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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2019

Lebendig, lustig, lesenswert

Das Springende Haus. Einmal Hollywood und zurück
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Lonni ist mit ihren Eltern aufs Land gezogen und hier ist es ihr ein bisschen langweilig, deshalb beschließt sie, auf Entdeckungstour zu gehen. Und so weit muss sie überhaupt nicht gehen, denn das Abenteuer ...

Lonni ist mit ihren Eltern aufs Land gezogen und hier ist es ihr ein bisschen langweilig, deshalb beschließt sie, auf Entdeckungstour zu gehen. Und so weit muss sie überhaupt nicht gehen, denn das Abenteuer wartet gleich nebenan. Dort wohnt nämlich Familie Wendelin samt ihren Tieren in einem springenden Haus. Was das genau ist, ein „springendes Haus“, erfährt Lonni bald am eigenen Leib. Gemeinsam erleben sie viele spannende Dinge und auch einem Rätsel von den verschwundenen Großeltern der Wendelins kommt Lonni auf die Spur.
Von Langeweile ist ab sofort keine Rede mehr.
Im springenden Haus ist einfach immer etwas los und als Leser ist man mittendrin!

Mit ihrem Band „Einmal Hollywood und zurück“ aus der Reihe „Das springende Haus“ ist Marikka Pfeiffer ein ganz tolles Leseabenteuer gelungen, das 2019 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen ist und 123 Seiten umfasst.
Das Buch ist in 18 Kapitel gegliedert und in einfach gehaltener Sprache zu lesen. Also absolut für Kinder geeignet.
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein.
Wir haben die einzelnen Charaktere sofort ins Herz geschlossen: Lonni und ihre Eltern und natürlich Familie Wendelin mit all den Tieren. Ebenso ist Frau Kiesewetter mit von der Partie, auch wenn sie eher zu den nervigen und unglaublich neugierigen Charakteren in diesem Buch gehört.
Wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände und wollen das Rätsel um die Oktogone unbedingt lösen.
Passend zur Geschichte sind immer wieder wunderschöne Zeichnungen von Cathy Ionescu zu finden.

Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren, die ein turbulentes, phantasievolles, spannendes und lustiges Abenteuer mit dem springenden Haus erleben wollen. Es lässt sich auch prima vorlesen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.

Veröffentlicht am 24.06.2019

Eine wunderschöne und interessante Mischung aus Bilder- und Sachbuch. Sehr empfehlenswert!

Fische, Fische überall
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„Fische, Fische überall“ von Britta Teckentrup ist 2019 in der deutschen Ausgabe im Prestel Verlag erschienen und umfasst 32 Seiten.

Das Buch ist eine unglaublich tolle Mischung aus Bilder- und Sachbuch. ...

„Fische, Fische überall“ von Britta Teckentrup ist 2019 in der deutschen Ausgabe im Prestel Verlag erschienen und umfasst 32 Seiten.

Das Buch ist eine unglaublich tolle Mischung aus Bilder- und Sachbuch. Zunächst springen einem die wunderbar gemalten Bilder ins Auge, allen voran das Cover, das sehr farbenfroh und leuchtend und in Goldtönen schillernd gestaltet ist und auch haptisch hebt es sich von „normalen“ Bilderbüchern ab. Meine beiden Kinder haben es sofort als „einen echten Schatz“ tituliert. Die Bilder setzen sich auch auf künstlerischer Ebene im Buch fort und sie bereichern und unterstützen die vielen Sachinformationen ganz hervorragend. Der Leser und Betrachter findet hier beispielsweise Informationen über die vielen verschiedenen Fischarten, über den unterschiedlichen Lebensraum, über die Nahrungssuche, Überlebensstrategien, über das Verhältnis von Menschen und Fischen und vieles mehr.

Britta Teckentrup gelingt es, die Faszination in Bezug auf Fische mit ihrem Buch in Bild und Schrift auf Alt und Jung zu übertragen
Meinem Sohn haben besonders gut die zahlreichen Bilder und hier kleine eingebaute Aufgaben gefunden, wie zum Beispiel: Kannst du das Borstenmaul finden? Und besonders fasziniert war er von der Doppelseite „Das tiefe blaue Meer“. Hier gab es für ihn so vieles zu entdecken und die Tiefe des Meeres und das Leben der unterschiedlichen Fische dort haben wirklich eine ganz besondere Magie in sich.

Fazit: Bei Britta Teckentrups „Fische, Fische überall“ handelt es sich um ein außergewöhnlich gute Mischung aus Bild- und Sachbuch, das hoffentlich in viele Büchereien, Kindergärten, Klassen- und Kinderzimmern Einzug finden.
Wir empfehlen es sehr gerne weiter.

Veröffentlicht am 24.06.2019

So macht Lesen Spaß!

Der magische Blumenladen für Erstleser, Band 1: Die verschwundenen Katzen
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Violet hat von ihrer Tante Abigail den Auftrag bekommen, ihren Kater Lord Nelson zu füttern, doch der ist einfach nicht zu finden und komischerweise stellt sich heraus, dass auch Lucys Katze Samy verschwunden ...

Violet hat von ihrer Tante Abigail den Auftrag bekommen, ihren Kater Lord Nelson zu füttern, doch der ist einfach nicht zu finden und komischerweise stellt sich heraus, dass auch Lucys Katze Samy verschwunden ist und auch der Kater vom Frisör und viele andere. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen. Violet geht der Sache gemeinsam mit Lady Madonna auf den Grund und zum Glück hat sie da dieses tolle magische Talent…

Mit ihrem ersten Band „Die verschwundenen Katzen“ aus der Reihe „Der magische Blumenladen für Erstleser“ ist Gina Mayer ein wunderbares, geheimnisvolles und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Ravensburger Verlag 2019 erschienen ist und 59 Seiten umfasst.
Das Buch ist in großer Schrift und einfach gehaltener Sprache in kurzen Sätzen zu lesen. Also absolut für Lesestarter geeignet. Es ist in fünf kurzweilige Kapitel unterteilt.
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein.
Wir haben die einzelnen Charaktere sofort ins Herz geschlossen und freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände.
Passend zur Geschichte sind viele wunderschöne Zeichnungen von dem Illustrator Horst Hellmeier zu finden. Sie veranschaulichen und unterstreichen das Gelesene und sind gerade für Erstleser sehr motivierend und erleichtern das Lesen.

Fazit: Wir sprechen eine Kaufempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 6-7 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer erleben wollen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.
Lesefreude ist hier 100%ig garantiert und bei uns ist die Lesemotivation deutlich gestiegen.

Veröffentlicht am 16.06.2019

Lebe und vertraue deiner Individualität, verliere nie die Hoffnung und zähle auf die Familie!

Wo man im Meer nicht mehr stehen kann
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„Wo man im Meer nicht mehr stehen kann“ von Fabio Genovesi ist 2019 in der deutschsprachigen Ausgabe im Verlag C. Bertelsmann erschienen und im Jahr 2017bei Mondadori Libri. Der Roman umfasst in der gebundenen ...

„Wo man im Meer nicht mehr stehen kann“ von Fabio Genovesi ist 2019 in der deutschsprachigen Ausgabe im Verlag C. Bertelsmann erschienen und im Jahr 2017bei Mondadori Libri. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 408 Seiten.

Der achtjährige Fabio wächst in der unglaublichen, italienischen Familie der Mancinis auf: er hat neben seinen Eltern und Großeltern gleich noch zehn weitere Großväter, die unverheirateten Brüder seines Opas. Fabio steht also im absoluten Mittelpunkt der großen Familie und natürlich möchte jeder der teilweise auch schrulligen Charaktere viel Zeit mit ihm verbringen und ihn auf das „echte“ Leben vorbereiten. Erst in der Schule bemerkt Fabio, dass es auch noch gleichaltrige Kinder gibt, doch da ist er längst ein Außenseiter.
Als sein Vater durch einen Unfall ins Koma fällt, gelingt es Fabio durch seine eigene Art, zu ihm durchzudringen.

Fabio Genovesi gelingt es in seinem Roman den Leser durch seinen feinfühligen, unglaublich anschaulichen, poetischen und dabei auch so humorvollen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Er lässt den jungen Protagonisten Fabio, die Welt der Erwachsenen immer so gut und klug erklären und verstehen und bringt sehr viel Gelassenheit in die Geschichte der oftmals so skurrilen Personen.
Die Botschaft des Buches lautet in meinen Augen: Lebe und vertraue deiner Individualität, verliere nie die Hoffnung und zähle auf die Familie!

Fazit: Ein wunderschöner, feinfühliger, humorvoller und lesenswerter Roman, der mir sehr viele Glücksmomente beim Lesen schenkte und bei dem man unweigerlich ein Grinsen während des Lesens im Gesicht hat.
Es war für mich ein sehr schönes Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Fabio und seiner großen Familie einzutauchen.
Ich kann es jedem nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Leider nicht wie erwartet

Blackwood
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„Blackwood – Briefe an mich“ von Britta Sabbag ist 2019 im Verlag Fischer FJB erschienen. Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 448 Seiten.

Um was geht es (dem Klappentext entnommen):

Stell dir vor, ...

„Blackwood – Briefe an mich“ von Britta Sabbag ist 2019 im Verlag Fischer FJB erschienen. Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 448 Seiten.

Um was geht es (dem Klappentext entnommen):

Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?

Für Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt...

An dieses Buch bin ich mit sehr hohen Erwartungen herangegangen und letztendlich überwiegt in mir die Enttäuschung, aber warum?
Ich bin in meiner Buchhandlung auf das Buch wegen des Covers gestoßen. Es ist in meinen Augen eines der schönsten Cover, die ich kenne. Auch der Klappentext hat mich total angesprochen und ich habe mir eine spannende, tiefgründige Auseinandersetzung der Protagonistin mit sich selbst, einem Rück- und Vorblick in das eigene Leben erwartet und dazu etwas von dem Zauber, der Irland und seine Natur und das Geheimnisvolle dieser Insel ausmacht.
Letztendlich bin ich enttäuscht, weil die Charaktere in meinen Augen zu wenig ausgearbeitet sind, weil die Briefe, so wenig im Mittelpunkt stehen, weil es viel zu sehr um die Probleme der Teenies Gesine, Adrian etc. geht und weil ich das Buch zu oft als langweilig empfunden habe. Die Geschichte hat meinen Geschmack nicht getroffen. Ich denke, dass man auch viel mehr aus dem „Libellenthema“ hätte machen können und das geheimnisvolle, mystische Irland etwas mehr hätte einbeziehen können.