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Veröffentlicht am 23.09.2020

Wenn die Magie versagt, zähl auf dein Herz ...

Frozen Crowns 2: Eine Krone aus Erde und Feuer
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!!! ACHTUNG !!! Band 2 einer Reihe



Kurzbeschreibung



Wenn die Magie versagt, zähl auf dein Herz – das spannende Finale von Asuka Lionera...

Um diejenigen zu beschützen, die ihr wichtig sind, muss ...

!!! ACHTUNG !!! Band 2 einer Reihe



Kurzbeschreibung



Wenn die Magie versagt, zähl auf dein Herz – das spannende Finale von Asuka Lionera...

Um diejenigen zu beschützen, die ihr wichtig sind, muss Davina ihre eigenen Gefühle tief in sich einsperren und sich dem Willen anderer beugen. Ihr Herz gehört jedoch nach wie vor Leander, dem ersten Ritter des Feuerreichs. Doch die Aufdeckung ihrer heimlichen Liebe ist nicht ihr größtes Problem: Ein Krieg, in dem Davinas Eismagie von entscheidendem Vorteil ist, schwelt an allen Fronten. Erneut wird sie zum Spielball der Herrscher, ungeachtet dessen, dass sie dabei ihr Leben verlieren könnte. Um seine Liebste zu retten, braucht Leander Verbündete. Doch diese zu finden, erweist sich als äußerst schwierig …



Meinung



"Frozen Crowns - Eine Krone aus Erde und Feuer" ist der Abschluss einer Romantasy Dilogie von Asuka Lionera. Das Buch ist am 28. August 2020 bei Loomlight, einem digitalen Imprit aus dem Hause Thienemann-Esslinger, erschienen, umfasst 476 Seiten und ist als ebook oder als Taschenbuch erhältlich. Der magisch - fantastische Liebesroman ist ab 14 Jahren empfohlen. Ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin gelesen und wurde stets gut unterhalten. Gerne habe ich zur Fortsetzung dieser neuen Reihe gegriffen um die Geschichte rund um Davina und Leander weiter zu erkunden. Die Elemente sind Grundlage allen Lebens auf unserem Planeten und sie haben die Kraft Leben zu zerstören. Feuer, Wasser, Erde und Luft hielten die alten Griechen für die Bausteine unserer Welt. Auch in vielen fantastischen Erzählungen werden Elemente in verschiedenster Weise eingesetzt. Frau Lionera entführt den Leser in die Feuerlande, erzählt vom Eisreich und vom Erdreich, entfacht archaische Kräfte und lässt verbotene Emotionen entstehen.



Davina hat sich beständig nur nach Freiheit gesehnt, den bislang wurde immer über sie bestimmt und sie musste gehorchen. Der Überfall eröffnet eine neue Möglichkeit. Sie könnte untertauchen und ein Leben abseits des Hofes führen. Und da ist noch ihr edler Retter, der sie zur Weißglut bringt, aber auch ihr Herz gestohlen hat. Doch letztlich sind Träume nur Schäume und Davina geht dem Schicksal entgegen, das andere für sie bestimmt haben. Ich mochte sie von Anfang an. Leanders Gemüt ist von Kampf und Tod gezeichnet. Sein Drang nach Rache, dem er bereitwillig nachgegeben hat, konnte nie befriedigt werden. Schon in jungen Jahren ist er des Lebens müde. Doch als erster Ritter und Vertrauter blieb er stets an der Seite des Königs. Die junge Frau aus dem Eisreich lässt ihn sein Leben überdenken und er beginnt sich nach einem anderen zu sehnen. Seine Loyalität dem König gegenüber gerät ins wanken. Er ist ein sympathischer junger Mann mit Ehrgefühl, Gerechtigkeitssinn und im Kampf mit seinen inneren Dämonen.



