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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2024

Kurzweilig

Idefix und die Unbeugsamen 07
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"Ihr Gallier habt Gaudi, wir Römer räumen auf."

Ein geraubtes Geburtstagsgeschenk für Apfelsine, die Suche nach dem verschwundenen Druiden Amnesix und der Diebstahl der römischen Goldreserven, das sind ...


"Ihr Gallier habt Gaudi, wir Römer räumen auf."

Ein geraubtes Geburtstagsgeschenk für Apfelsine, die Suche nach dem verschwundenen Druiden Amnesix und der Diebstahl der römischen Goldreserven, das sind die drei Abenteuer, die der blitzgescheite Idefix und seine Freunde im nunmehr siebten Band der Comic-Serie bestehen müssen.

Obwohl die tierischen "Unbeugsamen" eher mit Köpfchen und Samtpfoten vorgehen, gehört auch regelmäßig eine ordentliche Portion "Römer-Hauerei" einfach dazu.

Alle drei Geschichten sind sehr witzig und humorvoll geschrieben, man findet sich im Asterix-Universum sofort sicher zurecht. Die Handlung ist durchgehend spannend, so dass man unbedingt bis zum Ende der Erzählung gerne dabei bleibt. Die Zeichnungen von P. Fenech tragen zum guten Gesamteindruck bei, sind gewohnt detailliert und farbenfroh.

Sehr unterhaltsam für alle großen und kleinen Asterix-Liebhaber ab 8 Jahren.

"Die spinnen, die Hunde."

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Überzeugend unterhaltsam

Ab ins All!
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"Eigentlich sollte unser Universum gar nicht existieren."

Ich interessiere ich mich schon seit jeher für Raumfahrt, Raumfahrttechnik und die Physik dahinter; gehöre ich doch der Generation an, die die ...


"Eigentlich sollte unser Universum gar nicht existieren."

Ich interessiere ich mich schon seit jeher für Raumfahrt, Raumfahrttechnik und die Physik dahinter; gehöre ich doch der Generation an, die die Ära der Mondlandungen noch live miterleben durfte.

Ich habe bereits viele Sachbücher zu diesem Thema gelesen: "Ab ins All" ist anders. Anne-Dorette Ziems gelingt es hervorragend, Raumfahrtwissen in einer sehr modernen und frischen Form zu präsentieren. Die optische Gestaltung des Buches trifft allerdings nicht immer meinen persönlichen Geschmack; bezüglich der Darstellung von Planeten mit Smiley-Gesichtern kann man sicherlich geteilter Meinung sein.

Die Autorin beschreibt sehr komplexe Themen in einer laienverständlichen und leichten Sprache. Ich bin erstaunt, wieviele brandaktuelle Studien, sowie auch laufende Forschungsprojekte sie zusammengetragen hat, um daraus konkrete Gedankenspiele abzuleiten.

"Ab ins All " ist ein kurzweiliges und unterhaltsames Sachbuch über die Raumfahrt und gibt Antworten auf die Frage, wie Reisen zu anderen Planeten realisiert werden können.
Gelungen. Lesenswert.

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Anspruchsvoll

Die Lungenschwimmprobe
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"Geht es euch auch so, dass, wenn einem das Leben zusetzt, das größte Glück darin besteht, ein Buch in Händen zu halten?"

Die Lungenschwimmprobe ist ein forensisches Verfahren, das überprüft, ob die ...


"Geht es euch auch so, dass, wenn einem das Leben zusetzt, das größte Glück darin besteht, ein Buch in Händen zu halten?"

Die Lungenschwimmprobe ist ein forensisches Verfahren, das überprüft, ob die Lunge von Neugeborenen jemals geatmet hat oder nicht. Sie dient zur rechtsmedizinischen Überprüfung von Totgeburten.
Tore Renberg erzählt, die auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte eines Prozesses, in dem dieses innovative medizinische Experiment erstmals eine zentrale und entscheidende Rolle einnimmt.
Der sorgsam und fundiert recherchierte Fall der jungen Anna Voigt und ihres Anwalts Christian Thomasius.

Die barock deutsche Sprache, die die Übersetzerinnen gewählt haben, schafft es, ein Lebensgefühl widerzuspiegeln, das den Leser bildgewaltig in die dunkle Zeit zum Ende des 17. Jahrhunderts eintauchen lässt. Vielfach zweifelhafte moralisch ethische Wertvorstellungen inklusive.

Sprünge in der Zeitebene, sowohl in die Vergangenheit, als auch weit in eine Zeit nach dem eigentlichem Prozess und sogar bis in die Gegenwart, bieten eine allumfassende Darstellung der historischen Ereignisse.
Zudem werden die Sachverhalte aus den unterschiedlichsten Perspektiven der einzelnen, historisch belegten Protagonisten geschildert.
Das erscheint zunächst verwirrend und unübersichtlich, fügt sich dann aber nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.
Auch das Erzähltempo variiert ständig: dabei wechseln sich recht enervierend langatmige, beschreibende Passagen mit dann auch durchaus temporeichen, spannenden Abschnitten ab.

Eine Lehrstunde um das Leben, Denken und Handeln in der Zeit des Aufbruchs aus dem Mittelalter in die Neuzeit zu verstehen. Eine Reise in die Zeit nach dem 30jährigen Krieg, in die Mitte des 17. Jahrhunderts. Wir dürfen nicht weniger als die Geburtsstunde der modernen Gerichtsmedizin miterleben.

