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Veröffentlicht am 19.01.2020

Best Friend Zone

Best Friend Zone - Vicky und Alex
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Für Vicky ist ihr bester Freund Alex alles, was sie zum Glücklichsein braucht. Doch während sie sich an der Uni zurechtfinden muss, wird Vicky etwas klar: Sie war so dumm, sich ausgerechnet in Alex zu ...

Für Vicky ist ihr bester Freund Alex alles, was sie zum Glücklichsein braucht. Doch während sie sich an der Uni zurechtfinden muss, wird Vicky etwas klar: Sie war so dumm, sich ausgerechnet in Alex zu verlieben. Aber sieht der in ihr nicht nur seine beste Freundin, die er wie eine Schwester liebt? Vicky überlegt, ihm ihre Gefühle zu beichten, doch dann erzählt ihr Alex von Lea. Er scheint von ihr total angetan zu sein und Lea lässt Vicky spüren, dass er ab jetzt zu ihr gehört.

Die Autorin Jennifer Wolf hat mit Best Friend Zone ein wunderbar unterhaltsames und humorvolles Jugendbuch geschrieben. Ihr Schreibtstil ist sehr erfrischend und flüssig zu lesen, voller Sarkasmus und Humor, was ich wirklich am meisten mochte. Man bekommt direkt einen Bezug zur Geschichte und die Charaktere sind mir nach kürzester Zeit ans Herz gewachsen. Sie sind sehr realistisch geschrieben und man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.
Das Ende kam mir persönlich jetzt etwas zu schnell und hätte meiner Meinung nach noch ein bisschen detailierter sein können.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich würde es jeder Zeit wieder lesen und kann es nur empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2019

Familiengeschichte für zwischendurch

Pages
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Auf einem Trödelmarkt findet die junge Amy ein Buch, das sie magisch anzieht. Just kauft sie es und beschließt die Regeln des Klappentextes zu befolgen: Wer kein Unglück anziehen will, der beachte die ...

Auf einem Trödelmarkt findet die junge Amy ein Buch, das sie magisch anzieht. Just kauft sie es und beschließt die Regeln des Klappentextes zu befolgen: Wer kein Unglück anziehen will, der beachte die drei folgenden Regeln zu diesem Buch: Das Geheimnis lernt nur der kennen, der die enthaltene Geschichte von hinten nach vorne liest und sie für sich bewahrt. Es darf vorher nicht wahllos darin geblättert werden. Es sollen keine Nachforschungen über das Buch angestellt werden. Liest man mit Bedacht, wird sich letztendlich bestimmt alles von selbst erklären und hoffentlich so manches auflösen.

Das Cover und auch der Klappentext haben mich sofort angesprochen und ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen.
Leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden, da ich eher von einem Fantasy Roman ausgegangen bin, stattdessen handelt es sich um eine Familiengeschichte.
Im ersten Augenblick wusste ich nicht in welcher Zeit das Buch spielen sollte, da die Ausdrucksweise der Autorin einen eher an das 19. Jahrhundert erinnert. Auch die Ansichten der Charaktere sind eher altbacken und überholt. Sie passen nicht sehr gut in die moderne Zeit, in der das Buch seine Handlung hat.
Die Charaktere konnten mich leider auch nicht wirklich überzeugen, auch die Hauptfigur Amy war mir nur wenig sympathisch. Sie ist mir zu naiv und wenig durchsetzungsfähig und lässt sich oft von ihrer Mutter manipulieren. Des Weiteren wirkt sie im Umgang mit Männern sehr verunsichert und unreif.
Vor allem die Mutter von Amy, Helena empfand ich als furchtbar und nervte mich mit ihrer egoistischen Art.
Die Idee mit dem Buch fand ich sehr interessant und auch die Auflösung dahinter war in Ordnung.
Mich konnte das Buch leider nicht richtig ansprechen, aber für zwischendurch ist es gut zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2019

Konnte mich nicht überzeugen

Straßensymphonie
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Meine Rezension bezieht sich auf die Neuauflage von 2019 - Dark Hearts - Spiegel der Seele.

Als Kats Vater stirbt, bricht eine Welt für sie zusammen. Die schlagfertige und lebensfrohe Gestaltwandlerin ...

Meine Rezension bezieht sich auf die Neuauflage von 2019 - Dark Hearts - Spiegel der Seele.

