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Veröffentlicht am 14.01.2019

Die Macht des Schicksals

Ein Himmel für Dich
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Eine Geschichte für alle, die emotionale und berührende Geschichten lieben und an die Macht des Schicksals glauben.

Shelley hat vor 3 Jahren ihre 3jährige Tochter verloren. Sie kommt mit dem Schmerz und ...

Eine Geschichte für alle, die emotionale und berührende Geschichten lieben und an die Macht des Schicksals glauben.

Shelley hat vor 3 Jahren ihre 3jährige Tochter verloren. Sie kommt mit dem Schmerz und der Trauer einfach nicht klar, findet nicht zurück ins Leben. Als sie am Strand spazieren geht, trifft sie ein junges Mädchen, dass in Tränen aufgelöst im Regen sitzt. Die 15jährige Rosie macht in Killara in Irland Urlaub mit ihrer todkranken Mutter Juliette und ihre traurige Geschichte ist das erste was seit langem wieder das Herz von Shelley berührt.
Juliette hingegen verzweifelt bei dem Gedanken, dass sie ihre geliebte Tochter bald alleine zurücklassen muss und möchte in diesem Urlaub ein paar unvergessliche Erinnerungen für Rosie schaffen. Doch das ist nicht der einzige Grund für diese Reise.

Die Traurigkeit und Verzweiflung der beiden Frauen wird sehr eindringlich und intensiv geschildert. Juliette und Shelley erzählen abwechselnd aus ihrer Sicht das Geschehen, wie sie sich fühlen und welche Gedanken ihnen durch den Kopf gehen. Sie sind beide Mütter, die mit ihren ganz eigenen Ängsten fertig werden müssen. Besonders Juliette hat mir sehr gut gefallen, denn trotz ihrer Diagnose zeigt sie eine bewundernswerte Stärke. Sie gibt anderen Kraft, obwohl sie eigentlich den Halt viel nötiger hätte.

Die Geschichte zeigt wie grausam das Schicksal sein kann und wie selbstverständlich man das alltägliche Glück hinnimmt, bis es einem genommen wird. Doch zum Glück geht es im Leben und auch in diesem Buch immer wieder irgendwann bergauf, wenn man es zulässt.

Bis auf ein paar kleine Längen habe ich das Buch gerne gelesen, vor allem, weil es mir bewusst gemacht hat, wie glücklich ich mich schätzen kann.

Veröffentlicht am 03.01.2019

Die Geschichte einer starken Frau

Die Sommer meines Lebens
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Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. 2014 lebt Ella in einem Seniorenheim. Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit und damit ihre Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, bittet sie ihre Enkelin Kendra diese ...

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. 2014 lebt Ella in einem Seniorenheim. Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit und damit ihre Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, bittet sie ihre Enkelin Kendra diese für sie aufzuschreiben. Und so wechselt die Handlung ins Jahr 1937 als die 17jährige Ella zum ersten Mal Christophe begegnet.
Es ist eine unbeschwerte Zeit und es scheint klar zu sein, wie die Zukunft aussieht. Doch niemand hat mit dem 2. Weltkrieg gerechnet, der nicht nur die Zukunftspläne der beiden auf den Kopf stellt. Und so erfährt Kendra, wie es ihrer Großmutter während des Krieges erging und weit darüber hinaus.

Immer wieder hatte ich das Gefühl zu wissen, wie die Handlung in etwa verlaufen wird und vor allem warum. Die Autorin hatte jedoch ganz andere Ideen und hat mich mehr als einmal überrascht. Es ist die Geschichte einer starken jungen Frau, die in schwierigen Zeiten schwere Entscheidungen treffen muss und die dabei eine ungeahnte Stärke zeigt, egal welche Steine das Schicksal ihr in den Weg legt.

Von Anfang an hat mich das Buch in seinen Bann gezogen, denn die Handlung ist spannend, emotional und ab und zu auch dramatisch. Aber vor allem die Sprache der Autorin hat mit gefallen, die oft bildhaft und atmosphärisch das Geschilderte spürbar macht, wodurch auch die ruhigeren Abschnitte sehr schön zu lesen sind.

Fazit: Die schöne und lesenswerte Geschichte einer starken Frau, in der es um die erste große Liebe, Familie und Loyalität geht.