Im Vordergrund steht, wie dies bei Romantasy natürlich so ist, die Liebesgeschichte. Dabei fühlen sich die beiden Hauptprotagonisten sehr schnell zueinander hingezogen. Alle zwei haben aber ihre Gründe, dem Sehnen nicht nachgeben zu wollen - bis ihre Herzen nichts anderes mehr zulassen. Die Stimmung schwankt. Humorvoll. Neckend. Knisternd. Ernst. Gefährlich. Dies hat die Autorin meinem Geschmack entsprechend gestaltet. Die Reiche und die Bewohner sind umrissen und skizziert, aber nicht sehr detailreich beschrieben. Die Handlung im ersten Band schritt, bis zu einem Plottwist mittig, eher ruhig voran. Die Wendung, die ich zugegebenermaßen vorausgeahnt habe, bringt eine neue Dynamik ins Spiel, die die Handlung spannender gestaltet und eine gewisse Endgültigkeit mit sich bringt. Diese ist die Grundlage für den zweiten Band und die Kämpfe die dort ausgefochten werden. Auch wenn sich hier wieder viel vorausahnen lässt, so hat mir dieser zweite Band und Abschluss der Dilogie gut gefallen.



Erzählt wird zumeist abwechselnd von Davina und Leander. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Leicht, klar, jung und gefühlsbetont geht es durch die Zeilen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Die Sprache fand ich zur Erzählung passend. Das Erzähltempo empfand ich angenehm.



Fazit: "Frozen Crowns - Eine Krone aus Erde und Feuer" ist der Abschluss einer Romantasy Dilogie von Asuka Lionera. Im Vordergrund steht, wie dies bei Romantasy natürlich so ist, die Liebesgeschichte, jedoch hält das Buch auch eine passende Storyline parat. Zugegebenermaßen keine neue Idee, doch die Mischung aus verschiedenem Bekannten hat mich angesprochen. Auch wenn sich hier wieder viel vorausahnen lässt, so hat mir dieser zweite Band und Abschluss der Dilogie gut gefallen. Von mir gibt es **** Sterne.



Zitat



"Warum nicht?" Weil du nicht weißt, wie es auf einem Schlachtfeld zugeht. Die Schreie. Das Blut. Die Angst in den Augen deines Gegners. Weil du noch nie jemanden töten musstest. Diese Schuld verfolgt dich ein Leben lang, mag der Grund auch noch so gerecht sein. Und weil es viel zu gefährlich ist. Doch keines dieser Worte kommt mir über die Lippen.

(Pos. 2323)



Reihe



Band 1: Frozen Crowns - Ein Kuss aus Eis und Schnee

Band 2: Frozen Crowns - Eine Krone aus Erde und Feuer

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

Sie ist das dunkle Geheimnis der königlichen Familie...

Silver Crown - Forbidden Royals
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Kurzbeschreibung



Sie ist das dunkle Geheimnis der königlichen Familie...



Emilia Lancaster führt ein vollkommen normales Leben. Doch als ein Schicksalsschlag die Thronfolge des Landes ändert und ...

Kurzbeschreibung



Sie ist das dunkle Geheimnis der königlichen Familie...



Emilia Lancaster führt ein vollkommen normales Leben. Doch als ein Schicksalsschlag die Thronfolge des Landes ändert und ihr Vater zum König gekrönt werden soll, findet sich Emilia als seine illegitime Tochter plötzlich in der Rolle der Kronprinzessin wieder. Ihr neues Leben im Palast könnte der Anfang eines Märchens sein. Aber Emilia merkt schnell, dass sie von Intrigen und Machtspielen umgeben ist - und von Menschen, die alles andere als begeistert von ihrem unerwartetem Aufstieg sind. Ganz besonders Carter Thorne, der Sohn ihrer Stiefmutter, scheint ihre bloße Anwesenheit als Provokation zu empfinden. Anders kann sich Emilia seine düsteren Blicke nicht erklären, die trotz allem ihr Herz höher schlagen lassen...



Meinung



"Silver Crown" ist der erste Band der Forbidden Royals Trilogie von Julie Johnson. Das Buch ist am 28. August 2020 im LYX Verlag erschienen, umfasst 304 Seiten und ist als ebook oder als Paperback erhältlich. Die Bestsellerautorin hat bereits einige Bücher veröffentlicht. Diese Reihe wird ab 16 Jahren empfohlen. Royale Geschichten sind beliebt. Königsfamilien verkörpern die allgemeine Sehnsucht nach Glück, Ruhm und Reichtum. Gleichzeitig ergötzen sich die Menschen an Skandalen, Lügen und Lastern. Ich habe noch nicht sonderlich viele royale Geschichten gelesen, die in der realen Welt spielen. Die Autorin sieht ihre Erzählung als düsteres Märchen für Erwachsene. Manche Aspekte wie Handlungsorte oder Figuren, basieren lose auf volkstümlichen Überlieferungen und locker auf historischen Fakten. Das Königreich Caerleon ist ein fiktives Setting und wurde von Frau Johnson frei erfunden. Die ersten Seiten zeigen dem Leser die Caerleonische Thronfolge und das Geschlecht der Lancasters. Mit diesem Wissen beginnt der Bücherliebhaber zu lesen.



Der Leser startet mit einem Prolog. Dabei erkundet er Gedanken zum märchenhaften Aufstieg eines einfachen Mädchens zur Prinzessin, welcher sich als persönliches Martyrium entpuppt. Danach geht es mit dem Bekanntwerden eines Unglücks weiter, das das Königshaus und die Bevölkerung erschüttert - besonders Emilia, die illegitime Tochter von Linus Lancaster, Herzog von Hightower, der überraschend zum Regenten vereidigt wird. Danach nehmen die Dinge ihren Lauf. Vom einfachen Mädchen zur Prinzessin. Ein Szenario alt, immer wieder gerne genutzt, in verschiedensten Varianten ausgelegt und immer wieder unterhaltsam. Natürlich gibt es dabei böse Spielchen, Intrigen und Protagonisten die nach Macht gieren. Mitten in diesem Albtraum befindet sich Emilia. Um ehrlich zu sein, wurde ich nicht so recht warm mit ihr. Oft benimmt sie sich zu naiv und unwissend oder verdrängt einfach. Natürlich konnte ich es in manchen Situationen ein wenig verstehen, doch eine Sympathieträgerin wurde sie für mich nicht. Da kam ich schon besser mit Carter zurecht, der sich nie als einer von den Guten ausgibt, aber trotzdem Herz zeigt.



Neben den royalen Aspekten kommen hier noch romantische Gefühle zwischen Stiefgeschwistern zum Tragen. Diesen wäre ich nicht abgeneigt gewesen, doch ich empfand sie nicht gekonnt und schön in die Erzählung eingebunden. Es ist zwar eine Spannung zu spüren, doch so richtig kamen die Emotionen nicht bei mir an. Auf jeden Fall hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Es kommt zu einer intimen Begegnung. Die Beziehung zwischen Vater und Tochter zeigt interessante Ansätze. Davon hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Die böse Stiefmutter hingegen erfüllt ihren Part schon fast zu gut. Den sorglosen Umgang mit Drogen und Alkohol fand ich weniger ansprechend. Das mag ich generell nicht. Weder in Büchern für junge als auch für ältere Leser. Großartige Überraschungen hält das Buch nicht bereit, aber damit habe ich auch nicht gerechnet. Für mich war es insgesamt einfach zu unrealistisch und zu sehr auf die Spitze getrieben. Ich glaube, dass weniger manchmal mehr ist und etwas mehr Wert auf Tiefe sinnvoller gewesen wäre, als der Versuch die Geschichte vollzupacken.



Erzählt wird aus der Sicht von Emilia. Der Schreibstil der Autorin ist leicht, locker, flüssig und rasch zu lesen. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend. Das Erzähltempo war angenehm.



