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Veröffentlicht am 15.01.2026

Zwölf historische Rätsel

Mystery mit Miss History
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Miss History á la Melina Hoischen ist eine Geschichtsinfluencerin, die auf den sozialen Medien über historische Ereignisse aufklärt. Ich gebe zu, dass ich sie vor dem Lesen des Buches nicht kannte, aber ...

Miss History á la Melina Hoischen ist eine Geschichtsinfluencerin, die auf den sozialen Medien über historische Ereignisse aufklärt. Ich gebe zu, dass ich sie vor dem Lesen des Buches nicht kannte, aber das macht ja nichts.

In ihrem Buch stellt sie jedenfalls zwölf verschiedene historische Personen, Ereignisse oder Plätze vor und erklärt dazu etwas. Das sind unter anderem Dorothy Eady, Kaspar Hauser, verschwundene Atomwaffen, das verschwundene Flugzeug MH370, die Frage, ob es die Päpstin Johanna wirklich gegeben hat, welchen Zweck die Moai-Statuen auf den Osterinseln erfüllen, den Tod von König Ludwig II. und einiges mehr. Sie bereitet das alles auch wirklich flüssig und leichthin aus, sodass es Spaß macht zu lesen. Das Einzige, was ich ein wenig kritisieren möchte, ist, dass es - zumindest für mich - abgesehen von Dorothy Eady absolut keine neuen Rätsel der Menschheit waren.

Ich hatte eher gehofft, auf wirklich relativ unbekannte Rätsel zu stoßen, die nicht schon während der Sommerlochzeit von diversen Medien jährlich erwähnt werden. Dass es natürlich auch bei Misss History keine wirkliche Lösung der "Fälle" gibt, ist andererseits völlig klar. Ich hoffe jedenfalls, dass sie daraus eine Buchreihe macht und wir dann auf unbekanntere, rätselhaftere Ereignisse oder Personen stoßen.

Veröffentlicht am 13.01.2026

Mängelexemplar

Bite the Bride (Darkthorn Archives 1)
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Wir schreiben das Jahr 1925. Kat Campbell ist eine der wenigen rein menschlichen, unmagischen Studentinnen an der Universität, an der sie trotzdem ein paar Kurse bezüglich Magie belegt. Sie hat einen Plan. ...

Wir schreiben das Jahr 1925. Kat Campbell ist eine der wenigen rein menschlichen, unmagischen Studentinnen an der Universität, an der sie trotzdem ein paar Kurse bezüglich Magie belegt. Sie hat einen Plan. Um ihrer Freundin Lily, die ihretwegen ihre Magie verlor und im Gesicht verstümmelt wurde, wieder die Magie zurückzubringen, braucht sie ein geheimes Zauberbuch, das sich tief im Inneren der magischen Bibliothek des Campus' befindet. Bei dem Versuch, es zu stehlen, wird sie von dem Chefbibliothekar Ethan Hawthorne erwischt. Die beiden hassen sich, weil er ihr nie ohne Kampf die Bücher überlässt, die sie zum Studieren braucht. Doch jetzt müssen sie eine Fake-Ehe eingehen, oder Kat wird sterben. Doch es gibt jetzt auch noch andere Mächte, die auf Kat aufmerksam geworden sind und ihr schaden wollen ...

Ich hatte mich wirklich drauf gefreut. Die Flapperjahre, magische Universität, Vampire, Werwölfe, Hexen, witzige Schlagabtausche zwischen zwei Leuten, die gezwungen sind, zusammenzuarbeiten - was sollte da schon schiefgehen? Einfache Antwort: fast alles.

Das Positive zuerst: Es werden ein paar feministische Dinge angesprochen. Es scheint auf den ersten Blick, dass Kat feministisch ist und Aufklärungsartikel für eine Zeitung schreibt. Denkt man erstmal: cool! Wäre es auch, wenn Kat wirklich Feministin wäre. Aber das ist sie nicht. Wie die ihre Freundinnen behandelt, die sich wirklich ein Bein ausreißen, um sie einzubeziehen und ihr entgegenzukommen, ist echt unmöglich. Ihre Gedanken, was diese drei angeht, haben mich regelrecht abgestoßen. Dazu kommt, dass Kat ungefähr den IQ eines orangenen Kürbiskopfes hat. Sie denkt nie nach, lässt sich jeden Quatsch erzählen und reißt dadurch andere mit in die Gefahr. Dennoch sind immer alle so: Oh, Kat, du bist sooooo brillant!

