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Veröffentlicht am 30.03.2020

Da war ein Sog, der an ihrer Seele zupfte, der sie in die Welt hinauszog...

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde
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Kurzbeschreibung



Die verträumte Lelani wächst in einem Dorf im Königreich Vael auf. Schon immer spürt sie eine starke Verbindung zu den fünf magischen Monden, die nachts über ihr erstrahlen. Als sich ...

Kurzbeschreibung



Die verträumte Lelani wächst in einem Dorf im Königreich Vael auf. Schon immer spürt sie eine starke Verbindung zu den fünf magischen Monden, die nachts über ihr erstrahlen. Als sich an ihrem 18. Geburtstag das Amulett öffnet, das ihre Eltern ihr hinterlassen haben, steht Lelanis Welt auf einmal Kopf. Zusammen mit ihrem besten Freund Haze macht sie sich auf die Reise, ihre wahre Bestimmung zu erfüllen - und gerät in einen Strudel aus Gefühlen, Selbstfindung und dunkler Magie ...



Meinung



"Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde" ist der erste Band einer Dilogie von Isabell May. Das Buch ist am 27. März 2020 bei ONE, dem Verlag für junge Erwachsenen aus der Bastei Lübbe Familie, erschienen, umfasst 400 Seiten, ist als ebook oder als gebundene Ausgabe erhältlich und ab 14 Jahren empfohlen. Die Autorin hat bereits Bücher veröffentlicht. Für mich war dies das erste Buch von ihr. Der Mond hat den Menschen schon immer fasziniert. Er ist unser ständiger Begleiter und hat Einfluss auf unser Leben. Der Mond als Himmelskörper ist Gegenstand von vielen Romanen und Fiktionen. So auch in der fantastischen Geschichte rund um Lelani. Schon unzählige Male versuchte sie das Amulett, welches sie stets um den Hals trägt, zu öffnen. An ihrem Geburtstag, an dem sich nachts die Monde mystisch in einer Linie aneinanderreihen, öffnet sich der Anhänger plötzlich von selbst und gibt eine Botschaft preis. Gemeinsam mit ihrem Freund Haze begibt Lelani sich auf die Suche nach ihrer Abstammung, auf die Suche nach ihrer Bestimmung und auf die Suche nach sich selbst.



Die junge Lelani ist ein Findelkind. Aufgewachsen bei einer Kräuterfrau abseits des Dorfes, war sie stets zufrieden und glücklich, doch tief in ihr ist eine Sehnsucht nach mehr. Außerdem verspürt sie eine besondere Verbindung zur Nacht und zu den fünf Monden am Himmelszelt. Seit Kindesbeinen an ist sie mit Haze, dem Sohn des Jägers, befreundet. Obwohl viele das glauben, gibt es zwischen ihnen keine romantischen Gefühle. Lelani ist verträumt, aber dennoch bodenständig und rational. Sie ist neugierig, hilfsbereit, liebenswert und manchmal etwas zu naiv. Eine sympathische Protagonistin die ich gerne begleitet habe, die mir aber auch so manches Augenrollen entlockte. Ihr zur Seite steht Haze. Der junge Wildschütz ist treu, zuverlässig und pflichtbewusst aber auch stur, impulsiv und misstrauisch. Seine Skepsis schlägt Alarm bei Kyran, der sich der Reisegemeinschaft von Lelani und Haze ungefragt anschließt. Haze ist recht einnehmend und ein beständiger Pol an Lelanis Seite. Bezüglich Kyran besitzt der Leser Grundkenntnisse und hat somit einen Wissensvorsprung gegenüber Lelani und Haze.



Der Bücherliebhaber startet mit dem Prolog einer fremden Person der neugierig macht. Danach lernt er Lelani, ihr Leben und ihre Neigung zum Mond kennen und damit nehmen die Dinge ihren Lauf. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer. Frau Mays erdachte Welt ist ansprechend gestaltet - ihre verschiedenen Bewohner, ihre andersartigen Wesen, ihre besondere Magie. Die grundsätzliche Handlung ist nicht schwer vorauszuahnen. Schon recht am Anfang kann der Leser seine Schlüsse ziehen. Der Spannungsbogen ist somit eher niedrig gehalten. Langweilig wurde mir trotzdem nicht. Im Verlauf der Erzählung entdeckte ich Anspielungen auf Märchen. Das hat mir gut gefallen. Weniger mochte ich die aufkommenden romantischen Gefühle, denn sie umfassen mehr als zwei Personen. Solche Beziehungskonstellationen, die damit einhergehenden Eifersüchteleien und Streitereien dämpfen meine Leselust. Insgesamt fand ich einen soliden Dilogieauftakt vor, der mich gut unterhalten hat, aber für mich auch kleine Schwächen aufwies.



Erzählt wird großteils aus der Sicht von Lelanie. Zwischendurch gibt es Abschnitte mit anderen Perspektiven. Diese grenzen sich durch kursives Schriftbild von der Haupterzählung ab. Den Schreibstil der Autorin mochte ich gerne. Bildhaft, gut beschreibend, fantasievoll und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend. Das Erzähltempo war angenehm. Eine Karte erleichtert die Orientierung.



Fazit: "Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde" ist der erste Band einer Dilogie von Isabell May. Frau Mays erdachte Welt ist ansprechend gestaltet. Die grundsätzliche Handlung ist nicht schwer vorauszuahnen. Langweilig wurde mir trotzdem nicht. Insgesamt fand ich einen soliden Dilogieauftakt vor, der mich gut unterhalten hat, aber für mich auch kleine Schwächen aufwies. Von mir gibt es knappe **** Sterne.



Zitat



"Da war ein schwacher Sog, der an meiner Seele zupfte und mich in die Welt hinauszog, fort von allem, was ich kannte."



Reihe



Band 1: Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde

Band 2: Shadow Tales - Die dunkle Seite der Sonne ( Herbst 2020 )

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2020

Schillernd, spektakulär, skrupellos – die Revolution um die Macht der Schönheit beginnt...

The Belles 2: Königreich der Dornen
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!!! ACHTUNG !!! Band 2 einer Reihe



Kurzbeschreibung



Schillernd, spektakulär, skrupellos – die Revolution um die Macht der Schönheit beginnt!



Camelia, die Favoritin der Belles, ist auf der Flucht. ...

!!! ACHTUNG !!! Band 2 einer Reihe



Kurzbeschreibung



Schillernd, spektakulär, skrupellos – die Revolution um die Macht der Schönheit beginnt!



Camelia, die Favoritin der Belles, ist auf der Flucht. Schnellstmöglich muss sie die kranke Prinzessin Charlotte finden, die spurlos verschwunden ist. Sie soll zur neuen Königin werden und ihre teuflische Schwester Sophia ablösen. Doch Sophia weiß um Camelias Plan und hetzt ihre Soldaten auf die flüchtige Belle. Der treue Rémy weicht Camelia nicht von der Seite, aber da ist auch immer noch Auguste, der ihr einfach nicht aus dem Kopf will - obwohl er ihr das Herz gebrochen hat. Doch Camelia darf nicht der Vergangenheit nachtrauern, denn ihre Feinde lauern überall, sogar an Orten, an denen sie sie am wenigsten erwartet …



Meinung



"The Belles - Königreich der Dornen" ist der zweite Band einer fantastischen, mehrteilig angelegten Reihe von Dhonielle Clayton. Das Buch ist am 13. März 2020 bei Planet! im Thienemann - Esslinger Verlag erschienen, umfasst 400 Seiten, ist als gebundene Ausgabe, als ebook oder als Hörbuch erhältlich und ab 14 Jahren empfohlen. Mit Sona Charaipotra veröffentlichte Dhonielle Claytons 2015 ihr erstes Buch. Diese Reihe ist ihr Solodebüt an dem sie ungefähr ein Jahrzehnt gefeilt hat. Schönheit als Gegensatz zu Hässlichkeit ist ein abstrakter Begriff, der stark mit vielen Aspekten des menschlichen Daseins verbunden ist. Heute sind Schönheitsideale eine moderne Form der Sklaverei. Makellosigkeit. Vollkommenheit. Jugendlichkeit. Eine Thematik die meine Aufmerksamkeit und mein Interesse für die Reihe erregte. Fahle, graue, verrunzelte Haut. Rote Augen. Haare wie Stroh. Alle Menschen von Orléans werden geboren, als wäre ihnen die Farbe ausgesaugt worden. Die Belles sind die Herrinnen über Schönheit und vermögen mit ihrem Arcana die Hässlichkeit zu heben und die Schönheit unter dem Grau zu finden.



Die Welt von Orléans ist voller Schönheitssucht, Jugendwahn und Körperkult. Zudem tun sich Bedrohungen auf, von denen die jungen Belles nichts ahnen. Geheimnisse, Intrigen und Gefahren stürzen auf sie ein und es bleibt nur noch die Flucht. Camelia Beauregard liebte es eine Belle zu sein. Mit sechzehn Jahren debütierte sie mit fünf weiteren Belles und obwohl sie wie Schwestern sind, wetteiferten sie um den Rang der Favoritin. Camelia wollte die beste sein. Sie wollte perfekte Ergebnisse. Sie wollte Favoritin werden, so wie ihre Maman es war. Zu Anfang wurde sie eher oberflächlich dargestellt. Sie fand das herrschende System gut und arbeitete angestrengt daran, einen wichtigen Platz darin einzunehmen. Mit dem Einblick den sie über die Zeit gewinnt und einer Weiterentwicklung ihrer selbst, geht die Oberflächlichkeit Stück für Stück verloren. Camelia braucht aber um zu ihren Ansichten zu stehen und sich für das Richtige zu entscheiden. So brauchte auch ich Zeit um mich mit der Hauptprotagonistin anzufreunden. An Camelias Seite hat die Autorin einige interessante Charaktere gesetzt.



Vor ungefähr einem Jahr habe ich den Auftaktband gelesen. Der Einstieg in diesen Fortsetzungsband fiel mir nicht ganz leicht. Die Handlung setzt zeitnah an das Ende des ersten Bandes an. Viele Erinnerungen waren verblasst. Dhonielle Clayton ruft das Vergangene zwar zurück, doch sie tut dies langsam, dezent und über einen längeren Zeitraum. Nach einer Weile fühlte ich mich aber wieder wohl und gut aufgehoben in der Welt der Belles. Mit ihrem blumigen und farbenfrohen Schreibstil hat Dhonielle Clayton mich dahingeführt, doch eigentlich ist die schillernde Welt beschämend, abstoßend, hinterhältig, egoistisch und berechnend. Die Grundthematik ist interessant gewählt, Gesellschaftskritik akzentuiert eingebracht und Denkanstöße sind integriert. Im ersten Band gab es eine dezente Liebesgeschichte. Auch hier spielen romantische Gefühle eine kleine Rolle. Der Bücherliebhaber trifft auf bekannte Charaktere, lernt aber auch neue Verbündete kennen und erlebt das Dasein außerhalb des Palastes. Insgesamt eine gut gelungene Fortsetzung rund um die Schönheit und die Hässlichkeit in Orléans.



Erzählt wird von Camelia in der Ich Perspektive. Um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, brauchte es in Band 1 eine Weile. Diesmal ging es schneller. Ich finde das er wunderbar zur Geschichte passt. Frau Clayton schreibt blumig, bildhaft, detailreich, ausladend und farbenfroh. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.





Fazit: "The Belles - Königreich der Dornen" ist die Fortsetzung einer fantastischen Reihe von Dhonielle Clayton. Ich bin erneut eingetaucht in die Welt von Orléans, dessen Schönheitssucht, Jugendwahn und Körperkult, sowie den Machenschaften die sich dahinter verbergen. Eine interessante Grundidee mit Gesellschaftskritik und Denkanstößen in einer jugendlichen fantastischen Geschichte blumig, bildhaft und ausladend erzählt. Von mir gibt es **** Sterne.



Zitat



"Aber Widerstand zeigt sich in vielerlei Gestalt, und Bündnisse können viele Formen annehmen. Manchmal geht es nur um Feuer und Sturm und darum, wichtigen Leuten die Köpfe anzuschlagen. Zu anderen Zeiten tut sich langsam ein Riss in einem Glas auf und zieht sich Stück für Stück weiter, bis er sich über die gesamte Oberfläche erstreckt."



Reihe



Band 1: The Belles - Schönheit regiert

Band 2: The Belles - Königreich der Dornen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2020

Eine Krone aus Splittern spaltet das Land...

Kill the Queen
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Kurzbeschreibung



Im Königreich Bellona bestimmen die magischen Fähigkeiten einer jeden Person über deren Ansehen und Rang. Da die junge Lady Everleigh anscheinend über keinerlei Magie verfügt, verbringt ...

Kurzbeschreibung



Im Königreich Bellona bestimmen die magischen Fähigkeiten einer jeden Person über deren Ansehen und Rang. Da die junge Lady Everleigh anscheinend über keinerlei Magie verfügt, verbringt sie die meiste Zeit in den Schatten des königlichen Hofs. Üblicherweise wird sie vom restlichen Adel übersehen und vergessen. Doch dunkle Mächte arbeiten innerhalb des Palasts. Als Everleighs Cousine, die Kronprinzessin Vasilia, ihre Mutter ermordet und den Thron besteigt, verändert sich alles. Evie selbst kann Vasilias Anschlag nur dank ihrer geheimen Fähigkeit entkommen – sie ist immun gegen Magie, die auf sie gerichtet wird. Auf ihrer Flucht stößt Evie auf den berüchtigten Gladiator Lucas Sullivan, einem mächtigen Magier, den ein Geheimnis umgibt ...



Meinung



"Kill the Queen - Die Splitterkrone" ist der Auftakt einer Trilogie von Jennifer Estep. Das Buch ist am 16. März 2020 bei ivi, dem jungen Label mit außergewöhnlichen Geschichten für Jugendliche und junge Erwachsene im Piper Verlag, erschienen, umfasst 496 Seiten und ist als ebook, als Hörbuch oder als Broschur erhältlich. Die Bestsellerautorin hat bereits einige Reihen veröffentlicht. Zwei davon habe ich gelesen. Eine dritte nur begonnen, denn die Spin off Reihe zur Mythos Academy ähnelte meiner Meinung nach so sehr dem Original, dass ich keine rechte Begeisterung für Zweitere entwickeln konnte. Der Klappentext zu diesem erschienen Werk war wie eine Einladung zu etwas neuem. Und dieser bin ich gerne gefolgt. Sie führte mich nach Bellona, einem Königreich regiert vom Geschlecht der Blair. Diesem gehört auch Everleigh an, doch aufgrund ihrer schwachen Gabe besitzt die Waise weder Respekt noch Ansehen. Ihre wahre Magie gibt Everleigh nicht Preis. Genau diese Magie rettet ihr das Leben, als die Kronprinzessin und ihre Verbündeten die Gesamte Königsfamilie vergiften und abschlachten.



Lady Everleigh Saffira Winter Blair kam kurz nach dem Tod ihrer Eltern in den Palast der Sieben Türme. Das Leben dort hat sie teilweise kalt und bitter werden lassen. Sie musste ein Handwerk erlernen, um zu den Kosten ihrer königlichen Ausbildung und Unterbringung beizutragen. Außerdem übernahm sie die Funktion als inoffizielle Vertreterin der Königin. Obwohl sie bereits siebenundzwanzig Jahre ist, ist die Königin ihr offizieller Vormund. Everleigh hat einen verstärkten Geruchssinn. Diese Gabe bringt ihr kein besonderes Ansehen ein. Ihre wahre Macht liegt in ihrer Immunität gegen Magie, doch niemand weiß davon. Everleigh ist eine sympathische Protagonistin. Ihr Tun und ihre Gedanken kann man zumeist gut verstehen, auch wenn man sie manchmal in eine bestimmte Richtung schubsen möchte. Das Leben in sieben Türmen hat sie geprägt und im Verlauf der Geschichte verändert sie sich. Everleigh selbst ist bemüht sich weiter zu entwickeln. Ihr zur Seite werden unterschiedliche und interessante Charaktere gestellt.



