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Veröffentlicht am 10.06.2025

Ermittlungen in der Bikerszene

Prost, auf den Doktor
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Prost, auf den Doktor ist nunmehr der elfte Teil der Reihe von Friedrich Kalpenstein um das Ermittlerduo Tischler und Fink. Wie erwartet war auch dieses Buch ein echter Pageturner. Alte Bekannte hatten ...

Prost, auf den Doktor ist nunmehr der elfte Teil der Reihe von Friedrich Kalpenstein um das Ermittlerduo Tischler und Fink. Wie erwartet war auch dieses Buch ein echter Pageturner. Alte Bekannte hatten ihren Auftritt und viele der Protagonisten haben sich weiterentwickelt. Es war wie ein Besuch bei Freunden, Hätte es nicht diesen Mord gegeben, der Tischler und Fink vor Rätsel gestellt hat; aber nicht nur die Polizisten haben gerätselt, nein auch die Leser.

Friedrich Kalpenstein hat es ein weiteres Mal verstanden einen Fall aufzubauen, der bis zum letzten Moment spannend blieb. Er hat seine Leser zum Mitraten eingeladen, er hat seine Hinweise gestreut, falsche Spuren gelegt und uns in Sackgassen geschickt. Bis zum Ende hatte ich nur eine Idee, aber keine belastbare Lösung. Ich liebe diese Krimis, nicht grausam und blutig, es gibt eine Leiche und ab da liegt der Focus auf den Ermittlungen. Es war sehr spannend Tischler und Fink zu begleiten, zu sehen, wie sich immer mehr Facetten des Mordopfers zeigen und wie sich immer mehr Spuren auftaten, je länger die beiden an diesem Fall arbeiteten. Ich habe mehrmals gedacht, ich hätte die Lösung, aber irgend eine Kleinigkeit passte nicht und auf den nächsten Seiten wurde auch klar warum. Der Twist am Ende war genial und damit wurden dann auch die offenen Fragen geklärt und das letzte Teilchen fiel an seinen Platz.

Sehr gefallen hat mir die Dynamik beim Stammpersonal, ich mag es sehr, wenn sich die Protagonisten vom ersten Kennenlernen bis zum letzte Buch weiterentwickeln. Der Autor macht das hier wirklich sehr gut, ich bin immer gespannt, wie die eine oder andere Geschichte, die er im aktuellen Band anstößt im nächsten Buch ihre Fortsetzung findet.

Alle Protagonisten, bis hin zum kleinen Nebendarsteller sind echt Charaktere und sehr gut vorstellbar. Friedrich Kalpenstein stattet sie alle mit reichlich Details aus, so dass sie man sie wiedererkennt. Niemand wird einfach nur erwähnt. Ich bin schon jetzt auf das nächste Buch dieser Reihe gespannt.

Fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle Freunde des intelligenten Krimis. Jedes Buch dieser Reihe ist abgeschlossen und steht für sich selbst. Alle Bücher gibt es auch als Hörbuch, gelesen von Helmfried von Lüttichau, auch sehr zu empfehlen. Durch die Modulation seiner Stimme weiß der Hörer immer sofort um welchen Protagonisten es geht, alle sind klar voneinander zu unterscheiden. Das Hören wird hier zum Genuß.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Frau Appeldorn zieht es an die Ostsee

Frau Appeldorn und der tote Kapitän
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Frau Appeldorn und der Tote Kapitän ist der dritte Teil dieser Reihe, geschrieben von Vera Nentwich. Vorausschicken möchte ich, dass dieses Buch in sich abgeschlossen ist und unabhängig von den zwei anderen ...

Frau Appeldorn und der Tote Kapitän ist der dritte Teil dieser Reihe, geschrieben von Vera Nentwich. Vorausschicken möchte ich, dass dieses Buch in sich abgeschlossen ist und unabhängig von den zwei anderen Fällen gelesen werden kann.

Frau Appeldorn, pensionierte Chefsekretärin ist es gewohnt, dass alles so läuft, wie sie es für richtig hält. Das bekommt auch ihr gutmütiger Nachbar Herr Büyüktürk zu spüren, als er sie nach einem Unfall mit einem Radfahrer an die Ostsee chauffieren soll. Die Dame mit dem roten Hut möchte dort den Mord an dem Mann aufklären, den sie kurz zuvor kennen und schätzen gelernt hat. Das Duo Frau Appeldorn und Herr Büyüktürk hat mich im Laufe der Lektüre immer wieder an Miss Marple und Mister Stringer erinnert.

Vera Nentwich hat mit Frau Appeldorn eine starke Protagonistin geschaffen. Nach außen ist Frau Appeldorn eine selbstbewusste Frau, die ihr Markenzeichen, den roten Hut, voller Stolz trägt. Sie steht zu den Menschen, die ihr etwas bedeuten und ist der Gerechtigkeit verhaftet. Selbst wenn es gefährlich wird bleibt sie hartnäckig am Ball. Ihren Nachbarn Herrn Büyüktürk mag sie mehr als sie zugibt, er wiederum ist ein ruhiger Mann, mit vielen Talenten. Nur eines kann er nicht, Frau Appeldorn auf ihrer Mission aufhalten. Die Autorin hat die Protagonisten sehr gut beschrieben und mit vielen Details ausgestattet. Die Ferienwohnung und der Ort Niendorf sind ebenfalls gut vorstellbar und es kommt schon allein durch das farbenfrohe Cover des Buches Urlaubsstimmung und Ostseefeeling auf.

Der Fall entwickelt sich von Seite zu Seite, es gibt erst kaum Verdächtige und dann ist fast jeder verdächtig. Vera Nentwich nimmt ihre Leser mit auf Spurensuche und streut ihre Hinweise geschickt. Die ein oder andere Sackgasse ist natürlich dabei. Der Twist am Ende, der dann zur Auflösung führt, hat es in sich. Auf einmal sortieren sich die Puzzleteilchen und fallen an den richtigen Platz. Das was ich vorher bemüht zusammengeführt habe und auch das, was nicht richtig passen wollte ergibt nach dem richtigen Hinweis Sinn und die Lösung des Falles ist somit rund und logisch. Man hätte die Verbindungen erkennen können, die Hinweise waren alle da.

Ein sehr unterhaltsamer Krimi mit sympathischen Protagonisten, die auch nach der Lektüre im Gedächtnis bleiben.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Ein altes Verbrechen gibt Rätsel auf

Der Schädel von Sant'Abbondio
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Der Schädel von Sant'Abbondio, von Mascha Vassena ist Teil einer Reihe, kann aber unabhängig von den anderen Büchern gelesen werden.

Die Autorin schafft mit ihrem Schreibstil von der ersten Seite an eine ...

Der Schädel von Sant'Abbondio, von Mascha Vassena ist Teil einer Reihe, kann aber unabhängig von den anderen Büchern gelesen werden.

Die Autorin schafft mit ihrem Schreibstil von der ersten Seite an eine ganz besondere Atmosphäre. Auf der einen Seite, die wirklich gelungene Beschreibung von Land und Leuten und des Privatlebens der Protagonisten und auf der anderen Seite die atmosphärisch dichte Krimihandlung.

Ich habe noch kein Buch dieser Reihe gelesen und bin erst mit diesem Teil eingestiegen, trotzdem hatte ich keinerlei Schwierigkeiten mich in die Handlung, die Personen und ihre Zugehörigkeit einzufinden. Wie nebenbei lässt Mascha Vassena immer wieder geschickt Informationen aus den früheren Büchern einfließen, so dass sie erklärend für die Neueinsteiger, dabei aber nicht langweilig für die Stammleser sind. Allein die Beschreibung der Wohnsituation von Moira, Luna, dem Großvater, dem Hund und den Katzen ist so detailreich und liebevoll, dass man selbst gerne auf diesem Hof und im Gästehaus wohnen möchte. Würde die Idylle nur nicht durch den Fund des Schädels gestört. Schnell stellt sich heraus, dass der Schädel zum Opfer eines Verbrechens gehört, das weit in der Vergangenheit stattgefunden hat.

Die Tätersuche gestaltet sich nach so vielen Jahren natürlich sehr schwierig. Mascha Vanessa füttert unter Leser mit Informationen, so dass sie an der Aufklärung aktiv beteiligt werden. Ich habe mich gerne darauf eingelassen und fand die Mördersuche absolut spannend. Natürlich gab es mehr als eine falsche Fährte und nicht immer passten die Informationen zusammen, weil immer noch das letzte Puzzleteil fehlte. Ich hatte viele Verdächtige und muss zugeben, dass sich mir die Lösung erst ganz am Ende gezeigt hat. Die Aufklärung hat mich sehr zufrieden gestellt, sie ist logisch und beantwortet alle offenen Fragen.

Mir hat gerade die Verknüpfung von Privatleben mit der Aufklärung des Verbrechens sehr gut gefallen. Ich war noch nie im Tessin, habe aber durch dieses Buch einen kleinen Einblick in Land und Leute und die gesellschaftlichen Strukturen bekommen.

Ich gebe diesem Buch fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung. Man muss die ersten Bücher nicht gelesen haben, Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber wenn man dieses Buch gelesen hat, kommt man um die Lektüre der anderen Bücher nicht herum. Jedenfalls geht es mir so. Diese Reihe gibt es auch als Hörbuch.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Die Fredenbüller machen Urlaub

Das Schweigen der Kegelrobben
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Das Schweigen der Kegelrobben, von Krischan Koch ist der nunmehr dreizehnte Band um den Fredenbüller Dorfpolizisten Thies Detlefsen und Hauptkommissarin Nicole Stappenbek. Diesmal finden die Ermittlungen ...

Das Schweigen der Kegelrobben, von Krischan Koch ist der nunmehr dreizehnte Band um den Fredenbüller Dorfpolizisten Thies Detlefsen und Hauptkommissarin Nicole Stappenbek. Diesmal finden die Ermittlungen nicht in Fredenbüll sondern auf Amrum statt und das Team aus De Hidden Kist darf natürlich auch nicht fehlen.

Krischan Koch schafft es immer wieder Spannung mit Humor zu würzen und seine Leserschaft ab der ersten Seite mitzunehmen. Schon der Prolog war spannend, bedrückend und hat den Leser mit einigen Fragen zurück gelassen. Was als launiges Wiedersehen began driftete ganz schnell für die Beteiligten in den blanken Horror ab. Vermisste Personen, zwei Leichen, dem Krimiherz blieb nichts zu wünschen übrig. Dazu noch der feine Humor des Autors und seine Kunst Spuren und Fährten auszulegen. Manche sind versandet, manche führten in die Irre und andere brachten uns der Lösung näher. Die Beschreibungen der Charaktere ist so detailreich, so gelungen, dass man keine Schwierigkeiten hat sich die Personen angefangen bei Thies über Nicole, Fiete und bis hin zu Kuddel vorzustellen. In meinem Kopf hat Krischan Koch viele schöne Bilder entstehen lassen, aber noch viel mehr gruselige Szenen. Ich mag den flotten Schreibstil des Autors, der einen das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen lässt. Das Stammpersonal ist mittlerweile so vertraut, dass man sich ihnen zugehörig fühlt. Ermitteln mit ihnen macht einfach Spaß und in brenzligen Situationen sind sie zuverlässig zur Stelle. Wer möchte nicht solche Freunde haben.

Nach vielen Irrungen und Wirrungen hatte ich den Fall am Ende gelöst,dachte ich. Krischan Koch wäre nicht er selbst, hätte er am Ende nicht noch einen Twist für seine Leser parat. Die Lösung war dann logisch und hat alle offenen Fragen geklärt.

Ich gebe diesem Buch fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung. Der Autor hat mich wieder einmal auf das Feinste unterhalten. Ich hatte spannende Lesestunden, die mich ganz tief haben abtauchen lassen. Mehr kann man sich von einem guten Buch nicht wünschen.

Jetzt freue ich mich auf das Hörbuch, Buch und Hörbuch, das ist für mich ein absolutes Vergnügen!

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Neuharlingersiel ist immer eine Reise wert

Spröde Sprotten schwimmen schlecht
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Nun sind wir schon im zwölften Band der Regionalkrimi Serie von Christiane Franke und Cornelia Kuhnert und auch in diesem Band, Spröde Sprotten schwimmen schlecht, lassen die beiden Autorinnen nicht nach.

Man ...

Nun sind wir schon im zwölften Band der Regionalkrimi Serie von Christiane Franke und Cornelia Kuhnert und auch in diesem Band, Spröde Sprotten schwimmen schlecht, lassen die beiden Autorinnen nicht nach.

Man hat das Gefühl mittendrin dabei zu sein und wünscht sich ins Dattein oder auch auch an Mutter Steffens Tisch. Das Stammpersonal ist nach wie vor sympathisch und es ist gut vorstellbar das Trio am Tresen des Dattein zu treffen und mit Rosa, Henner und Rudi das ein oder andere Getränk zu sich zu nehmen. Mir gefällt sehr gut, dass sich diese drei Protagonisten im Laufe der Reihe immer weiter entwickelt haben und mir so immer vertrauter geworden sind. Schnepel ist gewohnt nervig und verdächtigt wie immer jeden und Haueisen versucht geduldig seine Mannschaft auf Spur zu halten.

Der Fall spielt dieses Mal in einer Luxusseniorenresidenz und die beiden Autorinnen haben es ihrer Leserschaft nicht gerade leicht gemacht. Der Fall war äußerst knifflig und es gab viel zu ermitteln. Die gestreuten Spuren erwiesen sich nicht nur einmal als Sackgasse, es gab falsche Fährten, die auch nur in die Irre führten und doch war alles da. Cornelia Kuhnert und Christiane Franke haben uns Leser mit allem versorgt, um den Fall selbst zu lösen, dabei gingen sie äußerst geschickt vor und ich bin ihnen wie immer auf jede falsche Fährte gefolgt. Die letzte Wendung dieses Krimis hatte es wirklich in sich, bis zum letztn Moment war ich mir unsicher, ob das wirklich die Lösung sein kann.

Der Fall wurde aus meiner Sicht absolut logisch und glaubwürdig gelöst. Ich hatte einige sehr vergnügliche und spannende Lesestunden und musste mich zwingen, das Buch aus der Hand zu legen. Es fiel sehr schwer. Der flüssige und eingehende Schreibstil des Autorinnenduos reisst die Leser einfach mit. Die Spannung war hoch bis zur Auflösung und doch gab es immer wieder gemütliche Abschnitte, die bezeichnend sind für das Leben der Protagonisten in ihrer Heimat.Auch der trockene Humor kam nicht zu kurz, es gab so einige Stellen, die mich schmunzeln liessen. Nach der Lektüre wünsche ich mir immer eine solche Gemeinschaft, eine Kneipe wie das Dattein und den Häkelbüddelclub.

Mein Dank geht an die beiden Autorinnen, die es erneut geschafft haben mich den Alltag vergessen zu lassen und mich zu Ermittlungen nach Neuharlingersiel geschickt haben. Ich gebe dem Buch fünf Sterne und eine dringende Leseempfehlung.

Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Ermittlung mit Rosa, Henner und Rudi.

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