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Veröffentlicht am 23.06.2024

Nixen gibt es doch

School of Myth & Magic, Band 1: Der Kuss der Nixe (Limitierte Auflage mit Farbschnitt und Charakterkarte)
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,School of Myth & Magic' hat mich total positiv überrascht. Ich habe den Reihenauftakt von Jennifer Alice Jager nahezu verschlungen und war total gefesselt von der einzigartigen Welt mit all ...

,School of Myth & Magic' hat mich total positiv überrascht. Ich habe den Reihenauftakt von Jennifer Alice Jager nahezu verschlungen und war total gefesselt von der einzigartigen Welt mit all seinen mythischen Wesen, welche uns die Autorin präsentiert.

Es geht um Devin, die eigentlich nur ihren 17. Geburtstag gemeinsam mit ihren Freunden am See verbringen will. Ein ausgelassener Nachmittag sollte es werden, doch dann kam alles irgendwie anders als geplant, als Devin ihren großen Schwarm Tyler ganz romantisch mitten im See küssen will. Statt unschuldigen Küssen geht's für Tyler ins Krankenhaus, nachdem dieser in eine Art Schockstarre gefallen ist. Zu allem Überfluss wird Devin auch noch von zwei seltsamen Männern verfolgt, die ihr nach einem stürmischen Aufeinandertreffen eröffnen, dass sie eine Nixe ist. An der 'School of Myth & Magic' soll Devin lernen ihre einzigartigen Fähigkeiten zu beherrschen.

Ich mochte Devin auf Anhieb gerne. Sie ist tough, schlagfertig und sie lässt sich nicht unterkriegen. Schon gar nicht von den anderen Nixen, die Devin nicht wirklich mit offenen Armen in ihren Reihen aufnehmen. Zum Glück gibt's an der Schule nicht nur Nixen. Drachen, Magier, Vampire und Faune - sie alle sind real und werden an der School of Myth and Magic' in Norwegen ausgebildet.
Ein gewisser Faun und Halbgott hat es Devin besonders angetan. Neben Unterricht und kleinen Flirtereien, lernt Devin auch viel über sich selbst und ihre Abstammung.

"Bestien aller Weltmeere. Ich hob eine Braue. Das konnte doch nur ein schlechter Scherz sein." (Pos. 1725)

Ich fand die ganze Welt richtig faszinierend. Neben zahlreichen Wendungen und Enthüllungen, die mich richtig gefesselt haben, hatte ich auch starke Harry Potter-Vibes.

Und ich liebe einfach den Schreibstil von Jennifer Alice Jager. Das Buch liest sich weg wie nix und ist dabei so wahnsinnig humorvoll. Den Handlungsverlauf habe ich so auch absolut nicht vorhersehen können; genauso wenig wie den bösen Cliffhanger, der mich am Ende erwartet hat.

Fazit
Ein magischer und fantastischer Auftakt einer Urban Fantasy-Reihe, der mich mit seinem Humor, dem lockeren Schreibstil und tollen Plotttwists begeistert hat.




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Veröffentlicht am 23.06.2024

Das Meisterwerk in neuem Gewand

Stolz und Vorurteil
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Die Liebesgeschichte von Elizabeth Bennet und Mr. Darcy ist wohl das bekannteste Werk Jane Austens. Es ist auch einer meiner Lieblingsromane, den ich schon mehrfach gelesen habe und dessen Verfilmung ...

Die Liebesgeschichte von Elizabeth Bennet und Mr. Darcy ist wohl das bekannteste Werk Jane Austens. Es ist auch einer meiner Lieblingsromane, den ich schon mehrfach gelesen habe und dessen Verfilmung aus dem Jahr 2005 ich absolut geliebt habe. Die Graphic Novel konnte ich mir nicht entgehen lassen. Und ich muss wirklich sagen, dass es unglaublich viel Spaß gemacht hat, Lizzy und Mr. Darcy auf diese Weise wiederzusehen.