Fazit: "Silver Crown" ist der erste Band der Forbidden Royals Trilogie von Julie Johnson. Die Autorin sieht ihre Erzählung als düsteres Märchen für Erwachsene mit Intrigen, Machtgier und Verdorbenheit. Für mich war es insgesamt einfach zu unrealistisch und zu sehr auf die Spitze getrieben. Ich glaube, dass weniger manchmal mehr ist und etwas mehr Wert auf Tiefe sinnvoller gewesen wäre, als der Versuch die Geschichte vollzupacken. War nicht so ganz das Richtige für mich. Von mir gibt es *** Sterne.



Zitat



"Weißt du, was das Seltsame an Märchen ist? Man erfährt nie, was mit der hübschen Küchenmagd passiert, nachdem sie mit dem verwegenen Prinzen in einer vergoldeten Kutsche in den Sonnenuntergang gefahren ist und zu ihm in sein Schloss zieht. Die Leinwand wird schwarz. Der Nachspann läuft. Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Aber ... ist das wirklich so?"

(Pos. 57)



Reihe



Band 1: Silver Crown

Band 2: Golden Throne (27.11.2020)

Band 3: Diamond Empire (26.02.2021)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2020

Er hat keine Vergangenheit. Sie hat keine Zukunft.

Midnight Chronicles - Schattenblick
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Kurzbeschreibung



449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen ...

Kurzbeschreibung



449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen Shaw haben soll, der von einem Geist besessen war und seitdem keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat, passt ihr daher gar nicht. Vor allem weil das Kribbeln zwischen ihnen mit jedem Augenblick, den sie miteinander verbringen, heftiger wird. Und das ist nicht nur für Roxys Herz gefährlich - sondern auch für ihr Leben...



Meinung



"Midnight Chronicles - Schattenblick" ist der erste Band einer sechsteilig angelegten New Adult Fantasy Reihe von Laura Kneidl und Bianca Iosivoni. Das Buch ist am 26. August 2020 im Lyx Verlag erschienen, umfasst 448 Seiten, ist als ebook, Paperback oder Hörbuch erhältlich und ab 14 Jahren empfohlen. Die Teile der Reihe werden von den Autorinnen im Wechsel geschrieben und begleiten unterschiedliche Protagonisten. Ich kenne bereits Bücher von beiden Schriftstellerinnen und wurde gut bis sehr gut unterhalten. Ich habe die "Elemente der Schattenwelt" von Laura Kneidl gelesen und gerne gemocht. Die Welt der Hunter hat eine ordentliche Überarbeitung bekommen und glänzt nun mit einem Make Over in den Midnight Chronicles. Die Kurzbeschreibung hat mich sehr neugierig gemacht, denn Roxy hat ungewollt 449 gefährliche Seelen aus der Unterwelt befreit und ist dazu verflucht, diese in 449 Tagen wieder zurück zu schicken, ansonsten ereilt sie ein unschönes Schicksal. Es ist eine nicht zu lösende Aufgabe. Roxy hat keine Zukunft.



Sie ist eine interessante Protagonistin. Lässt kaum jemanden an sich ran. Ist stark und auch schwach. Hat Ecken und Kanten. Das mochte ich. Wohingegen Shaw von einem Geist besessen war und nachdem dieser seinem Körper entrissen wurde, fehlt ihm jegliche Erinnerung an sein vorheriges Leben. Keine Nachforschungen, Recherchen oder sonstige Anstrengungen können dies ändern. Shaw hat keine Vergangenheit. Man begleitet ihn bei seiner Selbstfindung und ist natürlich gespannt wer er einmal war beziehungsweise wie es zu dieser mysteriösen Amnesie kam, denn ein solcher Fall ist bislang nicht belegt. Für mich eine ansprechende Grundsituation. Wer die Elemente der Schattenwelt kennt, ist bereits vertraut mit der Welt der Hunter. Trotzdem empfand ich sie anders als vor ein paar Jahren, als ich diese kennengelernt habe. Das mag an der Zeit oder an der Überarbeitet liegen, kann aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass Frau Iosivoni für Band 1 zuständig ist. So habe ich mit diesem Auftakt das Leben der Jäger neu kennengelernt. Ich bin problemlos in der Geschichte gelandet.