Veröffentlicht am 26.12.2018

Traurige Geschichte, die betroffen macht

Im Traum höre ich dich spielen
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Der 45jährige Starpianist Richard erkrankt an ALS. Sie raubt ihm seine Passion das Klavierspiel und nach und nach noch mehr. Detailliert wird aus seiner Sicht beschrieben wie die Krankheit fortschreitet ...

Der 45jährige Starpianist Richard erkrankt an ALS. Sie raubt ihm seine Passion das Klavierspiel und nach und nach noch mehr. Detailliert wird aus seiner Sicht beschrieben wie die Krankheit fortschreitet und wie er das immer entsetzter verfolgt. Der Rollstuhl, der bereits in seiner Wohnung steht, ist wie ein Mahnmal, dass ihn daran erinnert, wie seine Zukunft aussieht. Aber auch diese wird nicht allzu lange andauern, denn ALS ist unheilbar und seine restliche Lebensdauer begrenzt.

Den Gegenpart bildet seine Frau Karina. Sie hat eine Karriere als Jazzpianistin aufgegeben, um für ihre Familie da zu sein. Während Richard zum gefeierten Star wird, verkümmert sie immer mehr in der Provinz und widmet sich voll und ganz der gemeinsamen Tochter Grace. Auch nach der Scheidung kann sie ihre Freiheit nicht genießen und lebt weiter wie bisher, ihren Groll gegen Richard hegend.

Es ist faszinierend zu lesen, wie sich diese beiden Menschen, die nur noch die gemeinsame Vergangenheit verbindet, begegnen. Es wird abwechselnd aus ihren Perspektiven erzählt und es ist nur menschlich, dass sich jeder selbst so sieht, als ob er im recht wäre, als ob er der Betrogene ist. Karina wird von ihrem katholischen Glauben gelenkt. Ob das schon immer der Fall war? Ich bezweifle das, denn in der Vergangenheit scheint etwas vorgefallen zu sein, was nicht nur Richard anzulasten ist.

In fast schon sachlichem Ton schildert die Autorin aus Richards Sicht, wie die Krankheit immer mehr seinen Körper übernimmt. Er wütet nicht, schreit nicht seine Wut hinaus. Nein, er ist entsetzt und oft auch beschämt, weil er so hilfsbedürftig ist. Und als ihm die Erfolge als Pianist verwehrt bleiben, wird ihm bewusst, welche wichtigen Dinge und Personen in seinem Leben, er achtlos zur Seite geschoben hat.

Er hat nur noch einen Wunsch, Frieden zu schließen mit seiner Vergangenheit und auch Karina realisiert, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt um zu vergeben und um Verzeihung zu bitten. Aus ihrer Sicht erlebt man auch, was ALS für die Angehörigen eines Erkrankten bedeutet.

Bisher wusste ich nur wenig über ALS. Durch diese Geschichte wurde mir bewusst, was die Diagnose für die Betroffenen bedeutet und obwohl der Verlauf der Krankheit nie reißerisch ausgeschlachtet wird, ist mir das Lesen nicht leichtgefallen. Es ist eine traurige und bedrückende Geschichte, die mir sehr zu schaffen macht.

Im Nachwort geht die Autorin darauf ein, wie sie auf die Krankheit aufmerksam wurde, welche Menschen mit ALS ihre Erfahrungen mit ihr teilten und wie wichtig es ihr ist, die Forschung nach Heilmethoden zu unterstützen. Alle im Nachwort genannten ALS-Patienten sind inzwischen verstorben. Das führt vor Augen, dass es sich hier zwar um eine fiktive Geschichte handelt, die erschreckend realistisch ist.

Fazit: Die traurige Geschichte eines an ALS erkrankten Pianisten.

Veröffentlicht am 23.12.2018

Eine emotionale Geschichte mit Herz und Humor

Dear Life - Lass mich wieder lieben
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Dear Life ist ein Programm, das Menschen wieder zurück ins Leben helfen soll. Menschen, die Probleme haben etwas hinter sich zu lassen, die trauern, unter Depressionen leiden und einfach die Freude am ...