Was Ethan angeht: Der Typ ist über 150 Jahre alt und hat quasi kaum Selbstbeherrschung. Sobald er sie sieht, will er sie knallen. Allgemein scheint zwischen den beiden nur wenig sexuelle Zurückhaltung möglich zu sein; sobald der ein oder die andere vorbeigeht, gehen beide steil, als hätte man ihnen jeden Abend irgendwelche luststeigernden Nahrungsmittel wie Gänsen gewaltsam in den Schlund gestopft. Darin besteht übrigens auch die "Lovestory". Gegenseitiges mentales Ansabbern. Jetzt habe ich nichts gegen gesunde Sexualität und Spaß im Bett (oder auf der Couch, dem Stuhl, dem Teppich oder sonstwo). Wenn ich allerdings jemanden nicht ausstehen könnte, würde meine Libido eher nicht Lambada tanzen. Davon abgesehen hätte ich Ethan irgendwann im Schlaf die Hand abgehackt wegen seiner unangenehmen Angewohnheit, jedes Mal die Frau an der Kehle zu packen.

Es gibt dann noch ein paar Ungereimtheiten (warum und vor allem wie geben die Leute, die gewandelt werden, ihre Magie ab?) und eine Art göttlicher (oder eher dämonischer) Hilfe, die dafür sorgt, dass alles Friede-Freude-Eierkuchen endet und das, wo man so viel Spannung hätte aufbauen können. Es gab so konkrete Drohungen, da hätte man mehrmals etwas draus machen können, aber es schien wichtiger, endlos dasselbe zu wiederholen. In Kats Fall: Hach, ich bin ja nur eine menschliche Frau ohne Magie, ein Mängelexemplar. Und Ethan: Hach, ich habe eh kein Glück verdient. Man hätte jedenfalls locker 200 Seiten ohne Informationsverlust streichen können. Alles in allem hat man mit diesem Buch echt unfassbar viel Potenzial völlig verschwendet.

Veröffentlicht am 06.01.2026

Killmarth

The Ordeals
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Sophia DeWinter hat nur eine Chance, ihrem Arbeitgeber, dem geheimnisvollen Sammler, an den sie magisch gebunden ist, zu entkommen. Sie muss es zu den Ordeals der Killmarth Academy schaffen. Mit viel Glück, ...

Sophia DeWinter hat nur eine Chance, ihrem Arbeitgeber, dem geheimnisvollen Sammler, an den sie magisch gebunden ist, zu entkommen. Sie muss es zu den Ordeals der Killmarth Academy schaffen. Mit viel Glück, etwas Trickserei und ihrer Fähigkeit, Illusionen zu erzeugen, gelingt ihr das auch. Was ihr nicht bewusst war: Die Ordeals sind magische Prüfungen auf Leben und Tod und von den etwa 50 Hoffnungsvollen, die Studierende werden möchten, werden es nur 20 schaffen, aufgenommen zu werden. Eigentlich soll jeder für sich kämpfen, doch Sophia schließt bald Bündnisse und sie verliebt sich in Alden Locke, ihren Konkurrenten. Doch gefährlicher noch als die Liebe und die Prüfungen sind gefährliche Wesen, die Jagd auf alle Magiebegabten machen ...

Ich habe das Buch wirklich gern gelesen. Der Schreibstil nimmt gleich gefangen, die Ideen sind mega, die Charaktere ansprechend. Die Ordeals - so eine Art Hungergames auf Hochschulniveau - waren gefährlich und fingernägelgefährdend. Ich mochte auch die Charakterisierung der vorkommenden Leute und dass Alden eine echte green flag ist. Was ich jetzt so im Nachhinein, nachdem ich die Ereignisse kenne, nicht so nachvollziehen kann, ist allgemein die Todesgefahr, der die Möchtegernstudierenden ausgesetzt werden. Warum die Leute töten? Man könnte sie bei der Gefahr, die den Magiebegabten droht, trotz allem noch irgendwo einsetzen - und wenn es nur als Kanonenfutter ist. Ich empfinde das als Verschwendung von Leben, Magie und Intelligenz. Auch dass sich scheinbar von Seiten des Lehrkörpers niemand um den Mörder auf dem Campus kümmerte, scheint mir unlogisch. Trotzdem hat das Buch Spaß gemacht und war ein mega Einstieg ins Lesejahr 2026 und ich bin gespannt, wie sich der 2. Band entwickeln wird.

Veröffentlicht am 31.12.2025

Unburnt Islands

All We Lost Was Everything – Deine Liebe brennt wie Feuer
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River hat es nicht einfach. Ihre Mutter ist verschwunden, ihr Vater bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen; sie hat nur knapp überlebt. Sie eröffnet ein Spendenkonto, um wenigstens die Begräbniskosten ...

River hat es nicht einfach. Ihre Mutter ist verschwunden, ihr Vater bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen; sie hat nur knapp überlebt. Sie eröffnet ein Spendenkonto, um wenigstens die Begräbniskosten ihres Vaters bezahlen zu können - und plötzlich bekommt sie von einem anonymen Spender 2 Millionen Dollar. Sie könnte also reich sein, entschließt sich aber, das Geld nicht anzunehmen, sondern herauszufinden, von wem es kommt. Auf ihrer Suche kommt sie noch anderen Geheimnissen auf die Spur - ganz besonders dem ihrer Familie. Und dann ist da noch ihr Arbeitskollege Logan, in den sie sich verliebt, der ihr aber auch etwas vorenthält ...

