Für Julias Junggesellinnenabschied hat sich ihre Freundin Nicki etwas ganz Besonderes ausgedacht. Zu zweit planen sie eine Wanderung auf dem Kungsleden in Schweden. In der Abgeschiedenheit der rauen Natur ...
Für Julias Junggesellinnenabschied hat sich ihre Freundin Nicki etwas ganz Besonderes ausgedacht. Zu zweit planen sie eine Wanderung auf dem Kungsleden in Schweden. In der Abgeschiedenheit der rauen Natur wollen sie ihre Freundschaft feiern. Doch der Trip verläuft anders als geplant und nur eine der beiden Freundinnen kommt zurück.
Was für ein Horror Trip! Schon die ersten Seiten des Thrillers schaffen eine seltsame und irgendwie beunruhigende Atmosphäre. Schnell wird klar: Hier stimmt etwas nicht! Und obwohl die Handlung eher ruhig und leise dahinplätschert, wird es zu keiner Zeit langweilig. Die Spannung hält sich durchgehend und das unerwartete Ende kommt mit einem großen Knall um die Ecke.
Kurz: „Der Weg – jeder Schritt könnte dein letzter sein“ von Rebecca Russ ist kurzweilig, fesselnd und überraschend. Für Fans von eher unblutiger Spannungsliteratur genau das Richtige!
„Die Elemente - Wasser, Erde, Feuer, Luft - sind unsere besten Freunde, sie halten uns am Leben. Sie nähren uns, wärmen uns, schenken uns Leben, und gleichzeitig können sie uns jeden Moment töten.“
Der ...
„Die Elemente - Wasser, Erde, Feuer, Luft - sind unsere besten Freunde, sie halten uns am Leben. Sie nähren uns, wärmen uns, schenken uns Leben, und gleichzeitig können sie uns jeden Moment töten.“
Der irische Bestsellerautor John Boyne wird sicherlich vielen ein Begriff sein. Er ist der Autor des erfolgreichen Romans „Der Junge im gestreiften Pyjama“, für den er zahlreiche Auszeichnungen erhielt.
Sein neues beeindruckendes Erzählprojekt gliedert sich in vier Novellen:
Wasser – Erde – Feuer – Luft.
Eine fesselnde Reihe über Schuld, Vergebung und die Kraft der Elemente.
In „Wasser“, dem Auftakt der Reihe, steht Vanessa Carvin im Mittelpunkt, die aufgrund der kriminellen Machenschaften ihres Mannes auf eine abgelegene irische Insel flieht.
Unter einem anderen Namen hofft sie auf einen Neuanfang. Doch auch wenn die Abgeschiedenheit sie vor den urteilenden Blicken ihrer Mitmenschen schützt, kann sie nicht aufhören, ihre eigene Rolle im Rahmen der Geschehnisse zu hinterfragen.
Trägt sie ebenfalls eine Verantwortung für die Tragödie?
- Die Tochter tot. Der Ehemann im Gefängnis. Der Ruf der Familie ruiniert. -
Es ist erstaunlich, was Menschen alles aushalten können. Aber nichts ist wohl schlimmer als die eigene seelische Qual. Feinfühlig und voller Empathie für seine Protagonistin, dabei aber schnörkellos und präzise schildert Boyne den Prozess einer Heilung. Unglaublich bewegend, psychologisch glaubwürdig und absolut überzeugend erzählt.
Mads muss eine Trauerrede für seinen alten Jugendfreund Patrick schreiben, zu dem er schon seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Eine schwere Aufgabe!
Auf der Suche nach Inspiration taucht Mads ...
Mads muss eine Trauerrede für seinen alten Jugendfreund Patrick schreiben, zu dem er schon seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Eine schwere Aufgabe!
Auf der Suche nach Inspiration taucht Mads in Patricks Vergangenheit ein und merkt schnell, dass Patrick nicht der nette und liebenswerte Junge aus seinen Erinnerungen war. Ehe er sich versieht, ist er mitten drin in einem gefährlichen Strudel aus dunklen Geheimnissen und Lügen. Und Patricks Feinde sind nun auch ihm auf den Fersen.
In die Ecke gedrängt, steht Mads vor der vielleicht wichtigsten Entscheidung seines Lebens: Kann er nicht nur Patricks Vermächtnis, sondern auch sich selbst retten? Oder wird die letzte Trauerrede, die er schreibt, seine Eigene sein?
„Über die Toten nur Gutes“ von Andreas Izquierdo ist ein warmherziger und humorvoller Wohlfühlkrimi. Er enthält wirklich alles, was man für einen gemütlichen Leseabend auf dem Sofa braucht. Die Grundidee ist originell, die Charaktere sind skurril und sympathisch, die Handlung ist spannend, der Schreibstil angenehm. Das eigentlich eher bedrückende Thema „Sterben“ wird hier humorvoll umgesetzt. Emotionale Familienkonflikte und existenzielle Fragen sorgen für die nötige Tiefe – ein Allrounder unter den Cosy Crimes!
Durch „Das Loft“ bin ich damals auf @linusgeschke aufmerksam geworden. Und obwohl ich von dem Buch echt begeistert war, habe ich ihn irgendwie wieder aus den Augen verloren. Mit „Der Trailer“ ist er jetzt ...
Durch „Das Loft“ bin ich damals auf @linusgeschke aufmerksam geworden. Und obwohl ich von dem Buch echt begeistert war, habe ich ihn irgendwie wieder aus den Augen verloren. Mit „Der Trailer“ ist er jetzt aber wieder zurück in meinem Bücherregal. Und da gehört er auch hin, denn die Geschichte um Camp Donkerbloem hat mich außerordentlich gut unterhalten!
