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Veröffentlicht am 06.05.2026

Enorm spannende Fortsetzung der Dilogie

A Psalm of Storms and Silence. Die Magie von Solstasia
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Inhalt:
»Die Geschichte ist noch nicht vorbei. Wir werden uns wiedersehen.«

Karina hat alles verloren, nachdem ein gewaltsamer Staatsstreich sie ohne ihr Königreich und ihren Thron zurückließ. Jetzt ist ...

Inhalt:
»Die Geschichte ist noch nicht vorbei. Wir werden uns wiedersehen.«

Karina hat alles verloren, nachdem ein gewaltsamer Staatsstreich sie ohne ihr Königreich und ihren Thron zurückließ. Jetzt ist sie die meistgesuchte Person in Sonande. Ihre einzige Hoffnung, das zurückzuholen, was ihr rechtmäßig zusteht, liegt in einer göttlichen Macht, verschollen in der Stadt ihrer Vorfahren.

Malik findet Zuflucht im Palast Zirans und zum ersten Mal so etwas wie einen Bruder. Doch die Welt versinkt im Chaos, und nur Karina kann das Gleichgewicht wiederherstellen.

Als die Magie, die das Reich Sonande zusammenhält, zu zerreißen droht, stehen sich Malik und Karina erneut gegenüber. Aber wie kann man das Vertrauen von jemandem zurückgewinnen, den man einst töten wollte?

Meine Meinung:
"A Psalm of Storms and Silence. Die Magie von Solstasia" ist eine unfassbar spannende Fortsetzung, die einen in den Bann zieht und nicht mehr loslässt.

Das Cover des Buches ist wunderschön gestaltet. Man sieht dort Malik. Die Schrift ist erhoben, sodass man sie schön spüren kann. Auf der Rückseite des Buches ist Karina mit ihrem silbernen Haar. Sie wirkt sehr edel und strahlt Anmut aus.

Sehr gut gefällt mir auch der Buchschnitt. Die gelb-goldenen Muster auf dem roten Hintergrund sind ein richtiger Hingucker und passen perfekt zu dem ersten Band der Dilogie.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir in diesem Band sehr schnell gelungen. Obwohl ich den ersten Band vor mittlerweile schon vier Jahren gelesen habe, war ich direkt wieder mittendrin in Solstasia und in der Geschichte.
Es war wie nach Hause kommen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Malik (ungerade Kapitel) und Karina (gerade Kapitel) erzählt. Hierbei ist zu Beginn der Kapitel auch jeweils ein anderes Muster vorhanden. Die Gestaltung ist somit sehr ansprechend. Es gibt eine Ausnahme, denn es kommt gegen Ende ein gemeinsames Kapitel vor, bei dem sich auch das Muster ändert.
Mir gefällt diese Erzählweise sehr gut. So bekommt man zum einen mit, was im Palast diesmal bei Malik, Farid und Hanane passiert, und zum anderen auch, was Karina alles durchmachen muss, während sie auf der Flucht ist und versucht, das Königreich zu retten.
Das führt dazu, dass man mit beiden Protagonisten mitfühlen kann und mitfiebert. Man hat hier einen richtigen Konflikt und weiß natürlich mehr als die beiden selbst.

Beide Figuren machen große Entwicklungen durch. Vor allem Karinas Entwicklung gefällt mir sehr gut. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Gefühle, Gedanken und Handlungen werden sehr deutlich und nachvollziehbar dargelegt.

Die Welt, die hier geschildert wird, ist super spannend und aufregend. Ich habe mich von der ersten Sekunde an mitten drin gefühlt und mich vollkommen von diesem Buch abholen und einwickeln lassen.
Die Autorin schafft es, dass man sich alles genau vorstellen kann: Die Schauplätze, das Aussehen der Figuren, aber auch die Charaktereigenschaften kommen gut rüber.
Hierbei ist der Schreibstil sehr angenehm und flüssig zu lesen.