Der Einstieg in die Erzählung fiel mir leicht. Der Leser lernt Everleigh und ihr Leben im Palast der Sieben Türme kennen. Nicht besonders lange dauert es bis es zum Massaker und somit zum Tod der Königsfamilie kommt. Das ist ein Wendepunkt in Everleighs Leben. Die Welt die Frau Estep erschaffen hat, hat mir gefallen. Verbündete Königreiche. Verfeindete Königreiche. Königreiche mit angespanntem Verhältnis. Verschiedene Ausformungen der Magie - Meister, Magier, Morphe und Murkse. Machtgier. Intrigen. Verrat. Aber dazwischen Everleigh und ein Funke Hoffnung. Zugegeben, die Handlung birgt keine großartigen Überraschungen und verblüffende Wendungen, doch das trübte mein Leseerlebnis kaum. Es machte Spaß Everleigh auf ihrem Weg zu begleiten. Ich bin es gewohnt, dass Frau Estep eine Liebesgeschichte in ihre Erzählungen integriert. Hier gibt es aufkommende Gefühle, doch diese nehmen überraschend wenig Raum ein. Insgesamt ein gut gelungener Auftaktband in einer ansprechenden Welt, mit einnehmenden Charakteren und gut einschätzbarer Handlung.



Erzählt wird aus der Sicht von Everleigh. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Klar, detailliert, gut beschreibend und flüssig geht es durch die Zeilen. Mit Beschreibungen spart Frau Estep nicht. Manchem Leser könnte dies zu ausführlich sein. Die Sprache fand ich größtenteils zur Geschichte passend. Das Erzähltempo empfand ich als angenehm. Auf den ersten Seiten findet der Leser eine Karte.



Fazit: "Kill the Queen - Die Splitterkrone" ist der Auftakt einer Trilogie von Jennifer Estep. Verbündete Königreiche. Verfeindete Königreiche. Königreiche mit angespanntem Verhältnis. Verschiedene Ausformungen der Magie. Machtgier. Intrigen. Verrat. Insgesamt ein gut gelungener Auftaktband in einer ansprechenden Welt, mit einnehmenden Charakteren und gut einschätzbarer Handlung. Von mir gibt es gute **** Sterne.



Zitat



"Die Herrinnen des Sommers sind schön und apart. Mit hübschen Bändern und Blumen so zart. Die Herrinnen des Winters sind kalt und hart. Eisige Kronen aus Splittern sind ihre Art."



Reihe



Band 1: Kill the Queen - Die Splitterkrone

Band 2:

Band 3:

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2020

Was macht einen wahren Helden aus?

Silence & Chaos
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Kurzbeschreibung



Die Welt ist in Gefahr: Der grausame Rächer bedroht die Menschheit und nur einer hat die Fähigkeit, ihn aufzuhalten - Corvin West. Doch er ist gefährlich. Tödlich. Unkontrollierbar. ...

Kurzbeschreibung



Die Welt ist in Gefahr: Der grausame Rächer bedroht die Menschheit und nur einer hat die Fähigkeit, ihn aufzuhalten - Corvin West. Doch er ist gefährlich. Tödlich. Unkontrollierbar. Deshalb wurde er verbannt und weggesperrt. Aber jetzt - sechs Jahre später - brauchen sie ihn, um den Rächer zur Strecke zu bringen. Ausgerechnet die 18-jährige Jill ist auserwählt, Corvin dazu zu überreden. Denn als Neutralisatorin ist sie die Einzige, die Corvin bändigen kann. Sie kann Superkräfte dämpfen, sogar ausschalten. Und nun sollen Jill und Corvin gemeinsam Jagd auf den Rächer machen. Es gibt bloß ein Problem: Corvin hat Jills Vater umgebracht. Wie kann sie nur gemeinsam mit ihrem Erzfeind die Welt retten?