Darum geht es:
Vor 15 Jahren verschwand die Studentin Lisa Martin spurlos. Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort: ein Campingplatz in den Ardennen.
Durch einen True-Crime-Podcast rückt der längst vergessene Cold Case wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Und ruft damit nicht nur die Kommissarin Frieda Stahnke auf den Plan, sondern auch den schmierigen Barbesitzer Wout Mertens, der zur Zeit von Lisas Verschwinden ebenfalls in Camp Donkerbloem war.
Unabhängig voneinander suchen sie die Lösung des Falles in dem mysteriösen Trailerpark, ohne zu ahnen, dass sie sich nicht alleine dorthin auf den Weg machen...
Meine persönliche Lesermeinung:
Der Auftakt dieser neuen Trilogie ist gleich in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes.
Der Leser wird durch geschickt platzierte Ambivalenzen maximal gefordert. Die idyllische Campingplatz-Atmosphäre steht einer absolut düsteren und dunklen Stimmung gegenüber. Derbe und brutale Kerle werden plötzlich beinahe zu Sympathieträgern. Die allgegenwärtige Vorstellung vom schwachen Geschlecht wird auf den Prüfstand gestellt. Manchmal bedarf es hierzu nur einer einzigen mutigen Heldin.
Wer ist gut und wer ist böse? Wer ist Opfer und wer Täter? Hier gibt es kein schwarz oder weiß. Man ist hin und her gerissen zwischen Verachtung und Mitgefühl, zwischen Faszination und Abscheu.
Wer also Charaktere zu schätzen weiß, die einfach zu groß für jegliche Art von Schublade sind, wer Lust auf Spannung ab der ersten Seite hat und wer dazu noch in Grautönen zu denken vermag, der ist hier an der richtigen Stelle.
Linus Geschke hat mit „Der Trailer“ einen Volltreffer gelandet.
Kurz: Brutal, düster und schockierend... Ein Thriller, der einen nicht so schnell wieder loslässt. Zum Glück erscheint Teil 2 bereits im Februar 26.
Ihr fragt euch, ob ihr den ersten Teil der Trilogie auch als Stand-alone lesen könnt? Könnt ihr! Wäre aber schade. Denn der Ausblick auf den zweiten Teil verspricht ein sehr spannendes Wiedersehen mit Frieda, Wout und der ganzen verrückten Gang.
Künstliche Intelligenz – Fortschritt oder Fluch?
Wir alle kommen an dem Thema KI nicht mehr vorbei. Doch sind wir von ihr fasziniert oder beängstigt? Bringt sie uns voran oder stürzt sie uns ins Verderben?
Genau ...
Künstliche Intelligenz – Fortschritt oder Fluch?
Wir alle kommen an dem Thema KI nicht mehr vorbei. Doch sind wir von ihr fasziniert oder beängstigt? Bringt sie uns voran oder stürzt sie uns ins Verderben?
Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich Peter Grandl in seinem neuen Thriller.
Ich selbst bin kein großer Verfechter der Künstlichen Intelligenz, daher war ich vorab nur vorsichtig begeistert von „Reset“. Doch Peter hat es wieder einmal geschafft, mich schon nach den ersten Seiten zwischen die Buchdeckel zu ziehen.
Und dahin nehme ich euch jetzt mit:
„Es war die Art zu allen Zeiten, Irrtum statt Wahrheit zu verbreiten.“
Es ist das absolute Worst Case-Szenario: Ein Computervirus crasht global jegliche digitale Kommunikation. In München nimmt alles seinen Anfang, als ein angeblich von Terroristen entführtes Passagierflugzeug abgeschossen werden soll. Kurz darauf wird die ganze Welt von bedrohlichen Fake-News nahezu überschwemmt. Und diese wirken so täuschend echt, dass niemand mehr in der Lage ist, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Während die Menschheit in Chaos versinkt, versucht ein engagiertes Experten-Team der Cyber Crime Task Force das Virus zu eliminieren und den Verantwortlichen zu finden. Doch wie kämpft man gegen einen unsichtbaren und allgegenwärtigen Feind, der immer einen Schritt voraus zu sein scheint?
Peter Grandl schreibt das, was er am besten kann. Er bedient sich eines aktuellen, hochbrisanten Themas und denkt es weiter. Er hält uns den Spiegel vor, zeigt uns das, was wir noch nicht sehen können oder nicht sehen wollen.
Ihr glaubt, ein digitaler Blackout sei zu weit hergeholt? Ganz nach dem Motto: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“? Nach „Reset“ werdet ihr überzeugt sein, dass wir nur einen Wimpernschlag entfernt sind. Man liest die ersten Seiten und ist mittendrin in der weltweiten Katastrophe. Das alles passiert jetzt und hört auch nicht auf, sobald man die Buchdeckel wieder schließt. Dieser Thriller wirkt nach!
Vieles hat mir hier gefallen: Die Aktualität, das brisante Thema, die zarte Verbindung zu Peters anderen Thrillern, die Parallelen zu Goethes Faust, die starken weiblichen Figuren (und ja, ich mochte auch die Männer in der Geschichte), die gründlich recherchierten und absolut notwendigen Hintergrundinformationen u.a. zum Amateurfunk und zu digitaler Kriegsführung, der mitreißende Schreibstil und vieles mehr.
„Reset“ bringt mich dazu, dass Thema KI gründlich zu hinterfragen.
Mir scheint, hier bahnt sich ein Platz auf meiner Jahreshighlightliste an!
Kurz: Ein scheinbar aussichtsloser Kampf für die Wahrheit. Spannend und schockierend zugleich. Ganz großes Kino!
„Der Jüngste Tag ist nicht nahe, er liegt bereits hinter uns.“