Nur wer ein gehöriges Maß Interesse sowohl an historischen Erzählungen als auch an medizinischen und gleichwohl an juristischen Sachverhalten mitbringt, kann mit der "Lungenschwimmprobe" etwas Außergewöhnliches erleben.

Dieser Roman ist alles andere als eine "leichte" Erzählung; tatsächlich ist es eine äußerst anspruchsvolle Lektüre, die handwerklich wirklich exzellent gelungen ist.

"Das Alte gegen das Neue. Darum geht es."

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Veröffentlicht am 16.10.2024

Mysteriös und hochspannend

Finster
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"Es geschah am helllichten Tag. Und wieder hat niemand etwas gesehen."

Zunächst vewirrt die Vielzahl an eingeführten Charakteren etwas, doch nach und nach findet man sich immer besser in Katzenbrunn, ...


"Es geschah am helllichten Tag. Und wieder hat niemand etwas gesehen."

Zunächst vewirrt die Vielzahl an eingeführten Charakteren etwas, doch nach und nach findet man sich immer besser in Katzenbrunn, einem knapp fünfzig Einwohner zählenden Dorf im Odenwald zurecht. Die Geschichte selbst spielt im Jahr 1986, es ist die Zeit von Asbach Uralt, Katzenzungen und Weinbrandbohnen.

Wir begleiten Kommissar a.D. Hans J. Stahl auf seine letzte große Suche. Er will den geheimnisvollen "Greifer" stellen, und damit das Geheimnis um mehrere spurlos verschwundene Kinder lösen.
Auf seinem Ermittlungsweg treffen wir auf viele, sehr skurille und zwielichtige Gestalten wie den verwirrten Schugge, Oskar und seine alkoholkranke Mutter Anneliese, den Pfarrer Kaltbach, den Leiter der psychiatrischen Waldfrieden-Klink Dr. Krumbiegel, dann Schwester Annegret und noch viele andere mehr.

Die zahlreichen, und gleichzeitig auch extrem kurzen Kapitel, die jeweils aus der Sicht verschiedener Protagonisten geschrieben sind, leiten zügig und abwechslungsreich durch die überaus spannende Erzählung.

Der außergewöhnliche Sprachstil war anfänglich für mich irgendwie etwas gewöhnungsbedürftig, schnell kann man sich dann aber doch "einlesen" und wohlfühlen.

Immer wieder werden Begegnungen zunächst aus der Sicht der einen, und unmittelbar darauf aus der Sichtweise und Wahrnehmung der zweiten Person geschildert. Das wirkt sehr gelungen und lässt den Leser tief in das Geschehen eintauchen.

Jeder beobachtet jeden: Katzenbrunn ist ein Dorf voller Misstrauen, Neid und Missgunst. Und wirklich alle Einwohner haben etwas zu verbergen und hüten mindestens ein düsteres Geheimnis.

Fazit:
Interessant anders und durchgängig unterhaltsam spannend. Der Thriller hat mich mit überraschenden Ereignissen positiv beeindruckt.

Ich weiß jetzt endlich, wer der "Greifer" ist und kann jedem nur empfehlen, dies selbst auch herauszufinden.
Unbedingt Lesen!

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Hatte mehr erwartet

Als wir nach den Sternen griffen
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"Im östlichen Teil Deutschlands gingen Dinge vor sich, von denen man vor wenigen Jahren noch nicht zu träumen gewagt hätte."

Deutschland im Wendejahr 1989.
Kurz vor dem Fall der Mauer flüchten einige ...


"Im östlichen Teil Deutschlands gingen Dinge vor sich, von denen man vor wenigen Jahren noch nicht zu träumen gewagt hätte."

Deutschland im Wendejahr 1989.
Kurz vor dem Fall der Mauer flüchten einige ausreisewillige DDR-Bürger auf das Grundstück der bundesdeutschen Botschaft in Prag und hoffen, damit ihre Ausreise in den Westen zu erzwingen. Unter ihnen sind auch Tobias und seine kleine Tochter Jasmin.

Leider wird, meiner Meinung nach, im Klappentext auf dem Buchrücken bereits viel zu viel von der Geschichte vorweggenommen, man erfährt hier schon Einzelheiten, die erst im letzten Drittel des Buches relevant werden!! Warum spoilert der Verlag oder die Autorin hier so immens? Das hat mir gar nicht gefallen...

Ebenso hatte ich mir wesentlich mehr sorgfältig recherchierte und fundierte Fakten sowie ein packend erzähltes Stück deutscher Zeitgeschichte erhofft.

Leider ist sogar das berühmte Willy Brandt Zitat "Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört" zeitlich falsch eingeordnet. Brandt hat diesen Satz eben nicht am 03. Oktober 1990 sondern schon am 10. November 1989 ausgesprochen.

Auch von der knisternden Atmosphäre und den zwischenmenschlichen Spannungen, die zwangsläufig bei derart vielen Personen auf engstem Raum auftreten müssen, ist im Roman kaum etwas zu spüren. Der von Theresa Herold einfach gehaltene Schreibstil ermöglicht es, sehr schnell durch die einzelnen Kapitel des Buches zu fliegen.

"Als wir nach den Sternen griffen" ist eine leichte und gefühlvoll erzählte Liebesromanze vor historischem Hintergrund. Leider nicht mehr.

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