Ich finde die Umsetzung als Comic wirklich gelungen. Vorallem die feinen Zeichnungen begeistern mich jede Mal aufs Neue beim Schmökern. Ich bin einfach begeistert, dass ich jetzt eine Ausgabe im Regal habe, die sich wunderbar an einem Nachmittag wegsnacken lässt und die mich richtig nostalgisch werden lässt.
Ich muss aber auch dazu sagen, dass man das Original von Jane Austen kennen sollte, um den Geschehnissen folgen zu können. Die Szenenwechsel wirken teilweise sehr sprunghaft. Ich kann mir gut vorstellen, das Neulinge, die Stolz & Vorurteil nicht kennen, einige Verständnisprobleme haben könnten. Leider kommt der erfrischend bissige Humor Jane Austens auch nicht so gut zur Geltung.

Für mich als großer Fan des romantischen Meisterwerks ist die Graphic Novel aber trotz kleinerer Kritikpunkte eine Bereicherung, die ich sicher noch öfter zur Hand nehmen werde.


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Veröffentlicht am 23.06.2024

Mitreißender Dark-Academia-Reihenauftakt

Vengeance (Academy of Dream Analysis 1)
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Begriffe wie luzides träumen, Nexus, Schlafmohn, der Sandmann und Wahrträume werden dir beim Eintauchen in die Academy of Dream Analysis begegnen. Mich hat die Thematik richtig fasziniert. Träumen, ...

Begriffe wie luzides träumen, Nexus, Schlafmohn, der Sandmann und Wahrträume werden dir beim Eintauchen in die Academy of Dream Analysis begegnen. Mich hat die Thematik richtig fasziniert. Träumen, um die Welt zu verbessern - doch nicht aus diesem Grund hat sich Nemesis für einen Studienplatz an der ADA beworben.

»Ich will meine Seele nicht an den Sandmann verkaufen«, sage ich dennoch. Ich will nicht so enden wie mein Bruder.« (Zitat S. 56)

Als Nemesis von Winther nach Finnland reist, um an der Academy of Dream Analysis zu einer Luziden ausgebildet zu werden, hat sie nur ein Ziel vor Augen. Rache, an denjenigen zu üben, die für den Tod ihres Bruders Oneiros verantwortlich sind. Oneiros hatte eine besonders gefürchtete Begabung - er war der letzte bekannte Schlafwandler und konnte als solcher in die Träume anderer eindringen und diese beeinflussen. Neiro hatte nicht viele Freunde an der ADA, was Nemesis an ihren ersten Tagen schmerzhaft zu spüren bekommt. Und dann trifft sie auf Mercury, dem Sohn der Direktorin, welcher Nemesis die Schuld am Schicksal ihres Bruders gibt.
Das Buch ist abwechselnd aus Sicht von Nemesis und Mercy geschrieben. Beide haben schwere Schicksalsschläge erlitten, kämpfen mit Dämonen. Sie sind Rivalen, stammen aus verfeindeten Familien und doch ist da diese Anziehungskraft. Es ist ein bisschen wie bei Romeo und Julia. Das Buch hat mir aber auch totale 'Sandman'-Vibes geliefert.
Das Buch lässt sich gut lesen; der Schreibstil ist sehr einnehmend. Ruby Braun hat die Dark Academia-Atmosphäre sehr gut eingefangen. Im Mittelpunkt hat sich die Geschichte etwas in die Länge gezogen angefühlt. Das hat das letzte Drittel mit seinen ganzen Enthüllungen und Wendungen aber mehr als wieder ausgebügelt. Das Ende war dann ein richtiger Paukenschlag. Ich habe mit vielen gerechnet, aber sicher nicht damit.

Fazit:
Ein mitreißender Dark-Academia-Reihenauftakt voller Geheimnisse, Intrigen und unerwarteter Wendungen rund um das Thema Träume.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Eine temporeiche und mitreißende Fortsetzung, die uns zur Quelle der Dunklen Macht führt

Dark Heir
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Nach Rund 2 Jahre hatte das Warten ein Ende! Endlich ging's weiter! Nach einem grandiosen ersten Band 1, der richtig Spaß gemacht hat und sich zudem zu einem Highlight entwickelt hat, habe ich natürlich ...

Nach Rund 2 Jahre hatte das Warten ein Ende! Endlich ging's weiter! Nach einem grandiosen ersten Band 1, der richtig Spaß gemacht hat und sich zudem zu einem Highlight entwickelt hat, habe ich natürlich gehofft, dass mich Fortsetzung gleichermaßen mitreißt. Kleiner Spoiler am Rande: Das hat sie.