Die Problematik ist interessant und erschafft eine neugierig machende Grundspannung. Es gibt Action, Magie und Kampf, doch grundsätzlich auch viel Ruhe und Gedankentum. Zwischen Roxy und Shaw gibt es eine Spannung, die immer stärker wird. So ist gut erkennbar, dass sich neben der Freundschaft die sich entwickelt, auch ein Knistern ergibt. Der Umgang und der Zusammenhalt der Hunter ist schön zu beobachten und bringt etwas Leichtigkeit in den Ernst der Lage. Ein wenig erinnert der Weltenentwurf an Cassandra Clares Geschichten. Wesen die unerkannt unter den Menschen wandeln und besondere Jäger die die Menschheit davor beschützen. Aber natürlich weisen die Midnight Chronicles ihre eigenen Besonderheiten auf... die Todesboten, die verschiedenen Blicke, Wesen auf die man nicht ganz so oft trifft, die unterschiedlichen Hunter und Protagonisten, die aus dem Teenageralter raus sind. Auch wenn ich zwischendurch ein wenig Spannung vermisste und mir der Showdown zu schnell abgehandelt wurde, hat mir dieser Auftakt gut gefallen und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.



Erzählt wird abwechselnd von Roxy und Shaw. Ich mochte den Perspektivenwechsel. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Leicht, klar, unkompliziert und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend. Das Erzähltempo war in Ordnung. Der Spannungsbogen hätte etwas angehoben werden können. Am Ende des Buches findet der Leser ein Glossar und ein Personenverzeichnis.



Fazit: "Midnight Chronicles - Schattenblick" ist der erste Band einer sechsteilig angelegten New Adult Fantasy Reihe von Laura Kneidl und Bianca Iosivoni. Auch wenn ich zwischendurch ein wenig Spannung vermisste und mir der Showdown zu schnell abgehandelt wurde, hat mir dieser Auftakt gut gefallen und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen. Von mir gibt es **** Sterne.



Zitat



"Darf ich vorstellen? Die Huntress, die ein Tor zur Hölle geöffnet und zahlreiche Wesen auf die Menschheit losgelassen hatte. Verklagt mich. Steinigt mich. Nichts davon konnte schlimmer sein als das, was mir ohnehin bald bevorstand."

(Pos. 2150)



Reihe



Band 1: Midnight Chronicles - Schattenblick

Band 2: Midnight Chronicles - Blutmagie (24.02.2021)

Band 3: Midnight Chronicles - Dunkelsplitter (25.08.2021)

Band 4: Midnight Chronicles - Seelenband (23.02. 2022)

Band 5: Midnight Chronicles - Todeshauch (25.05.2022)

Band 6: Midnight Chronicles - Nachtschwur (24.08.2022)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

"Ton ab!" "Klappe!" "Hex - Files - Wilde Hexen, Ivy Wild, die Zweite"...

Hex Files - Wilde Hexen
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!!! ACHTUNG !!! Band 2 einer Reihe



Kurzbeschreibung



Licht! Kamera ... und etwas Zauber - Action!



Ivy Wilde, die faulste Hexe von Oxford, befindet sich noch immer in den bürokratischen Fängen ...

!!! ACHTUNG !!! Band 2 einer Reihe



Kurzbeschreibung



Licht! Kamera ... und etwas Zauber - Action!



Ivy Wilde, die faulste Hexe von Oxford, befindet sich noch immer in den bürokratischen Fängen des Heiligen Ordens der Magischen Erleuchtung. Was tatsächlich nur noch so semi-schlimm ist, denn so kann Ivy ungehindert Zeit mit Raphael Winter, ihrem saphirblauäugigen Untergang, verbringen. Als er dann noch ihre Fähigkeiten benötigt, um für ihn am Set der Serie Verwünscht (Ivys absolute Lieblingsshow!) zu spionieren, ist Ivy sofort Feuer und Flamme. Denn wenn man etwas so sehr liebt, dann kann der Auftrag auch nicht schwer werden. Oder gefährlich. Oder etwa doch ...?



Meinung



"Hex Files - Wilde Hexen" ist der zweite Band der Hex - Files - Reihe von Helen Harper. Das Buch ist am 1. September im Lyx Verlag erschienen, umfasst 266 Seiten und ist als ebook erhältlich. Es wird ab 16 Jahren empfohlen. Mein erstes Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, konnte mich nicht recht begeistern. Hier hat mich die Kurzbeschreibung dermaßen angesprochen, dass ich die Geschichte unbedingt kennenlernen wollte. Und darüber bin ich froh. Der Auftaktband war ein überraschendes und lustiges kleines Highlight. Ich habe mich schon sehr auf diesen zweiten Band gefreut. In zahlreichen Märchen oder anderen literarischen Werken findet man Hexen und meist sind diese böse. Daneben zeigen sich aber ebenso positive Hexenbilder und der Begriff hat seine frühere negative Bedeutung etwas verloren. Helen Harper hat unsere Welt neben den normalen Menschen mit Hexen besiedelt. Meist friedlich und einander ergänzend leben diese in verträglicher Koexistenz. Doch natürlich lauert auch hier Machtgier, Missgunst und Morallosigkeit.



Ich habe zu lesen begonnen und fühlte mich sofort wieder in der Geschichte verwurzelt. Ivy Wilde ist nach wie vor keine klischeehafte Hauptprotagonistin. Die siebenundzwanzig Jahre alte Hexe verdient ihren Lebensunterhalt noch immer als Taxifahrerin, frönt ihrer Faulheit und geht gerne den Weg des geringsten Widerstandes. Ihre Meinung zum Hexenorden ist zwar nicht positiv, doch ihr Abenteuer mit Winter haben ihre Sicht ein wenig verändert. Ivy ist talentiert, schlau und unkonventionell. Sarkasmus und Ironie gehören ebenso zu ihr wie ihr freigeistiges Denken. Man muss sie einfach lieben. Die Zusammenarbeit mit Adeptus Exemptus Raphael Winter war für sie in mehrerer Hinsicht eine Herausforderung. Er war ihr zu streng, zu steif und zu stoisch. Doch sie konnte durch seine Beharrlichkeit, seine Reserviertheit und seine Unnachgiebigkeit dringen. Ihr Verhältnis hat sich verändert. Trotzdem gab es nur ein letztes Zusammentreffen. Danach haben sich die Beiden nicht wieder gesehen, bis jetzt, da der Orden Ivys Hilfe benötigt.



Hexen und Magie. Natürlich gehört das zusammen, doch hier erschien mir das die Magie und die Zauber einen größeren Stellenwert einnahmen als im Auftakt. Ivy spioniert, recherchiert, therapiert - dabei bleibt keine Zeit faul zu sein. Ivy hat keinesfalls ihren Biss verloren, doch Winter hat sie etwas weicher und zahmer werden lassen. Winter spielt natürlich wieder eine wichtige Rolle, aber die gemeinsame Arbeit ist nicht so intensiv wie in Band 1, was ich etwas schade fand. Ich mag die Zwei zusammen. Auch Kater Brutus ist mit von der Partie. Er ist zwar immer wieder präsent und hat seine Auftritte, aber auch von ihm kann ich nicht genug bekommen. Ironie, Sarkasmus und Witz lässt die Autorin nicht vermissen. Ich habe mich wieder köstlich amüsiert. Auch für ein wenig Romantik ist gesorgt. Dies nimmt aber nicht überhand, denn es ist weder die richtige Zeit noch der richtige Ort dafür. Bei der Mordaufklärung gibt es natürlich wieder verschiedenste Verdächtige, fragliche Motive und seltsame Theorien. Letztlich lässt die Autorin den Leser mit einem nicht sehr netten Ende zurück.



Erzählt wird aus der Sicht von Ivy. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, gespickt mit Charme, Spannung und jeder Menge Humor. Die Sprache ist zur Erzählung passend und das Erzähltempo empfand ich angenehm.



Fazit: "Hex Files - Wilde Hexen" ist der 2. Band der Hex - Files - Reihe von Helen Harper. Ivy ist einfach göttlich. Ihre Gedanken, ihr Tun und ihr Mundwerk sind absolut unterhaltsam. Witzig. Erfrischend. Spannend. Für mich ein kleines Highlight. Ich freue mich auf Band 3. Von mir gibt es ***** Sterne.



Zitat



Verlegen verzog ich das Gesicht.

"Und Sie wollen wirklich nichts trinken?"

"Haben sie Tequila da?"

Seine Stimme klang seltsam.

Sofort fiel mir ein, dass wir Tequila getrunken hatten, bevor wir miteinander im Bett gelandet waren.

Ich schnappte nach Luft.

"Nein. Aber ich kann welchen besorgen, falls sie..."

"Das war ein Scherz, Ivy. Ich hab keinen Durst."

(Pos.288)



Reihe



Band 1: Hex - Files - Hexen gibt es doch

Band 2: Hex - Files - Wilde Hexen

Band 3: Hex - Files - Verhexte Nächte (1. Dezember 2020)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2020

Die letzten Zeilen...

Das Buch der gelöschten Wörter - Die letzten Zeilen
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!!! ACHTUNG !!! Band 3 einer Reihe



Kurzbeschreibung



Die magische Buchwelt, in der Romanfiguren ihr eigenes Leben führen, ist für die Londonerin Hope Turner zur zweiten Heimat geworden. Doch das ...

!!! ACHTUNG !!! Band 3 einer Reihe



Kurzbeschreibung



Die magische Buchwelt, in der Romanfiguren ihr eigenes Leben führen, ist für die Londonerin Hope Turner zur zweiten Heimat geworden. Doch das Geheimnis um die Buchwelt ist bedroht, und Hope hat sich dem Bund aus Menschen und Romanfiguren angeschlossen, um es zu schützen. Ihr Gegenspieler Quan Surt hat es vollbracht, die Barriere zwischen den beiden Welten zu durchbrechen. Seitdem ist es auch Buchgestalten möglich, in die reale Welt zu reisen, selbst den übelsten Bösewichten ...



Meinung



"Das Buch der gelöschten Wörter - Die letzten Zeilen" ist ein Roman von Mary E. Garner. Dieser dritte Band dieser Trilogie ist am 28. August 2020 im Lübbe Verlag erschienen, umfasst 343 Seiten und ist als Paperback oder als ebook erhältlich. Das Buch wird ab 16 Jahren empfohlen. Eine Geschichte, in welcher es um Bücher, Buchwelten und Romanfiguren geht, zieht Bücherliebhaber natürlich magisch an. Diesem Sog konnte auch ich nicht widerstehen. Der erste Band hat mir sehr gut gefallen und das Ende hat mich neugierig auf Band zwei warten lassen. Diesen fand ich dann schwächer. Natürlich wollte ich trotzdem wissen, wie die Autorin die Geschichte zu Ende führt. Eine kranke Mutter. Eine gescheiterte Beziehung. Ein nicht wirklich vorhandener Freundeskreis. Kein Wunder das Hope liebend gerne in die Welt der Bücher abtaucht, doch nie hätte sie zu träumen gewagt, dass dies eines Tages wortwörtlich passieren könnte. Tatsächlich gehört sie zu einer kleinen Gruppe von Menschen, welche durch ein Portal das Universum der Bücher betreten kann. Allerdings wird diese Welt bedroht und Hope soll mithelfen sie zu retten. Damit bringt sie sich selbst in Gefahr. Doch das ist ein kleiner Preis, denn auch die echte Welt steht vor einer Bedrohung.



