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Veröffentlicht am 12.10.2020

Fantasievoll und spannend...toller Reihen-Auftakt

The Age of Darkness - Feuer über Nasira
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Der Titel und der Inhalt des Buches sprachen mich schon in der Programmvorschau an. Meine Erwartungen nach einer komplexen und mitreißenden Fantasy-Geschichte wurden hierbei erfüllt.

Zuerst einmal kann ...

Der Titel und der Inhalt des Buches sprachen mich schon in der Programmvorschau an. Meine Erwartungen nach einer komplexen und mitreißenden Fantasy-Geschichte wurden hierbei erfüllt.

Zuerst einmal kann ich sagen, dass nicht nur das Cover wunderschön gestaltet ist, sondern auch der Inhalt des Buches. Man bekommt eine Landkarte zu sehen, sodass man weiß, wo man sich in der Geschichte befindet. Am Ende des Buches findet man ein Glossar, wo nochmals die verschiedenen Orte und Personen zusammengefasst sind.

Die Geschichte wird aus fünf Persepektiven erzählt, die nach und nach zusammengeführt werden. Anfangs muss man aufmerksam lesen, damit man nicht den Faden verliert, aber dabei ist das Glossar und auch die Landkarte behilflich. Trotz dessen habe ich mich schnell in die Geschichte hineingefunden und sie konnte mich auf Anhieb fesseln.

Die Autorin hat eine komplexe und fantastische Welt geschaffen, die anschaulich und detailreich gestaltet ist. Durch die fünf Protagonisten wird man durch diese faszinierende Welt begleitet. Einmal ist es Ephyra, die auch als "blasse Hand" bezeichnet wird und ihre Schwester Beru, die mehr tot als lebendig ist. Dann Anton, der nicht so richtig weiß etwas mit seiner Gabe anzufangen und Prinz Hassan, der mit einmal eine große Last tragen muss. Aber auch der Paladin Jude muss sich entscheiden, ob er sich seiner Bestimmung hingeben kann. Jeder hat sein Schicksal zu tragen. Dabei spielen die vier Gaben, die schon am Anfang des Buches beschrieben werden, eine große Rolle.

Die Handlungsstränge sind somit vielseitig und facettenrreich gestaltet. Jeder Protagonist erzählt sein Schicksal. Trotz der Komplexität der Handlungen verliert man nicht den Überblick. Man wird an die Geschichte gebunden und erlebt alles durch ihre Augen, wo man mit jedem einzelnen mitfühlen und mitfiebern kann. Faszinierend fand ich auch, wie die Schicksale miteinander verbunden werden und am Ende alles ein großes Ganzes ergibt.
Ich kann gar nicht sagen, welcher Charakter oder Handlungsstrang mir am besten gefallen hat. Irgendwie waren alle auf gleicher Ebene. Ich fieberte und litt mit allen gleich mit. Auch die Orte und Schauplätze konnte ich genau mitverfolgen, da man immer mitten im Geschehen war.

Insgesamt ist die Geschichte ziemlich komplex, lässt sich durch die fünf Protagonisten Zeit und behält sich den benötigten Raum vor, um sich zu entfalten. Zudem werden die Handlungen immer wieder mit vielen Spannungsmomenten gefüllt, die durch unvorsehbare Wendungen gestaltet werden. Aber zum Teil wird das Geschehen durch eine gewisse Vorsehbarkeit aufgebaut, aber die zugleich spannend erzählt wurde und somit nicht störend war.
Die Geschehnisse lassen sich durch den angenehmenen Schreibstil sehr schön lesen und man wird somit an die Seiten gefesselt, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Autorin schafft tolle Perspektiven, die ein fesselndes Fantasy-Buch ausmachen. Man ist vollkommen in der Welt gefangen, die durch eine Prophezeiung, vielschichtige Charaktere und besondere Gaben vereint wird.

Auch wenn zum Schluss die Handlungsstränge ineinander gefügt werden, ist die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt. Die Story endet zwar nicht mit einem großen Cliffhanger, dennoch bleibt noch einiges offen, was Stoff für eine Fortsetzung bietet, auf die man sich bestimmt freuen kann.

Fazit:
Ein toller Fantasy-Auftakt, der packend und spannend erzählt wird. Die verschiedenen Handlungsstränge und die Protagonisten machen die Geschichte abwechslungsreich und vielseitig. Die erschaffene Welt wurde detailreich beschrieben, wo sich die Geschehnisse sehr schön einfügen. Die Autorin hat das geschaffen, was ein tolles Fantasy-Buch ausmacht - mitreißende Handlungen und vielschichtige Protagonisten in einer fantastischen Welt, die mit einander verwoben werden und somit zu einem sehr guten und fesselnden Lesefluss führen.

Bewertung: 5 / 5

Vielen Dank an den CBJ-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2020

Aufbrausend, gefühlvoll und leidenschaftlich

Midnight Blue
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Von L.J. Shen kenne ich bereits die Sinners of Saint-Reihe sowie den Auftakt-Band der All Saints High-Reihe. Ich wollte mich gerne mal an einem Hörbuch probieren. Da ich bereits den Stil der Autorin durch ...

Von L.J. Shen kenne ich bereits die Sinners of Saint-Reihe sowie den Auftakt-Band der All Saints High-Reihe. Ich wollte mich gerne mal an einem Hörbuch probieren. Da ich bereits den Stil der Autorin durch diese Reihen kenne, wollte ich es mit einem Hörbuch von ihr probieren und die Rockstar-Geschichte "Midnight Blue" hörte sich einfach verlockend an.

Zuerst einmal musste ich mich mit den Sprechern des Hörbuches vertraut machen und in einen Hörfluss kommen. Anfangs war es noch etwas gewöhnungsbedüftig, aber nach einer Weile konnte ich den Stimmen gut folgen. Natürlich muss man bei einem Hörbuch am Ball bleiben, um nicht zu sehr abgelenkt zu werden. Das gelang mir nach und nach immer besser.

Die Geschichte konnte mich an sich auch begeistern. Da ich bereits mit Büchern der Autorin vertraut bin, wusste ich von ihrer rauen Art zu erzählen. Zu ihren Geschichten ist diese Art aber immer wieder passend, wie auch zu dieser Rockstar-Geschichte. Denn in der Geschichte geht es um Alex Winslow, der Leadsänger einer Band ist, aber der sich oft von seinen Dämonen leiten lässt. Somit verfällt er in einen Drogen- und Alkoholkonsum. Nachdem er einen Entzug gemacht hat, soll er seine neue Tournee ohne Drogen und Alkohol meistern. Dafür wird ihm die junge Indigo Bellamy als Aufpasserin zur Seite gestellt. Sie ist auf das Geld angewiesen, da sie ihre Familie versorgen muss. Alex ist wenig begeistert von seiner neuen Babysitterin und möchte sie gerne schnell wieder loswerden. Wird Indigo die Tournee überstehen?

Indigo kam für mich bodenständig herüber. Sie sorgt sich um ihre Familie, da sie bereits einen Schicksalsschlag erleben musste. Obwohl sie eher zurückhaltend bzw. introvertiert ist, treibt sie die Sorge um ihre Familie immer wieder an. So wächst sie teilweise über sich hinaus.
Alex hingegen ist überheblich, oft launisch und lebt seine Rockstar-Allüren aus. Dennoch hat er auch eine andere Seite, eine tiefgründige und verletzliche Art, mit der er auch Songtexte zu Papier bringen kann. Nach und nach lernt man seine Art kennen und auch lieben.

Obwohl die beiden Protagonisten so unterschiedlich sind, ergänzen sie sich auf der anderen Art. Sie wachsen zusammen über sich hinaus und geben sich Halt.

Zuerst bekommt man Hass, Abneigung, ein typisches Rockstarleben geboten und dann ein verbotenes Knistern und Leidenschaft, die nach und nach ausgelebt wird.

Auch Drumherum bekommt man einiges geboten, was das Leben und die Zuneigung der Beiden immer wieder auf den Kopf stellt. Somit gibt es immer wieder Spannungsmomente, die gut in die Geschichte integriert werden.

Die Nebencharaktere fügen sich gut mit in das Geschehen ein und geben der Handlung einen passenden Verlauf. Aber am meisten mochte ich die beiden Protagonisten, bei denen ich immer wieder die Gefühle und Emotionen spüren konnte.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten erzählt, sodass man mit den beiden mitfühlen kann, ihre anfängliche Abneigung versteht, aber auch ihre aufkeimende Gefühle vor Augen sieht.
Der Schreibstil der Autorin ist rau, etwas vulgär und trotzdem locker. Die Sprecher haben dieses weitestgehend gut umgesetzt - die abweisende und montone Art von Alex und die liebevolle und teils zurückhaltende Art von Indigo. Aber auch andere Gefühlsregungen wurden gut erzählt.

Die Autorin konnte sehr gut umsetzen, was das Rockstarleben so mit sich bringt. Aber auch die anderen Probleme, die Alex und Indigo mit sich tragen, wurden glaubhaft dargestellt. Zudem konnte sie die Orte der Tournee bildhaft beschreiben.

Ein schöner Einzelband, der viele Gefühle hervorruft und eine leidenschaftliche Atmosphäre schafft, aber auch tiefgründig sein kann.

Fazit:
Die Geschichte ist aufbrausend, gefühlvoll und leidenschaftlich. Die Sprecher haben die Emotionen der Protagonisten gut umgesetzt. L.J. Shen setzt den Stil, den ich bereits von ihr kenne, auch hier um. Dieser ist wieder passend zu dieser Rockstar-Geschichte gestaltet. Auch wenn Indigo und Alex ziemlich unterschiedlich sind, haben sie mir gut zusammen gefallen. Insgesamt ein schöner und leidenschaftlicher Einzelband, den ich weiterempfehlen kann.


Bewertung: 4 / 5

Vielen Dank an den Lyx.audio-Verlag und die Bloggerjury für das Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2020

Schöne und stimmige Liebesgeschichte

Truly
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Von Ava Reed habe ich bisher nur etwas im Fantasy-Bereich gelesen. Daher war ich neugierig auf ihre New Adult-Geschichte bzw. -Reihe.

In der Geschichte lernt man zuerst Andie kennen, die zum Studieren ...

Von Ava Reed habe ich bisher nur etwas im Fantasy-Bereich gelesen. Daher war ich neugierig auf ihre New Adult-Geschichte bzw. -Reihe.

In der Geschichte lernt man zuerst Andie kennen, die zum Studieren nach Seattle aufbricht, wo bereits ihre beste Freundin June studiert. Gemeinsam wollen Sie einen Marketing-Event-Agentur gründen. Doch Andie fällt der Einstieg nicht so leicht, da ihr die notwendigen Mittel fehlen, wie Wohnung und Job. Doch dann fängt sie in einem Club als Barkeeperin an und trifft auf den unnahbaren Cooper. Er bringt ihre Gefühle vollends zur Verwirrung. Was verbirgt Cooper?

Mit Andie konnte ich mich sehr schnell indentifizieren, da sie eine ruhige und schüchterne Art hat. Obwohl sie der neue Job einiges an Überwindung kostet, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie wirkte in weiten Teilen nicht aufdringlich, bis auf ihren Ordnungswahn, den einige nicht immer so toll finden. Trotzdem rundet es ihre liebevolle Art ab.
Cooper ist eher unnahbar und wortkarg. Dennoch kann er auch ein Beschützer in der Not sein. Trotzdem merkt man zugeich, dass er etwas verbirgt und deshalb immer wieder auf Distanz geht.

Auch wenn die Distanz zwischen Andie und Cooper anfangs groß ist, spürt man immer wieder, dass sie Gefühle füreinander hegen. Das leichte Knistern und die Annäherung zwischen den Beiden konnte die Autorin gut beschreiben. Sie zieht sich durch die Geschichte hindurch, sodass die Handlung insgesamt eher ruhig gehalten ist und eher stetig wächst, bis irgendwann herauskommt, was sich hinter Coopers Geheimnis verbirgt.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich weitestgehend überzeugen. Er ist leicht poetisch angehaucht, aber auch locker und stimmig zu lesen. Man konnte dem Geschehen gut folgen.
Zudem bekommt man immer wieder einen Einblick in die Gedankengänge von Andie und Cooper, da die Geschichte abwechselnd aus deren Sicht geschildert wird, was mir gut gefallen hat.

Es ist zwar eine typische New Adult-Geschichte, aber dennoch schön zu lesen, da diese ohne großes Drama auskommt. Es gibt zwar auch einige Geheimnisse und Schicksalsschläge, mit denen die Protagonisten leben müssen, aber sie nicht zu verkorkst daraus hervorgehen.
Ich mochte daher die ruhige bishin zur leicht bewegten Stimmung im Buch.

Die anderen Charaktere, wie June und Mason, fand ich sehr gut in die Geschichte integriert. Sie gaben der Story einen humorvollen Touch und sie sind jetzt schon ein explosives Gemisch. Daher freue ich mich schon auf ihre Geschichte, die es im Folgeband "Madly" zu lesen gibt.

Fazit:
Eine schöne Liebesgeschichte, die durch die beiden Protagonisten mit ihrer zurückhaltenden Art eher ruhig gehalten ist. Es muss nicht immer viel Drama sein. Dennoch gibt es eine gewisse Distanz zwischen den Beiden, die die Handlung bewegend macht. Durch die Nebencharaktere June und Mason bekommt die Story zudem eine Brise Humor und Prickeln. Daher bin ich schon auf den Folgeband 'Madly' gespannt, wenn June und Mason aufeinander treffen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2020

Toller Weltenaufbau...

Die Farben meiner Hoffnung
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Zuerst ist mir das tolle Cover des Buches aufgefallen, welches mir geradezu ins Auge gestochen ist. Aber auch die Beschreibung machte Lust die Geschichte zu lesen. Dystopische Welten faszinieren mich sowieso.

Gleich ...

Zuerst ist mir das tolle Cover des Buches aufgefallen, welches mir geradezu ins Auge gestochen ist. Aber auch die Beschreibung machte Lust die Geschichte zu lesen. Dystopische Welten faszinieren mich sowieso.

Gleich zum Einstieg wird man in das Wüstensetting entführt, wo die junge Eliza mit anderen Frauen unterirdisch lebt. In der jährlich stattfindenden Türkischen Nacht werden sie an den höchstbietenden Mann aus der Spike verkauft. Somit haben die Frauen die Chance aus dem System zu entfliehen und in die Spike, der Turmstadt, zu ziehen. Allerdings dürfen sie keine Töchter gebären, ansonsten müssen sie mit diesen wieder in die Wüste zurückziehen.
Kurz bevor für Eliza die Türkische Nacht ansteht, trifft sie sich heimlich mit ihrer Freundin Kyra in der Wüste. Jedoch endet das Treffen sehr unschön, da Kyra verschleppt wird. An welchen Mann wird Eliza geraten? Wird ihre Freundin Kyra wieder auftauchen?

Im Verlauf der Geschichte bekommt man mehr über den Hintergrund zu erfahren, warum es das System gibt. Jedoch hat auch dieses System seine Tücken. Denn in der Wüste lauern die Frauenjäger, aber auch in der Turmstadt sind nicht alle Männer gut.
Die Idee mit dem Wüstensetting und der Turmstadt hat mir gut gefallen. Der dystopische Weltenaufbau war spürbar und wurde gut umgesetzt.

Mit Eliza als Protagonistin kam ich gut klar. Anfangs mit ihrer rebellischen bishin zur ihrer entscheidungswütigen und bedachten Art konnte man stets ihre Entwicklung spüren. Man konnte immer an ihren Gefühlen und Emotionen teilhaben. Die Liebe zu ihrem Ehemann entwickelt sich zunächst langsam. Ich konnte sie anfangs nicht so richtig spüren. Erst später, wo sich Eliza weiterentwickelt, beginnt diese zu reifen. Sie war dann besser nachvollziehbar.

Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Sie fügten sich gut in die Geschichte ein. Hierbei entstehen Freundschaften, wo man die Verbundenheit spürt. Aber auch mit den Bösewichten bekommt die Story einen lebhaften Verlauf.

Der Schreibstil der Autorin war gut und flüssig, aber jedoch auch etwas ausschweifend. An manchen Stellen war es mir auch zu viel wörtliche Rede, sodass sich die Geschichte etwas zog. Die eigentliche Handlung ging manchmal etwas verloren. Es wurde mehr Zeit und Gerede auf dem Moment und der Liebesbeziehung gesetzt.
Aber die Autorin konnte das Weltensetting sehr anschaulich darstellen, was mir sehr gut gefallen hat. So war ich immer mitten am Ort des Geschehens.

Die Spannung der Handlung steigerte sich immer mal wieder bevor es wieder zu sehr ins Hier und Jetzt verfällt. Wo es dann aber mehr auf die Auflösung zugeht, wurde die Handlung zunehmend spannender. Ich war neugierig darauf, wie der Konflikt aufgelöst wird, womit alle zufrieden sind. Aber auch welche Geheimnisse hinter dem System stecken. So bekommt man einen guten, runden und spannenden Abschluss der Geschichte.

Der Titel der Geschichte kommt nicht von ungefähr. Farben spielen im System, in den die Frauen leben, eine bedeutende Rolle. Aber stets gibt es auch immer wieder etwas hoffnungsvolles. Der Titel ist daher sehr passend gewählt.

Fazit:
Ein Buch, das durch einen tollen Weltenaufbau besticht. Eine dystopische Welt trifft auf Wüste und Turmstadt. Die Protaginstin Eliza hat mir gut gefallen. Nur leider verfällt die Autorin manchmal zu sehr in die wörtliche Rede, ins Hier und Jetzt. Dadurch wirkte die Geschichte manchmal etwas langatmig. Die Liebesgeschichte konnte ich jedoch erst später richtig spüren. Der Ideenreichtum der Geschichte hat mir aber sehr gut gefallen. Man bekommt eine Story aus Liebe, Action, Freundschaft, Intrigen, Geheimnisse und Verrat, die mit der Zeit immer spannender wird.

Bewertung: 3+ / 5

Vielen Dank an die Autorin Lisa Summers für das Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2020

Märchenhaft, dämonisch und fantasievoll

Die Gefangene von Golvahar
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Ich habe mich mal wieder gefreut ein schönes Jugend-Fantasy-Abenteuer zu lesen. Die Geschichte ist eine Mischung aus Märchen und Fantasy, die sehr gut zueinander passt.

Soraya lebt im Verborgenen im Palast ...

Ich habe mich mal wieder gefreut ein schönes Jugend-Fantasy-Abenteuer zu lesen. Die Geschichte ist eine Mischung aus Märchen und Fantasy, die sehr gut zueinander passt.

Soraya lebt im Verborgenen im Palast und abgschottet von anderen, da sie niemanden berühren kann ohne denjenigen zu töten. Das Gift in ihren Adern lässt es nicht zu. Der Fluch bestimmt somit ihr Leben. Ihr Bruder dahingegend wächst ganz normal auf und wird sogar zum Schah des Landes.
Als Soraya auf Azad trifft, wird ihr Wunsch größer, den Fluch zu brechen. Aber meint er es wirklich gut mit ihr? Wie kann der Fluch gebrochen werden und was hat es mit dem Fluch überhaupt auf sich?

Soraya war anfangs noch etwas zurückhaltend und unsicher. Aber es ist kein Wunder, wenn sie jahrelang nicht viel machen und sich kaum jemanden nähern konnte. Durch ihre Entscheidungen, die sich nach und nach trifft, wächst sie über sich hinaus. Ihre Entscheidungen waren nachvollziehbar und ihre Entwicklung hat mir gut gefallen.
Azad ist bemüht Sorayas Aufmerksamkeit zu bekommen. Er gibt sich zuvorkommend und verständnisvoll. Aber doch hat er etwas an sich, dass von an Anfang zu perfekt erschien. Daher überraschte mich seine Entwicklung nicht sonderlich. Dadurch nimmt die Geschichte aber ihren Verlauf, der spannend und aufregend zugleich war.

Nach und nach erfährt man mehr über den Fluch und wer diesen ausgelöst hat. Dabei geht es um Dämonen, die Díws genannt werden. Aber man erfährt auch, dass Díws nicht gleich Díws sind. So trifft Soraya auch auf eine Parik, die mehr weiß und auch immer wieder hilft. Die Annäherung zwischen den beiden fand ich angenehm zu lesen.

Die Beschreibungen des Palastes, wie Soraya lebt und auch außerhalb des Palastes, wo die Díws sich aufhalten, wurden anschaulich beschrieben. Die Handlungen waren somit klar, leicht und angenehm zu lesen.

Der Weltenaufbau sowie die Geschichte insgesamt haben etwas märchenhaftes an sich. Es ist eine Mischung aus alten persichen Märchen, Mythen und Legenden. Die Autorin hat daraus etwas tolles und fantasievolles entstehen lassen, wo ich immer wieder mitgefiebert habe. Die Spannung wurde somit immer aufrechterhalten. Auch wenn manches etwas vorhersehbar war, konnte mich die Autorin dennoch immer mal wieder überraschen.

Auch die zarte Zuneigungen, die Soraya im Laufe der Geschichte entwickelt, konnte ich gut nachvollziehen. Es war an diesen Stellen nicht zuviel und war zudem glaubwürdig gehalten. Ich fand es gut, dass es nicht so sehr im Vordergrund stand, aber man immer wieder zu spüren bekam.

Ein tolles und märchenhaftes Fantasy-Abenteuer. Auch Einteiler können mal wieder erfrischend und richtig spannend zu lesen sein.

Fazit:
Ein schönes Fantasybuch, das sich um Märchen, Legenden und Dämonen dreht. Die Entwicklung der Handlungen und auch der Protagonisten fand ich spannend zu lesen. Aber auch die Geschichte hinter dem Fluch, den Soraya umgibt, fand ich fesselnd und faszinierend.
Man bekommt ein tolles Fanatasy-Abenteuer, wo man immer wieder mitfiebern muss und welches oftmals überraschende Wendungen bereithält.

Bewertung: 5- / 5

Vielen Dank an den Thienemann-Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere