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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2026

Schnell gekocht und alltagstauglich, inhaltlich jedoch bekannt

Keine Zeit? Kein Problem!
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Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und war neugierig darauf, neue Inspiration für eine gesunde Küche im stressigen Alltag zu bekommen. Genau das liefert das Buch auch. Die Rezepte sind durchweg lecker, ...

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und war neugierig darauf, neue Inspiration für eine gesunde Küche im stressigen Alltag zu bekommen. Genau das liefert das Buch auch. Die Rezepte sind durchweg lecker, unkompliziert und alltagstauglich. Die Zutaten sind gut erhältlich und die Zubereitung ist so gehalten, dass man sie auch nach einem langen Arbeitstag noch motiviert umsetzen kann.

Besonders gut gefällt mir, dass man nicht stundenlang in der Küche stehen muss, um etwas Gesundes auf den Tisch zu bringen. Einige Rezepte sprechen mich sehr an, und ich bin mir sicher, dass ich mehrere davon regelmäßig ausprobieren und in meinen Alltag integrieren werde. Die Aufmachung ist übersichtlich, verständlich erklärt und insgesamt angenehm zu lesen.

Inhaltlich hat mich das Buch jedoch weniger überrascht. Wer sich bereits mit gesunder Ernährung beschäftigt hat, findet hier kaum neue Erkenntnisse oder innovative Ansätze. Viele Tipps und Grundlagen sind bekannt und wiederholen Altbewährtes. Das ist zwar nicht schlecht, sorgt aber dafür, dass der inhaltliche Mehrwert begrenzt bleibt.

Fazit: Alles in allem ist "Keine Zeit? Kein Problem!" ein solides Kochbuch mit praktischen, schnellen und schmackhaften Rezepten, das besonders für Einsteiger oder Menschen mit wenig Zeit geeignet ist. Wer jedoch auf der Suche nach neuen, tiefgehenden Ernährungsimpulsen ist, wird eher enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Hat mich nicht überzeugt

Die Gemüsebäckerei
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Ich war mich sehr gespannt auf "Die Gemüsebäckerei", weil ich ungewöhnliche, gesunde Backideen liebe und es spannend finde, Gemüse in Brot, Brötchen oder Kuchen zu integrieren. Die Fotos im Buch sind schön ...

Ich war mich sehr gespannt auf "Die Gemüsebäckerei", weil ich ungewöhnliche, gesunde Backideen liebe und es spannend finde, Gemüse in Brot, Brötchen oder Kuchen zu integrieren. Die Fotos im Buch sind schön und farbenfroh, und einige Rezepte klingen wirklich verlockend. Auf den ersten Blick wirkt das Buch wie eine tolle Inspiration für alle, die beim Backen gesünder und kreativer sein möchten.

Leider hat mich das Buch beim Nachbacken enttäuscht. Viele Angaben in den Rezepten sind ungenau oder schlicht fehlerhaft. Mal stimmt die Menge einer Zutat nicht, mal ist die Backzeit unrealistisch oder die Anleitung unklar. Ich habe oft das Gefühl gehabt, improvisieren zu müssen, um überhaupt ein essbares Ergebnis zu bekommen. Für jemanden, der sich auf präzise Rezepte verlässt, kann das frustrierend sein.

Trotzdem gibt es Lichtblicke, einige Rezepte sind interessant und überraschend lecker, und die Kombinationen aus Gemüse und Süßem oder Herzhaftem regen definitiv zum Experimentieren an. Ich habe ein paar Gerichte gefunden, die gelungen sind und die ich sicher wieder machen werde.

Fszit: Insgesamt ist "Die Gemüsebäckerei" für mich ein Buch mit guten Ideen, das aber in der Umsetzung Schwächen zeigt. Es ist inspirierend, aber man muss bereit sein, eigene Anpassungen vorzunehmen und ein wenig Geduld mitzubringen.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Ein Lesehighlight

Die weiße Nacht
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Berlin im Dezember 1946: Die junge Fotografin Lou Faber entdeckt bei einen ihrer morgendlichen Spaziergängen eine tote Frau in den Ruinen. Kriminalkommissar Alfred König übernimmt den Fall. Bald stellt ...

Berlin im Dezember 1946: Die junge Fotografin Lou Faber entdeckt bei einen ihrer morgendlichen Spaziergängen eine tote Frau in den Ruinen. Kriminalkommissar Alfred König übernimmt den Fall. Bald stellt sich heraus, dass es einen weiteren Fall mit Parallelen gibt und sie es mit einem Serientäter zu tun haben.

Dies ist der Reihenauftakt zu der neuen, in Berlin spielenden, Krimireihe von Anne Stern rund um die junge Fotografin Lou Faber und den Kriminalkommissar Alfred König.

"Die weiße Nacht" von Anne Stern hat mich schwer begeistert. Die Geschichte spielt im Dezember 1946, kurz vor Weihnachten, in einem zerstörten Berlin, in dem Hunger, bittere Eiseskälte und Hoffnungslosigkeit den Alltag bestimmen. Die Autorin fängt die Stimmung dieser Nachkriegszeit erschreckend authentisch und sehr bildhaft ein. Das Leid der Menschen und die unterschiedlichen Schicksale wirken real und berühren nachhaltig.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Lou Faber und Kriminalkommissar Alfred König. Lou ist Fotografin aus Leidenschaft und verkauft ihre Bilder an Frauenmagazine. Während der NS-Zeit war sie Regimegegnerin und saß in Haft, was sie bis heute verfolgt. Sie kämpft mit den Dämonen ihrer Vergangenheit, wirkt dabei aber mutig, sympathisch und stark. Alfred König hat Jura studiert, stand nicht immer auf der richtigen Seite und war ebenfalls in Gefangenschaft. Seine Figur bleibt für mich schwer einschätzbar und noch ist er mir etwas zu unnahbar, was ihn jedoch umso interessanter macht. Die beiden lernen sich am Fundort einer weiblichen Leiche kennen, wodurch sie ungewollt in denselben Mordfall verwickelt werden. Schnell stellt sich die Frage, warum diese Frauen sterben mussten. Die Polizei hat zu dieser Zeit keinen guten Ruf und wird von der Bevölkerung misstrauisch beäugt und belächelt, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert und die angespannte Stimmung unterstreicht.

Neben der Haupthandlung werden weitere Schicksale erzählt, die das Bild dieser Zeit erweitern. Justus, ein Junge aus Ostpreußen, und seine Freundin Gerti kämpfen ums Überleben und betreiben Schwarzmarkt, wie so viele damals. Gregor befindet sich in einem russischen Gefangenenlager und steht stellvertretend für das Leid der Kriegsgefangenen. Auch Inspektor Trautwein hat mir im Zusammenspiel mit König sehr gut gefallen. Diese Nebengeschichten haben mich berührt. Sie fügen sich gut in die Geschichte ein und verleihen der Handlung zusätzliche Tiefe.

Die Geschichte ist in vier Teile gegliedert und überzeugt durch ihren ruhigen, eindringlichen Erzählstil. Anne Stern gelingt es, die Nachkriegszeit mit all ihrer Härte, Kälte, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit glaubwürdig darzustellen, ohne dabei überladen zu wirken.

Fazit: "Die weiße Nacht" ist ein starker Auftakt, der historische Atmosphäre und Kriminalhandlung gekonnt verbindet. Das Buch war mein erstes Highlight in diesem Jahr. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und kann diesen ersten Fall uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Ein holpriger Auftakt

Die Zahl
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Chefinspektor Otto Morell wird mit einem brutalen Mordfall konfrontiert, obwohl er sich eigentlich von solchen Verbrechen zurückziehen wollte. Bald zeigt sich, dass hinter der Tat ein rätselhaftes Muster ...

Chefinspektor Otto Morell wird mit einem brutalen Mordfall konfrontiert, obwohl er sich eigentlich von solchen Verbrechen zurückziehen wollte. Bald zeigt sich, dass hinter der Tat ein rätselhaftes Muster steckt, das sich durch weitere Verbrechen fortsetzt. Gemeinsam mit seinem Team versucht er, die Bedeutung der mysteriösen Zahl zu entschlüsseln, bevor es zu weiteren Morden kommt.

Dies ist der Auftakt zu der Reihe rund um Chefinspektor Otto Morell, der im österreichischen Landau ermittelt.

"Die Zahl" ist das Debüt von Daniela Larcher und der erste Band ihrer Reihe um Chefinspektor Otto Morell. Leider konnte mich dieser Auftakt nur bedingt überzeugen. Im Vergleich zu ihrer späteren Reihe rund um August Emmerich unter dem Namen Alex Beer wirkt dieses Buch deutlich unausgereifter und schwächer, in der Figurenzeichnung als auch im Erzählfluss. Auffällig sind die vielen Wiederholungen, die den Lesefluss immer wieder bremsen. Man merkt, dass es sich um das Erstlingswerk der Autorin handelt, dem noch die Souveränität späterer Werke fehlt. Die Geschichte selbst bietet zwar einen brutalen Kriminalfall, schafft es aber nicht immer, Spannung konsequent aufzubauen. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat, was vermutlich literarisch wirken sollte, allerdings empfand ich es eher als unnötig und ablenkend.

Chefinspektor Otto Morell steht klar im Mittelpunkt. Er wird als sympathischer, herzensguter Mensch dargestellt, mit einer Vorliebe für gutes Essen und einem grünen Daumen. Eigentlich wollte er mit derart brutalen Fällen nichts mehr zu tun haben. Es fiel mir schwer zu glauben, dass dieser Mann früher in Wien ein großer Kriminalhauptkommissar gewesen sein soll. Dafür wirkt er oft unsicher und beinahe wie ein Anfänger. Teilweise hatte sein Assistent Bender den besseren Überblick, was Morells angebliche Erfahrung zusätzlich infrage stellt. Mit Nina Capelli bin ich leider gar nicht warm geworden. Sie wirkt häufig respektlos und ihr Verhalten reduziert sich oft auf eine klischeehafte Männerjagd. Das machte sie für mich eher unsympathisch als interessant. Leander Lorentz hinterließ ebenfalls keinen positiven Eindruck. Er mischt sich ungefragt in die Ermittlungen ein und tritt dabei arrogant, aufschneiderisch und besserwisserisch auf. Das sind alles Eigenschaften, die ihn eher nervig als spannend machen.

Insgesamt bilden Morell, Capelli und Lorentz ein sehr eigenartiges Trio. Allerdings nicht im Sinne von witzig oder charmant, sondern eher befremdlich und unausgewogen. Die Dynamik zwischen den Figuren konnte mich nicht überzeugen.

Fazit: "Die Zahl" zeigt erste Ansätze und Ideen, bleibt aber insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Die Figuren wirken teilweise unausgereift, die Handlung leidet unter Wiederholungen. Wer Daniela Larchers spätere Werke kennt, wird hier deutlich merken, wie sehr sich die Autorin im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. Ob ich die anderen drei Fälle lesen werde, weiß ich noch nicht.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Persönlich, bunt und inspirierend

Vegan Meal Prep
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"Vegan Meal Prep" von Oliver Petszokat ist ein sehr farbenfrohes, modernes und persönliches Kochbuch, das sich dem Thema veganes Vorkochen widmet. Schon beim ersten Durchblättern fällt die lebendige Gestaltung ...

"Vegan Meal Prep" von Oliver Petszokat ist ein sehr farbenfrohes, modernes und persönliches Kochbuch, das sich dem Thema veganes Vorkochen widmet. Schon beim ersten Durchblättern fällt die lebendige Gestaltung ins Auge mit ihren kräftigen Farben, Fotos und ein insgesamt fröhliches Layout, das sofort gute Laune macht und Lust auf veganes Kochen weckt.

Das Buch richtet sich auch an Anfänger und bietet eine gute Einführung in das Thema Meal Prep. Gleichzeitig kann die Menge an Informationen, Ideen und Rezepten stellenweise etwas überfordernd wirken, jedenfalls ging es mir so. Gerade wenn man neu in der veganen Küche oder beim Vorkochen ist, muss man sich erst orientieren und Schritt für Schritt herantasten. Mit etwas Geduld eröffnet sich dann aber eine große Vielfalt an Möglichkeiten.

Besonders positiv ist der sehr persönliche Stil des Autors. Petszokat lässt viel von sich selbst einfließen, was das Buch authentisch und sympathisch macht. Man merkt deutlich, dass die Rezepte aus seinem eigenen Alltag stammen und er seine Erfahrungen ehrlich teilt. Das verleiht dem Buch eine angenehme Nähe und hebt es von vielen rein sachlichen Kochbüchern ab.

Die Aufteilung des Buches ist insgesamt gut gelungen. Die Rezepte sind übersichtlich strukturiert und laden zum Nachmachen ein. Auch wenn nicht jedes Gericht meinen Geschmack trifft, gibt es viele Rezepte, die mich neugierig gemacht haben und die ich definitiv ausprobieren werde. Gerade für Menschen, die Abwechslung suchen und ihre vegane Ernährung besser planen möchten, bietet das Buch viele Anregungen.

Fazit: "Vegan Meal Prep" ist ein inspirierendes und sehr persönliches Kochbuch, das viele kreative Ideen für den veganen Alltag liefert. Wer offen für Neues ist, Freude an Farbe und Kreativität hat und sich langsam an das Thema Meal Prep herantasten möchte, wird hier viele wertvolle Impulse finden.

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