt auch das italienisches Flair wunderbar zur Geltung. Man spürt auch förmlich den Sommer, die gnadenlose Hitze und wie die Sonne auf die Szenerien herab prallt.

Die verschiedenen Figuren wurden sehr facettenreich gestaltet. Jeder von ihnen hat seine eigenen Geheimnisse, sodass es die Story noch rätselhafter und spannender gemacht hat.

Mein Fazit:
Dieser Thriller konnte mich komplett fesseln und ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Spannung von Anfang bis Ende und dazu noch eine tolle Atmosphäre bei einem geheimnisvollen Setting. Das Buch muss man einfach gelesen haben.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Die roten Schuhe

Signalrot
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Kriminalhauptkommissarin Tara Kronberg hat sich nach schweren privaten Schicksalsschlägen eine zweijährige Auszeit in einem Kloster genommen. Doch nun ist ihre Ruhe vorbei. Die Sondereinheit "Signalrot" ...

Kriminalhauptkommissarin Tara Kronberg hat sich nach schweren privaten Schicksalsschlägen eine zweijährige Auszeit in einem Kloster genommen. Doch nun ist ihre Ruhe vorbei. Die Sondereinheit "Signalrot" wird neu ins Leben gerufen, spezialisiert auf brutale Serienstraftaten und braucht nun Taras Expertise. Ein Sadist foltert, tötet und verstümmelt junge Frauen in und um Dresden. Der Mörder ist besessen von seiner Sammelleidenschaft. Als die Polizei eine verstümmelte Frauenleiche in einem Keller findet, bleibt Tara nur wenig Zeit um sich in den Fall einzuarbeiten.

"Signalrot" ist der Auftakt in eine neue Reihe mit der Kriminalhauptkommissarin Tara Kronberg.

Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven (Tara, Opfer und Täter) im Wechsel erzählt. Das sorgt für Abwechslung, macht die Handlung vielschichtig und sorgt dabei immer wieder für neue interessante Einblicke. Die Spannung wird durch das hohe Tempo hoch gehalten. Immer wieder passiert etwas Neues. So wird es nie langweilig und man kommt kaum zum Durchatmen.

Außerdem sind die vielen unerwarteten Wendungen ein großer Pluspunkt. Hier weiß man nie was einem als Nächstes erwartet. Diese Entwicklungen tragen ebenso wie das hohe Erzähltempo zu der Spannung bei und sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte und wissen will wie es weitergeht.

Einige Szenen wirkten für mich allerdings etwas zu konstruiert und die ein oder andere Wendung auch etwas zu übertrieben. Es passte dann Manches nicht so zu einander und widerspricht sich zu dem Vorherigen. Alles nur um ein wenig Action in die Geschehnisse reinzubringen. Die Auflösung hat mir auch nicht so wirklich gefallen. Man wurde lange an der Nase herumgeführt und das Ende fand ich dann mit den Verdächtigen etwas zu sehr aus der Luft gegriffen. Es passte nicht so zu dem was vorher gesehen ist und war dadurch für mich nicht ganz schlüssig.

Die Hauptprotagonistin Tara empfand ich als sehr sympathisch und authentisch gezeichnet. Sie hat viel auf eigene Faust ermittelt. Ihren Ermittlungspartner Gabriel dagegen, fand ich noch sehr blass und rätselhaft.

Mein Fazit:
Es ist ein gelungener Thriller mit einigen Schwachstellen. Er konnte mich mit dem hohen Tempo und den vielen Wendungen absolut fesselnd. Leider wirkte die Handlung aber doch etwas zu sehr konstruiert und übertrieben, sodass es mich am Ende nicht ganz überzeugen konnte. Trotzdem finde ich, dass man dem Buch eine Leseempfehlung geben kann.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Dead-Mountain-Fall

Old Bones - Das neunte Opfer
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Ein neuer Fall für FBI-Agentin Corrie Swanson. In einer Höhle in den Bergen New Mexikos gab es einen Leichenfund. Bei den Toten handelt es sich um zwei verschollene Wanderer, die zu einer Gruppe von neun ...

Ein neuer Fall für FBI-Agentin Corrie Swanson. In einer Höhle in den Bergen New Mexikos gab es einen Leichenfund. Bei den Toten handelt es sich um zwei verschollene Wanderer, die zu einer Gruppe von neun Wanderern gehörte, die 2008 eine winterliche Rucksack-Tour in den Bergen machte. Keiner der neun kehrte damals zurück und es wurden trotz intensiver Suche nur sechs gefunden. Am Lagerplatz der Wanderer stießen die Retter auf eine bizarre Szene. Am Zelteingang muss etwas Furchterregendes aufgetaucht sein, dass die Wanderer mit ihren Messern die Zeltplane aufgeschlitzt haben um zu entkommen. Der Fall konnte nie gelöst werden und der neunte Wanderer gilt immer noch als verschollen. Corrie bittet die Archäologin Nora Kelly um Hilfe. Bei ihrer Suche wecken sie ein lange schlummerndes Übel, was mit aller Macht versucht zu verhindern, dass die letzte Leiche gefunden wird und der Fall gelöst wird.

"Old Bones. Das neunte Opfer" ist er vierte Teil der Reihe mit der Ärchologin Nora Kelly und FBI-Agentin Corrie Swanson. Der Fall ist in sich selbst abgeschlossen, sodass man das Buch auch ohne das Wissen aus den Vorgängern lesen kann. Wer aber auch die Story um Nora & Corrie verfolgen will, sollte die Vorgänger gelesen haben.

Die Handlung ist aufgeteilt in unterschiedliche Perspektiven und Handlungsstränge der Hauptprotagonisten, die immer im Wechsel erzählt werden. Das sorgt für Abwechslung. Die Cliffhänger an den Kapitelenden sorgen zusätzlich immer wieder für den Spannungsaufbau. Gegen Ende wird es nochmal sehr actiongeladen mit unerwarteten Wendungen und Überraschungen. Allerdings fand ich, dass das Ende sehr abrupt geendet hat. Hier hätte ich mir noch mehr von dem Showdown gewünscht. Es war einfach zu schnell abgehandelt. Dafür gab es die ein oder anderen Nebenhandlungen, die ich unrelevant fand und stattdessen hätten gekürzt werden können.

Der Schreibstil ist recht anspruchsvoll und man muss sich stark konzentrieren, um nichts zu verpassen. Man merkt hier aber, dass das Autoren-Duo wieder sehr ausführlich recherchiert hat und hier einen tollen Mix aus Thriller, Wissenschaft und Archäologie hinbekommen hat. Der Fall ist sehr rätselhaft und eignet sich sehr gut zum Miträtseln.

Die beiden Hauptprotagonisten Corrie und Nora sind mir bereits aus den Vorgängerbänden bekannt gewesen und ich bin auch sofort wieder mit ihnen vertraut gewesen. Sie haben zunächst erst viel unabhängig von einander ermittelt. Schöner und noch spannender finde ich es allerdings, wenn die beiden gemeinsam ermittlen. Beide wirken sehr authentisch und sympathisch.

Mein Fazit:
Ein sehr mysteriöser und rätselhafter Fall. Man kann hier toll miträtseln und gespannt Corrie und Nora verfolgen. Hier wurde wieder ein richtig guter Mix aus Thriller und Wissenschaft geschaffen mit einem ungewöhnlichen aber coolen Ermittlerinnen-Duo. Finde es sehr lesenswert.

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