Das ganze Buch glüht nur so vor Spannung und man fragt sich die ganze Zeit, wem man trauen kann und wem nicht, wer spielt ein falsches Spiel, wer intrigiert. Und dann wartet man nur darauf, dass der Funke sich zu einer Feuerbrunst entfacht.
Manche Erwartungen wurden bestätigt und haben sich genauso entwickelt, wie ich es erwartet und erhofft habe, andere Dinge haben mich überrascht.
Die ganze Zeit fiebert man mit den beiden mit und ich war mehr als einmal entsetzt, wie sich das zwischen den beiden entwickelt, und wollte dennoch nie die Hoffnung aufgeben. Ob am Ende alles gut für sie ausgeht und das Königreich gerettet werden kann?
Gegen Ende spitzt sich alles zu und die Ereignisse überschlagen sich. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Fazit:
Diese Fortsetzung der Dilogie hat mir unfassbar gut gefallen. Ich finde die Geschichten der Autorin enorm spannend und würde mich freuen, wenn es noch mehr Bücher mit dieser Thematik geben würde.
"A Psalm of Storms and Silence. Die Magie von Solstasia" kann ich auf alle Fälle weiterempfehlen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2026

Ein besonders spannender Band der Provinzkrimi-Reihe

Prost, auf die Fischer
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Inhalt:
»Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.«

Diese Überzeugung äußerte Harald Lorenz oft, wenn er frühmorgens auf den Chiemsee hinausfuhr, um seine Netze auszuwerfen. Nie hätte der Fischer gedacht, ...

Inhalt:
»Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.«

Diese Überzeugung äußerte Harald Lorenz oft, wenn er frühmorgens auf den Chiemsee hinausfuhr, um seine Netze auszuwerfen. Nie hätte der Fischer gedacht, dass er eines Tages selbst im benachbarten Frillensee in einem dieser Netze enden würde. Auch Hauptkommissar Tischler und die gesamte Brunngrieser Dienststelle hätten ihren Betriebsausflug lieber anders als mit dieser unliebsamen Entdeckung verbracht.

Erste Untersuchungen bringen ans Licht, dass Lorenz bei den anderen Fischern nicht gern gesehen war. Als Tischler noch tiefer in die Vergangenheit des Toten eintaucht, stellt sich immer mehr heraus, dass er zu Lebzeiten auch an Land mächtig für Ärger sorgte.

Wer also hat an diesem Tag auf einen guten Fang verzichtet, um Harald Lorenz für immer auf dem Seegrund zu versenken?

Meine Meinung:
"Prost, auf die Fischer" von Friedrich Kalpenstein ist der mittlerweile schon zwölfte Band und eine sehr spannende sowie amüsante Fortsetzung seiner Provinzkrimi-Reihe.
Ich habe bisher jedes Buch des Autors gelesen und bin besonders von seiner humorvollen Herbert-Reihe und der neuen Gardasee-Krimireihe begeistert. Nachdem schon die ersten elf Bände der Provinzkrimi-Reihe mich überzeugen konnten, war ich sehr gespannt, ob auch der zwölfte wieder einmal mithalten kann und ob ich dem Täter auf die Schliche kommen kann. Mal klappt das und mal tappe ich nahezu im Dunkeln.

Der Schreibstil ist, wie man es von Kalpenstein gewohnt ist, sehr angenehm, denn er ist flüssig und leicht zu lesen.
Die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen.
Ich habe das Buch als Buddyread mit einer Freundin zusammen gelesen. Für das Rätseln zu zweit ist dieses Buch bestens geeignet.

Ich war von der ersten Seite an mittendrin im Geschehen und habe gerätselt, wer hinter dem Mord stecken könnte.
In diesem Band gab es sehr viele Personen, die ein Motiv gehabt hätten. Jedoch sind meine Verdächtigungen sehr schnell in eine Richtung gegangen, die ich mir erhofft hatte. Denn diese Konstellation hatte keine offensichtlichen Motive, aber es wäre eine Möglichkeit gewesen, die den Leser besonders hätte überraschen können.
Dennoch sind meine Gedanken immer wieder mal zwischendurch hin und her gegangen: Waren es die anderen Fischer? War es seine Partnerin? War es jemand aus seiner Reiterhofvergangenheit? Alles wäre möglich gewesen, denn es gab reichlich falsche Fährten – oder auch ein paar richtige. Erst im letzten Viertel des Buches habe ich mal überlegt, ob es diese Person hätte sein können.
Für mich war die Auflösung diesmal also sehr überraschend. Auf das Motiv und die ganzen Hintergründe wäre ich so aber nicht gekommen.