Zu Beginn hatte ich zugegebenermaßen etwas Sorge, dass ich den Anschluss nicht finde. Es geht gleich rasant los. Man wird hinein geworfen ins Geschehen und mit unzähligen Personen und ungewöhnlichen Begriffen konfrontiert. Doch die Erinnerung kam zum Glück schnell zurück und das Personenregister zu Beginn hat mir definitiv dabei geholfen den Einstieg zu finden. Mir hat die Auffrischung richtig gut getan und super gefallen. Ich habe schnell wieder gemerkt, dass ich nicht ohne Grund ein Fan von C.S. Pacat geworden bin.

'Dark Heir' ist mitreißend und großartig geschrieben. Ich habe mich auf ein Neues in C.S. Pacats Schreibstil verliebt. Dieser ist so bildhaft und dabei so leicht und flüssig zu lesen. Da muss ich auch die Übersetzung von Anika Klüver loben, die einfach großartig ist.

Zur Handlung kann ich nicht viel verraten, ohne zu spoilern. Wir begleiten weiterhin Will, James, Violet, Cyprian und Grace auf ihrer gefährlichen Mission den Dunklen König aufzuhalten. Auf einer alten Ausgrabungsstätte kommen sie der Quelle der Macht immer näher. Und auch Sinclair und seine Männer verfolgen die Verbündeten unerbittlich. Und dann ist da auch noch Wills Geheimnis, welches ihm nach und nach innerlich aufzufressen droht.

Die Geschichte schreitet schnell voran. Es passiert gefühlt in jedem Kapitel etwas Neues. Die Atmosphäre ist düster und aufgeladen. Überraschende Wendungen und und unzählige Enthüllungen haben dazu geführt, dass die rund 500 Seiten wie im Flug vergangen sind. Dazwischen gibt es aber auch einige gefühlvolle Szenen zwischen Will und James.

Die größte Stärke von Pacat sind definitiv die Charaktere und deren Entwicklung. Und auch die moralischen Fragen, mit denen sie im Laufe der Ereignisse konfrontiert werden. Wenn ihr charakterstarke Fantasy mögt, dann lest die Reihe.

Fazit:
Eine temporeiche und mitreißende Fortsetzung, die uns zur Quelle der Dunklen Macht führt. Gefährlich und verlockend.

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Veröffentlicht am 29.05.2024

Gefühlvoll geschrieben und voller Poesie

i fell in love with hope
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'I Fell in Love with Hope' ist eine Geschichte über Krankheit, Verlust, über den Tod und das Leben, vorallem aber über Freundschaft und Hoffnung. Das Krankenhaus ist zentraler Schauplatz und ...

'I Fell in Love with Hope' ist eine Geschichte über Krankheit, Verlust, über den Tod und das Leben, vorallem aber über Freundschaft und Hoffnung. Das Krankenhaus ist zentraler Schauplatz und der Ort, an dem sich die Wege von Sam, Neo, Coer, Sony und Hikari kreuzen. Durch Sam, die Erzählfigur, lernen sich nicht nur die Jugendlichen untereinander kennen, wir lernen durch Sams Stimme jeden einzelnen von ihnen kennen - erfahren von ihren Schicksalen und Gefühlen. Dabei springt die Handlung immer wieder in die Vergangenheit. Eine Reise durch Sams Erinnerungen.
Das Thema Krankheit ist die ganze Zeit präsent. Aber durch die entstehenden Freundschaften erlebt man mit den Protagonisten viele Momente des Glücks und der Hoffnung. Und mit Sam kommt eine Figur ins Spiel, die von Anfang an ein kleines Rätsel darstellt.

'I Fell in Love with Hope' ist eine sehr poetische, blumig verspielte und wortgewaltige Geschichte. Man braucht Zeit und und Ruhe beim Lesen, damit sich die Worte und Metaphern richtig entfalten können. Shakespeare und Hamlet sind stetiger Begleiter. An manchen Stellen fand ich die Wortspiele etwas zu drüber. Weniger ist manchmal mehr. Trotzdem hat mir der Roman insgesamt sehr gut gefallen.

Fazit:
Ein wundervoller Roman über Krankheit, Hoffnung und Freundschaft, gefühlvoll geschrieben und voller Poesie. Ein absolutes Herzensbuch!


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