Meinung



Silence - Jillian Burton



"Silence & Chaos - Schicksal der Helden" ist ein Jugendroman von Mara Lang. Das Buch ist am 9. März 2020 im Ueberreuter Verlag erschienen, umfasst 416 Seiten, ist als ebook oder als gebundene Ausgabe erhältlich und wird ab 14 Jahren empfohlen. Die Autorin hat schon einige Bücher veröffentlicht und ich habe bereits eines von ihr erkundet. Damals führte sie mich in eine moderne Märchenwelt. Diesmal geht es nach Bane City, welche in der Amerikanischen Union liegt. Vor vielen Jahren kamen dort die Warrior auf die Erde. Sie kämpften gegen das Böse und erhielten den Frieden, bis sie sich eines Tages gegenseitig angriffen, ausrotteten und nur Staub und Asche hinterließen. Doch die Menschheit brauchte Superhelden und so erschufen sie eine Generation von Nachfahren. Die Erben der Warrior wurden Rookie Heros genannt, doch das Ergebnis dieses Experiments war nicht ganz so wie es sich die Wissenschaftler erhofft hatten - nicht absolut perfekt, unheimlich stark und leicht lenkbar. Nein.



Dark Chaos - Corvin West



Im Labor gezüchtet, in künstlichen Gebärmaschinen herangereift, von Selektion und natürlicher Auslese nicht verschont, blieben sieben Superhelden übrig. In einer Gruppe aufgezogen und trainiert, bis Dark Chaos außer Kontrolle gerät und die Rookies aufgelöst und auseinandergerissen werden. Dark Chaos wird verbannt und isoliert eingesperrt. Doch als ein Verbrecher der scheinbar Superkräfte besitzt Tod und Zerstörung bringt, könnten Dark Chaos und Silence die Rettung sein. Der Leser startet mit einem Auftakt in das Buch, in welchem die Geschichte der Warrior und der Rookies gedichtartig wiedergegeben wird. Danach gehts Richtung Hochsicherheitsgefängnis um Chaos aus der Verbannung zu holen. Natürlich klappt das nicht ganz wie geplant und die Dinge nehmen ihren Lauf. Der Einstieg in die Erzählung fiel mir nicht schwer. Bei mir kam recht schnell Superheldenfeeling auf. Neben der fortschreitenden Handlung gibt es Erinnerungen und Rückblenden. So lernt der Leser die Rookies besser kennen, gewinnt einen Einblick in ihr Aufwachsen, in ihr Verhältnis und ihre Dynamik.



Cameo - Quinn Conley



Mit dem Thema Superhelden hat Frau Lang das Rad natürlich nicht neu erfunden, doch die Helden in ihrer Erzählung haben deutliche Ecken und Kanten, sind somit alles andere als perfekt und ergeben zusammen eine abwechslungsreiche Truppe. Obwohl die Geschichte auch ernstere Themen beinhaltet, bleibt sie großteils leicht und jugendlich. Sie verfängt sich weder in Komplexität noch in besonderer Vielschichtigkeit. Dennoch ist sie ansprechend und unterhaltsam zu lesen. Superhelden auf der Jagd nach einem Bösewicht. Ruhigere Zeiten unterbrochen von gefährlichen Situation, gespickt mit romantischen Gefühlen und jungem Humor. Großartige Überraschungen gibt es nicht. Doch die eine oder andere Wendung gibt es doch. Der Leser kann Fährten folgen und sich einiges zusammenreimen. Eine Superheldengeschichte deren Heros Macken haben, die liebenswert sind und die wissen, dass wahre Helden nicht an irgendwelche Kräfte gebunden sind. Insgesamt ergibt sich ein erfrischendes Leseerlebnis für Jugendliche und jung gebliebene Leser.