Auch der Humor bleibt in diesem Krimi nicht auf der Strecke. Immer wieder gibt es amüsante Szenen, die einen schmunzeln lassen und für kleine Erheiterungen sorgen. Besonders die Kommunikation zwischen Tischler und Fink ist immer wieder sehr amüsant und sorgt für einige Lacher. Gut gefallen mir hierbei auch die Gespräche mit den anderen Personen aus dem Team.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Von Tischler und Fink bekommt man einen sehr guten Eindruck. Man kann sie sich charakterlich ganz genau vorstellen und beide sind sympathisch. Auch in das Privatleben der beiden bekommt man gelegentlich einige Einblicke und auch die Dackeldame Resi spielt erneut eine kleine Rolle.

Sehr gut hat mir auch gefallen, wie die Geschichte mit Tereza, Nori und Steiner weitergeht. Die drei haben in diesem Band wieder einmal eine große Rolle gespielt. Das fand ich besonders spannend.
Es gibt so viele Intrigen in Brunngries. Da bin ich echt gespannt, was der nächste Band bereithält.

Fazit:
Für mich war dieser Krimi eine gelungene Mischung aus Spannung bis zur letzten Seite, Humor und bayerischer Schein-Idylle. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band dieser Reihe und kann das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2026

Eine gute Fortsetzung der Gardasee-Krimireihe

Salute - Das letzte Gebet
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Inhalt:
Der dritte Teil der Gardasee-Krimireihe von Bestseller-Autor Friedrich Kalpenstein

»Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen!«

Als Immacolata morgens in Bardolino die Kirche aufschließen ...

Inhalt:
Der dritte Teil der Gardasee-Krimireihe von Bestseller-Autor Friedrich Kalpenstein

»Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen!«

Als Immacolata morgens in Bardolino die Kirche aufschließen möchte, bemerkt sie, dass die Tür aufgebrochen wurde. Im Inneren des Gotteshauses entdeckt sie einen jungen Mann tot am Weihwasserbecken. In seinem Mund findet die Spurensicherung ein paar Seiten aus dem Gesangbuch. Etwa ein Zeichen?

Commissario Lanza nimmt die Ermittlungen auf. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem jungen Mann um Marcello Ferretti, der aus gutem Grund an den Lago di Garda gereist war, denn seine Erfindung könnte sich positiv auf die Wasserqualität des Sees auswirken. Lanza erkennt schnell, dass er mit seiner Innovation polarisiert.

Ferretti war kein gläubiger Mensch. Was also hatte er in der Kirche zu suchen? War es Zufall oder warum musste er dort sein Ende finden?

Meine Meinung:
"Salute - Das letzte Gebet" von Friedrich Kalpenstein ist eine spannende und humorvolle Fortsetzung der Gardasee-Krimireihe.
Ich habe bisher fast jedes Buch des Autors gelesen und war sehr gespannt, ob mich auch die Fortsetzung der neuen Reihe wieder genauso überzeugen kann. Ich wurde auf alle Fälle von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhalten und gefesselt.

Der Schreibstil ist, wie man es von Kalpenstein gewohnt ist, sehr angenehm, denn er ist flüssig und leicht zu lesen.
Die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen.

Das Buch spielt hauptsächlich in Bardolino am Gardasee. Mir hat dieser Schauplatz sehr gut gefallen. Alles ist so wundervoll beschrieben und strahlt einen herrlichen Charme aus, dass man sich direkt ins schöne Bella Italia versetzt fühlt und Fernweh bekommt. Das Café von Paul Zeitler, der von den Italienern Paolo genannt wird, ein italienisches Restaurant, eine Boutique und ein Bäcker, der die tollsten Köstlichkeiten vorbeibringt, sorgen dafür, dass man ganz schnell nach Italien reisen möchte (,was ich letztes Jahr dann auch direkt gemacht habe). Ich konnte mir alles ganz genau vorstellen.

In diesem Band fand ich besonders schön, dass Zeitler immer mehr ein Teil der Gemeinschaft wird. Sei es durch die italienischen Wörter, die er immer besser versteht, oder durch das Verhalten der Einheimischen, die ihm immer mehr Vertrauen entgegenbringen: Es war auf jeden Fall eine schöne Entwicklung.