Was ich mochte, war das Zusammenspiel aller Charaktere. Dass River nahe am Wasser gebaut ist, ist bei dem, was sie erlebt hat, klar. Und obwohl die Jungs - sowohl Logan als auch ihr Ex - Sch... gebaut haben, sind sie im Dialog mit ihr immer absolute green flags, die nicht mansplainen oder sie wie Dreck behandeln, sondern auf Augenhöhe. (Schlimm genug, dass ich das, was Standard sein sollte, als Pluspunkt hervorheben muss, aber so ist es.) Allerdings war die Geschichte auch sehr langatmig, es wiederholte sich vieles, einiges war vorhersehbar und mir persönlich gab es zu viel Spice, wobei es da zwar nicht hardcore zur Sache ging, aber die Handlung jetzt auch nicht unbedingt vorantrieb. Wieso die Person, die da die 2 Millionen überwiesen hat (und auch an anderer Stelle schon mal Millionen zahlen musste) überhaupt so mit dem Geld umherwerfen konnte, war mir auch nicht ganz klar. Ja, diese Personen verdienen schon echt gut, aber dass denen ein paar Millionen nicht wehtun, würde mich jetzt auch wundern. Das Buch hat damit einiges richtig gemacht, anderes jedoch war mir zu unlogisch.

Veröffentlicht am 29.12.2025

Der Ritter, der Schurke und der Spion

Baskerville Hall – Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente. Teil 2: Das Zeichen der Fünf
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Nach den abenteuerlichen Erlebnissen der ersten Zeit in Baskerville Hall und den Weihnachtsferien, die er zuhause verbracht hat, kehrt Arthur zurück in das geheimnisvolle Internat. Er freut sich schon ...

Nach den abenteuerlichen Erlebnissen der ersten Zeit in Baskerville Hall und den Weihnachtsferien, die er zuhause verbracht hat, kehrt Arthur zurück in das geheimnisvolle Internat. Er freut sich schon sehr auf seine neuen Freunde, doch seine Freude wird schnell getrübt. Ein Ideenwettbewerb wird ausgerufen und jeder ist mit seinen Ideen beschäftigt. Sebastian Moran und das Kleeblatt scheint unterdessen schon wieder etwas zu planen. Und dann fallen die Professoren Holmes, Fox und Challenger in ein Koma - jemand versucht, ausgerechnet sie auszuschalten. Hat es noch immer etwas mit Grey und ihren Erfindungen zu tun? Arthur muss seine Freunde wieder zusammenhalten, um dieses Rätsel zu lösen.

Ich habe mich genauso wie Arthur darauf gefreut, nach Baskerville Hall zurückzukehren und der Sprecher hat auch wieder einen wirklich tollen Job erledigt. Unaufgeregt, ohne Übertreibung, aber dennoch gut charakterisiert er die Freunde und die auftretenden Personen. Allerdings muss ich sagen, dass ich die Geschichte dieses Mal nicht ganz so gut fand wie in Teil 1. Obwohl es anders dargestellt wird, hat mir Arthur immer viel zu lange gebraucht, bis er die Details zusammengefügt hat und auch Holmes kam ziemlich schlecht weg. Ich weigere mich zu glauben, dass er - gerade im Begriff, ohnmächtig zu werden - erstmal anfängt, Bildchen zu malen anstatt einen vernünftigen Hinweis zu hinterlassen. Und auch wenn ich weiß, dass der echte Conan Doyle ein Fan von Okkultismus und Geisterbeschwörung war, finde ich es nicht gut, dass viele Hinweise aus der Geisterwelt kamen, ohne einen realistischen Hintergrund zu erhalten. Auch das Nachwort war ärgerlich. Wieso konnte man nicht, gerade in Bezug darauf, dass es sich um ein Kinder/Jugendbuch handelt, dort darauf hinweisen, dass der Glaube an Geister eben nur das ist: ein Glaube?! Auch die Behauptung im Nachwort, mit "Die verlorene Welt" hätte Conan Doyle den ersten Science Fiction geschrieben, ist einfach falsch. Weitaus früher gab es "Frankenstein" (1818), aber klar, lassen wir wie üblich die Frauen unter den Tisch fallen. So habe ich zwar das Buch an und für sich gemocht und ich möchte auf jeden Fall Band 3 ebenfalls genießen, aber ich hoffe, dort kehrt die Autorin wieder zurück zu dem, was dem Erfinder von Sherlock Holmes am besten zu Gesicht steht: Abenteuer, Wahrheit und Logik.