Prospera - Fawn Sherman



Erzählt wird aus der Sicht von Jillian. Ihr Tun, ihre Gedanken, ihre Zweifel und ihre inneren Konflikte sind gut nachvollziehbar. Den Schreibstil der Autorin mochte ich gerne. Leicht, klar, jugendlich und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm. Am Ende der Geschichte findet der Leser eine Glossar indem er die Rookies, die Warrior und die Schauplätze nachschlagen kann.



Firekiss - Gabriella Vaughan



Fazit: "Silence & Chaos - Schicksal der Helden" ist ein Jugendroman von Mara Lang. Eine Superheldengeschichte deren Heros Macken haben, die liebenswert sind und die wissen, dass wahre Helden nicht an irgendwelche Kräfte gebunden sind. Insgesamt ergibt sich ein erfrischendes Leseerlebnis für Jugendliche und jung gebliebene Leser. Von mir gibt es **** Sterne.



Red Double - Robyn Grubbs



Zitat



"Wir wurden auf dem Reißbrett entworfen, um die Menschheit zu beschützen. Leider hat man ein wichtiges Detail vergessen: Wir sind nicht die Summe unserer Gene. Wir sind Fleisch und Blut, und vor allem Herzen. Doch ein Herz, das nicht in Liebe verankert ist, kann nicht schlagen. Es wird verdorren, weil da nichts ist, wofür es sich zu leben lohnt."

(Seite 41)



Tachi - Morton McNally

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2020

Eine Verschwörung. Zwei Gejagte. Drei Tage, um den Mörder zu finden.

Four Dead Queens
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Kurzbeschreibung



"Sei schnell und noch schneller wieder weg", das ist das Motto von Keralie Corrington, Taschendiebin aus Quadara. Im Regierungsbezirk von Quadara stiehlt sie dem Boten Varin Erinnerungschips ...

Kurzbeschreibung



"Sei schnell und noch schneller wieder weg", das ist das Motto von Keralie Corrington, Taschendiebin aus Quadara. Im Regierungsbezirk von Quadara stiehlt sie dem Boten Varin Erinnerungschips – ein begehrtes Gut auf dem Schwarzmarkt. Allerdings muss sie feststellen, dass es sich keinesfalls um leere Chips handelt: Unfreiwillig wird sie Zeugin, wie Quadaras vier regierende Königinnen ermordet werden. Keralie und Varin werden unfreiwillig zu Spielbällen einer weitreichenden Verschwörung. Zusammen versuchen sie, den Strippenziehern zu entkommen und deren Pläne zu vereiteln.



Meinung



"Four Dead Queens" ist eine Geschichte von Astrid Scholte. Das Buch ist am 2. März 2020 im Piper Verlag erschienen, umfasst 448 Seiten und ist als ebook oder als Paperback erhältlich. Hierbei handelt es sich um den ersten Roman der Autorin. Zum einen hat mich das Cover auf den ersten Blick angesprochen. Zum anderen fand ich den Klappentext neugierig machend. Er klang nach einer fantastischen Story mit Kriminalarbeit und vielleicht ein paar romantischen Gefühlen. "Eine Verschwörung. Zwei Gejagte. Drei Tage, um den Mörder zu finden." Als Keralie den Auftrag erhält, die Erinnerungschips eines Fremden zu stehlen, hätte sie nie gedacht, dass dies ihr Leben nachhaltig verändern würde. Grausame Szenen sind darauf festgehalten. Die vier Königinnen sind Tod. Die Bevölkerung weiß nichts davon. Der Mörder wurde noch nicht gefasst. Der Auftrag schleudert sie in ungeahnte Situationen und der Bote, dem sie die Chips entwendet hat, wird mit in den Strudel gezogen.