Dear Life ist ein Programm, das Menschen wieder zurück ins Leben helfen soll. Menschen, die Probleme haben etwas hinter sich zu lassen, die trauern, unter Depressionen leiden und einfach die Freude am Leben verloren haben.
In dieser Gruppe begegnen sich Holly, Daisy, Carter und Jace. Jeder von ihnen hat mit einem anderen Problem zu kämpfen und sie gehen mit sehr unterschiedlichen Einstellungen und Erwartungen zu den Treffen, wo sie sich neuen Aufgaben stellen müssen und ein Team bilden sollen, dass sich gegenseitig unterstützt.
Ob jeder von ihnen zurück ins Leben findet?

Es war die Grundidee von Dear Life, die mich neugierig auf das Buch gemacht hat. Doch diese Gruppe spielt zwar zwischendurch immer wieder mal eine Rolle, aber hauptsächlich geht es um die vier Hauptpersonen, ihr tägliches Leben, ihre Probleme und Gedanken. Die Autorin geht hier sehr ausführlich auf jeden Einzelnen ein, sodass man ein gutes Bild von jedem bekommt.

So unterschiedlich wie die persönlichen Probleme hat die Autorin auch den Charakter der vier Protagonisten angelegt. Deshalb dauert es auch etwas, bis aus ihnen ein Team wird. Vor allem Carters ruppige Art und Daisys naive Lebenssicht haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und die sehr emotionale Handlung etwas aufgelockert.

Das Buch macht deutlich, dass durchaus Mut dazugehört sich seinen Problemen zu stellen und Hilfe zu suchen. Es ist in Ordnung wütend und verzweifelt zu sein, doch irgendwann sollte man sich dem Leben wieder öffnen. Man kann sich bei diesem Schritt zwar an die Hand nehmen lassen, doch muss man ihn am Ende doch selbst gehen.

Die Handlung ist perfekt für Leserinnen, die gerne in emotionale und romantische Geschichten eintauchen, in denen die Männer zwar eine raue Schale aber einen sehr weichen Kern haben und dabei natürlich wahnsinnig gut aussehen.

Fazit: Eine gefühlvolle Geschichte mit Herz und Humor.

Veröffentlicht am 13.12.2018

Eine warmherzige und humorvolle Geschichte

Unter uns nur Wolken
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Hinter „Anna Pfeffer“ steckt ein Autorinnenduo, dass auch unter dem Pseudonym „Rose Snow“ Bücher veröffentlicht. Und so ist „Unter uns nur Wolken“ die Neuauflage einer Ausgabe von 2016, die unter dem zweiten ...

Hinter „Anna Pfeffer“ steckt ein Autorinnenduo, dass auch unter dem Pseudonym „Rose Snow“ Bücher veröffentlicht. Und so ist „Unter uns nur Wolken“ die Neuauflage einer Ausgabe von 2016, die unter dem zweiten Pseudonym bereits aufgelegt wurde.

Aufgrund der Kurzbeschreibung habe ich mir eine unterhaltsame Geschichte mit Herz und Humor erhofft und genau das habe ich auch bekommen. Florian ist ein verbitterter alter Mann, der an seiner Schwäche und dem Tod seiner geliebten Frau verzweifelt, denn die Krankheit hat ihn noch nicht völlig im Griff und er weiß meistens ganz genau was er tut und was ihm fehlt. Anfangs ist das oft noch recht lustig, bis einem das Lachen im Hals stecken bleibt, wenn er ohne jegliches Mitgefühl seine grausamen Spielchen treibt. Doch immer wieder lässt ihn sein Gedächtnis im Stich und zurück bleibt ein trauriger und einsamer Mensch.

Es geht hier aber nicht nur um Florian, sondern auch um Ani und Tom, die ihre ganz eigenen Probleme haben. Jeder von Ihnen braucht auf seine Art und Weise Unterstützung und Hilfe.

Mit viel Herzenswärme und Humor erzählt die Autorin die Geschichte dieser drei vom Leben geprüften Menschen. Die Story verliert nie ihre Leichtigkeit und lässt doch ahnen was Alzheimer für einen Menschen und sein Umfeld bedeutet.

Diese schöne und unterhaltsame Geschichte habe ich gerne gelesen und dank des angenehm leichten Schreibstils der Autorin sind die Seiten nur so dahingeflogen.