Als Kats Vater stirbt, bricht eine Welt für sie zusammen. Die schlagfertige und lebensfrohe Gestaltwandlerin zieht sich zurück und verschließt sich vor ihrem Rudel. Doch dann tritt Levi in ihr Leben und verändert alles. Er nimmt sie mit auf eine Reise, die alles, was die Gestaltwandler bisher glaubten zu wissen, in Frage stellt. Und plötzlich stehen sie einer alten Legende gegenüber, die sie ihr Leben kosten könnte …


Im Rahmen einer Leserunde durfte ich "Dark Hearts - Spiegel der Seele" von Alexandra Fuchs lesen. Nach einem recht guten Anfang, der einen direkt in eine Verfolgungsjagd zwischen Kat als Katze und einem Hund versetzt, lässt das Buch danach ziemlich nach.

Die Charaktere konnten mich gar nicht überzeugen. Kat wird im Laufe des Buches zu einer sehr anstrengenden Protagonistin, die sehr schnell in Panik und Tränen ausbricht, obwohl noch überhaupt nichts Ernstes passiert ist. Ihre Reaktionen sind meist sehr überspitzt und unglaubwürdig. Die anderen Charaktere bleiben sehr blass zurück, sie haben keinen Tiefgang und laufen eigentlich nur nebenher.

Auch Kat's angebliche Schlagfertigkeit konnte mich nicht überzeugen. Ich hatte auf einen neckischen Schlagabtausch zwischen ihr und Levi gehofft. Doch die Sprüche zünden einfach nicht und so wirkt es einfach nur lahm und man hat das Gefühl, die Autorin möchte um jeden Preis humorvoll sein und ihrer Protagonistin ein scharfes Mundwerk verpassen, was aber nicht recht gelingt.

Die Liebesgeschichte zwischen Levi und Kat ging mir von Anfang an viel zu schnell und wirkte damit unglaubwürdig. Mir konnten keine großen Gefühle übermittelt werden, es war mir zwischendurch auch einfach zu kitschig.

Das Cover dieses Buches hat mich an Stadt der Finsternis von Ilona Andrews erinnert und ich dachte ich bekomme richtig gute Urban Fantasy geboten. Doch leider plätschert die Story nur so dahin und die Kapitel werden sehr zäh und langatmig. Ich habe mich regelrecht durch dieses Buch gequält. Mich konnte die Story leider überhaupt nicht fesseln, mir fehlte die Spannung und und ich habe definitiv etwas anderes erwartet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.12.2019

Eine Reise in die goldene Stadt Prag

Das Mädchen aus Prag
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1997: Nach ihrem Studium geht Marina als Deutschlehrerin nach Prag. Das ehemalige Ostblockland ist für sie eine völlig neue Welt, in der sozialistische Tristesse und optimistische Aufbruchsstimmung aufeinandertreffen. ...

1997: Nach ihrem Studium geht Marina als Deutschlehrerin nach Prag. Das ehemalige Ostblockland ist für sie eine völlig neue Welt, in der sozialistische Tristesse und optimistische Aufbruchsstimmung aufeinandertreffen. In einem Club trifft sie auf Zach Cohen und verliebt sich in ihn. Er ist der erste Jude, den sie je näher kennengelernt hat und die Gespräche mit ihm bringen sie dazu, sich näher mit der Geschichte ihrer eigenen Familie auseinanderzusetzen.

1939: Julia reist nach Prag, um ihren Bekannten Arthur um Hilfe zu bitten, da ihr Bruder aufgrund seiner kommunistischen Überzeugung verhaftet wurde. Arthurs Familie hat gute Beziehungen zu wichtigen Mitgliedern der Nazi-Regierung und Julia hofft, sie können ihrem Bruder helfen. Als Gegenleistung für ihre Hilfe, nimmt sie Arthurs Heiratsantrag an. Doch kurz darauf begegnet sie einem Mann, der sie magisch anzieht, aber dem tschechischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung angehört...

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich dieses wundervolle Buch lesen. Der Klappentext und vor allem der Handlungsort zogen mich bereits am Anfang sehr in ihren Bann. Tereza Venak versteht es die Stadt Prag in Szene zu setzen. Ich fühlte mich durch ihre bildhaften Beschreibungen wieder in diese wundervolle Stadt zurück versetzt.