Archia Leitspruch: Traue nur dem, was mit Herz und Hand betrieben wird. KÖNIGIN: Iris



Keralie Corrington ist eine geschickte Taschendiebin. Sie macht diesen Job gerne und findet Erfüllung darin. Sie ist ihren Eltern entflohen und hat sich einer Diebesbande angeschlossen. Einen anderen Lebenswandel kann sie sich nicht vorstellen. Ihre Aufträge erhält sie von ihrem Anführer. Ohne aufregende Schuldgefühle führt sie sie aus. Generell wirkt sie ein wenig skrupellos, was sie vielleicht nicht jedem sofort sympathisch macht. Ich habe ein Weichen gebraucht, aber letztlich mochte ich sie sehr gerne. Sie hat ihre Ecken und Kanten und hadert mit sich selbst. Der ihr zur Seite gestellte Varin Bollt kommt aus einem anderen Quadranten, dessen Bevölkerung vollkommen anders lebt und denkt. Das macht die Zwei zu einem genialen Gespann. Ebenfalls kommt jede der vier Königinnen aus einem der vier Quadranten. Gemeinsam, und doch getrennt, regieren sie ihren Sektor. Es ist interessant sie in verschiedenen Abschnitten des Buches kennen zu lernen. Sie unterliegen den Gesetzen der Königinnen und halten sich konsequent daran. Oder etwa nicht?



Eonia Leitspruch: Ein turbulenter Geist bringt turbulente Zeiten hervor. Ein friedvoller Geist verkündet den Frieden. KÖNIGIN: Corra



Der Leser bekommt einige Informationen bevor die eigentliche Geschichte beginnt. Erst werden die Quadranten von Quadara kurz vorgestellt. Danach folgt eine Auflistung der Gesetze der Königinnen. Diese Gesetze finden auch später Erwähnung, denn sie stellen für die Königinnen einen elementaren Teil ihres Lebens dar. Anschließend folgt das erste Kapitel. Der Bücherliebhaber begleitet Keralie auf ihrem Diebeszug und so nehmen die Dinge ihren Lauf. Die Welt die Frau Scholte erdachte, hat mir gut gefallen. Quadara ist in vier Königreiche aufgeteilt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Rückständig. Zukunftsorientiert. Wissbegierig. Genusssüchtig. Dabei hat sie interessante Ideen einfließen lassen. Astrid Scholte hat die Erzählung nach einem Schema aufgebaut, welches sehr neugierig macht, Fragen aufwirft und den Leser an das Buch fesselt. Geheimnisse. Verschwörung. Mordaufklärung. Und eine kleine Brise Romantik. Ein gelungener Mix? Auf jeden Fall. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt.



Toria Leitspruch: Wer alles weiß, ist allwissend. KÖNIGIN: Marguerite



Als Haupterzählerin kann Keralie genannt werden. Dazwischen findet der Leser Kapitel aus der Sicht der vier Königinnen. Diese werden mit einem Gesetz der Königinnen eingeleitet. Im letzten Viertel gesellt sich eine weitere Perspektive hinzu. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Leicht, klar, gut beschreibend und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache ist zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm. Zu Anfang des Buches findet der Leser eine Karte von Quadara. Dies erleichtert die Orientierung und rundet den positiven Gesamteindruck ab.



Ludia Leitspruch: Das Leben gehört den Genießern, deren Augen und Herzen offen sind. KÖNIGIN Stessa



Fazit: "Four Dead Queens" ist eine Geschichte von Astrid Scholte. Die Welt die Frau Scholte erdachte, hat mir gut gefallen. Rückständig. Zukunftsorientiert. Wissbegierig. Genusssüchtig. So unterschiedlich sind die Bevölkerungsgruppen der vier Quadranten. Geheimnisse. Verschwörung. Mordaufklärung. Und eine kleine Brise Romantik. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt. Von mir gibt es ***** Sterne.



Zitat



"... das schmale Messer in der Hand des Mörders, das Gefühl, wie die Klinge durch die Haut schnitt wie durch Butter, der Blutschwall, der ihr über den Hals floss, und Königin Iris' Hände, die sie an die blutige Kehle hob, dann nach dem Mörder ausstreckte. Das Blut, das auf die Blätter spritzte."

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  • Erzählstil
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