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Veröffentlicht am 18.05.2026

Schöne Idee mit kleinen Schwächen in der Umsetzung

Die Taylors
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„Die Taylors“ überzeugt zunächst mit einer originellen und sympathischen Grundidee: Vier Mädchen, die nicht nur denselben Namen teilen, sondern auch ihre Begeisterung für Taylor Swift verbindet. Daraus ...

„Die Taylors“ überzeugt zunächst mit einer originellen und sympathischen Grundidee: Vier Mädchen, die nicht nur denselben Namen teilen, sondern auch ihre Begeisterung für Taylor Swift verbindet. Daraus entwickelt sich eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen.

Besonders gelungen ist, dass die Themen leicht verständlich und nah an der Lebensrealität der Zielgruppe umgesetzt sind. Konflikte innerhalb der Freundschaft wirken nachvollziehbar, auch wenn sie teilweise etwas vorhersehbar bleiben.

Der Schreibstil ist insgesamt einfach gehalten und gut zugänglich, allerdings wirkt die Sprache stellenweise etwas uneinheitlich. Vor allem die Mischung aus deutschen Texten und englischen Überschriften fällt auf und stört gelegentlich den Lesefluss.

Die Charaktere sind sympathisch, wenn auch nicht besonders tief ausgearbeitet. Dadurch bleibt die emotionale Bindung etwas begrenzt, was dem Buch jedoch nicht komplett die Wirkung nimmt.

Fazit: Ein unterhaltsames Buch mit einer schönen Botschaft über Freundschaft, das sich gut für zwischendurch eignet – trotz kleiner stilistischer Schwächen.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Atmosphärisch und nachhallend

Fünf Tage im Licht
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„Fünf Tage im Licht“ ist für mich deutlich mehr gewesen als ein leichter Sommerroman. Ich hatte zunächst mit einer emotionalen Urlaubsgeschichte gerechnet, stattdessen entwickelt sich das Hörbuch ruhig, ...

„Fünf Tage im Licht“ ist für mich deutlich mehr gewesen als ein leichter Sommerroman. Ich hatte zunächst mit einer emotionalen Urlaubsgeschichte gerechnet, stattdessen entwickelt sich das Hörbuch ruhig, intensiv und sehr themenorientiert.

Besonders gelungen fand ich die Auseinandersetzung mit Kunst, Feminismus, Mutterschaft und der Frage, wie weibliche Selbstbestimmung eigentlich aussehen kann. Die Atmosphäre der griechischen Insel wurde dabei sehr eindringlich beschrieben – man spürt förmlich die Hitze und dieses unterschwellige Gefühl, dass sich zwischen den Figuren etwas verändert.

Der Einstieg fiel mir allerdings nicht ganz leicht. Ich habe etwas gebraucht, um eine emotionale Verbindung zu den Figuren aufzubauen, und auch die Handlung entfaltet sich eher langsam. Gerade deshalb wirkt das Ende aber sehr rund und stimmig.

Henriette Schreurs hat das Hörbuch angenehm ruhig gelesen und die Stimmung gut transportiert. Einige kunstbezogene Gedanken hätte ich persönlich trotzdem gern noch einmal nachlesen können, weshalb ich mir vorstellen kann, dass das Buch als Print ebenfalls sehr stark wirkt.

Ein ruhiger, atmosphärischer Roman mit vielen spannenden Themen und mehr Tiefe, als ich erwartet hatte.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Leise, ehrlich, sehr nah am Leben

Eine Liebe ohne Sommer
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Dieses Hörbuch hat mich nicht durch große Dramatik überzeugt, sondern durch seine stille Ehrlichkeit. „Eine Liebe ohne Sommer“ erzählt von Verlust und den vielen Arten, damit umzugehen – und genau das ...

Dieses Hörbuch hat mich nicht durch große Dramatik überzeugt, sondern durch seine stille Ehrlichkeit. „Eine Liebe ohne Sommer“ erzählt von Verlust und den vielen Arten, damit umzugehen – und genau das wirkt so authentisch.

Rosa ist eine Figur mit vielen Facetten. Sie ist nicht perfekt, nicht immer verständlich, aber genau dadurch sehr echt. Auch die Begegnungen mit den Menschen aus Nikolas Leben zeigen, wie unterschiedlich Erinnerungen sein können und wie wenig man einen Menschen manchmal wirklich kennt.

Das Hörbuch lässt sich sehr gut hören. Die Stimme führt ruhig durch die Geschichte, ohne zu übertreiben oder Emotionen aufzudrängen. Man ist sofort drin und bleibt es auch, weil der Erzählfluss sehr angenehm gestaltet ist.

Für mich eine sehr berührende, ruhige Geschichte über Verlust, Beziehungen und die Frage, was von einem Menschen bleibt.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Ein notwendiger Roman über Macht, Einsamkeit und weibliche Solidarität

Die Liebeshungrigen
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„Die Liebeshungrigen“ von Karin Tuil ist ein eindringlicher Roman, der sich mit harten, aber hochaktuellen Themen auseinandersetzt. Im Zentrum steht Macht und ihr Missbrauch – ein Thema, das erschreckend ...

„Die Liebeshungrigen“ von Karin Tuil ist ein eindringlicher Roman, der sich mit harten, aber hochaktuellen Themen auseinandersetzt. Im Zentrum steht Macht und ihr Missbrauch – ein Thema, das erschreckend zeitlos ist und auch heute noch, etwa in der Filmbranche, große Relevanz hat. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie Macht nicht nur andere verletzt, sondern auch vereinsamt und die Selbstwahrnehmung verzerrt, besonders bei selbstzentrierten Persönlichkeiten, die für eine Gemeinschaft schwer tragbar sind.

Karin Tuil schreibt klug, präzise und mit viel psychologischem Feingefühl. Ihre Sprache ist durchzogen von Weisheit und Denkanstößen, die lange nachwirken. Besonders stark fand ich die Darstellung weiblicher Solidarität: Frauen, die zusammenhalten, sich gegenseitig stärken und einander Raum geben. Diese Aspekte verleihen dem Roman eine klare feministische Haltung, ohne belehrend zu wirken.

Die Entwicklung der weiblichen Figur ist glaubwürdig und berührend. An manchen Stellen hätte das Buch etwas kürzer sein können, doch gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass diese Themen genau diese Zeit brauchen – man muss sie aushalten dürfen. Das Ende ist schlüssig und rund. Ein wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt und Lust auf mehr von der Autorin macht.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Ein leiser Roman über Trauer und das Zulassen von Gefühlen

Unter Wasser
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„Unter Wasser“ ist ein sehr ruhiger, intensiver Roman, der sich stark mit Trauer und inneren Prozessen beschäftigt. Besonders schön fand ich, wie deutlich wird, dass Trauer Zeit und Raum braucht.

Die ...

„Unter Wasser“ ist ein sehr ruhiger, intensiver Roman, der sich stark mit Trauer und inneren Prozessen beschäftigt. Besonders schön fand ich, wie deutlich wird, dass Trauer Zeit und Raum braucht.

Die Geschichte bewegt sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart und verbindet viele Themen wie Freundschaft, Familie und Natur. Dadurch entsteht ein dichter Eindruck, der aber manchmal etwas überladen wirkt.

Die Sprecherin des Hörbuchs liest angenehm ruhig und gut verständlich, was zur Stimmung passt. Trotzdem hätte ich mir an manchen Stellen mehr emotionale Tiefe gewünscht.

Fazit: Emotionaler, ruhiger Roman mit wichtigen Themen, der im Hörbuch etwas an Tiefe verliert.

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