Coal und Hex
The Nightmare Before KissmasAngenommen, die Feiertage wären Royals und sie stünden in einem extremen Konkurrenzkampf zueinander? Willkommen bei "The Nightmare before Kissmas". Nicholas, genannt Coal, ist der Prinz von Weihnachten. ...
Angenommen, die Feiertage wären Royals und sie stünden in einem extremen Konkurrenzkampf zueinander? Willkommen bei "The Nightmare before Kissmas". Nicholas, genannt Coal, ist der Prinz von Weihnachten. Sein Vater ist - man kann es nicht anders sagen - ein Tyrann. Nach außen hin der joviale, freundliche Santa, ist er hinter den Kulissen ein knallharter Geschäftsmann, der eben dieses Weihnachtsgeschäft mit eiserner Hand führt. Coal und sein wenig jüngerer Bruder Kristopher stehen unter seiner Fuchtel und müssen tun, was er verlangt. Jetzt eben verlangt Santa, dass Coal die Prinzessin Iris von Ostern heiratet, um ihre Imperien zu vereinen. Doch dann kommt der Prinz von Halloween als Konkurrent um Iris' Hand - und was passiert eigentlich, wenn sich die beiden Konkurrenten ineinander verlieben?
Ich mochte die Ausgangslage sehr. Und um ehrlich zu sein, waren mir die meisten Charaktere wirklich sympathisch, besonders Kristopher und Iris, Bruder und beste Freundin von Coal. Doch auch Hex war nicht uninteressant und ich mochte ihn. Mit Coal selbst bin ich nicht unbedingt warm geworden. Ich mochte, dass er eine Green Flag in einer Beziehung war, aber seine ständige Unentschlossenheit ging mir sauber auf den Keks. Dazu kommt, dass sich genau daraus endlose Gedankenkarussells entwickelt haben. Aber die spicy Szenen waren wirklich geschmack- und gefühlvoll beschrieben, auch wenn sie meinetwegen gern weniger Platz hätten einnehmen dürfen. So hätte ich insgesamt dem Buch vier Punkte verliehen, allerdings gab es einen riesigen Mangel, den ich hier ansprechen möchte, und der dafür sorgt, dass es am Ende doch nur 3 werden: Die ganze Zeit wurde für das A...lochverhalten des Vaters immer die Mutter der Jungs verantwortlich gemacht. Da gab es von Coals Seite aus keine Reflektion, keinerlei Erkenntnis, dass es die Entscheidung des Vaters war, sich wie ein Tyrann aufzuführen. Ja, die Frau hat Santa und die Jungs verlassen, aber es ist dann SEINE Entscheidung gewesen, sich wie ein Drecksack aufzuführen, nichts, was ihre Schuld wäre. Das geht schon so stark ins Misogyne, dass ich da nicht drüber hinwegsehen kann und will.