Hopes Leben hat sich deutlich verändert, als Rufus Walker in ihr Leben getreten ist. Er hat sie in die Welt der Bücher geführt. Nicht jeder kann diese betreten, denn dazu benötigt es ein besonderes Talent. Hope erfuhr von einer lauernden Gefahr und hofft helfen zu können diese abzuwenden. Hope Turner ist für mich eine recht sympathische Protagonistin. Wie schon in den Vorgängerbänden ließen ihr Tun und ihre Gedanken das Bild einer deutlich jüngeren Protagonistin in meinem Kopf entstehen. Irgendwie konnte ich mir dabei nie eine zweiundvierzigjährige Frau vorstellen. Drei vom starken Geschlecht spielten in Hopes Leben eine Rolle - ein charmanter Gentleman, ein grummeliger Muskelprotz und ein in Ungnade gefallener Exfreund. Langsam dünnt sich diese Zahl aus und fokussiert sich auf einen Love Interst, den man aber schon länger erahnen konnte. Es bahnten sich romantische Gefühle an, doch erst hier im letzten Band spielten sie eine größere Rolle. Diese Tatsache hat mir eigentlich gefallen, doch wieder einmal verhält sich Hope meiner Meinung nach nicht ihrem Alter entsprechend.



Der Leser startet mit einem Prolog, in welchem er eine Situation aus der Vergangenheit miterlebt. Danach geht es in der Gegenwart weiter und schließlich setzt das Buch direkt am Ende von Band 2 an. Gemeinsam mit Hope reist der Leser wieder in die Welt der Bücher. Noch immer gilt es weitere Verräter zu enttarnen, den Bösewicht zu schnappen und die reale und die Buchwelt zu sichern. Der Bücherliebhaber kann hier so einiges vorausahnen. Ab und zu gab es allerdings auch eine kleine Überraschung. So ergab sich für mich eine neugierig machende Grundspannung. Allerdings finde ich, das manches zu leicht gelöst war. Ich wollte wissen wie die Autorin ihr Werk schließt. Schon im Auftakt kann der Bücherliebhaber beobachten, dass nur wenige Buchfiguren so sind und sich so benehmen wie man es sich als Leser vorstellen würde. Das wurde auch hier wieder deutlich. Das gefiel mir manchmal besser und manchmal schlechter. Auf jeden Fall hat die Autorin wieder ihren Einfallsreichtum und ihren Schöpfergeist spielen lassen. Mit dem Ende kann ich gut leben. Zudem hat die Autorin einen Epilog hinzugefügt, der einen positiven Abschluss verstärkt.



Erzählt wird aus der Sicht von Hope. Mit dem Schreibstil von Frau Garner kam ich gut zurecht. Leicht, klar und einfach führt sie durch die Zeilen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Die Sprache fand ich großteils zur Geschichte passend, nur der eingebaute Dialekt hat mich weniger angesprochen. Das Erzähltempo war in Ordnung. Am Ende des Buches findet der Leser ein Glossar.



Fazit: "Das Buch der gelöschten Wörter - Die letzten Zeilen" ist ein Roman von Mary E. Garner. Eine Geschichte, in welcher es um Bücher, Buchwelten und Romanfiguren geht - und um Wörter, die geschrieben aber wieder gelöscht wurden. Die Idee die der Erzählung zugrunde liegt gefällt mir. Bei der Ausführung sah ich allerdings immer wieder Luft nach oben. Der erste Band hat mir gut gefallen. Den zweiten Teil fand ich schwächer. Dieser Abschluss siedelt sich für mich in der Mitte an. Von mir gibt es 3,5 Sterne die ich auf **** Sterne aufrunde.



Zitat



"Dann strich der Windhauch meinen Arm hinunter, trocknete die Tinte, ließ sie verblassen. Der Wind steigerte sich, wurde zu heftigen Böen, zu einem kleinen Sturm, der über die Seiten raste, die blätterten, blätterten, weiß und scheinbar unberührt."

(Pos.5046)



Reihe



Band 1: Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich

Band 2: Das Buch der gelöschten Wörter - Zwischen den Seiten

Band 3: Das Buch der gelöschten Wörter - Die letzten Zeilen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere