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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2018

Manchmal sind auch tausend Augenblicke nicht genug.

All In - Tausend Augenblicke
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Das Cover von All in ist wunderschön und lässt somit auch eine tolle Geschichte dahinter vermuten. Niemals hätte ich das erwartet, was dieses Buch meinem Herz angetan hat. Denn auch der Klappentext ist ...

Das Cover von All in ist wunderschön und lässt somit auch eine tolle Geschichte dahinter vermuten. Niemals hätte ich das erwartet, was dieses Buch meinem Herz angetan hat. Denn auch der Klappentext ist zunächst recht unscheinbar, vermutet wird eine doch recht gewöhnliche Lovestory, aber All in ist so viel mehr als nur das. Einzig allein das brennende Streichholz auf dem Cover lässt sich in Hinsicht auf den Inhalt sehr gut interpretieren, aber sowas ahnt man nicht vorher.

All in ist in drei Teile aufgeteilt und wird außerdem aus zwei Sichten erzählt, nämlich der von Kacey und von Jonah. Der erste Teil umschreibt das bisherige Leben der beiden, bis der jeweils andere dazu kommt. Wie Kacey und Jonah sich näher kommen, erfährt man im zweiten Teil, bis im letzten Teil dann das emotionale Ende immer näher rückt, welches man im Unterbewusstsein eigentlich schon von vornherein ahnt, aber nicht wahrhaben möchte.

Die Hauptfiguren Jonah und Kacey sind sehr gut ausgearbeitet, aber auch die Nebenfiguren werden liebevoll in die Geschichte eingebracht. Jeden von ihnen schließt man nach und nach in Herz.

Kacey ist ein Rockstar. Mit ihrer Band ist sie berühmt geworden und tourt nun durch die Welt. Jedoch ist sofort klar, dass sie damit überhaupt nicht klar kommt. Sie wirkt verloren in dem großen Geschehen.

Jonah ist leidenschaftlicher Glasbläser und ein vernünftiger junger Mann, der sich Tag für Tag durch seine Routine arbeitet, was für die zunächst außenstehende Kacey etwas neurotisch wirkt, in Wahrheit aber einen viel tieferen Sinn hat.

Die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein, aber genauso könnten sie nicht weniger zusammen passen. Sie haben einander gerettet, ohne dass sie dachten, sie müssen gerettet werden.

"Du bist ein strahlendes Licht in meiner Dunkelheit."

Auch Theos Bruder wirkte auf mich vom ersten Moment an sehr interessant, und ich kann es kaum erwarten, ihn in All in - Zwei Versprechen wiederzusehen.

Das Buch hat mich wirklich an meine Grenzen gebracht. Ich habe gelacht, geweint, mitgelitten und mitgefühlt. Am liebsten hätte ich jeden Charakter an den verschiedensten Stellen mal in den Arm genommen. Emma Scott hat nicht nur gut Ideen für eine Story, nein, sie findet auch genau die richtigen Worte dafür, um schwere und vor allem komplexe Themen wie Liebe aber auch Verlust zu beschreiben. Ihr Schreibstil lässt einen völlig in dem Buch versinken.

"Ich hasse es, wenn Leute gehen, die eigentlich bleiben sollten."

All in - Tausend Augenblicke ist eine unperfekt perfekte, erfrischende und schmerzend reale Geschichte, die mich nicht mehr loslassen wird. Sie geht tief unter die Haut und regt zum Nachdenken an. Was würde ich in dieser Situation tun? Welche Entscheidung ist die richtige? Gibt es überhaupt die eine, die richtige Entscheidung? Definitiv eins meiner Jahreshighlights. Emma Scott, du hast ein Meisterwerk geschaffen.

"Wir haben vielleicht keine Monate der Jahre. Aber wir haben Augenblicke. Tausende und Abertausende davon. Lass uns jeden davon bis zum Letzten auskosten."

Veröffentlicht am 12.06.2019

Emotional und berührend

Jeden Tag ein Wort von dir
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Ich beginne wie immer mit dem Cover, was mir übrigens wieder sehr gefällt. Ich bin nun mal ein totales Coveropfer und hätte mir deswegen das Buch ohnehin gekauft, auch ohne den Klappentext zu kennen. Dieser ...

Ich beginne wie immer mit dem Cover, was mir übrigens wieder sehr gefällt. Ich bin nun mal ein totales Coveropfer und hätte mir deswegen das Buch ohnehin gekauft, auch ohne den Klappentext zu kennen. Dieser hat mich aber auch angesprochen und das machte das Gesamtpaket natürlich perfekt!

Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Ich bin ja ohnehin schon recht emotional bei Büchern, und hier sowieso, aber zu Recht! Die Autorin hat so gefühlvoll geschrieben, da blieb mir gar nichts Anderes übrig als zu Lächeln oder ein Tränchen zu vergießen.


Am Anfang des Buches lernt man Sasha noch kennen. Man muss sie und ihre beste Freundin Rocki einfach gern haben, da man direkt merkt, dass sie total gut zusammenpassen und sich außerdem perfekt ergänzen. Man erlebt so aber auch Sashas Tod und Rockis Trauer. Man fühlt ihren Schmerz förmlich, was dem berührenden Schreibstil zu schulden ist.

Die Charaktere Rocki und Elijah hatte ich sofort ins Herz geschlossen. Sie haben beide so ihre Macken, aber genau das machte sie so real. Rocki; loyal, freundlich und lieb, bleibt aber doch lieber unsichtbar, jetzt wo Sasha weg ist, und Elijah; der hilfsbereite und charmante Junge, der zu viel in seinen jungen Jahren erleben musste.


Es war sehr berührend mitzuerleben, wie Sashas Umfeld ihren Tod verarbeiten musste. Auf der anderen Seite ist es aber auch schön gewesen, denn Sasha hat sich so viele tolle Sachen überlegt, und das obwohl es ihr kurz vor ihrem Tod logischerweise schlecht ging. So hat sie sich zum Beispiel viele Abenteuer für ihre beste Freundin Rocki und ihren Bruder Elijah einfallen lassen. Auf dieser Reise durch schöne aber auch schmerzvolle Momente können wir die beiden begleiten.

In Jeden Tag ein Wort von dir war natürlich auch die nötige Spannung vertreten, hier gab es Drama und unerwartete Wendungen, aber auch Witz und Humor.


Jeden Tag ein Wort von dir ist eine emotionale Achterbahnfahrt, ein Buch mit tollen Charakteren, die man auf einer wunderschönen aber auch herzzerreißenden Reise begleitet. Wenn ihr also Lust habt, ein sehr berührendes Buch zu lesen, dann seid ihr mit Jeden Tag ein Wort von dir bestens versorgt!

Veröffentlicht am 06.06.2019

Love to share - Eine fantastische WG, mit viel Herz und Witz, aber auch dem nötigen Ernst

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Das Cover von Love to share gefällt mir ganz gut, es ist ansprechend und durch die knalligen Farben auch recht auffällig. Es verspricht eine schöne Liebesgeschichte, doch tatsächlich steckt mehr dahinter, ...

Das Cover von Love to share gefällt mir ganz gut, es ist ansprechend und durch die knalligen Farben auch recht auffällig. Es verspricht eine schöne Liebesgeschichte, doch tatsächlich steckt mehr dahinter, als nur das.

Der Schreibstil in Tiffys Kapiteln gefiel mir total gut und ich bin super durchgekommen. Bei Leons Kapitel war das etwas schwierig, da er tatsächlich immer alles recht objektiv und in knappen Sätzen schildert. Außerdem fehlte bei ihm so oft das Subjekt, dass es mir wirklich schwer fiel, in seine Kapitel reinzukommen. Allerdings habe ich mich daran auch bald gewöhnt und habe mich dann auf seine Sichtweise auch sehr gefreut. Es hat mir auch gefallen, dass man die verschiedenen Sichten durch die unterschiedliche Schreibweise sehr gut auseinanderhalten konnte.

Leon und Tiffy waren mir von Beginn an sehr sympathische Protagonisten. Die beiden waren einfach total authentisch und echt, manchmal hat man ja das Gefühl, Charaktere sind zu übertrieben und zu extrem, aber hier war das gar nicht deder Fall. Tiffy ist ein recht aufgewecktes Mädchen, aber auch nicht zu sehr, als dass es unnatürlich wirken könnte. Leon ist eher der introvertierte Typ, der mit Veränderungen nicht unbedingt klar kommt.

Auch die Nebencharaktere waren total toll und es war mir immer wieder ein Vergnügen, mehr über sie zu erfahren, zu sehen, wie sich deren Leben entwickelt oder wie sie ihren Freunden bei Seite stehen.


Zur Handlung kann ich ohne zu spoilern auf jeden Fall sagen, dass sie anders ist, als man es erwartet. Vom Titel her denkt man vielleicht an eine kitschige Liebesgeschichte, und ja, natürlich gibt es diese im Buch. Aber es gibt eben auch ernste Themen, die die Autorin hier sehr gut einbaut und vor allem auch besprochen hat. So geht es zum Beispiel um Tiffy, die gerade aus einer toxischen und manipulativen Beziehung kommt, was ihr aber jetzt erst langsam klar wird. Die Autorin hat dieses Thema wirklich gut behandelt und auch nicht beschönigt. Ich fand es sehr spannend, mehr darüber zu erfahren, je mehr ich gelesen habe.

Natürlich gab es hier auch Drama in der Geschichte, war ja zu erwarten. Aber auch hier hat Beth O' Leary große Arbeit geleistet, denn ich wurde besonders von dem Ende total überrascht. Ich hatte zwar etwas in die Richtung geahnt, aber so? Niemals!
Besonders die Art der beiden miteinander zu kommunizieren, nämlich mit kleinen Notizzetteln, fand ich sehr amüsant, denn sowas liest man ja auch nicht alle Tage. Ebenfalls interessant war es dabei auch, mitzuerleben, wie man einen Menschen kennenlernen kann, ohne ihn je gesehen zu haben.


Wenn ihr also Lust habt auf eine romantische Geschichte, die genauso aber auch ernste Themen aufweist und die richtige Spannung beinhaltet, dann ist Love to share genau richtig für euch. Außerdem findet ihr hier tolle Charaktere, Humor aber auch ein wenig Drama.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Veröffentlicht am 30.05.2019

Herzleuchten – Über die Liebe und die Hindernisse auf dem Weg dahin

Herzleuchten
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Das Cover gefällt mir persönlich nicht ganz so gut, was aber einfach daran liegt, dass ich Gesichter auf Covern nicht immer so ansprechend finde.

Der Schreibstil von Katharina B. Gross war angenehm und ...

Das Cover gefällt mir persönlich nicht ganz so gut, was aber einfach daran liegt, dass ich Gesichter auf Covern nicht immer so ansprechend finde.

Der Schreibstil von Katharina B. Gross war angenehm und flüssig zu lesen, da hatte ich nichts zu bemängeln. Von Anfang an bekommt man einen guten Überblick über alles und kann direkt in die Geschichte eintauchen. Herzleuchten ist abwechselnd aus Lukas‘ und Tims Sicht erzählt.



Ich fand es sehr spannend, das man direkt mit dem prägenden Erlebnis aus Lukas‘ Vergangenheit in die Geschichte gestartet ist, denn so konnte man den inneren Konflikt, um den sich das Buch hauptsächlich dreht, total gut nachvollziehen. Mit seiner intoleranten Art war mir Lukas ehrlich gesagt anfangs total unsympathisch, aber ich denke das ging vielen so. Doch je mehr er von sich preisgegeben hat, desto mehr mochte ich ihn auch.

Tim ist so ziemlich das Gegenteil von Lukas. Er ist total offen, tolerant und hilfsbereit. Die Kapitel aus seiner Sicht waren immer eine schöne Abwechslung zu denen von Lukas, die teilweise doch eher etwas düsterer waren.



Die Handlung im Buch fand ich recht spannend, aber nicht unbedingt fesselnd. Mir hat die Entwicklung von Lukas sehr gefallen, ebenso aber auch Rückschritte darin waren nachvollziehbar und menschlich. Es wird sich viel mit den Gefühlen der Protagonisten auseinandergesetzt, was ich in der Geschichte auch sehr wichtig fand.

Es gab ein paar unerwartete, aber genauso auch vorhersehbare Wendungen. Das Ende gehört zu den meiner Meinung nach überraschenden Wendungen. Ich hätte wirklich nicht mit einem solchen Wiedersehen gerechnet! (Die, die das Buch gelesen haben, werden wissen, was ich meine. Aber euch möchte ich nicht spoilern, deswegen nur so viel dazu ? ) Wirklich Emotionen hervorbringen konnte die Story bei mir jedoch leider nicht.



Herzleuchten findet einen tollen Abschluss und alle offene Fragen werden geklärt. Es ist eine tolle Geschichte über die Liebe, und die Hindernisse auf dem Weg zu ihr, aber auch die Rolle der Selbstakzeptanz ist hier wichtig. Innere Konflikte von Lukas wurden toll und absolut authentisch geschildert und es war wahnsinnig interessant, den Weg von den beiden zu verfolgen. Obwohl mir die Emotionen doch etwas gefehlt haben, kann ich euch die Geschichte weiterempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

Veröffentlicht am 29.05.2019

Was mir von dir bleibt - Emotional und ergreifend, ehrlich und menschlich

Was mir von dir bleibt
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In das Cover lässt sich sehr viel hinein interpretieren. Zum einen die zwei Personen darauf, die zeigen könnten, dass Griffin sowohl in der Gegenwart, aber doch mehr in der Vergangenheit lebt. Auch die ...

In das Cover lässt sich sehr viel hinein interpretieren. Zum einen die zwei Personen darauf, die zeigen könnten, dass Griffin sowohl in der Gegenwart, aber doch mehr in der Vergangenheit lebt. Auch die Sonne und der Mond zeigen dies. Es ist recht schlicht gehalten und hätte mich so wahrscheinlich nicht besonders angesprochen, der Klappentext tut da aber sein Übriges.

Der Schreibstil von Adam Silvera gefällt mir unfassbar gut. Oft mal etwas philosophisch, aber dennoch sehr angenehm und nah. Was mir von dir bleibt ist in einem Monolog von Griffin geschrieben und in Kapitel der Gegenwart und der Vergangenheit aufgeteilt. Die Kapitel in der Gegenwart beginnen dabei mit Theos Beerdigung, die Kapitel in der Vergangenheit mit den Anfängen der Beziehung von Theo und Griffin.



Zum Protagonisten Griffin kann ich nicht wirklich viel sagen,da ich sonst womöglich noch etwas vorwegnehmen würde und das möchte ich nicht. Ihr sollt Griffin genauso kennenlernen können, wie ich es konnte: völlig unvoreingenommen. Was ich aber sagen kann ist, dass sein Charakter toll ausgearbeitet ist. Aber nicht nur seiner, auch die der Nebencharaktere, z. B. Jackson, Griffins Eltern oder Wade. Auch dadurch erkennt man, dass es hier nicht nur um Trauerbewältigung geht, sondern auch um Freundschaft und Familie.

Ich mochte Griffin als Protagonisten sehr und konnte mich immer gut in ihn hineinversetzen, sodass tatsächlich schon während der ersten Seiten die Tränen geflossen sind. Wenn ihr also ein emotionales und tiefgründiges Buch sucht, seid ihr hier genau richtig.



Adam Silvera hat in Was mir von dir bleibt erfolgreich mehrere wichtige Themen miteinander verknüpft und diese auch authentisch rüber gebracht. Auch in der Handlung gab es besonders am Ende nochmal überraschende Wendungen, die ich so in dem Buch gar nicht erwartet hatte, die mein Leseerlebenis aber nur noch mehr gesteigert haben.



Alles in allem kann ich sagen, dass Adam Silveras Hype (auch wenn dieser in Deutschland noch nicht so ganz angekommen ist) absolut verdient ist. Die Geschichte war ergreifend, ehrlich und menschlich, die Charaktere authentisch und die Handlung tiefgründig. Was mit von dir bleibt ist außerdem unfassbar emotional, wird euch sicher mehr als einmal zu Tränen rühren und zum Nachdenken anregen.