Was mir besser gefallen hat als im ersten Band, war, dass man wie auch schon in Band 2 zwar wieder viel Zeit an Zeitlers Seite verbringt, aber diesmal auch Lorenzo Lanza und seine Ermittlungen noch mehr in den Vordergrund rücken. Es ist sehr ausgewogen und man bekommt von beiden Seiten richtig viel mit.

Es gibt noch weitere Figuren wie die Journalistin Antonia Romana, den Restaurantbesitzer Alessandro Burati, die Boutique-Inhaberin Lisa mit ihrer Hündin Principessa sowie den Konditormeister Manuel Leone, die immer wieder auftauchen und bei denen ich gespannt bin, wie es sich mit ihnen weiterentwickelt.

Ich war von der ersten Seite an mittendrin im Geschehen und habe gerätselt, wer hinter dem Mord stecken könnte.
Auch diesmal bin ich dem Täter wieder direkt auf die Schliche gekommen.
Ab dem ersten Auftauchen einer bestimmten Person, hatte ich einen bestimmten Verdacht und mein Fokus blieb die ganze Zeit darauf. Mein Gespür war sehr gut, denn ich lag in vielerlei Hinsicht goldrichtig. Dennoch blieb es bis zum Ende spannend, da die Auflösung und vor allem die genauen Zusammenhänge erst am Ende aufgedeckt wurden und mich dort noch einiges überraschen konnte.
Zudem gab es zwischendrin noch mehrere Personen, die näher in den Verdächtigenkreis gerückt sind und die mich auf eine andere Fährte hätten locken können. Aber ich bin bei meinen Verdächtigungen eisern geblieben.

Auch der Humor bleibt in diesem Krimi nicht auf der Strecke. Immer wieder gibt es amüsante Szenen, die einen schmunzeln lassen und für kleine Erheiterungen sorgen.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Besonders von Zeitler, den Leuten um ihn herum und von Lanza bekommt man einen sehr guten Eindruck. Man kann sich Paul und Lorenzo ganz genau vorstellen und sie sind sehr sympathisch.

Ich bin vor allem auch gespannt, was noch für weitere Fälle auf die beiden warten werden.
Sehr gespannt bin ich auch auf die Weiterentwicklung all der Personen an diesem schönen Ort in Italien.

Fazit:
Für mich war dieser Gardasee-Krimi eine gelungene Mischung aus Spannung, Humor und Italien-Flair. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band dieser Reihe und kann das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen. Aber Achtung: Fernweh ist vorprogrammiert.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Gelungene und spannende Fortsetzung der historischen Trilogie

Schwestern im Geiste
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Inhalt:
Zwischen politischen Spannungen und der Ausbildung ihrer Schülerinnen kämpft Pauline für ihr Glück

Diedenhofen, 1911. Zwischen Pauline Martin und dem preußischen Hauptmann Erich hat sich eine ...

Inhalt:
Zwischen politischen Spannungen und der Ausbildung ihrer Schülerinnen kämpft Pauline für ihr Glück

Diedenhofen, 1911. Zwischen Pauline Martin und dem preußischen Hauptmann Erich hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Auch wenn Pauline sich manchmal nach mehr sehnt, ist eine Liebesbeziehung für sie als Lehrerin undenkbar. Noch stärker als zuvor konzentriert sie sich auf ihre Schützlinge und stellt eine zusätzliche Lehrkraft ein. Rhona O’Meally soll ihren Schülerinnen nicht nur die englische Sprache, sondern auch die irische Kultur näherbringen. Rhona sorgt für frischen Wind, hat jedoch ein gefährliches Geheimnis. Als es im Pensionat zu Diebstählen kommt und in Diedenhofen vermehrt antipreußische Schmierereien auftauchen, gerät Pauline selbst unter Verdacht. Die politischen Spannungen verhärten sich – in der Moselstadt und in ganz Europa –, und Pauline muss für ihre Zukunft kämpfen.

Meine Meinung:
"Schwestern im Geiste. Das Pensionat an der Mosel" von Marie Pierre ist eine gelungene und spannende Fortsetzung einer historischen Trilogie.
Das Cover versetzt einen schon in die passende Stimmung für diese Geschichte, denn das Buch spielt im Jahr 1910 im Reichsland Elsaß-Lothringen.

Man steigt sofort in die Geschichte ein und befindet sich direkt mitten im Geschehen, ohne große Worte vorneweg. Das gefällt mir sehr gut, denn man fühlt sich direkt wieder mittendrin und abgeholt.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Sprache passt gut in die damalige Zeit. Immer mal wieder sind kleine Wendungen auf Französisch mit eingebaut oder Sätze im Diedenhofener Platt. Das meiste davon kann man schon direkt beim Lesen durch den Zusammenhang verstehen oder es wird direkt erklärt, aber es gibt am Ende des Buches noch ein fremdsprachliches Glossar, in dem all die Wendungen aufgelistet und genau erläutert sind.

Die Figuren bringen eine große Vielfalt mit. Zum einen sind da die Schülerinnen, die sehr unterschiedlich sind und auch aus verschiedenen Gegenden kommen, zum anderen ist dort Pauline mit dem übrigen Lehrpersonal und den Hausangestellten. Des Weiteren gibt es den Hauptmann Pliesnitz sowie weitere Soldaten und Figuren. Das sorgt dafür, dass das Buch sehr abwechslungsreich ist und hier die verschiedensten Charaktere aufeinanderprallen. Konflikte und unterschiedliche Ansichten und Meinungen sind da vorprogrammiert.

Ich habe sehr mit Pauline mitgefiebert und fand besonders ihre Geschichte sehr interessant.
Für viel Spannung sorgen auch Rhona O'Meallys Handlungen und Geheimnisse, welche die eine oder andere Person verbirgt. Man ist durchgehend an das Buch gefesselt und kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es mit all den Figuren weitergeht.
Besonders Rhona fand ich als neue Figur sehr spannend.

Manche Entwicklungen habe ich vorausgeahnt, andere haben mich umso mehr überrascht. Das hat mir sehr gut gefallen.

Schön fand ich auch, dass die Handlung sich nicht die ganze Zeit nur im Pensionat abspielt, sondern dass hier viele verschiedene Schauplätze vorhanden sind, die einen guten Einblick in das Gebiet und die historischen Gegegebenheiten bieten.
Man merkt direkt beim Lesen, dass Marie Pierre sehr gut recherchiert hat. Dies wird auch deutlich, wenn man am Ende die Aufzählung der Personen liest, welche die Autorin wissenschaftlich beraten haben.

Am besten hat mir jedoch gefallen, wie manche Figuren sich weiterentwickeln und wie Pauline dafür sorgt, dass ihre Schülerinnen zu selbstbewussten und eigenständigen jungen Frauen heranwachsen.

Ich bin sehr gespannt auf den Abschluss der Trilogie und werde ihn sicher bald lesen.

Fazit:
Mir hat die Fortsetzung der historischen Trilogie von Marie Pierre sehr gut gefallen, da er historisch sehr gut recherchiert ist und mit vielen verschiedenen Figuren und tollen Schauplätzen dafür sorgt, dass die Spannung nie nachlässt. Man fühlt sich wohl zwischen all den Figuren und fiebert mit ihnen mit. Ich kann es kaum erwarten, den letzten Band der Reihe zu lesen.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Leider genauso schwach wie der erste Band

Bonds of Hercules
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Inhalt:
Alexis hat sich in Sparta den Ruf einer unbarmherzigen, gefährlichen Kriegerin erworben. Das verlockt nicht wenige Männer, ihr Glück bei Alexis zu versuchen.
Kharon und Augustus, die beiden düsteren ...

Inhalt:
Alexis hat sich in Sparta den Ruf einer unbarmherzigen, gefährlichen Kriegerin erworben. Das verlockt nicht wenige Männer, ihr Glück bei Alexis zu versuchen.
Kharon und Augustus, die beiden düsteren Götter der Unterwelt geben sich jede Mühe ihr zu gefallen. Doch auch Alexis attraktive Mentoren Achilles und Patro sind sich auf einmal sicher, dass sie und Alexis füreinander bestimmt sind. Es sieht so aus, als müsste zwischen den Göttern wählen - aber ist das wirklich eine gute Idee?

Den vier verliebten Göttern aus dem Weg zu gehen, ist leider keine Option. Denn als Chthonische Erbin ist es Alexis‘ Pflicht, dem mörderischen Dream Team, der Assembly of Death beizutreten und mit ihnen den Kampf gegen die Titanen aufzunehmen.

Alexis ist umgeben von dunklen Göttern, die ihr immer näher kommen, und Geheimnissen, deren tödliches Netz sich immer enger um sie zieht.

Meine Meinung:
"Bonds of Hercules: Liebe das Monster in mir" von Jasmine Mas ist die Fortsetzung einer Dark-Romantasy-Reihe. Nachdem der erste Band der Reihe mich leider absolut nicht überzeugen konnte, wollte ich mich trotzdem an Band 2 wagen und der Reihe noch eine Chance geben. Doch auch diesmal wurde insgesamt nicht viel besser, sodass ich mich nach 300 Seiten entschlossen habe, das Buch abzubrechen.

Das Schönste am Buch ist die Aufmachung. Das Cover ist ein Traum, der Schutzumschlag sieht sehr edel aus, der Farbschnitt ist echt schön und auch das Innenlayout ist toll. Inhaltlich konnte mich das Buch dagegen leider nicht mitreißen.

Während Alexis im ersten Band von ihrer großen Todessehnsucht geprägt ist und man immer wieder lesen muss, wie sie sich vorstellt oder erhofft, ihr Leben möge bald ein Ende nehmen, hat es sich diesmal geändert: Hier wirkt sie zum Teil stärker. Sie zeigt Kampfgeist und will ihren Willen durchsetzen. Das hat mir wirklich gut gefallen und ich habe echt gehofft, dass mich diese Fortsetzung überzeugen könnte. Aber leider kamen dann immer wieder Stellen auf, an denen sie eher schwach wirkte und sich zu den Männern hingezogen fühlt, wenn sie ihre toxische Seite zeigen.

Für mich wirkte das alles nicht stimmig.
Denn auch die Männer, vor allem Kharon und Augustus, schienen erst eine deutliche Entwicklung durchgemacht zu haben. Man hat mehr aus ihren Perspektiven mitbekommen, was das Ganze etwas spannender machte.

Was mich leider weiterhin stört: Die griechische Mythologie ist ganz anders, als man sie kennt. Achilles ist nicht der typische Held, wie man ihn aus der klassischen Mythologie kennt. An sich wäre das nicht schlimm, aber sehr viele klassische Verbindungen sind einfach auf den Kopf gestellt und nur das Grundgerüst ist noch gleich. Wer ein Fan der typischen griechischen Mythologie ist, wird hier echt Probleme haben und verwirrt sein.

Die Handlung geht kaum voran. Es ist sehr eintönig und es gibt kaum Entwicklungen. Ganz kurz gibt es zwar Abschnitte, in denen etwas Spannung aufgebaut wird und die mich ein wenig mitgerissen haben, aber dann kommen immer wieder Rückschläge, bei denen Alexis in alte Muster zu verfallen scheint.

Auch der Schreibstil konnte mich nicht mitreißen. Irgendwie wirkt es stellenweise recht plump und abgehackt. Einige grammatikalische Fehler sind mir auch aufgefallen.

Insgesamt bleibt es somit eher langweilig, sodass das Lesen für mich wirklich zu einer Qual wurde und ich mich schweren Herzens entschlossen habe, das Buch abzubrechen. Das ist mir wirklich schwer gefallen, da ich normalerweise Bücher immer bis zum Ende durchziehe, auch wenn sie mich nicht überzeugen können. Aber wenn ich nach 300 Seiten immer noch das Gefühl habe, dass kaum Handlung vorhanden ist, und mir ein Buch die Lust am Lesen nimmt, dann muss ich leider einen Schlussstrich ziehen.

Fazit:
Mich konnte dieses Buch weder durch die Handlung noch durch die Protagonistin überzeugen.
Wer eher die klassische griechische Mythologie mag, der wird es mit diesem Buch auch eher schwer haben.
Wem das nicht so wichtig ist und wer auch keine großartigen Entwicklungen bei der Handlung oder den Figuren erwartet, der kann hier vielleicht noch etwas Lesevergnügen finden.
Ansonsten kann ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen.

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