Dieses Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, wobei jeder auf seine Art zu fesseln weiß. Mich konnte aber am meisten die Handlung über Julia und die Zeit im Nationalsozialismus überzeugen. Dieser Zeitstrang war sehr glaubwürdig, spannend und mitreißend beschrieben. Die Seiten folgen nur so dahin und ich war einfach nur gefesselt. Auch die unterschwellige Bedrohung wurde unglaublich gut beschrieben. Mir blieb manchmal der Atem weg.

Die Handlung über Marina hat mir auch gut gefallen, besonders die Nachforschungen über ihre Familie empfand ich als interessant. Leider blieb dieser Handlungsstrang weit hinter dem von Julia zurück, da er einfach nicht ganz so spannend war und manchmal auch etwas dahinplätscherte.

Die Charaktere waren sehr glaubwürdig dargestellt und mir gefiel es welche Entwicklung sie im Laufe der Geschichte gemacht haben. Besonders von Julia war ich sehr überrascht, denn am Anfang wirkte sie noch sehr naiv und egoistisch und hielt sich aus allem raus und verschloss die Augen. Aber nach und nach beweist sie Mut und Stärke und setzt sich für Menschen ein, die ihr wichtig sind.

Mir hat "Das Mädchen aus Prag" sehr gut gefallen. Es vereint einfach alles was einen guten Roman ausmacht: Spannung, Tiefgang, Romantik, Dramatik. Ich war einfach nur gefesselt von diesem Buch, habe mitgelitten und mit gefiebert und war einfach nur traurig, als es vorbei war. Es hätte noch ewig weiter gehen können.

Wirklich nur zu empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.12.2019

Wem kannst du noch trauen

BePolar
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Wenn du in eine liebevolle Familie hineingeboren wirst, in der es zu viele Geheimnisse gibt...

Wenn du im Land der Zufriedenheit aufwächt und die Fassade Risse bekommt...

Wenn du zum Werkzeug der Revolte ...

Wenn du in eine liebevolle Familie hineingeboren wirst, in der es zu viele Geheimnisse gibt...

Wenn du im Land der Zufriedenheit aufwächt und die Fassade Risse bekommt...

Wenn du zum Werkzeug der Revolte wirst, ohne es zu wissen...

Wenn deine große Liebe einer nächtlichen Fantasie entspringt und es nahezu unmöglich scheint, die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit zu erkennen...

...dann hast du eine vage Vorstellung, wie es sich anfühlt tagtäglich in Royas Haut zu stecken.

In BePolar geht es um Roya, ein ganz normales 16-jähriges Mädchen, dass in Polar wohnt, dort zur Schule geht und mit ihren Freunden abhängt. Bis sich an ihrem 17.Geburtstag alles verändert. Plötzlich wacht sie in ihren Träumen in einer Akademie auf, die sie auf die Elevenauswahl, der wichtigsten Wahl in Polar vorbereiten soll. Alles nur ein Traum oder steckt doch vielleicht mehr dahinter? Wem kann sie noch trauen?


BePolar ist der Auftakt einer Romantasy-Trilogie und Martha Kindermanns Debüt.

Der Schreibtstil der Autorin ist erfrischend locker, sie schreibt wie sie spricht. Dadurch kommt man in dem Roman sehr gut voran und die Seiten fliegen nur so an einem vorbei.

Die Charaktere sind glaubwürdig, besonders Roya und bis auf ein paar kleine Ausnahmen konnte man ihre Verhaltensweisen nachvollziehen. Manchmal waren mir die Charaktere aber etwas zu kindlich und ich wurde am Anfang nur schwer mit ihnen warm.

Die Idee der Traumwelt fand ich sehr interessant und gut durchdacht. Allerdings empfand ich den Anfang etwas als schwerfällig, da ziemlich viele Informationen rund um die Akademie und die Elevenwahlen auf einen einprasseln.

Die Spannung wird bis zum Schluss extrem gesteigert und es wird ein sehr gelungenes Verwirrspiel gestrickt. Man hat nachher schon selbst das Gefühl, dass die Fantasie mit einem durchgeht.

Das BePolar eine Reihe ist, wurde mir erst am Schluss des Buches bekannt und so endet dieser erste Teil mit einem wahnsinnig guten Cliffhanger und vielen offenen Fragen, der auf jedenfall Lust auf mehr macht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere